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Ein Überblick über die Erweckungen

Aus dem Buch "undefinedDie Geistesgaben" von Dr. Kurt Koch

Das Kapitel "Die Erweckungen"

Der Herr eilt mit seiner Gemeinde. Das ist der Eindruck, den man im 20. Jahrhundert gewinnt.
Auf allen Kontinenten sind vom erhöhten Herrn Leuchtfeuer gesetzt worden, die der Zubereitung der Kinder Gottes dienen sollen. Einige seien genannt.

* Zufallsbild *1905 bis 1908 wurde die großartige Erweckung von Wales geschenkt. In Korea setzte zur gleichen Zeit die koreanische Erweckung ein, die bis heute starke Auswirkungen hat.

1931 wurde in Ruanda (Afrika) ein geistlicher Aufbruch geschenkt, der von vielen freiwilligen Helfern und Evangelisten in die umliegenden Länder getragen wurde. Es war ein Geistesfrühling, wie ihn der dunkle Erdteil bisher noch nicht erlebt hatte.

Hören wir einen ganz kurzen Bericht über diese Erweckung.
Vor dem Ersten Weltkrieg hatte die Bethelmission, besonders unter ihrem befähigten Missionar D. Ernst Johannsen, in Ruanda Fuß gefaßt. Es bestanden schon elf Stationen, als die deutschen Missionare, durch die Kriegsereignisse bedingt, ausgewiesen wurden. Damit hörte aber die Missionsarbeit nicht auf.
Wenn der Teufel Türen schließt, vermag der Herr große Tore zu öffnen.* Zufallsbild *
Nach dem Krieg - es war 1920 - reisten zwei junge englische Ärzte aus, um in Ruanda eine ärztliche Missionstätigkeit zu beginnen. Beide Männer kamen geistlich aus der Waliser Erweckung und besaßen ein brennendes Herz für die Sache der Mission. Da die belgische Regierung den Ärzten zunächst die Einreise nach Ruanda verweigerte, siedelten sie sich im Kigezi-Distrikt von Uganda, also vor den Toren Ruandas, an. Sie hatten nur zwei Jahre zu warten, da öffneten ihnen politische Ereignisse den Weg nach Ruanda.
Als Kinder der großen Waliser Erweckung beteten die Missionare von Anfang an um eine Erweckung im Herzen Afrikas. Besondere Gebetsversammlungen und Gebetswochen wurden veranstaltet, ohne daß sich in den ersten Jahren sichtbare Frucht zeigte. Gegenaktionen von seiten der Zauberer liefen an und hemmten das Werk der Mission.

Zwischenruf:
In dieser Zeit ist zwar der Teufel los, aber Gott am Zug.
Peter Hahne

1931, also nach elf Jahren, kündigten sich die ersten Zeichen der Erweckung an. Sie begann nicht damit, daß die Afrikaner, die in Trunksucht und Unzucht lebten, sich Christus zuwandten. Nein, das Gericht begann zuerst am Hause Gottes. Die Missionsleute wurden von einem Geist der Buße und Reue erfaßt. Sie baten einander und Gott um Vergebung. Sie bekannten auch öffentlich in den Missionsgottesdiensten, daß sie durch Reibereien, Ehrgeiz und Zwietracht bisher ein Hindernis für die Erweckung gewesen waren.
* Zufallsbild *Die Sündenerkenntnis der Weißen und ihre Bußgesinnung wirkte ansteckend auf die Afrikaner. Das beste Beispiel dieser Art ist die Überwindung aller Streitereien im Krankenhaus zu Gahini. Die Pfleger und alles Hilfspersonal waren unzufrieden und lebten in ständigen Reibereien. Anstifter war der Hauptpfleger Yosiya. Da er sich weder von den Missionaren noch von den leitenden Ärzten etwas sagen ließ, brachte man ihn mit einem bekannten Gottesmann zusammen, dem es geschenkt wurde, diesen Unruhestifter zu Jesus zu führen.
Yosiya kam als demütiger Christ zurück, der nun seinerseits von seinen Mitarbeitern viel Spott zu ertragen hatte. Der Angefochtene ließ sich nicht beirren. Sein Wandel war eine lebende Bibel. Sein Zeugnis steckte an. Die ganze afrikanische Belegschaft des Spitals wurde von einem Geist der Buße und einem Hunger nach dem Wort Gottes erfaßt. Sie fanden sich zu Gebetsstunden und zum Bibelstudium zusammen.* Zufallsbild *
Mit diesem wunderbaren Ereignis wurde das Spital in Gahini zu einem Strahlungspunkt. Es entstand eine Laienbewegung, die das Feuer der Erweckung über die Landesgrenzen hinweg weitertrug. Uganda und später Urundi wurden erfaßt.
Ein solches Stoßtrupp-Unternehmen muß erwähnt werden. Am Weihnachtsfeiertag 1934 versammelten sich in Gahini 70 Laien mit ihren Familien. Es waren Diakone, Evangelisten, Handwerker. Sie beschlossen, einen gemeinsamen Missionsfeldzug nach Urundi zu unternehmen. Es war ein großartiges und zugleich gewagtes Unternehmen. Mit Frauen, Kindern und Ausrüstungen begannen sie einen Fußmarsch von 100 km nach Buhiga und dann noch einmal eine Wanderung zu dem 150 km entfernten Matana.
Die Bewohner aller Siedlungen, die sie passierten, fragten die große Karawane: »Warum diese Völkerwanderung? Was habt ihr für Pläne und welche Absichten?« Das gab überall Gelegenheit, Christus zu bezeugen.
Dieses große Unternehmen war vom Segen des Herrn begleitet. In Buhiga kamen schon im ersten Jahr nach dem Eintreffen dieser Evangelisten mehr als 600 Personen zu den sonntäglichen Gottesdiensten. »Das Werk des Herrn wuchs. Und er tat täglich hinzu.«

* Zufallsbild *Diese Erweckung von Ruanda, Uganda, Urundi zeigt ein Prinzip, das wir aus der Bibel kennen und besonders in unserem Jahrhundert wieder zur vollen Geltung kommt. Jesus sandte seine Jünger in Teams, in Mannschaften aus. Missionarisch gesehen ist das 20. Jahrhundert die göttliche Ära der evangelistischen Laien-Mannschaften.
Wir können schon folgendes feststellen:

Die Waliser Erweckung von 1905 sandte Teams aus. Ein solches Team kam in Gestalt der beiden Missionsärzte Dr. Sharp und Dr. Smith nach Ruanda.
Teams von Ruanda gingen über die Grenzen der Nachbarländer und kamen schließlich auch nach Indonesien. Ein Stück weit wurde die indonesische Erweckung von der Ruanda-Erweckung befruchtet.
Die Ruanda- und Ugandaleute kamen auch nach USA und Europa. Ich selbst hatte Führer dieser Erweckung - unter ihnen William Nagenda - als Gäste in meinem Haus. Danach arbeitete ich mit William Nagenda in Konferenzen an der pazifischen Küste Kaliforniens und in Oxford (England) zusammen. Ein andermal folgte ich einer Einladung, bei einer Konferenz der Ugandaleute in Kampala (Uganda) mit dem Wort zu dienen.* Zufallsbild *

Fast zur gleichen Zeit mit der Ruanda-Uganda-Erweckung schenkte der Herr in Äthiopien unter den Wallamo einen großartigen geistlichen Aufbruch. Von 1936 bis 1941, also mitten im italienisch-abessinischen Krieg wuchs die Zahl der Christen von 48 auf mehr als 10 000. Und das geschah in der Zeit, da die Missionare außer Landes verjagt worden waren. Ich habe im Äthiopien-Buch darüber berichtet.

Der zeitlichen Folge nach müssen wir jetzt nach Europa blicken.

Die Erweckung auf den Hebriden, nordwestlich von Schottland, sind auf den gaelischen Sprachraum beschränkt. Zwei alleinstehende Frauen haben 30 Jahre lang um eine Erweckung gebetet. Dann brach es 1949 auf. Zuerst wurden die jungen Männer erfaßt. Sie verbrachten jede Woche zwei oder gar drei Nächte in einer Scheune im Gebet. Der Ortspfarrer sah sie zuerst als Schwärmer an. Die jungen Leute beteten aber so viel für ihren Hirten, bis der sich als Sünder erkannte, und sein Leben dem Herrn Jesus auslieferte. Der Geist der Buße ergriff dann die ältere Männerwelt. Erst dann dehnte sich die Bewegung auf die Frauen und Mädchen aus. Unter dieser Erweckung veränderten sich die Verhältnisse der Insel. Die Saufkneipen wurden geschlossen. Die weltlichen Vergnügungsplätze hatten kaum noch Besucher.

* Zufallsbild *Die Erweckung erlebte auf den Hebriden zwei geistliche Wellen, die erste 1949, die zweite 1953.

Ich hatte mit dem leitenden Bruder, Duncan Campbell, einen Briefwechsel, weil ich die Hebriden besuchen wollte. Er riet mir aber ab, weil man in dem gaelischen Sprachenbezirk nicht mit Englisch durchkommt. Es war mir aber doch möglich, »firsthand«-Berichte über die Tochter von Duncan Campbell zu erhalten. Diese Frau ist mit einem Pastor verheiratet, in dessen Kirche ich auf Einladung hin eine Woche lang Vorträge halten konnte.

Parallel zur Hebriden-Erweckung ereignete sich auf Formosa ein anderes geistliches Geschehen. Eine Frau aus dem Urstamm der Tayal, die ich besuchen konnte, fand Christus. Noch im Alter von 58 Jahren besuchte sie eine Bibelschule. Nach Beendigung ihrer Ausbildung begab sie sich zu ihrem Stamm zurück und ging als Evangelistin von Haus zu Haus. In der Nachkriegszeit entstand aus dieser treuen Arbeit eine starke kirchliche Bewegung, die bis heute anhält. Ein Höhepunkt war, daß in diesem kriegerischen Stamm, der jahrhundertelang dem christlichen Glauben getrotzt hatte, in einem Jahr 5000 Neubekehrte getauft werden konnten.

Ein Ausrufezeichen Gottes sind dann die 25 Jahre von 1950 bis 1975. Man könnte geradezu von geistlichen Vulkanausbrüchen sprechen. Überall in der Welt entstanden geistliche Feuerherde.* Zufallsbild *

Die Gläubigen, denen das globale Geschehen gegenwärtig ist, wurden auf atemberaubende Höhen geführt.
In Südindien wurden Vater Daniel, dem geistlichen Erben von Sadhu Sundar Singh, Erweckungen unter Kriminellen und Akademikern, unter den Reichen und unter den Ärmsten geschenkt.
Dem Asbury-College in Wilmore, Kentucky, wurden dreimal Erweckungen geschenkt. Es ist, als ob der Geist des Gründers über der Entwicklung dieser Schule schweben würde. Nein, es ist kein menschlicher Geist, sondern der Heilige Geist, der in einem Vierteljahrhundert dreimal in starken Bewegungen die Studenten dort erfaßt hat. Ein Stück weit durfte ich es bei meinen zwei Besuchen dort miterleben.
Die Teams von Asbury hatten dann die gleiche Streuwirkung wie die afrikanischen Mannschaften. Sie trugen die Fackel des Evangeliums weiter. Aus dieser Mannschaftsarbeit sei eine besondere Frucht erwähnt. Die St.-Andrews-Universität im Staate Michigan wurde mit seinen 2000 Studenten ebenfalls von dem Feuer der Erweckung erfaßt.
Ein bekannter Londoner Theologe sagte mir einmal: »Ob eine Erweckung echt ist oder nicht, zeigt sich daran, daß neue Gemeinden entstehen.« Ich kann mich diesem Urteil anschließen, muß es aber erweitern. Die Echtheit zeigt sich auch darin, daß geistlich tote Gemeinden durch Buße und neue Hingabe an Jesus lebendig werden.
Wenn wir diesen Maßstab an die Asbury- und St.-Andrews-Erweckung anlegen, ist der Beweis der Echtheit erbracht.

###A_LINKS_5##Es muß nun eine andere Erweckung der letzten Jahre erwähnt werden, über die wir nur sporadisch informiert werden.

In den von Kommunisten terrorisierten Ländern wie Rotchina, Nordkorea, Rußland und seinen Satellitenstaaten ist seit vier oder fünf Jahren ein gewaltiger Hunger nach dem Wort Gottes und der Gemeinschaft mit anderen Gläubigen entstanden. Unter dem Risiko der Freiheitsberaubung, unter Folter und Todesdrohungen bekennen diese verfolgten Christen ihren Glauben. Wahrscheinlich nehmen diese Märtyrerchristen in der Ewigkeit einen viel höheren Rang ein als wir satten Christen des Westens. Die kommunistischen Länder haben eine schleichende, oft verborgene Mann-zu-Mann-Erweckung. Der lebendige Herr ist spürbar in der Mitte dieser vom Haß der Hölle drangsalierten Gläubigen.
Zu den gewaltigsten Erweckungen gehört die Erweckung auf Timor (Indonesien) mit ihren Ausstrahlungen auf andere indonesische Inseln. In den Jahren 1965 bis 1969 hatte diese Erweckung einen fast apostolischen Charakter. Nahezu alle Wunder, die wir aus der Apostelgeschichte kennen, wurden dort neu geschenkt. Auch diese Erweckungsgemeinden senden heute Mannschaften in alle Kontinente. Die Gläubigen aller Welt nehmen teil an dem Segen, den der Herr dort gegeben hat. Die Periode der Wunder hörte langsam auf, als die Analphabeten lernten, die Bibel zu lesen. Die Entwicklung vom Wunderglauben zum Wortglauben ist immer eine heilsame Entwicklung. Das heißt natürlich nicht, daß Gebetserhörungen, Glaubenserfahrungen und Wunder ganz aufgehört hätten. Zum christlichen Glauben gehört die Erfahrbarkeit Gottes.* Zufallsbild *
Chronologisch ist dann die Erweckung auf den Salomon-Inseln zu nennen. Das Werkzeug, das Gott gebrauchte, ist Muri Thompson von Neuseeland. Nachdem wir schon einige Jahre korrespondiert hatten, trafen wir uns zum erstenmal persönlich bei der Berliner Weltkonferenz für Evangelisation.
Das nächste Zusammensein war dann anläßlich meiner Vortragstour auf Neuseeland. Ihn hat der Herr ausersehen, auf den Salomon-Inseln ein Feuer zu entfachen.
Es war am Donnerstag, dem 27. August 1970. Muri befand sich mit seinem Team in einer Buschkirche in Sifilo. Dieses Dorf liegt an der Ostküste von Maleita, einer Insel der Salomon-Gruppe östlich von Neuguinea.
Rund 3000 Menschen waren versammelt. Nach der Wortverkündigung forderte Muri die Anwesenden zu einem stillen Gebet auf. Es lag eine feierliche Stille über der großen Menge.
Plötzlich hörte Muri ein starkes Rauschen in der Luft. Muri dachte an einen plötzlichen Sturm. Er sah besorgt auf. Die Blätter der Bäume bewegten sich aber nicht. Also konnte es kein Sturm sein. Das Rauschen schwoll orkanartig an. Für einen Augenblick dachte der Evangelist, es könne ein notlandender Jet sein. Wieder sah er auf, weil er Gefahr für die Zuhörer befürchtete.
In diesem Augenblick brach es mit Macht über die große Gemeinde herein. Die Menschen fielen zu Boden, weinten über ihren Sünden, taten Buße oder beichteten dem Zunächstliegenden.
Nun merkte der Evangelist, daß die Macht des Heiligen Geistes über alle gekommen war.
Dieses Ereignis war der Beginn einer wunderbaren Erweckung auf den Salomon-Inseln. Die Pastoren, die Missionare, die Kirchenältesten wurden von einer Welle der Reinigung und Buße erfaßt. Gestohlenes Gut wurde zurückgegeben. Verbrecher stellten sich der Polizei. Alte Feindschaften wurden ausgeräumt und beendet.
Die Erweckung war von Krafttaten des Herrn begleitet. Chronisch Leidende wurden geheilt. Ein Beispiel soll gegeben werden. Ein Mann im letzten Stadium einer Lungentuberkulose wurde von der Klinik als unheilbar entlassen. Zu Hause lag er fast immer zu Bett. Er war nur noch ein Bündel Elend. Als er von der Erweckung erfaßt wurde, raffte er sich auf und besuchte die Missionsstation. Er bat die Missionare, mit ihm nach Jakobus 5, 14 zu beten. Man entsprach seiner Bitte. Unmittelbar nach dem Gebet wurde er geheilt. Dieser Bericht ist deshalb gut verbürgt, weil die Missionare dafür Zeugen sind. Der Geheilte ist heute ein tüchtiger Handwerker, der Kanus herstellt.
Alle Verhältnisse der Insel änderten sich in der Zeit der Erweckung. In den Schulen, wo auch der rebellische Geist der Schüler den Lehrern viel Not bereitete, zog ein neuer Geist ein. Die Schüler lesen zusammen mit ihren Lehrern die Bibel und halten Gebetsgemeinschaft.
Muri Thompson blieb etwa drei Monate auf den Inseln. Wo er hinkam, breitete sich das Feuer der Erweckung aus. Auch hier bewährte sich das Mannschaftssystem.
Ein Team unter der Leitung von Samson Sumbananga suchte ein berüchtigtes Bergwerksdorf auf, Bougainville. Durch sein freundliches Wesen eroberte er sich die Herzen der geld- und diamantenhungrigen Minenarbeiter. Der Herr zündete auch hier ein Feuer an.
Die Salomon-Inseln sind das Missionsfeld der australischen Südseemission, deren Missonsfelder ich teilweise 1963 besucht habe.
Zeitlich folgt dann die kanadische Erweckung. Sie setzte im Oktober 1971 in Saskatoon (Sask) ein. Die Ursprungskirche ist die Ebenezer-Baptistenkirche meines Freundes Bill McLeod. Der zündende Funke sprang auf viele Kirchen in vielen Städten Kanadas über. Bill hat sich vom Kirchendienst freistellen lassen. Er bereist heute als Evangelist ganz Kanada und die USA.

Zu den jüngsten Erweckungen gehört der geistliche Aufbruch in Thailand. Es liegt mehr als zehn Jahre zurück, da bereiste ich zusammen mit dem Marburger Missionar Pretel Thailand. Ich lernte die Stationen und Missionare der Marburger Mission kennen: Bruder Riemer, Klippel, Schuster, Gagsteiger, aber auch einige Pastoren der Thaikirche durch die Einladung von Bischof Charoon Waichudist.
Seit diesem Besuch der Marburger Stationen habe ich nun schon viele Jahre für Thailand gebetet. Wie war ich erstaunt, als ich 1969 auf Timor hörte, daß auch dort für die Thais gebetet wurde. Auch Petrus Oktavianus ist treu für Thailand vor dem Thron Gottes gestanden.
Um so größer ist jetzt meine Freude, daß in Nordthailand auf den Stationen der Marburger Mission eine Erweckung geschenkt wurde.
In einem Bericht von Missionar Otto Klippel stehen folgende Sätze: »... Wir predigten Bekehrung, Wiedergeburt, Rechtfertigung und Wiederkunft Jesu. Das ist auch für Kirchenchristen wichtig. Aber das gefiel einigen der Herren nicht, denn der süße und gefährliche Schlummer in den Gemeinden genügte ihnen. Persönliche Heilserfahrung kannte man kaum.

Ich betonte immer wieder, daß es nur einen Weg gibt: ganze Hinkehr zu Gott. Als mir das Amt für Evangelisation vor einigen Jahren übertragen wurde, räumte man mir dazu völlige Freiheit ein. So zogen wir dann mit unseren Teams von Gemeinde zu Gemeinde. Wir predigten Jesus Christus, den gekreuzigten und bald wiederkommenden Herrn. Und dann tat der Heilige Geist sein Werk an den Herzen der Menschen. Es entstand große Sorge um ihr Heil. Älteste der Kirchengemeinden, Pastoren und einfache Leute kamen in großen Scharen und bekannten ihre Sünden. Diebe, Hurer, Trinker, Mädchenhändler, Mörder und andere fanden Vergebung ihrer Sünden und Heil in Jesus. Innerhalb weniger Tage wurden ganze Gemeinden umgewandelt.
Es geschahen so gewaltige Dinge, wie ich sie nie erlebt habe. Mehr als einmal stand ich hilflos da, als hundert und mehr Menschen, groß und klein, in den Kirchen knieten und weinend ihre Sünden bekannten. Gott redete oft so mächtig durch sein Wort, daß wir alle miteinander meinten, vor seinem Richterstuhl zu stehen. Es gab Unterbrechungen in der Predigt, weil die Sünder es einfach nicht mehr aushielten. Sie mußten erst bekennen. Was gab es da für Szenen! Was früher gänzlich unmöglich schien, geschieht überall. Es ist eine wunderbare Segenszeit nach längerer Dürre.
Das vermag nur der lebendige Jesus von Nazareth. Den wollen wir verkündigen, trotz Zahrnt, Käsemann und Sölle. Mein Herz ist voll Lob und Dank, und ich will euch ein wenig an dem Geschehen hier teilhaben lassen.«
Ich bin sehr dankbar für diesen Bericht. -

Über die Erweckung von Kwa Sizabantu wird hier nicht berichtet, da schon zwölf Titel über den geistlichen Aufbruch in Südafrika vorliegen.

Damit haben wir einen kleinen Rundgang durch die Erweckungsgebiete unseres Jahrhunderts gemacht.

Viele kleinere Erweckungen konnten aus Raummangel nicht erwähnt werden. Andere Strömungen, die oft fälschlicherweise Erweckung genannt werden, wurden bewußt nicht genannt.
Was bedeutet die Häufung dieser Erweckungen in unserem Jahrhundert?
Ich will ein Gleichnis gebrauchen. Ich bin jahraus, jahrein mit dem Flugzeug auf allen Kontinenten unterwegs. Jedesmal, wenn wir nachts landen, sind am Flugplatz verschiedene Lichter gesetzt. Schon drei km vor der Landebahn sind die Voreinflugszeichen, die dem landenden Flugzeug die Orientierung geben. Die Landebahn selbst ist von zwei Reihen blauer oder gelber Lichtzeichen flankiert, damit ja die Maschine nicht von der Landebahn abkommt.
Was soll damit gesagt werden? Mit diesen Erweckungen hat der Herr Signale gesetzt - die Signale seiner Wiederkunft, Lichtzeichen zur Orientierung seiner Gemeinde.
Wollen wir uns an diesen Lichtzeichen orientieren?
Es geht hier nicht darum, alle Merkmale der Erweckungen herauszuarbeiten. In meinen Erweckungsbüchern ist genug davon die Rede. Ein Punkt muß aber festgehalten werden. Die Erweckungen brachten Sündenerkenntnis, Reinigung und Heilsannahme im Glauben. Die bekehrten und wiedergeborenen Christen rangen und beteten um einen Wandel im Licht und um die Zubereitung für den Tag des Herrn.

Buchvorstellung

Die Ursachen für blockierte Pfarrhäuser und blockierte Gemeinden.

80 Seiten, 2,60 €

Leseprobe:
Nach meinem Vortrag erhob sich ein Mann, der ums Wort bat. Da Diskussionsredner gelegentlich das Gegenteil von dem sagen, was der Hauptreferent ausgeführt hatte, zögerte ich und schaute zum Gemeindepfarrer. Er nickte heftig Zustimmung und flüsterte mir später zu: "Es ist unser Dekan."
So erteilte ich ihm das Wort. Er erklärte vor versammelter Gemeinde: "Ihr kennt mich ja alle. Ich muß ein Bekenntnis ablegen. Ich habe 25 Jahre gependelt und die Ratsuchenden damit betreut. Ich konnte vermißte Selbstmörder auffinden, Kranke heilen und Verborgenes in Vergangenheit und Gegenwart aufhellen...

Menschen berichten...

Er zückte das Messer, nicht um den Gegner zu töten, sondern um ihn nur kampfunfähig zu machen.
Der Stich war aber doch lebensgefährlich.
Viele wussten, wer der Täter war...

Seit diesem Vorfall konnte Michael nachts nicht mehr schlafen. Er wurde von Angstträumen und Gewissensbissen geplagt...

Aus dem Buch "undefinedJesu Name ist wunderbar"

Gehört aber nicht Opposition dazu, wenn Gott ein Feuer anzündet? Wenn eine Erweckung keine Widersacher hat, dann ist das keine echte Erweckung.
Dr. Kurt E. Koch

Zitat Dr. Koch

"Das Kreuz von Golgatha ist das große Mahnmal des Sieges und der Befreiung von allen Finsternismächten. Wer zum Kreuz kommt, hat teil an diesem Sieg Jesu Christi."