Aufklärung

Welt ohne Chance

Welt ohne Chance?

Art-Nr.: A142
Preis: EUR 3,00

Beschreibung:

 

  • Taschenbuch: 80 Seiten
  • Autor: Dr. Kurt E. Koch
  • Verlag: Bibel- und Schriftenmission Dr. Kurt E. Koch e.V.
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3-905-00018-0
  • ISBN-13: 978-3-905-00018-4

Inhaltsverzeichnis in neuem Fenster öffnen.

Leseprobe:

In diesem Abschnitt kommen wir zu der verhängnisvollsten Entwicklung sowohl des Ostens und noch mehr des Westens. Das Problem der Gehirnwäsche ist in allen Lagern bekannt. Die Schlacht, die hier mit satanischer Schläue geschlagen wird, geht zunehmend für den Westen verloren.
Zunächst ein miterlebtes Beispiel. Einer meiner früheren Kameraden war vor dem Krieg ein aktives Glied des CVJM. Er geriet in russische Kriegsgefangenschaft. Um nicht zu verhungern, nahm er an Schulungskursen teil, weil es dort höhere Rationen gab. Bei diesen Kursen wurde den Teilnehmern der christliche Glauben zerschlagen und ein Antibazillus gegen die Kirche und den westlichen "Imperialismus" eingeimpft. So vorsichtig präpariert, wurden diese Teilnehmer nach Kriegsende als die ersten aus der Gefangenschaft entlassen. Bei meinem Kameraden wirkte sich das so aus, daß er nach seiner Rückkehr dem CVJM, der Kirche und seinen alten Freunden den Rücken kehrte. Die russischen "Gehirnspezialisten" hatten ihr Ziel erreicht.
Die Kommunisten sind grandiose Meister ihres Faches. Amerikaner, die in Korea oder Vietnam in ihre Gefangenschaft geraten, werden einer radikalen Umschulung unterzogen. Das FBI stellt fest, daß 75 Prozent der gefangenen Amerikaner nach der Gehirnwäsche für die Kommunisten arbeiten.
Die direkte Form der Gehirnwäsche ist allgemein bekannt. Die noch raffiniertere und teuflischere Form ist die "Fern-Gehirnwäsche" oder "Gehirn-Fern wasche". Was ist mit dieser seltsamen Wortbildung gemeint?
Die Russen und Chinesen haben begonnen, durch ihre Agenten und vor allem durch willfährige Pfarrer und Prediger die westlichen Gehirne umzufunktionieren.
Wenn z. B. Milan Haimovici berichtet, daß er sieben Jahre um des Glaubens willen in kommunistischen Gefängnissen gefoltert wurde, so wird das politisch umgedeutet und entkräftet.
Wenn aber der Metropolit Nikodim von Leningrad erklärt, es gäbe in Rußland Religionsfreiheit, so wird das geglaubt, denn ein Metropolit lügt nicht.
Legt man den westlichen Kirchenleitungen und evangelischen Presseleuten russische Zeitungen vor, in denen die Verurteilungen von Christen zu fünf und zehn Jahren Gefängnis oder Zwangsarbeit berichtet wird, so wird keine Notiz davon genommen. Man will die Wahrheit nicht hören. Wir leben in der Zeit, von der die Bibel berichtet. Die Liebe zur Wahrheit wird in vielen erkalten.
Ein Beispiel aus der westlichen Presse. Die Badische Kirchenzeitung "Der Aufbruch" brachte Dezember 1970 einen Artikel "Weit hinter dem Ural". In diesem Bericht wurde erklärt, es gäbe in Rußland keine Untergrundkirche. Ein Christ habe ganz Rußland bereist und nirgends eine Untergrundkirche gefunden.
Zunächst einmal staune man über diese Naivität, als ob der Russe einen ausländischen Christen frei in seinem Lande herumreisen ließe, wenn er nicht zuvor schon weiß, was dieser Mann zu berichten hat.
Zu dieser Naivität kommt dann noch die seltsame "Objektivität" der Redaktion. Ein Mann, der Rußland kennt, schrieb die Redaktion an und wies darauf hin, daß diese Berichterstattung des Artikels "Weit hinter dem Ural" falsch ist. Zum anderen gab ich bei der Redaktion das Buch "Sowjetheilige" ab, in dem von den Verurteilungen von Christen mit Angabe der Belege berichtet wird. Der Brief des Rußlandkenners wurde nicht beantwortet. Auch von dem Buch "Sowjetheilige" von Richard
Wurmbrand wurde keine Notiz genommen. Und so bleibt jener verlogene "Uralartikel" stehen.
Noch ein anderes Beispiel, das ich bis in die Einzelheiten genau kenne. Ich kann Name und Anschrift angeben, muß es aber unterlassen, da der betreffende Prediger sehr gefährdet ist.
In einem kommunistischen Lande wohnte ich bei einem Prediger und predigte auch in seiner Kirche, ohne daß mein Name und mein Herkunftsland angegeben wurde. Er machte mich darauf aufmerksam, daß er am Montag früh über meinen Dienst dem Sicherheitsdienst berichten müsse. Ich soll mich also jeder politisch zweideutigen Aussage enthalten. Nun, das hätte ich auch ohne diesen Hinweis getan. Als der Prediger am Montagmorgen beim Sicherheitsbeamten erschien, war ich von einem anderen Spitzel schon gemeldet worden. Mein Name lag aber nicht vor.
Drei Monate später bekam dieser Prediger eine Vorladung zur Zentrale des Sicherheitsdienstes in die Hauptstadt des Landes. Zwei Wochen später wieder die gleiche Vorladung. Bei den Kommunisten bedeuten viele Vorladungen, daß eine Verhaftung zu gewärtigen ist. Der Prediger wurde bei den wiederholten Verhören vor eine Alternative gestellt. Man trug ihm auf, der Partei und der Regierung im Ausland einen Dienst zu tun. Andernfalls ...!
Der Prediger nahm den Auftrag an. Er kam im Herbst 1970 nach Westdeutschland und hielt in verschiedenen Kirchen Vorträge. Die Aussagen, die er machte, waren bewußte Unwahrheiten, die der Prediger aber im Auftrag seines Staatssicherheitsdienstes zu sagen hatte.
Ich verurteile diesen Bruder nicht. Er geriet durch diese Aktion in große Gewissensnot, schützte aber damit seine große Familie vor Repressalien. Stehen wir erst einmal in einer solchen Zwangslage, ob wir dann durchhalten. Viele unserer westlichen Kirchenmänner und
Presseleute geben die Brüder preis, ohne Repressalien ausgesetzt zu sein.
Dieses grausame und satanische Spiel ist aber noch nicht zu Ende. Dieser Prediger hatte in den westlichen Kirchen auch die Religionsfreiheit und die Nichtexistenz der Untergrundkirche zu bezeugen und anderes mehr.
Diese Botschaft wurde dann mit großem Hallo bei der kirchlichen und freikirchlichen Presse aufgenommen. "Seht ihr, da habt ihr den Beweis, daß Wurmbrand übertrieben und gelogen hat."
Wie schäme ich mich für die christlichen Blätter und Blättchen, die ein Opfer dieses schändlichen Spiels geworden sind. Die kommunistische "Fern-Gehirnwäsche" hat wieder einmal gesiegt.
Warum wird in den kirchlichen und freikirchlichen Kreisen dieses Lügengewebe nicht durchschaut?
Es liegt ganz einfach daran, weil diese kirchlichen und freikirchlichen Pressestellen nur mit Intelligenz und nicht mit dem Heiligen Geist ausgerüstet sind. Dazu ist es noch eine vernebelte Intelligenz. Die Vernunft ohne den Heiligen Geist geht allezeit in die Irre.
Ich weiß, diese Aussagen sind harte Sätze. Ich stelle mich aber mit unter die Not der christlichen Stellen. Wie haben wir den Heiligen Geist betrübt, gedämpft, ihm keinen Raum gegeben, daß solche Dinge im Westen passieren. Die Wahrheit wird zur Lüge gemacht, die Lüge zur Wahrheit. Diese Kirchen werden in den Kämpfen der Endzeit zerbrechen oder ganz im Kult des Antichristen aufgehen.
Es ist aber gleichzeitig eine Freude, daß einfache, schlichte Christen ohne Universitätsbildung diesen Rummel der Meinungsvernebelung nicht mitgemacht haben, sondern sich zum Auftrag Richard Wurmbrands bekannt haben.
Was andernorts schon gesagt worden ist, muß hier wiederholt werden. Es geht nicht um die Person Wurmbrands, es geht nur um seinen Auftrag, den westlichen Christen das Gewissen zu schärfen über dem Leid, das über unsere Brüder und Schwestern in den kommunistischen Ländern hereingebrochen ist.
Wurmbrand hat heute einen Auftrag, wie ihn wenige im Westen haben. Er ist angefochten wie Jeremia, der das Königshaus, die Fürsten, die Priester, das Volk gegen sich hatte und doch der einzige war, der einen klaren Blick besaß.*
Mehr denn je brauchen wir heute den Heiligen Geist und die Gabe der Geisterunterscheidung, damit wir in dieser Zeit der geistigen Vernebelung einen klaren Blick behalten und nicht ein Opfer der "Fern-Gehirnwäsche" werden...

Versandkosten: Inland: EUR 0.00
Ausland: EUR 10.00
<< vorherige | Zurück |