Befreiung eines Satanisten

Wenn in einem Kapitel über Besessenheit von einem Satanisten gesprochen wird, entsteht die Vorfrage, ob alle Satanisten als besessen anzusehen sind.

Ich hatte noch keinen ehemaligen Satanisten in meiner Seelsorge, der nicht wenigstens schwer belastet gewesen ist. Vor allem sind solche Menschen nach ihrer undefinedBlutsverschreibung an den Teufel total verknechtet.

Von über 100 blutsverschriebenen Menschen, mit denen ich es zu tun hatte, sind nur wenige frei geworden. Pfarrer Haack in München nimmt zwar Blutspakte nicht ernst, aber er ist ja ein Mann ohne Erfahrung in dieser schweren undefinedSeelsorge.

Ich habe einige Male die undefinedBefreiung von Satanisten miterlebt. In Kurzform will ich ein solches Beispiel berichten.

Im Jahr 1976 lernte ich den Theologiestudenten Ben Maree kennen, der 1977 wieder in mein Gesichtsfeld trat. Er ist inzwischen Pastor einer reformierten Kirche geworden, in der ich zweimal gepredigt habe.

Ben Maree ist erst ein halbes Jahr im Amt und hat darum noch keine große Erfahrung in der Seelsorge.
Während meines Aufenthaltes in Kapstadt rief er mich an und bat um meine Hilfe bei der Betreuung eines Satanisten. Ich lehnte zuerst ab mit dem Hinweis, daß damit gewöhnlich schwere Kämpfe verbunden sind. Ich war von meinen vielen Vorträgen und dem hohen Blutzucker zu abgekämpft, um mich in einen solchen Kampf einzulassen. Ben Maree bat aber so inständig, daß ich schließlich erklärte: "Ich will nur als Berater dabei sein. Den Kampf übernehme ich nicht." So war es geplant. Es kam aber anders.

Unsere Zusammenkunft war am 1. August 1977. Anwesend waren der Pastor Ben Maree, ein weiterer Bruder und ich. Zwei Frauen waren in einem anderen Zimmer und beteten.

Der Satanist heißt Samuel, 48 Jahre alt, verheiratet, keine Kinder. Er war bereits 18 Monate in den Versammlungen der Satanisten im Hottentottengebirge. Schon zu Beginn hatte er seine Bibel mitbringen und verbrennen müssen. Er hatte auch das Versprechen abzugeben, nie mehr eine Kirche zu besuchen. Als undefinedFetisch erhielt er einen präparierten Katzenkopf mit der Anweisung, ihn stets bei sich zu tragen. Man drohte ihm auch, er müsse sterben, wenn er den Fetisch verlieren oder vernichten würde. In der Gemeinschaft mit den Satanisten entwickelten sich bei Samuel okkulte Fähigkeiten. Er konnte Geister sehen, hören und mit ihnen sprechen. Diese Fähigkeiten hatte er vorher nicht besessen.

Die Frau Samuels war gegen seine Besuche bei den Satanisten. Sie fürchtete sich davor. Samuel selbst merkte allmählich, daß sein Umgang mit den Satanisten ihn veränderte. Es wurde ihm langsam unheimlich, und er begann, die reformierte Kirche von Ben zu besuchen.

Die Satanisten merkten das sofort, denn viele von ihnen - ja die meisten - haben ebenfalls okkulte Kräfte. Als Samuel eines Morgens sich rüstete, um den reformierten Gottesdienst zu besuchen, stand der Pfarrer in seiner Amtsrobe vor ihm und sagte: "Komme nicht in meine Kirche." Daraufhin unterließ Samuel den Kirchenbesuch. Dieses Erlebnis wiederholte sich an drei Sonntagvormittagen.

Als Pastor Ben Maree von diesen Erscheinungen erfuhr, erklärte er Samuel: "Ich kann zu dieser Zeit nicht in deiner Wohnung gewesen sein. Das war ja jeweils kurz vor Beginn des Gottesdienstes. Da saß ich in der Sakristei und bereitete mich vor." Ben bat dann Samuel: "Wenn du wieder eine solche Erscheinung hast, rufe mich sofort an, dann bekommst du den Beweis, daß ich nicht in deiner Wohnung bin."

Bei diesen drei Erlebnissen handelt es sich um undefinedTransfigurationen, wie wir es bei starken spiritistischen Medien finden und dann auch bei den Satanisten. Es gibt ein Kapitel darüber in meinem Buch "Okkultes ABC". Es kann hier nicht darauf eingegangen werden.

Der Sachverhalt war klar, die Satanisten wollten den Kirchenbesuch Samuels verhindern, was ihnen auch gelungen ist.
Pastor Maree lud dann Samuel zu einer undefinedSeelsorge ins Pfarrhaus ein. Samuel wehrte ängstlich ab: "Die Satanisten bringen mich um, wenn ich den Versuch mache, mich völlig von ihnen loszusagen."

In der Tat ist das bei den Satanisten die Gepflogenheit, ehemalige Kameraden zusammenzuschlagen oder gar umzubringen, wenn sie ausscheren. Ich habe einige Beispiele dazu.

Als der ehemalige Hohepriester der Satanisten in Südafrika Christus fand und sich völlig lossagte, da lauerten sie ihm auf und schlugen ihn derart, daß einige Rippen gebrochen wurden. Ein anderer junger Mann, der sich von den Satanisten löste, wurde überfallen und so schwer verletzt, daß ihm ein Auge heraushing. Ein Siebzehnjähriger, der Christus als seinen Herrn annahm, wurde von den Satanisten mit Glasscherben langsam zu Tode gefoltert.

Die Angst von Samuel war also begründet. Darum bot ihm der Pastor an, ihn in seiner Wohnung abzuholen. Das geschah an dem angegebenen Termin am 1. August 1977. Als Samuel das Pfarrhaus betreten hatte, erklärte er: "Vor dem Pfarrhaus standen Gestalten in schwarzen Roben mit roten Augen. Sie drohten mir, das Pfarrhaus nicht zu betreten..." Der Pastor selbst hatte nichts gesehen.

Dann saßen wir drei Männer mit Samuel im Studierzimmer des Pfarrers zusammen. Ich führte das seelsorgerliche Gespräch. Wir kamen bis zum undefinedLossagegebet. Samuel konnte es weder nachsprechen noch es von einem Zettel ablesen. Er würgte, griff sich ans Herz vor Schmerzen und erklärte: "I am a dying man, they kill me = ich bin ein sterbender Mann. Die bringen mich um."

Plötzlich beobachtete der dritte Bruder, wie Samuel etwas aus der Tasche holte. Es war in sein Taschentuch gewickelt. Der Pastor forderte ihn auf, es herauszugeben. Es war sein undefinedFetisch, der Katzenkopf. Samuel war bereit, daß wir ihn sofort verbrannten. Er wurde im Hof mit einem Hammer zerschlagen und dann verbrannt.

Die Seelsorge ging weiter. Samuel konnte jetzt das Lossagegebet nachsprechen. Plötzlich schaute er mich an und erklärte: "Hinter Ihnen steht ein undefinedDämon, eine weiße Gestalt mit einem schwarzen Gesicht." Wir beteten sofort alle drei, und ich gebot im Namen Jesu diesem Dämon zu weichen. In der Tat verschwand er nach einigen Minuten. Samuel erklärte: "Er ist weg." Unser seelsorgerliches Gespräch ging weiter.

Da wurde Samuel wieder voll Angst und sagte: "Er ist wieder da und hat einen zweiten mitgebracht. Der ist seine Verstärkung." Wieder geboten wir im Namen Jesu und rühmten die Kraft des Blutes Jesu und den Sieg von Golgatha.

Samuel erklärte, es müsse noch etwas im Raum sein, was den beiden Dämonen das Recht gibt, hier zu sein. Der Pastor dachte nach. Da griff er auf ein Regal und holte ein weißes Gewand herunter. Es war das Taufgewand, in dem Samuel am nächsten Tag in der Satanskirche getauft werden sollte. Als der Pastor es ausbreitete, fielen auch einige Fetische heraus. Samuel erklärte:
"Der erste Dämon steht jetzt mitten in dem Taufgewand." Wir fragten Samuel, ob er damit einverstanden sei, daß wir es sofort verbrennen. Er bejahte. Der ganze Teufelskram wurde dann im Hof verbrannt. Samuel fühlte sich erleichtert. Wir sprachen weiter, und ich erläuterte Punkt für Punkt, was zur Befreiung gehört. (In dem Buch "undefinedOkkultes ABC" gab ich 20 Punkte an.) Ich bat dann Pastor Maree, das Lossagegebet zu sprechen.

Stück für Stück wurde es Samuel leichter ums Herz. Die große Angst war gewichen. Ganz ruhig war er aber noch nicht. Er sagte plötzlich: "Es muß noch etwas hier sein, was die geistliche Atmosphäre beeinträchtigt." Der Pastor suchte nach und fand einige okkulte Zeitschriften, die dann ebenfalls verbrannt wurden.

Das alles und noch mehr spielte sich am Vorabend der geplanten Taufe in der Satanskirche ab. Wir fragten Samuel, wie sich eine solche Taufe in der Satanskirche abspiele. Er erklärte, man müsse Katzenblut trinken, dann wird der ganze Körper mit Ã-l gesalbt, danach zwei Stunden Ruhe, und zuletzt folgen dann die Zeremonien, unter denen ein Anwärter in die Satanskirche aufgenommen wird.

Es ist nicht unwichtig zu berichten, daß der Pastor monatelang unter Kopfweh litt, seit das Taufgewand Samuels sich in seinem Studierzimmer befand. Viele junge oder unerfahrene Pastoren wissen nicht, daß man keine okkulten Gegenstände wie Fetische, Amulette, Teufelsmasken, gebrauchte Götzenfiguren, Buddhastatuen und okkulte Literatur im Hause aufbewahren soll, auch nicht zu Studienzwecken.
Das sind stets Kristallisationspunkte für finstere Mächte, wie die vorliegende Seelsorge zeigt.

Pastor Maree hat übrigens die Polizei um Schutz gebeten, weil Satanisten ihre Drohungen wahrmachen und ein ehemaliges Mitglied verfolgen, schädigen, schlagen, ihm das Haus anzünden oder es töten können.

Samuel hat an diesem Abend auch seine undefinedSünden gebeichtet und sich ganz unter den Schutz Jesu gestellt. Ich machte dem Pastor klar, daß er für einen einsatzfähigen Gebetskreis sorgen müsse, weil Mitglieder der Satanskulte auch nach ihrer Befreiung oft in Gefahr geraten.

Pastor Ben Maree hat sich in treuer Weise Samuels angenommen. Samuel kommt dreimal in der Woche zu ihm ins Pfarrhaus, wo ein kleiner Gebetskreis sich seiner annimmt, und er besucht ebenfalls treu die Gottesdienste. So Gott will, werde ich nächstes Jahr wieder in dieser Kirche das Evangelium verkündigen.

"Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Herrn Jesus Christus" (1. Kor. 15,57).

undefinedNächstes Kapitel

Buchvorstellung

Berichte aus dem Erweckungsgebiet Kwasizabantu.
Interessant und mutmachend.

96 Seiten, 2,60 €

Leseprobe:

Mein Vortrag behandelte das Ge­biet des Dämonischen und Charismatischen. Hin­terher wurden Fragen gestellt, die ich beantworte­te. Ich spürte die Spannung, die über den Studen­ten lag. Ein Prediger stand auf und erklärte, die Zuhörer seien verwirrt worden. Ich antwortete ihm rundheraus, daß zwei verschiedene Geister im Raum seien. Der Chor der Studenten sang in einem völlig anderen Geist als der Sizabantu-Chor.

Menschen berichten...

Ein Evangelist predigte: "Es gibt viele Religionen, aber das Christentum ist keine Religion, sondern die Lebenshingabe an Jesus." Einige Monate danach vollzog Juvan den Schnitt mit der Religion der Väter. Jeder Brahmane trägt um den Leib eine heilige Schnur als Zeichen seiner Kaste. Diese Schnur zerschnitt er und ebenso die heiligen Fransen...

Aus dem Buch "undefinedIm Himalaja"

Erweckung

"Wir haben gerade so viel Religion, wie wir Gott haben. Die Zunahme der Religion und ihre Erweckung bedeutet nichts anderes, als mehr von Gott in unser Herz und unser Leben, mehr von Gottes Willen, mehr von Gottes Gegenwart und mehr von Gottes Kraft zu bekommen. (Andrew Murray in "The Prophet Priest")

Zitat Dr. Koch

"Okkulte Betätigung schädigt das christliche Glaubensleben schwer."