Rute und Pendel

Wie viele okkulte Praktiken versucht auch die Pendelpraxis wissenschaftlich hoffähig zu werden. Man entwickelte die undefinedRadiästhesie, die Strahlenkunde und behauptet, daß alle Materie strahlt. Der Rutengänger oder Pendler wäre imstande, sich auf diese Strahlen einzufühlen. Die wissenschaftliche Seite dieses Problems wird in "undefinedSeelsorge und Okkultismus" Seite 83 abgehandelt. In dieser Broschüre geht es um seelsorgerlich praktische Fragen. Um Unkundige nicht zu verwirren, sei gesagt, daß mit Rute oder Pendel die gleichen Vorgänge erfaßt werden. Der Pendel soll lediglich der feinere Indikator (Anzeiger) sein. Um ein objektives Urteil zu ermöglichen, sollen zuerst Beispiele folgen, bei denen anscheinend keine Störungen als Folgen nachgewiesen werden können.* Zufallsbild *

1. Es gibt Ärzte, Pfarrer, Missionare, Ingenieure, die von der Brauchbarkeit und Exaktheit der Pendelmutungen (Ergebnisse mit Rute und Pendel) überzeugt sind. Sie erklären, daß sie außer einer gewissen Schwächung der Nervenkraft keine nachteiligen Folgen spüren.
 
B 19. Ein 28jähriger Mann nahm sich das Leben. Da man den Leichnam nicht fand, wurde er von der Polizei gesucht.
Sein Schwager zog einen Pendler zu Rat. Der Pendler bat um einen Gegenstand des Toten. Man brachte ihm Socken des Vermißten. Der Pendler legte die Socken auf den Boden und lief dann mit einer Metallrute im Rechteck um die Socken. Dann gab der Pendler richtig die Personalien des Toten an. Er sagte Name, Geburtsdatum und die Stelle, an der der Tote liegen sollte. Der Pendler machte dann zusätzlich eine Probe seiner eigenen Angaben, holte eine Landkarte und pendelte noch einmal nach dem Ort des Toten. Der Pendel bestätigte die Angaben der Rute. Der Schwager ging mit der Polizei nach dem angegebenen Ort und fand den Toten tatsächlich an der vom Pendler angegebenen Stelle. In einem kleinen Schuppen im Wald hatte der Selbstmörder sich erschossen und lag unter dem Spielgerät.* Zufallsbild *
 
B 20. Ein Arzt aus dem Elsaß ist Rutengänger. Er hält diese Fähigkeit für eine Gabe Gottes. Bemerkenswert ist jedoch seine Nervosität und seine Abwehr gegen das Göttliche.
 
B 21. Ein Postbeamter besitzt die Fähigkeit, mit Rute oder Pendel Wasseradern zu suchen und auch die Lage der Postkabel mit dem Pendel exakt anzugeben. Auch er spricht davon, daß sich bei ihm nach dem Rutengehen kleine Müdigkeitserscheinungen zeigen.

Zwischenruf:
In dieser Zeit ist zwar der Teufel los, aber Gott am Zug.
Peter Hahne

 
B 22. Ein Arzt baute sich ein Wohnhaus. Er hätte in seinem Garten gern einen Brunnen angelegt. Ein Freund von ihm, ein evang. Pfarrer, hörte von diesem Wunsch. Er ließ sich von dem Arzt einen Grundriß von Haus und Garten geben. Dann nahm er den Pendel und stellte auf dem Grundriß fest, wo Wasser zu finden wäre. Seine Angaben stimmten. Beim Nachgraben fand man an der bezeichneten Stelle Wasser.

B 23. Ein Missionar besitzt die Fähigkeit, vom 2. Stock eines Hauses aus mit dem Pendel festzustellen, ob unten eine männliche oder weibliche Person den 1. Stock betreten hat. Er kann ferner von oben durch den Fußboden feststellen, ob etwa die weibliche Person unten ein Kind erwartet und welchen Geschlechtes das Kind werden wird. Er führte im Beisein von Freunden viele derartige Experimente durch, die zum vollen Erfolg wurden. In der gleichen Weise kann er auch auf Friedhöfen angeben, ob eine männliche oder weibliche Person unter dem Grabstein liegt. Selbstverständlich stellt er sich hinter den Stein, so daß er die Namen nicht lesen kann.* Zufallsbild *
 
B 24. Bei meiner zweiten Missionsreise in den fernen Osten hörte ich von der Tätigkeit einer Missionarin. Sie ist mir als Glied einer deutschen Missionsgesellschaft sehr gut bekannt. Diese Frau, die viele Jahre in China arbeitete, kann mit dem Pendel nahezu alle unbekannten Fragen klären. Sie stellt zum Beispiel auf eine Entfernung von vierzig Kilometern fest, wann eine Missionarin ein Kind erwartet. Sie kann diesen Tatbestand diesen Missionarsfrauen zu einem Zeitpunkt mitteilen, an dem noch nichts in der Ã-ffentlichkeit bekannt ist. Sie gibt gleichzeitig an, ob es ein Junge oder ein Mädchen werden wird. Ihre Prognosen stimmten in allen Fällen. Nach diesen Fähigkeiten befragt, gab diese pendelnde Missionarin zur Antwort, sie könnte sich auf die Strahlungen der schwangeren Frau einstellen.
 
B 25. Ein Heilsarmeeoffizier führte seit Jahren eine Pendelpraxis durch. Als im Krieg sein Sohn vermißt war, pendelte er über seinem Photo, um festzustellen, ob der Sohn noch lebte. Als ihm in der Nachkriegszeit ein Koffer gestohlen wurde, pendelte er nach dem Aufbewahrungsort des gestohlenen Koffers. Tatsächlich gab ihm der Pendelausschlag den richtigen Ort an. Auf meine Frage, ob er irgendwelche nachteiligen Folgen seiner Pendelel spüre, verneinte dieser Reichgottesarbeiter. Er erklärte, er fühle keine Schädigung des Glaubenslebens.
Die flüchtige Ausbeute dieser fünf Beispiele liefert schon einige Anhaltspunkte für die Beurteilung. * Zufallsbild *Zunächst wird deutlich, daß man mit der Humbugtheorie nicht durchkommt. Es gibt Rutengänger und Pendler, die exakte Angaben machen können, wenn auch viele Geologen und andere Wissenschaftler leidenschaftlich dagegen wettern. Natürlich darf nicht übersehen werden, daß es viele Pendelangaben gibt, die nur ein ganz verworrenes, konfuses Zeug darstellen, mit dem nichts anzufangen ist. Ferner geht aus den wenigen Beispielen hervor, daß die Rutengängerei und Pendelei ein stark umstrittenes Gebiet ist. Hier werden Ärzte, Pfarrer, Missionare, Beamte genannt, die mit dem Pendel arbeiten. Wer hat nun recht? Die fanatischen Befürworter oder die leidenschaftlichen Bekämpfer? Falsch ist folgendes Argument: wenn Pfarrer und andere Reichgottesarbeiter mit dem Pendel arbeiten, dann muß das doch eine harmlose Angelegenheit sein. Wir können ja auch nicht sagen, der Ehebruch ist erlaubt, weil ein Missionar die Ehe gebrochen hat. Wiederum anfechtbar ist folgende Begründung: wenn manche Reichgottesarbeiter bei der Pendelei keine nachteiligen Folgen spüren, dann wäre eine andersliegende Beobachtung gegenstandslos. Ich kenne zwar Fälle, bei denen anscheinend das Wassersuchen mit der Rute ohne Folgen für den Träger dieser Gabe geblieben ist. Es darf aber nicht verschwiegen werden, daß die Folgen auch latent (verborgen) bleiben können. Bei manchen Menschen zeigt sich der Pferdefuß erst auf dem Sterbebett oder schon vorher, wenn sie zu Christus kommen wollen. Wir müssen uns auch von der Vorstellung befreien lassen, als wäre jeder ein Christ, der das Wort Gottes verkündigt.
Das Wort der Heiligen Schrift gilt auch heute noch: "Sie predigen, und ich habe sie nicht gesandt" (Rö. 10, 15).* Zufallsbild *

Ein pendelnder Pfarrer kann genau so belastet sein wie ein Angehöriger einer anderen Berufsgruppe. So beobachtete ich durch viele Seelsorgefälle, daß von dem kath. Pfarrer Emmenegger, der seine Patienten bependelte, vielfach schwere Belastungen auf seine Kunden übergehen. Kürzlich wurde auch ein evang. Pendelpfarrer wegen schwerer Mißgriffe bei einer Pendelbehandlung angezeigt und gerichtlich verurteilt.

Eine verhängnisvolle Verwechslung ist die Vorstellung, als wäre die Pendelei eine Gabe Gottes.

Nicht nur der erwähnte Elsäßer Arzt ist dieser Meinung, sondern auch manche Pfarrer. Wie steht es nun damit? Die Überprüfung vieler Familiengeschichten zeigte, daß die Rutenfühligkeit, Pendelreaktion, undefinedHeilmagnetismus, undefinedHellsehen, Hellfühlen, Fähigkeit des zweiten Gesichtes, Wahrträume bei solchen Menschen auftreten, in deren Vorfahrenreihe aktive magische Besprecher oder aktive undefinedSpiritisten sind.* Zufallsbild *

Diese ungewöhnlichen menschlichen Fähigkeiten sind also keine Geistesgaben (charismata), auch noch nicht einmal neutrale Naturgaben, sondern mediale Gaben. Es gibt viele Menschen, die solche medialen Kräfte besitzen, ohne es zu wissen. Manchmal werden sie durch Zufall entdeckt. Es tritt mitunter auch der kuriose Fall ein, daß solche Besitzer medialer Kräfte gläubig werden und zu Christus kommen. Plötzlich entdecken sie in der Nachfolge Jesu ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten und sind dann der Meinung, es handle sich um Geistesgaben. Das ist natürlich eine Täuschung.

Man macht in der Seelsorge folgende Beobachtung: manchmal verschwinden bei der Bekehrung eines Menschen die medialen Kräfte. Oft werden sie aber auch in das neue Leben mitgeschleppt. Wenn einJünger Jesu ernstlich um die Befreiung von diesen Gaben bittet, dann wird sie ihm geschenkt. Vielen Christen sind diese Gaben lästig. Markus Hauser erklärte, seine Hellseherei wäre ihm eine Plage und keine Gabe.

Auf keinen Fall dürfen diese medialen Fähigkeiten als Geistesgaben angesehen werden. Mediale Fähigkeiten werden auch nicht durch die Bekehrung geheiligt. Was im Satansdienst der Vorfahren erworben wurde, wird vom Heiligen Geist nicht übernommen und sanktioniert. (Apg. 16. 16 f.)* Zufallsbild *

2. Der Zusammenhang zwischen Pendelei und undefinedmedialen Kräften soll an zwei Beispielen deutlich werden.
 
B 26. Ein junger Mann ließ sich von einem Naturheilkundigen, der auch pendelte und das magische Besprechen übte, gegen ein Leiden behandeln. Nach der Behandlung stellten sich bei dem Patienten selbst mediale Fähigkeiten ein. Er konnte plötzlich hellsehen und entwickelte die Fähigkeit der Fernbeeinflussung.
 
B 27. Eine Frau ließ nach dem Krieg über dem Photo des vermißten Mannes pendeln. Hinterher stellten sich hellseherische Eigenschaften ein. Sie bekam somnambulistische Erlebnisse. Sie konnte ihre Seele gleichsam über große Entfernungen aussenden. Ihre seelische Not brachte sie in die seelsorgerliche Aussprache. Nach einer Beichte und der Auslieferung ihres Lebens an Christus waren diese medialen Fähigkeiten wieder verschwunden.
Es gibt bewußte und unbewußte Übertragungen von medialen Kräften. Bei der Behandlung durch hochmediale undefinedOkkultisten wird der behandelte Patient selbst leicht medial. Wir haben hier das undefineddämonische Gegenstück zu der Handauflegung der Jünger Jesu in der Apostelgeschichte. Durch Handauflegung der Apostel empfingen viele Christen die Gabe des Heiligen Geistes. (Apg. 8, 17; 19, 6.) Es gibt auch bewußte Übertragungen bei Rutengängern und Pendlern. Schon manche berichteten mir in der Seelsorge, sie hätten ihre Rutenfühligkeit dadurch erhalten, daß ein starker Rutengänger ihnen beim Wassersuchen die Hand gehalten hatte. Dann wäre plötzlich auch bei ihnen ein Rutenausschlag erfolgt. Diese mediale Fühligkeit blieb auch hinterher bestehen.* Zufallsbild *

3. Zu der Auseinandersetzung zwischen den medialen Fähigkeiten und den geistlichen, biblischen Kräften folgen hier einige Beispiele, die besser als alle Theorie Einblick in die spannungsgeladene Problematik geben.
 
B 28. Eine Frau mit einem organischen Leiden ging zu einem Pendeldoktor, um sich untersuchen zu lassen. Die Diagnose und die Bestimmung des Medikamentes wurde mit dem Pendel gestellt. Die Frau, die eine christliche Einstellung besaß, fühlte hinterher unheimliche Kräfte auf sich zukommen. Diese merkwürdigen Anfechtungen dauerten einige Monate. Im Verlauf dieser seltsamen Angstgefühle kam sie zur seelsorgerlichen Aussprache.
 
B 29. Ein Mädchen hatte von Kind auf die Fähigkeit des zweiten Gesichtes. Sie sah öfters Wiedergänger. Gegen göttliche Dinge war sie stark ablehnend. Bei einer Evangelisation kam sie zum Glauben an Christus und verlor von dieser Zeit an die Resistenz (Widerstand) gegen alles Göttliche. Bei einer Erkrankung ging sie ahnungslos zu einem Pendler. Sofort waren ihre seelischen Störungen und ihr Widerstand gegen Gottes Wort und Gebet wieder da.
Dieses Beispiel bestätigt folgenden Sachverhalt. Es wurde oben schon gesagt, daß auch die Fähigkeit des zweiten Gesichtes zu den magischen Spätwirkungen okkulter Betätigung der Vorfahren gehört. Ein Begleitsymptom dieser magischen Spätwirkungen ist oft auch die Resistenz (Widerstand) gegen alles Göttliche. Das Mädchen in B 29 hatte beide Symptome. Nach ihrer Hinkehr zu Christus verschwand die mediale Belastung. Nach ihrer Pendelbehandlung trat beides wieder auf. Auch hier wird also der mediale Charakter der Pendelei sichtbar. â€â€ Das Merkmal der Resistenz als Begleitsymptom soll noch durch weitere Beispiele deutlich gemacht werden.* Zufallsbild *
 
B 30. Eine Frau suchte bei einer Erkrankung Hilfe bei einem weithin bekannten Pendler. Sie dachte sich nichts Unrechtes dabei und hatte bis dahin auch nichts Nachteiliges über die Pendeldiagnose gehört. Im Wartezimmer des Pendeldoktors wurde sie innerlich unruhig. Diese Unruhe steigerte sich noch bei der Behandlung selbst. Sie nahm die vom Pendler herausgependelten Medikamente. Der Grad ihrer seelischen Störung wurde dabei immer größer. Sie konnte nicht mehr beten, gewann eine Abneigung gegen das Wort Gottes und empfand immer intensiver einen Widerwillen gegen alles Göttliche. Ohne daß ihr jemand einen entsprechenden Rat gab, warf sie schließlich aus eigenem Antrieb die Medikamente weg. Dann erst kam sie zur seelsorgerlichen Aussprache und fragte mich, wie ich über die Pendeldiagnose und Pendelbestimmung der Medikamente denke.
 
B 31. Ein Pendler suchte meinen seelsorgerlichen Rat. Er bekannte ganz offen, daß das Pendeln ihn sehr anstrenge und seine Nervenkraft aufbrauchen würde. Er spezialisierte sich vor allem darauf, die Lebensmittel auf die Zuträglichkeit hin abzupendeln. Er erklärte, der weiße Zucker würde bei ihm negativ wirken, der Rohrzucker positiv. Honig nach Erhitzung auf 60 Grad ebenfalls positiv. Bei der jahrelangen Pendelpraxis beobachtete er an sich selbst seelische Veränderungen. Er büßte seine Energie und Entschlußkraft ein. Es entwickelte sich bei ihm eine unheimliche Sensibilität. Nervenzucken und eine Föhn- und Wasserempfindlichkeit stellten sich ein. Versuchte er die Bibel zu lesen, dann kam ihm das Gefühl des Ekels und ein großer Abscheu. Gegen Christus und auch gegen die Kruzifixe empfand er einen heftigen Widerwillen. Da er selbst beobachtete, daß diese seelischen religiösen Störungen mit seiner Pendelpraxis zusammenhingen, nahm er seelsorgerliche Hilfe in Anspruch und war bereit, sein Leben unter Christus zu stellen.* Zufallsbild *
In diesen beiden Beispielen zeigte sich, daß sowohl die pendelbehandelte Frau als auch der aktive Pendler durch ein gesundes Gefühl und eine klare Beobachtungsgabe an sich selbst auf die Schädlichkeit der Pendelpraxis aufmerksam wurden. Sie kamen zur Ablehnung der Pendelei, ehe sie einen diesbezüglichen seelsorgerlichen Rat erhalten hatten.
Die Gegensätzlichkeit der medialen Pendelei und der geistlichen Gebetsvollmacht soll an vier Beispielen geklärt werden.
 
B 32. Ein bekannter Rutengänger wurde eines Tages von einem Professor der Medizin gebeten, er möchte doch die verschiedenen Häuser der Klinik mit der Rute abgehen und Reaktionen der Rute feststellen. Der Grund zu dieser Bitte des Professors war die Beobachtung, daß ein Haus der Klinik eine besonders hohe Todesziffer hatte. Wenn Schwerkranke in dieses Haus gelegt wurden, verschlimmerte sich meistens ihr Zustand. Der Professor sagte aber von dieser Beobachtung dem Rutengänger nichts. Er wollte ein unbeeinflußtes Ergebnis haben. Der Rutengänger ging die verschiedenen Häuser durch und stellte tatsächlich in dem "Totenhaus" stärkere Impulse fest. Der Professor, der nicht an das Rutenphänomen glaubte, ließ, um das Experiment zu vervollständigen, in dem betreffenden Haus Abschirmgeräte einbauen. Der Erfolg war verblüffend. Die Todesziffer ging sofort zurück. Um nicht durch diese Maßnahme bei seinen Kollegen ins Gerede zu kommen, schweigt dieser Professor im allgemeinen über dieses durchgeführte Experiment.
Dieser Rutengänger besaß außer der Rutenfühligkeit noch die Gabe des Hellsehens. Er kann jederzeit angeben, wo seine Angehörigen sich befinden. Er wird auch von Versicherungsgesellschaften und Häusermaklern zur Bestimmung der Bodenbeschaffenheit, von Bauplätzen und Häusern herangeholt. Im Verlauf seiner Tätigkeit erklärte dieser Rutengänger und Hellseher, er könnte nicht mehr beten. Eine innere Macht würde ihn daran hindern.
 
B 33. Ein gläubiger Parkbesitzer wollte in seinem Garten eine Quelle suchen lassen. Ein Rutengänger hatte an zwei Stellen des Parkes Ausschläge. Es wurde danach ohne Erfolg gegraben. Der Rutengänger erklärte daraufhin: "Das ist mir noch nicht passiert." Der Parkbesitzer anwortete: "Ich habe darum gebetet, da mir nicht klar war, ob ich als Christ einen Rutengänger rufen darf." Daraufhin äußerte der Rutengänger: "Ach, deshalb; dann klappt es natürlich nicht!"
 
B 34. Ein Pendler bespricht Warzen, Hühneraugen, Kröpfe, Hautausschläge und dergleichen. Ferner experimentiert er auf dem Gebiet des magischen undefinedTodeszaubers. Er behauptet auch, er könne Menschen krank und gesund machen. Eine gläubige Frau, die von seiner Magie nichts wußte und ihn nur für einen Naturheilkundigen hielt, kam zu ihm in die Sprechstunde. Sie betete innerlich im Wartezimmer. Plötzlich redete er sie an: "Sie können nach Hause gehen, Ihnen kann ich nicht helfen." Trotzdem hatte diese Frau von dieser Stunde an Anfechtungen. Schwermut und Selbstmordgedanken plagten sie. Ihr Ehemann, der keine klare Stellung zu Christus hat, ließ sich vom gleichen Pendler magisch helfen. Die Kinder, die ihm nach dieser Behandlung von seiner Frau geboren wurden, sind belastet. Merkwürdig ist, daß dieser Pendler vom Arzt schwierige Patienten zugeschickt bekommt.
 
B 35. Bei einer Evangelisation in Süddeutschland suchte mich ein gläubiger Christ auf. Er gab mir die Genehmigung, den folgenden Bericht zu veröffentlichen. Als junger Mann entdeckte dieser Berichterstatter, daß die Rute bei ihm ausschlug. Durch Vergleich mit den Ergebnissen anderer Rutengänger sah er auch, daß er in exakter Weise die Lage und Tiefe der Quellen angeben konnte. Schnell sprach sich seine Fähigkeit herum. Er wurde nicht nur von Bauern, sondern auch von Industriellen geholt, um Wasser zu suchen. Die Fabrikanten, die durch seine zutreffenden Angaben sich die Kosten für kostspielige Wasserbohrungen ersparten, zahlten ihm gute Honorare. So weit ging die Sache klar. Der junge Rutengänger gewann einen dankbaren Kundenkreis. Nach diesen jahrelangen Erfahrungen trat etwas Neues in das Leben dieses Rutengängers. Er erlebte bei einer Evangelisation seine Bekehrung. Durch Gottes Gnade durfte er Christus finden. Da er sich bei seiner Rutenfühligkeit nichts dachte, suchte er weiterhin Wasser. Nun aber stellte er auf einmal merkwürdige Dinge an sich selbst fest. Jedesmal, wenn er Wasser gesucht hatte, konnte er etwa zwei Tage lang nicht mehr beten und die Bibel lesen. Nur beim Lesen der Bibel â€â€ nicht beim Lesen der Zeitung â€â€ flimmerten ihm die Augen. Beim Beten war ihm sofort die Konzentration weg. Zwei Tage lang fühlte er einen starken Unfrieden. Durch längere Beobachtung stellte er einen Zusammenhang zwischen seinem Wassersuchen und den Störungen seines Glaubenslebens fest. Diese Erfahrung führten diesen gläubigen Bruder zu mir in die Seelsorge. Er sagte von sich aus: "Meine Fähigkeit, mit der Rute Wasser zu suchen, lähmt jedesmal für einige Zeit mein geistliches Leben. Ich muß es aufstecken, so sehr mich auch meine alten Kunden plagen und mir hohe Summen bieten. â€â€ Das ist der Bericht eines stark medialen Rutengängers. Zu erwähnen ist, daß er keine Honorare verlangte. Seine dankbaren Kunden hatten ihm von sich aus viel Geld gegeben.
Diese vier Beispiele zeigen, daß die Rutengängerei die Gebetsfreudigkeit des Mannes lähmte. Andererseits machte das Gebet des gläubigen Christen das Wassersuchen unmöglich. Die betende Frau im Wartezimmer legte die Aktivität des magischen Pendlers lahm. In
B 35 sahen wir, daß der Rutengänger nach seiner Bekehrung selbst merkte, daß seine mediale Tätigkeit die Nachfolge Jesu empfindlich störte. Pneuma (Heiliger Geist) und Medialität (Anwendung okkulter Kräfte) schließen sich gegenseitig aus.

4. Ein besonderer Abschnitt sei den Folgen der Pendelei gewidmet. Es handelt sich hier nicht um Schädigungen des Glaubenslebens, sondern um medizinisch nachweisbare Störungen.
 
B 36. Ein junger Mann, der arbeitslos wurde, ließ sich von einem Pendler freie Stellen herauspendeln. Mit Hilfe dieses Mannes bekam er an einem Tag fünf Offerten. Er erhielt sofort eine Stelle, mußte sie nach einigen Tagen aber wieder aufgeben, da er gemütskrank wurde. Einige Monate war er in einer Nervenheilanstalt untergebracht. Nach der eingetretenenBesserung wandte er sich an Mönche, die ihn wiederum durch den Pendel berieten. Schließlich ließ er sich noch durch einen undefinedBesprecher beraten. Der Erfolg war, daß er einige Tage danach Tobsuchtsanfälle bekam und erneut in die Nervenheilanstalt eingeliefert wurde.
 
B 37. Ein junger Mann mit Bronchialasthma ließ sich von einem Pendler behandeln. Der Pendler stellte mit dem Pendel die Diagnose und auch das richtige Medikament fest. Außer dieser Pendelpraxis übte er noch das magische Besprechen. Bei dem jungen Mann mit Bronchialasthma wandte er einen magischen Spruch aus dem 6./7. Buch an. Dann klebte er bei dem Patienten an verschiedenen Körperstellen Pflaster auf. Die Hansaplastpflaster waren mit einer Salbe bestrichen. Nach einigen Tagen hatte sich unter diesen Pflastern tatsächlich Eiter gebildet. Der Eiter floß ab, aber eine Heilung des Bronchialasthmas war dadurch nicht erreicht. Der junge Mann bekam aber von dieser Zeit an nervöse und geistige Störungen. Er spürte ein Nachlassen seines Gedächtnisses, konnte sich als Student nicht mehr richtig konzentrieren und spürte eine Benommenheit des Kopfes. Diese Störungen veranlaßten ihn, zur seelsorgerlichen Aussprache zu kommen.
 
B 38. Der Prediger einer evang. Gemeinschaft pendelte nach Wasser und Erzen. Er stellte auch Krankheiten und die Zuträglichkeit der Medikamente mit dem Pendel fest. Ein Schweizer Universitätsprofessor untersuchte seine Fähigkeiten. In Gegenwart seiner Assistenzärzte und der Studenten stellte er dem Pendler 20 Patienten vor. Der Pendler konnte mit seinem Pendel bei allen 20 Kranken richtige Diagnosen stellen. Auch dieser Prediger blieb von den Auswirkungen der Pendelei nicht verschont. Seine Frau verunglückte tödlich. Alle seineKinder starben eines unnatürlichen Todes. Er selbst befindet sich seit drei Jahren im Irrenhaus.
 
B 39. Ein Pfarrer in Mitteldeutschland bependelte Krankheiten und Medikamente. Er unternahm auch Fernheilungen. Kranke schickten ihm ihre Fotos, die er bependelte. Anschließend stellte er die zur Krankheit passenden Medikamente fest. Eine gläubige Christin sandte ihm ebenfalls ihr Foto ein, um sich von ihm behandeln zu lassen. Sie erhielt die Diagnose und Medikamente. Hinterher wurde sie irrsinnig und kam ins Irrenhaus. Ihre Angehörigen meldeten es der Kirchenbehörde. Der Pfarrer wurde zur Rechenschaft gezogen.
Diese vier Beispiele aus der Seelsorge zeigen die hundertfach beobachtete Tatsache, daß mit der Pendeltherapie Erleichterungen und gewisse Heilungen im organischen Bereich erzielt werden. Diese Entspannungen im organischen Sektor werden aber weitgehend mit Störungen im seelischen Bereich bezahlt. Selbst dem Prediger, der aktiver Pendler war, blieb das nicht erspart. Der Grad der seelischen Erkrankungen ist in der "Weise verschieden, daß der aktive Pendler kompliziertere Erkrankungen als Folgeerscheinungen seiner medialen Betätigung erlebt als der passiv Pendelbehandelte. Der okkulte Charakter der Pendelei wird in vielen Fällen daran sichtbar, daß die Pendler oft noch andere okkulte Praktiken wie magisches Besprechen, Spiritismus, Hellsehen, Heilmagnetismus usw. ausüben. Die Pendelei befindet sich da in guter Gesellschaft. Gleich und Gleich gesellt sich gern.
Zwischen der zweiten und dritten Auflage dieser Broschüre hatte ich die Gelegenheit, als stiller Beobachter und Kritiker an einer Pendlertagung an der Evang. Akademie in Tutzing teilzunehmen. Die Konferenz war von einem Theologen geleitet.
Etwa 60 Pendler und Rutengänger aus verschiedenen Teilen Europas waren erschienen. Die Pendler unterschieden ein sogenanntes physikalisches und ein mentales Pendeln. Physikalisch nannten sie die Form, bei der die Pendler oder Rutengänger über ein Stück Land schreiten und nach Bodenschätzen suchen. Mental nannten sie das Pendeln, wenn z.B. nur über einer Landkarte gependelt wurde. Das Abgehen der freien Natur ist beim mentalen Pendeln nicht erforderlich. Ein schweizer Pendler sagte z. B., er könnte auf einer Landkarte feststellen, wo es in der Umgebung von Tokio (Japan) Wasser gäbe. Die Landkarte ist in diesem Fall eine geistige Brücke, das Kontaktmittel für derartige Feststellungen.
Mit dem mentalen Pendeln werden natürlich nicht nur Bodenschätze gesucht, sondern alle Fragen beantwortet, die ein Ratsuchender stellen mag. So haben sich schon viele Ehemänner durch das Bependeln des Fotos ihrer Ehefrau sagen lassen, ob ihnen die Frau treu geblieben ist oder nicht.
Der Abschluß und Höhepunkt dieser Pendlertagung war, daß der leitende Theologe unter dem großen Hallo aller anwesenden Pendler meine Kritik zurückwies und jede Form des Pendeins und Rutengehens anerkannte.
Grund für diese Anerkennung durch den Theologen war eine merkwürdige Auslegung des ersten Glaubensartikels. Leider fand diese Anerkennung von Rute und Pendel teilweise Eingang in die sonst ausgezeichnete Zeitschrift "Der Gärtner". Es ist dadurch viel Verwirrung in den Kreisen der Gläubigen angerichtet worden.
Was diesem Artikelschreiber des Gärtnerartikels abgeht, ist die ausgiebige Erfahrung über die Auswirkungen des Rutengehens und Pendeins. Nur durch logisches und theologischesNachdenken läßt sich die Frage der Radiästhesie nicht klären. Wenn ein grober Vergleich gewagt werden darf, die Auferstehung Jesu kann nicht durch theologisches Nachdenken erkannt, sondern muß glaubensmäßig erlebt werden. So können auch alle charismatischen und medialen Funktionen nicht durch logische Schlußfolgerungen erhärtet werden. Diesem Irrtum ist der Verfasser jenes Gärtnerartikels zum Schaden des Volkes Gottes verfallen.
Ein zweiter Kurzschluß liegt dieser seltsamen Beurteilung der Rutengängerei im "Gärtner" zugrunde. Man kann nicht aus dem ersten Glaubensartikel die Berechtigung der medialen Kräfte nachweisen. Der Kosmos, die Natur sind in den Sündenfall der Menschheit hineingezogen. Damit sind auch die unmittelbaren Kräfte, die im Paradies noch vorhanden waren, nicht in ihrer Ursprünglichkeit erhalten geblieben.
Zuletzt muß auch noch darauf hingewiesen werden, daß wir den ersten Glaubenartikel nur vom zweiten und dritten Artikel her verstehen können. Die isolierte Betrachtung führt zu Entgleisungen, wie es tatsächlich geschehen ist. Diese sogenannte "Naturfühligkeit" ist eine Naturschwärmerei. Schwärmerei aber stammt nicht aus dem Heiligen Geist. Das haben uns die Sekten gründlich gelehrt. Man kann aus jedem isolierten Glaubensartikel heraus eine Schwärmerei entwickeln. Aus dem ersten Artikel eine Naturmystik, aus dem zweiten Artikel eine Jesusmystik, aus dem dritten Artikel die sattsam bekannte Schwarmgeisterei. Mystik und Fanatismus aber haben nichts mit dem Weg der Bibel zu tun.

Buchvorstellung

Aus der Lebensarbeit von Dr. Koch von Dr. Helmuth Pfandl.

Leseprobe:
Sehr bald war Koch in der Seelsorge einer theologischen Lehranstalt tätig. Bald schon kam ein Student mit schweren Problemen. Sein Leben sollte zum Modellfall werden, wie dämonische Kräfte ein Leben vernichten können, jedoch die siegreiche Macht Jesu Christi aus allen solchen Bindungen erlöst und freimacht.

288 Seiten, mit 415 farbige Abbildungen, 25,- €

Menschen berichten...

Er zückte das Messer, nicht um den Gegner zu töten, sondern um ihn nur kampfunfähig zu machen.
Der Stich war aber doch lebensgefährlich.
Viele wussten, wer der Täter war...

Seit diesem Vorfall konnte Michael nachts nicht mehr schlafen. Er wurde von Angstträumen und Gewissensbissen geplagt...

Aus dem Buch "undefinedJesu Name ist wunderbar"

Erweckung

"Wir haben gerade so viel Religion, wie wir Gott haben. Die Zunahme der Religion und ihre Erweckung bedeutet nichts anderes, als mehr von Gott in unser Herz und unser Leben, mehr von Gottes Willen, mehr von Gottes Gegenwart und mehr von Gottes Kraft zu bekommen. (Andrew Murray in "The Prophet Priest")

Zitat Dr. Koch

"Okkulte Betätigung schädigt das christliche Glaubensleben schwer."