Ursprung, Ziel und Entwicklung der Magie

1. Die Urversuchung

An der Schwelle der Menschheit steht der Kulturbefehl Gottes: Füllet die Erde und machet sie euch untertan (1. Mose 1, 28).

Des Menschen Aufgabe und Recht war die friedliche Eroberung der Kräfte der Erde im Einvernehmen mit dem Willen Gottes.* Zufallsbild *

Diesem Kulturbefehl setzte Satan, der große Durcheinanderwerfer, die Urversuchung entgegen: Ihr werdet sein wie Gott, wissend und mächtig (3. Mose 3, 5).

Das Gegenstück des Kulturbefehls ist die Magie, Wissenshunger und Machtstreben im Gegensatz zum Willen Gottes. Damit war die junge Menschheit am Scheidewege.

Die Weichen sind gestellt: freiwillige Unterordnung unter den Willen Gottes oder magischer Wissenszwang und Machtgier in der Auflehnung gegen göttliche Ordnungen und Schranken.* Zufallsbild *

Diese Weichen sind heute noch gestellt.

Entweder wir lassen uns einordnen in das göttliche Gefüge der Heilsordnung oder wir treiben Rebellion und wollen in ungeheuerlicher Nebenbuhlerschaft zu Gott über die Kräfte und die Wesen der Schöpfung verfügen.

Darum ist Magie Urrebellion vom Anfang bis heute und Höhepunkt der Auflehnung des Menschen gegen Gott. Alles Gerede von harmlosen Naturkräften und neutraler Anwendung ist angesichts der biblischen Tatsache eine Ungeheuerlichkeit.

Formal gesehen weiß die Parapsychologie (Wissenschaft von den außersinnlichen Erscheinungen) noch etwas von dem doppelten Charakter der Magie. Man unterscheidet dort Psi-Gamma Phänomene (gignoskein = erkennen) und Psi-Kappa Phänomene (kinein = bewegen). Wir haben hier wiederum die beiden Grundelemente der Magie, Wissen und Macht auf außersinnlichem Wege.* Zufallsbild *

2. Die Entstehung magischer Kräfte

In der Seelsorge zeigten sich mir in vielen Aussprachen vier verschiedene Wege zur Entstehung magischer Kräfte: Vererbung, undefinedTeufelsverschreibung, okkultes Experimentieren, okkulte Übertragung.

Dazu einige Hinweise.

a) Durch Vererbung
Die Ausbeute vieler Beichtberichte ergibt, daß magische Fähigkeiten in den Erbgang gehen. Die Mediumität läßt sich oft in vier Generationen einer Familie nachweisen. Einerseits trägt die Erbmasse diese dunklen Fähigkeiten weiter, andererseits werden diese Kräfte durch Sukzession weitergetragen.* Zufallsbild *

Man versteht darunter den Brauch, daß der sterbende Vater dem ältesten Sohn oder einer Tochter seine magischen Fähigkeiten anhängt, um ruhig sterben zu können.

Wenn die Kinder diese Fähigkeiten nicht wünschen, spielen sich oft Tragödien im Sterbezimmer ab. Der Sterbende kann wochenlang jammern: "So nehmt es mir doch ab, daß ich zur Ruhe komme."

Manchmal erklären sich auch ferne Verwandte oder ganz Außenstehende dazu bereit, die magischen Fähigkeiten zu übernehmen. Wie weit das Mitleid oder die Neugierde oder der Machttrieb dabei eine Rolle spielen, ist im einzelnen Fall verschieden.

Das Sterben solcher Magier zögert sich oft wochenlang hin, bis die "Amtsnachfolge" geregelt ist. Es gibt also nicht nur eine apostolische, sondern auch eine diabolische Sukzession.* Zufallsbild *

b) Durch Teufelsverschreibung

Eine weitere Form der Entwicklung der magischen Kräfte ist die Teufelsverschreibung. Vielleicht darf hierin das Gegenstück zur Taufe gesehen werden. Die Magie ist ja in allem die undefineddämonische Parallele biblischer Vorgänge. Teufelsverschreibungen sind die furchtbarsten seelsorgerlichen Fälle.

In Paris gibt es eine okkulte Kirche mit dem Namen: "Wir dienen dem Fürsten dieser Welt". Diese Kirche hat Tochtergemeinden in Basel, Bern und neuerdings in Rom. Alle Glieder dieser okkulten Kirche müssen sich bei der Aufnahme dem Teufel verschreiben. Das wäre also die schwarzmagische Taufe.

Ein Mann in Toggenburg in der Schweiz hatte seit Jahren eine blühende Praxis als Naturarzt und Besprecher. Auch die für einen Arzt aussichtslosen Fälle konnte er kurrieren. Er heilte Blinde, Lahme, vorgeschrittenen Krebs, Lungentuberkulose, perniziöse Leukämie, multiple Sklerose, Sklerodermie und andere schwere Krankheitsfälle. In einer stillen Stunde brach bei diesem Mann die Not seines Lebens auf. Er erklärte: "Allen kann ich helfen. Nur mir selbst kann in Ewigkeit nicht geholfen werden." Dieser magische Heiler hatte in seiner Jugend eine undefinedBlutverschreibung an den Teufel durchgeführt. Seither besaß er diese unheimliche Heilfähigkeit.* Zufallsbild *

c) Durch okkultes Experimentieren

Magische Kräfte können auch durch okkultes Experimentieren entwickelt werden.

Ein schweizer Fabrikarbeiter wurde seiner Arbeit überdrüssig. Als er wiederholt erfuhr, daß die okkulten Heilpraktiker und Magnetopathen viel Geld verdienten, kaufte er sich bei einem okkulten Verlag Zauberliteratur. Er lernte die magischen Sprüche, unterzog sich den Teufelszeremonien und begann Heilexperimente. Seine Fähigkeit, magisch zu heilen, wuchs rasch, und schließlich steigerten sich seine Einkünfte um ein Vielfaches seines früheren Lohnes.

Das folgende Beispiel vereinigt alle drei Momente: Vererbung, Verschreibung und okkultes Experimentieren.* Zufallsbild *

Eine junge Frau berichtete mir die Geschichte ihrer Vorfahren. Die Urgroßmutter hatte sich mit ihrem Blut dem Teufel verschrieben. Sie trieb schwarze Magie und heilte mit ihrer schwarzen Kunst kranke Menschen und Tiere. Auf dem Sterbebett hatte sie, wie üblich bei magischen Besprechern, einen entsetzlichen Todeskampf. Die Tochter, die Großmutter meiner Berichterstatterin, nahm der Sterbenden die magische Fähigkeit ab. Sie übernahm auch die Zauberliteratur. Nach dem qualvollen Sterben der Urgroßmutter erschien sie ihren Angehörigen als Wiedergängerin. Die Großmutter setzte dann die magische Praxis fort. Sie besprach Krankheiten in Vollmondnächten und pendelte auch mit Schlüssel und der Bibel. Ferner war sie auch eine erfolgreiche Blutstillerin. Als die Großmutter anfing, die Bibel zu lesen, bekam sie schwere Anfechtungen. Mit zunehmendem Alter sah sie in ihrer Wohnung schwarze Gestalten. Beim Sterben hatte sie auch große Anfechtungen. Nach ihrem Tod erschien sie auch als undefinedWiedergängerin im Haus. Die Mutter der Berichterstatterin übernahm dann die magische Literatur und Praxis. Sie wurde ebenfalls eine bekannte Heilerin. Sie erlitt das gleiche Los wie ihre Vorgängerinnen. Nun kam als viertes Glied in dieser schrecklichen Ahnenreihe meine Berichterstatterin. * Zufallsbild *Als kleines Kind war sie von ihrer eigenen Mutter besprochen worden. Kurz nach dem Besprechen war sie hellsichtig und sah die schwarzen Gestalten im Haus. Ihr Bruder und ihre Schwester litten unter Depressionen. Sie selbst hatte schwere seelische und nervöse Störungen, die sie in die Seelsorge führten.

d) Durch okkulte Übertragung

Die vierte Form der Entstehung magischer Kräfte ist die okkulte Übertragung.

Ein junger Mann berichtete mir in der Seelsorge, daß er von drei Schwarzmagiern unter Murmeln von Zaubersprüchen die Hände auf den Kopf gelegt bekam. Hinterher besaß er magische Fähigkeiten, die sogar seinen Hausarzt ins Staunen brachte. Der Arzt stellte ihn auf die Probe und mußte seine magischen Heilungen bestätigen. - Diese magische Handauflegung wäre wiederum ein Gegenstück zur biblischen Handauflegung.* Zufallsbild *

Ein junger Mann schaute einem Pendler zu, der mit dem Pendel Wasser suchte. Der Pendler forderte ihn auf, es auch einmal zu versuchen. Der Pendel schlug aber in seiner Hand nicht aus. Daraufhin packte der Pendler die Hand des jungen Mannes. Plötzlich schlug der Pendel auch bei ihm aus. Als er dann hinterher ohne die Berührung von Seiten des Pendlers den Vorgang wiederholte, klappte es abermals. Auch einige Tage später war ihm noch die Pendelfähigkeit geblieben. Seit dieser Berührung durch den Pendler besitzt nun dieser junge Mann die Fähigkeit, mit dem Pendel oder der Rute Wasser zu suchen. Allerdings hat sich in seinem Glaubensleben etwas verändert. Vorher führte er ein treues Gebetsleben und las fleißig die Bibel. Nach der Übertragung der Pendelfähigkeit ging die Liebe zum Wort Gottes und Gebet zurück.

undefinedNächstes Kapitel

Buchvorstellung

Anhand von 500 Beispielen werden rund 150 okkulte Bewegungen erläutert. Als Nachschlagewerk gibt das Buch klare Wegweisung im okkulten Chaos unserer Zeit und enthält ein umfangreiches Kapitel über die Befreiung aus okkulten Bindungen. Ergänzungsband zu "Seelsorge und Okkultismus.

832 Seiten, 25,- €

Menschen berichten...

Als ich meinem letzten Meister, Gerhard Taschner, von meinen Depressionen erzählte, gebot er mir, eine Zeitlang keine Musikstücke von Robert Schumann zu spielen, der ja ein hochgradiger Spiritist war und seine Kompositionen durch den direkten Verkehr mit sechs Geistern empfing...

Aus dem Buch "undefinedMusik unter der Lupe"

Erweckung

"Erweckung ist nichts anderes, als Gott gegenüber erneut gehorsam zu werden." (Charles Finney in dem Buch "Revival of Religion")

Zitat Dr. Koch

"Befreiung aus okkulter Belastung ist nur über Christus möglich durch eine Generalbeichte. Wer frei werden will, muss sich rückhaltslos Jesus Christus ausliefern."