Spiegelmantik

Es gibt okkulte Lehrbücher über die Spiegelmagie und die Spiegelmantik. Der Spiegelmagier will mit Hilfe eines magisehen Spiegels undefinedFernbehandlungen, undefinedHeilungen, undefinedVerfolgungszauber, undefinedAbwehrzauber, undefinedLiebeszauber und andere magische Praktiken durchführen.* Zufallsbild *

Der Spiegelmantiker will mit Hilfe des Spiegels verborgene Sachen auffinden, Verbrechen aufdecken, schwierige Krankheiten erkennen, physikalische Vorgänge im Kosmos erfassen und anderes mehr. Als okkultes Handwerkszeug kommt dabei nicht nur der magische Spiegel in Frage, sondern auch die Glaskugel, Bergkristall und andere spiegelnde Gegenstände. Selbst der Wasserspiegel wird von manchen in dieser Weise benützt.

Zwischenruf:
In dieser Zeit ist zwar der Teufel los, aber Gott am Zug.
Peter Hahne

Geschichtlich gesehen läßt sich das Spiegelsehen oder das Kristallsehen Jahrhunderte zurückverfolgen. Selbst im Märchen mit dem Spieglein an der Wand findet sich dieses Motiv. Auch in der Mystik hat das Spiegelsehen seinen Platz. Jakob Böhme soll seine besten Gedanken beim Meditieren (Nachdenken) mit der Schusterkugel gewonnen haben. Psychologisch gesehen mag das Spiegelstarren eine Hilfe zur Autosuggestion oder Autohypnose und zur Auslösung unterbewußter Vorgänge sein. Das ist ein Hinweis, daß bei dieser Form der Wahrsagerei vor allem unterbewußte Kräfte in Aktion treten. Da diese unterbewußten Kräfte sich aber weithin der Kontrolle des Oberbewußtseins entziehen, können sie auch Eingangstür für außermenschliche Mächte sein. Nicht umsonst sagt Paulus, daß wir es nicht nur mit Fleisch und Blut zu tun haben, sondern mit den bösen Geistern unter dem Himmel (Eph. 6, 12).* Zufallsbild *

Einige Beispiele führen in diese Form der undefinedWahrsagerei ein.
 
B 40. Der "Tannenfelser", ein Großbauer mit dieser Hofbezeichnung, besaß viele Schafe. Eines Tages waren einige verschwunden und nicht mehr aufzufinden. Der Bub sprang zum Wunderdoktor, der mit seinem Spiegel alle Geheimnisse lösen und klären konnte, und bat um Rat. Der Kristallseher ging in seine Kammer und verweilte geraume Zeit darin. Schließlich kam er wieder zum Vorschein und gab folgende Auskunft: "Gehst das Tannenfelser Loch hinauf bis zum ersten Weg. Dann biegst rechts ein und steigst stracks den Berg hinauf. Auf dem höchsten Gipfel liegt ein großer Stein. Neben diesem Stein liegen die gesuchten Schafe." Der Bub befolgte den Rat und fand seine Tiere.
 
B 41. Ein Bauer aus dem Kappler Tal kommt zum Kristallseher und jammert: "Heute Nacht ist mir eine Kuh gestohlen worden. Kannst du mir sagen, wo sie ist?" Der Spiegelmantiker geht in seine Kammer und konzentriert sich auf seinen Spiegel. Endlich kommt er heraus und erklärt: "Deine Kuh steht im Hofe vom Holzerjörg, und zwar in der Scheune, versteckt hinter einigen Strohballen. Nimm drei bis vier Leute mit und einen Landjäger. Hälftig geht ihr in die Wohnung und die andere Hälfte gleich in die Scheuer." Der Bestohlene befolgte diesen Rat und fand seine Kuh.* Zufallsbild *
 
B 42. Einem unchristlichen Mann brannte eines nachts die Garage samt seinem Wagen ab. Da er Brandstiftung vermutete, benachrichtigte er die Polizei. Die polizeilichen Ermittlungen brachten keinen Erfolg. Um den Täter festzustellen, suchte er einen Mann auf, der die Spiegelmantik beherrschte. Der undefinedHellseher zog sich etwa 20 Minuten in sein Kabinett zurück. Dann trat er aus seiner halbverdunkelten Kammer heraus und hielt dem Ratsuchenden seinen magischen Spiegel hin und sagte: "Das ist der Täter." Der Angeredete erblickte in dem Spiegel einen ehemaligen Schulfreund und rief entsetzt aus: "Das ist nicht möglich. Wir stehen sehr gut miteinander." Der Hellseher erklärte: "Der Spiegel lügt nicht!" Beim Weggehen sagte der Hellseher noch ganz beiläufig: "Du wirst übrigens bald sterben." Der verdutzte Mann suchte nun doch seinen Schulkameraden auf, blickte ihm in die Augen und fragte ihn: "Hast du etwas mit meinem Garagenbrand zu tun gehabt?" Der Schulkamerad war ganz verwirrt und legte tatsächlich ein Geständnis über seine Brandstiftung ab. Auf die Frage nach dem Motiv gab der Brandstifter zu, er wäre auf seine geschäftlichen Erfolge neidisch gewesen, da er selbst in beruflichen Dingen immer wieder Rückschläge hatte. Der Brandstifter bat nun den Geschädigten, er möchte doch über den Vorfall schweigen, er wollte ihm die Garage und den Wagen ersetzen, was er auch in Kürze tat.* Zufallsbild *
Ungefähr vier Wochen nach der Unterredung mit dem Hellseher stieß der Brandgeschädigte in der Nacht einen furchtbaren Schrei aus. Seine Frau wurde über diesem Schrei wach, machte Licht und beobachtete, daß ihr Mann sich unter fürchterlichen Krämpfen wand. Sie holte sofort den Arzt, der den Schwerkranken in eine Universitätsklinik überwies. Von dem nächtlichen Erlebnis an war er bewußtlos und mußte zehn Tage lang künstlich ernährt werden. In dieser Zeit der Bewußtlosigkeit setzte sich eine kirchliche Gemeinschaft täglich in der Fürbitte für ihn ein. Schließlich kam der Patient wieder zur klaren Besinnung und berichtete, was er in diesen zehn Tagen alles erlebt hatte. Als er zu Beginn dieser seltsamen Erkrankung nächtlich aufschrie, sah er im Traum oder Halbschlaf scheußliche, teuflische Gestalten auf sich zukommen, die ihn zu einer Höllenfahrt mitrissen. Bei diesem merkwürdigen Erlebnis stand alle Schuld seines Lebens vor seinen Augen. Er erkannte ferner die einzelnen Vorgänge der Brandstiftung, auch die Beratung beim Hellseher wurde noch einmal lebendig. Die schwarzen Kerle, die Ihn in ihren finsteren Abgrund rissen, erklärten ihm, das Maß seiner Sünden wäre voll, und er müßte jetzt dafür gekreuzigt werden. Er erlebte eine entsetzliche, qualvolle Kreuzigung. Nach furchtbaren Mißhandlungen der ihm endlos dauernden Qualen waren die schwarzen Gestalten wieder verschwunden. Es wurde wieder lichter um ihn. Er kam zum Bewußtsein. Vom Arzt erfuhr er später, daß er zehn Tage lang bewußtlos gelegen war. Nach diesem schrecklichen Erlebnis war der Brandgeschädigte in seinem ganzen Wesen wie umgewandelt. * Zufallsbild *Der unkirchliche Mann, der vorher vom Wort Gottes nichts wissen wollte, besuchte von da an treu die Gottesdienste und auch die Bibelstunden der Gemeinschaft. Er war sogar so eifrig, daß er am Sonntag sein Auto mit Nachbarn vollud und sie zur Bibelstunde hinfuhr.

Neben allen verworrenen, unsicheren Angaben vieler Spiegelwahrsager zeigen diese drei Beispiele die brauchbaren Ergebnisse dieser Spiegelauskunft. Bei den beiden ersten Fällen war es mir nicht gelungen, die Auswirkungen der Spiegelberatung zu verfolgen. Beim dritten Beispiel sind die seelischen Folgen wieder eindeutig. Vermutlich ist der Brandgeschädigte einer undefinedTiefenwachsuggestion zum Opfer gefallen, als der Wahrsager so beiläufig erklärte: "Im übrigen wirst du bald sterben." Der Brandgeschädigte war von der Enthüllung, daß sein Schulfreund der Täter wäre, sehr erregt. Seine Gedanken konzentrierten sich auf den Täter und die schmähliche Geschichte. In diesem Augenblick war sein Oberbewußtsein abgelenkt und sein Unterbewußtsein offen. Das war für den Spiegelberater der günstigste Augenblick, seine Suggestion anzubringen, die dann das Unterbewußtsein erreichte. * Zufallsbild * Die Erkrankung ist vermutlich die Auswirkung dieser Tiefenwachsuggestion. Es handelt sich hier also nicht um eine echte Vorschau. Es war also, um die Terminologie von Zucker zu gebrauchen, kein mystischer oder ahnender Wahrsageakt, sondern ein magischer, ein beeinflussender Wahrsageakt. Dem Seelsorger genügen solche Beispiele, um vor jeder Form der Wahrsagerei zu warnen.

Buchvorstellung

Kommt Lucifer an die Macht und sind Weltstaat und Weltkirche Wegbereiter?

Von Wolfgang Borowsky. 298 Seiten, 5,- €

Menschen berichten...

Er zückte das Messer, nicht um den Gegner zu töten, sondern um ihn nur kampfunfähig zu machen.
Der Stich war aber doch lebensgefährlich.
Viele wussten, wer der Täter war...

Seit diesem Vorfall konnte Michael nachts nicht mehr schlafen. Er wurde von Angstträumen und Gewissensbissen geplagt...

Aus dem Buch "undefinedJesu Name ist wunderbar"

Erweckung

"Erweckung ist nichts anderes, als Gott gegenüber erneut gehorsam zu werden." (Charles Finney in dem Buch "Revival of Religion")

Zitat Dr. Koch

"Okkulte Betätigung schädigt das christliche Glaubensleben schwer."