Der magische Ritus

Die Magie trägt in allen ihren Formen und Gebräuchen das Gepräge einer Teufelsreligion. Sie ist in allem eine Nachäff ung der biblischen Glaubenswelt.* Zufallsbild *

1. Die magische Liturgie
Die magische Liturgie ist das Gegenstück der biblischen Gottesanbetung und Gottesdienstformen. Eine magische Handlung besteht gewöhnlich aus vier Elementen: Anruf, Spruch, Symbolhandlung, Verwendung eines undefinedFetischs. Der Anruf erfolgt an die Dreieinigkeit oder an Satan. Er entscheidet ob schwarze oder weiße Magie zum Einsatz kommen soll.

Der Anruf ist das Gegenstück unserer Gebetsanrede: Unser Vater oder Herr Jesus Christus. Der Spruch löst dann die magischen Kräfte zur Wirkung aus. Der Zauberspruch ist das Gegenstück des Bibelwortes oder des biblischen Gebetes. Die Symbolhandlung unterstreicht den Spruch.* Zufallsbild *

Die Symbolhandlung äfft die biblischen Symbolhandlungen, etwa der Handauflegung oder Gebetsformen, nach. Die Verwendung eines Fetischs, eines magisch kraftgeladenen Stoffes, entspricht etwa im christlichen Raum der Verwendung von Wasser oder Brot und Wein.

Ein Bauernsohn litt wiederholt unter starken Schmerzen am Knie. Nach dem Rat einer Besprecherin nahm er folgende magische Behandlung vor. Er ging zur Zeit des abnehmenden Mondes nachts auf das Feld. Er rief die Dreieinigkeit an, sagte einen magischen Spruch, salbte sein Knie mit Ã-l und warf dem Mond Küsse zu. Die Schmerzen waren daraufhin weg.
Dieses Beispiel enthält folgendes: Anruf an die Dreieinigkeit entscheidet die Form der Magie, hier also weiße Magie. Der magische Spruch tritt an die Stelle des Gebetes. Die Ã-lsalbung ist die symbolische Handlung. Der Mond wird als Fetisch benützt. Wie er abnimmt, so sollen die Schmerzen abnehmen.* Zufallsbild *

2. Die magische Symbolik
Die magische Symbolik soll den magischen Spruch wirkungskräftig unterstützen. Gleichzeitig findet hier ein Übertragungszauber statt. Über das Wesen der okkulten Übertragung kann hier aus Raummangel nicht berichtet werden. Beispiele sollen das Problem zeigen.

Prof. Frobenius, der bekannte Höhlenforscher, berichtete in einem Vortrag, daß manche der Höhlenzeichnungen der Steinzeitmenschen sich als Jagdzauber verstehen ließen. Manche der bezeichneten Tiere sind mit Wunden versehen. Diese Beobachtungen würden mit dem Jagdzauber der Primitiven in Afrika übereinstimmen. Ein Afrikareisender erzählte, daß eingeborene Stämme manchmal einen Jagdzauber anwenden und tatsächlich damit Erfolg haben. Sie zeichnen Tiere und beschießen unter magischen Sprüchen das Gemälde. Am gleichen Tag werden dann bei der Jagd Tiere aufgefunden, welche die gleichen Verwundungen haben wie die beschossene Zeichnung. Dieser primitive Jagdzauber entspricht wiederum Beobachtungen in Deutschland. Werden menschliche oder tierische Phantome verletzt, dann wird damit das Medium in der gleichen Weise getroffen.* Zufallsbild *

Gegen Zahnschmerzen wird im Bereich des magischen Besprechens folgendes Rezept empfohlen. Ein neuer Nagel muß dreimal in das Zahnfleisch gestoßen werden. Dann soll der Nagel im Keller gegen Osten mit einem magischen Spruch vergraben werden.

Ein Schulkind wurde gegen eine Geschwulst am Arm besprochen. Unter Anwendung eines Zauberspruches wurde ein Hühnerei vergraben und ein Stein obenauf gelegt. In dem Maße, wie das Ei in der Erde verfaulte, ging die Geschwulst zurück. Der Symbolzauber hatte zum Erfolg geführt.
Die Symbolhandlung wird gewöhnlich durch einen  Fetisch  unterstützt. Unter Fetisch versteht man einen magisch geladenen Gegenstand. Der Fetisch soll Kraftträger sein. Meistens werden absurde Dinge als Fetische genommen, z. B.: Menschenknochen, Fledermäuse, Urin, Kot, Schamhaare, Fingernägel, Sargholz und vieles andere. Zum Fetisch kann jeder Gegenstand werden, der magisch besprochen und aufgeladen wurde.* Zufallsbild *

Ein Beispiel:

Eine Predigersfrau erhielt von einer gläubigen Gemeinschaftsfrau eine Salbe, die von einem magischen Besprecher unter Besprechungsformeln hergestellt worden war. Die Salbe half rasch. Sie wirkte nicht als Medikament, sondern als Fetisch, als kraftgeladenes Mittel. Nach dieser Kur brach die Predigersfrau den Arm. Ihre Tochter, die vorher im Glaubensleben gute Fortschritte gemacht hatte, konnte von dieser Zeit an nicht mehr glauben und beten.

Bei einer Evangelisation in der Schweiz wurde mir in der Seelsorge berichtet, daß ein katholisches Kloster gegen Krankheiten und Seuchen Amulette (Fetische) an die Bevölkerung abgibt. Es handelt sich um kleine Beutelchen. Ein Neugieriger schnitt ein solches Beutelchen auf. Es waren Fußnägel und Eierschalen darin. Dieser Bericht klingt sehr unwahrscheinlich. Leider mußte ich oft feststellen, daß manche Klöster Magie treiben.* Zufallsbild *

3. Das magische Wort
Das magische Wort ist in seiner Bedeutung sehr umstritten. Ein bekannter Vertreter des Besprechens, Traugott Egloff in Zürich, spricht von der Unmittelbarkeit des Wortes und erklärt, das Wort sei eine Kraft an sich, die Wunder vollbringt. Wir meinen, benützt der Besprecher Bibelworte, so löst er sie von Gott, isoliert sie und vergötzt das gesprochene Wort. Er stellt das Geschaffene gegen den Schöpfer. Diese Isolierung des Wortes führt zum mechanischen Gebrauch und damit zu einer Entleerung.
Prof. Bender sagt in dieser Hinsicht: "Das Mechanistische ist das eigentlich Magische und Diabolische."
Von Gott losgelöstes und isoliertes Wort kann aber nicht als selbständige Größe unabhängig existieren. Fremde Inhalte strömen ein. Was von Gott gelöst und abgefallen ist, verfällt den Dämonen. Darum ist der mechanische und magische Gebrauch der Bibelworte Dämonie und Zauberei. Das Gotteswort, zum Heil des Menschen gegeben, wird zur magischen Technik, zum Unheil und Belastung des Menschen.* Zufallsbild *
Wir stellen also der Auffassung der Besprecher entgegen, daß das Wort nicht unmittelbar, sondern neutrales Instrument ist. Es kann gut oder böse benützt werden. Es kommt auf die Inspiration von oben oder unten an, die hinter dem Wort steht. Der bevollmächtigte Zeuge Jesu gebraucht das Wort als von Gott autorisiert. Der Magier, der Besprecher, gebraucht das Wort als dämonisiertes Instrument der Zauberei.

Ein Pfarrer erzählte mir, wie er in seiner Gemeinde einen seltsamen Sterbefall hatte. Ein Mann lag im Sterben, der im Ruf der Zauberei stand. 14 Tage lang stöhnte der Sterbende: "Nehmt mir das Wort ab, nehmt mir das Wort ab, daß ich zur Ruhe komme." Die Angehörigen gingen zum Pfarrer, um sich beraten zu lassen. Er warnte davor, auf die Bitte des Sterbenden einzugehen. Nach furchtbaren Qualen starb der Besprecher. Der Pfarrer erklärte, der Mann hätte kohlschwarz im Sarg gelegen. - Viele Zauberer kommen erst dann zur Ruhe, wenn man ihnen den magischen Spruch abgenommen und damit die Verpflichtung zum weiteren Besprechen übernommen hat.* Zufallsbild *

4. Das magische Ritual
Es gibt Zauberbücher, welche für die Magier die gleiche Bedeutung haben wie bei den Christen die Bibel oder ein gottesdienstliches Buch. Okkulte Literatur existiert in großer Häufung. Am verbreitetsten ist in der Gegenwart das undefined6. und 7. Buch Moses. Leider hat ein Verlag in Braunschweig neue Auflagen dieses Buches herausgebracht. Das Buch hat mit Moses nichts zu tun. Diese Bezeichnung ist nur ein Deckname. Die Magier wollten in dem Stabwunder Moses Zauberei erblicken. Deshalb meinten sie, ihn zu ihrem Schutzherrn erheben zu können. Das 6. Buch zeigt, wie der Mensch mit dem Teufel in Verbindung kommen kann.* Zufallsbild * Das 7. Buch gibt Anweisungen, wie der Mensch sich alle irdischen, himmlischen und höllischen Kräfte durch Zauberei untertan machen kann. Es sind Zauberbücher, die in unserem Volk schon grauenhaftes Unheil angerichtet haben. Menschen, die dieses Buch lesen, sind Unglücksmenschen; Häuser, in denen dieses Buch aufbewahrt wird, sind Unglückshäuser. Beispiele liegen in großer Zahl vor, können aber aus Raummangel nicht mehr hier untergebracht werden. B 66 und B 68 gehören in diese Reihe.

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Buchvorstellung

Seelsorgerliche Hilfe für kranke, angefochtene und okkult belastete Menschen.

Leseprobe:
In Brasilien kam anläßlich einer Vortragswoche ein 31jähriger Mann zu mir in die Aussprache. Er berichtete, daß er alle vier Wochen, und zwar periodisch nur in den Vollmondnächten, schwere Anfälle habe. Die Ärzte behandelten ihn auf Epilepsie, ohne den geringsten Heilerfolg zu erzielen...

140 Seiten, 2,60 €

Menschen berichten...

Als ich meinem letzten Meister, Gerhard Taschner, von meinen Depressionen erzählte, gebot er mir, eine Zeitlang keine Musikstücke von Robert Schumann zu spielen, der ja ein hochgradiger Spiritist war und seine Kompositionen durch den direkten Verkehr mit sechs Geistern empfing...

Aus dem Buch "undefinedMusik unter der Lupe"

Gehört aber nicht Opposition dazu, wenn Gott ein Feuer anzündet? Wenn eine Erweckung keine Widersacher hat, dann ist das keine echte Erweckung.
Dr. Kurt E. Koch

Zitat Dr. Koch

"Niemand nimmt okkulte Kräfte ungestraft in Anspruch."