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Mein Weg zu Gott

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Vom Schwerenöter zum Gotteskind

Gott hat in meinem Leben Großes getan. Woraus er mich gerettet hat, sei im folgenden berichtet. Zu meinem Leben paßt, was Paulus in Titus 3,3-6 schreibt.

* Zufallsbild *Ich war ein normaler, kleiner südafrikanischer Junge, und ein guter Junge dazu. Ich wuchs in einem christlichen Haus auf. Wenn ich das Wort christlich benutze, so ist es nicht das, was ich heute darunter verstehe. Aber dennoch war es ein gutes Zuhause. Eltern hatte ich nicht. Meine Mutter beging Selbstmord, als ich sieben Jahre alt war, und meinen Vater kannte ich gar nicht. So zogen mich meine Großeltern groß. Sie verwöhnten mich und zogen mich meiner Schwester immer vor. Ich liebte meine Großeltern. Nie habe ich von ihnen Schläge erhalten. Ich gehorchte ihnen, ich kleidete mich, wie sie es wollten, kurzum, ich tat, was man von mir erwartete.

Zwischenruf:
In dieser Zeit ist zwar der Teufel los, aber Gott am Zug.
Peter Hahne

Bis zur siebten Klasse war ich auch gut in der Schule. Dann kam eine Veränderung. Die Bibel lehrt uns, daß wir alle in Sünden geboren sind. So etwas wie ein "guter" Junge gibt es nicht. Denn im Innern eines solchen guten Jungen - damit meine ich mich - wohnte in Wirklichkeit ein Teufel.

* Zufallsbild * Eines Tages lud mich ein Freund ins Kino ein. Ich hatte wie immer meinen kleinen Safari-Anzug an und blitzblanke Schuhe. Mein Freund lachte mich aus, und seine Mutter erklärte: "Du kannst niemals in solch einem Aufzug ins Kino gehen. Das ist ja total aus der Mode!" Der Safari-Anzug wurde mit Hippie-Shorts und einem Blumenhemd vertauscht. Meine brave glatte Frisur wurde so verändert, daß sie nicht gar zu streng aussah.
Der brave Junge wird ein Hippie
Von diesem Zeitpunkt an begann in mir ein Geist der Rebellion zu wirken. Den Großeltern gehorchte ich nicht mehr wie früher. Ich wollte mich wie die anderen Jungen anziehen und das tun, was sie taten. Am Ende des Schuljahres veranstaltete die Schule als Abschlußfeier ein Hippie-Fest, an dem ich als ein richtiger Hippie auftrat. Von da an ging es abwärts in meinem Leben.

Ich fing an zu rauchen, Getränke - auch Alkohol - zu stehlen und tat noch schlimmere Dinge. Meine Großeltern merkten von all dem nichts und dachten, ich wäre noch immer der blauäugige, unschuldige Junge.

Inzwischen war ich 15 Jahre alt und beschloß, die Schule zu verlassen. Meine Haare ließ ich bis auf die Schultern wachsen und fing in einer Fabrik an zu arbeiten. Nun konnte ich meine eigenen Zigaretten und Alkohol kaufen. Ich bildete mir ein, nun ein richtiger Mann zu sein.* Zufallsbild *

Um meine Muskeln zu trainieren, begann ich mit Bodybuilding. Das sollte auf die Mädchen Eindruck machen. Doch bei alldem fühlte ich mich als ein Christ. Die Bibel war für mich Gottes Wort, und ich glaubte, daß Jesus Christus gestorben und auferstanden war. Und wie ich beten konnte! Obwohl mir bewußt war, daß mein Leben aus den Fugen geriet, betete ich immer noch. Aber die Kirche haßte ich. Gottesdienste galten für mich als vergeudete Zeit.

Meine Großeltern hatten mich stets vor dem Rauschgift als etwas Teuflischem gewarnt. Sie waren weniger besorgt um das Rauchen oder Trinken. Für sie war Rauschgift die größte Gefahr.

Eines Tages ereignete sich etwas, wodurch mein Leben einen schlimmen Verlauf nahm. Wie das bei vielen Jugendlichen der Fall ist, lungerten mein Freund und ich abends aus Langeweile auf den Straßen herum. Wir strolchten durch die Stadt und trafen auf einige junge Leute, die Haschisch rauchten. Sie luden uns ein mitzukommen und boten uns auch Haschisch an. Erschrocken lehnte ich ab: "Nein, niemals kommt das für mich in Frage!" Aber mein Freund zog mich mit und meinte: "Komm, wir gehen nur mit. Wir brauchen ja nicht mitzurauchen."* Zufallsbild *

Wie es so oft bei solchen Gelegenheiten geschieht, so auch hier. Um nicht als feige und als Außenseiter hingestellt zu werden, gab ich schließlich nach und rauchte an diesem Abend Haschisch. Und ich fand es schön! Am nächsten Morgen kaufte ich es mir selbst. Es verursachte ein Hochgefühl, das mich in Wolken schweben ließ. Aber von da an ging es mit mir weiter abwärts. Bald war es so weit, daß ich mich nicht mehr baden wollte. Mit langem Haar und zerrissenen Hosen konnte man mich überall in einem verkommenen Zustand antreffen. Manchmal schlief ich auf der Straße. Doch dieses Leben gefiel mir. Nun war ich ein Mann.

Bis zu diesem Moment dachten meine Großeltern, ich wäre ein Engel. Obwohl ich lange Haare trug, schmutzig war und nach Alkohol stank, waren sie der irrigen Meinung, die viele andere Eltern mit ihnen teilen: Ach, das ist nur eine bestimmte Krise im Leben des Kindes, die wieder vorbeigeht. Als ich später wegen Rauschgiftbesitzes geschnappt wurde, glaubten meine Großeltern, jemand hätte es mir in die Tasche gesteckt.* Zufallsbild *

Wenn Eltern behaupten, ihr Kind würde bestimmte Dinge nie tun, ist das meiner Erfahrung nach ein Kurzschluß. Solange ein Kind nicht Jesus begegnet, ist es zu allen Schlechtigkeiten fähig.

Beim Militär
Nicht lange, nachdem ich zum Militär gekommen war, erwischte man mich beim Haschischrauchen. Eigentlich hätte ich dem entgehen können. Einer meiner Freunde hatte mich nämlich gewarnt: "Sie suchen dich, drei haben sie schon geschnappt!" Doch ich glaubte ihm nicht. Als nächstes rief mich der Korporal: "Der Major sucht nach dir!" Zu seinem Büro waren es 500 Meter. Weil ich meine schöne Elfenbeinpfeife sosehr liebte, beschloß ich, sie unterwegs in der Toilette zu verstecken. Als ich dort ankam, wartete bereits die Polizei auf mich: "Sag mal, junger Mann, was weißt du über Haschisch?" war die erste Frage. "Gar nichts", antwortete ich. Ich mußte mich an die Wand stellen, wobei ich furchtbar zu zittern begann. "Warum zitterst du so?" fragte der Polizist. "Oh, das ist nur vom Rennen!" Schließlich fand er doch die Pfeife in meiner Tasche. Er stieß sie mir fast in die Augen, und alles Leugnen half nun nichts mehr.* Zufallsbild *

Das wurde mir zu einer geistlichen Lektion bis zum heutigen Tag. Da war eine Chance, der Strafe zu entgehen, so wie wir Menschen oft der Strafe Gottes entfliehen wollen. Man hält an einer Lieblingssünde fest, bis es zu spät ist.

Ich landete im Militärgefängnis. 20 Tage lebte ich in einer Einzelzelle. Niemand zum Sprechen, nichts zu tun! Die Zeit schlich langsam dahin. Das einzige, was in der Zelle vorhanden war, war ein Gideon-Testament. Nach und nach las ich darin, und zwar jeden Buchstaben. Wo und wer es gedruckt hatte, das Erscheinungsjahr, Inhaltsverzeichnis und den Text. In den 20 Tagen schaffte ich die Lektüre zweimal. Danach hätte ich eigentlich merken müssen, daß ich ein elender Sünder war. Bisher galt für mich jedoch nur der Mißbrauch des Gottesnamens als Sünde. Haschischrauchen, Herumlungern mit Mädchen und Trinken fielen bei mir nicht darunter.

Reha-Versuch
Aus dem Militärgefängnis entlassen, mußte ich in Pretoria vor Gericht erscheinen, wo ich vier Stockschläge von der Polizei erhielt. Anschließend steckte man mich für sieben Monate in ein Militär-Reha-Camp. Alle Schlechtigkeiten, die ich bisher noch nicht kannte, lernte ich dort.* Zufallsbild *

Immer tiefer fiel ich in die schlimmsten Sünden. Unter uns Lagerinsassen war es üblich, einander zu den extremsten Taten herauszufordern: Wer kann am meisten saufen? Wer raucht am meisten Haschisch? Wer nimmt die meisten Tabletten?

Eines Tages kam ein Sergeant zu mir und erklärte: "Weißt du, du siehst wie ein richtiger anständiger, ehrlicher junger Mann aus. Ich suche nämlich jemand, der als Barkeeper im Offizierskasino arbeiten kann. Ich denke, du bist der richtige Mann dafür." Das war natürlich ein großer Irrtum. Ich nahm den Job mit einem Lächeln an. Eine so prachtvolle Gelegenheit würde ich kaum wieder kriegen. So begann ich, unmäßig zu trinken, und war oft betrunken. Oft kamen Leute, die wegen ihrer Drogenprobleme Hilfe suchten. Denen schenkte ich auch Alkohol aus. Nach einigen Wochen wurde ich in betrunkenem Zustand geschnappt. Der Sergeant mußte mich mit dem Gartenschlauch wecken, so stockbetrunken war ich. Nach ein paar Tagen schickte er mich in die Bar zurück mit den Worten:
* Zufallsbild *"Ich glaube immer noch, daß du ein anständiger Kerl bist!"So verblendet kann ein Mensch sein! Mich beeindruckte das überhaupt nicht, nur versuchte ich, demnächst klüger zu sein. Trotzdem wurde ich wieder ertappt. Nun gingen auch dem Sergeanten die Augen auf. Das Camp verließ ich schließlich als ein siebenmal schlechterer Mensch.

Ehe ohne Trauschein und Heirat
Von da an tat ich mich mit meiner Freundin zusammen - sie wurde später meine Frau. In unserer Lebensweise paßten wir zusammen wie die Hand in den Handschuh. Meine Freundin hatte seit ihrem 14. Lebensjahr Haschisch geraucht. Wir taten, was wir wollten und lebten zusammen wie Mann und Frau. Es gab ja niemanden, der uns vor diesem schlechten Lebenswandel gewarnt hätte. Ein Gutes brachte diese Freundschaft jedoch mit sich. Diesem Mädchen gelang es, daß ich das Haschischrauchen aufgab. Zum Ausgleich dafür jedoch trank ich um so mehr.* Zufallsbild *

Und dann beschlossen wir zu heiraten. In Südafrika ist es Tradition, in der Kirche zu heiraten. Auch der übelste Sünder möchte in der Kirche getraut werden. So heirateten wir in der Gemeinde meiner Freundin, da ich nie konfirmiert oder Gemeindeglied einer Kirche gewesen war. Was trägt ein Mädchen an ihrer Hochzeit? Natürlich ein blütenweißes Kleid! So auch meine Braut. Wie wir vorher gelebt hatten, wußte ja niemand, am wenigsten der Pfarrer. Damit betrogen wir die Menschen und uns selbst.

Als zwei schmutzige Sünder standen wir vor dem Altar Gottes. An jenem Tag war ich sogar betrunken. Doch der Pfarrer legte die Hände auf uns und erflehte Gottes Segen. Gott aber läßt sich nicht durch einen Pfarrer betrügen. Als der Pfarrer uns segnete, luden wir in Wirklichkeit den Zorn Gottes auf uns. Wenn ich heute darüber nachdenke, war es das Schlimmste, was wir je getan hatten.
Als Warnung an alle unverheirateten Paare und auch an die Verheirateten sei gesagt: Wenn die Verbindung so begann wie bei uns, kann der Segen Gottes nicht darauf ruhen. Nur am Fuß des Kreuzes von Golgatha kann man Vergebung erlangen.

Vom ersten Tag unserer Ehe an hatten wir ein Verhältnis wie Hund und Katze. Es dauerte nicht lange, da fragte ich mich: "Warum hast du diese Frau überhaupt geheiratet? Die anderen Frauen sind doch viel besser als sie." Alles, was sie konnte, war zu nörgeln und zu schimpfen, wenn ich trank. So ging das zwei Jahre. Dann suchte meine Frau nach Hilfe. Sie war in einem gottlosen Haus aufgewachsen und wußte nichts von Gott. Sie suchte nach einem Psychotherapeuten, was ich sehr gut fand. Sie braucht das, dachte ich. Ich hatte ja keine Probleme.* Zufallsbild *

Die Hälfte des Lebens vorbei - Neuanfang
Durch Gottes Gnade fand sie keinen geeigneten Arzt, traf jedoch jemand, der sie zu einem Gottesmann schickte. Als ich das hörte, erklärte ich: "Du kannst ruhig dahin gehen, doch ich will nichts mit ihm zu tun haben." Für mich galten alle Pfarrer als Schwächlinge. Ich mußte meine Frau nur mit dem Auto bringen, da sie selbst keinen Führerschein hatte. Also ging sie in das Haus und kam nach einiger Zeit mit einem breiten Lächeln wieder heraus: "Er will dich auch sehen!" Ich war zu feige, um es abzulehnen, nahm mir aber vor, nicht hinzuhören, was er sagte. Als ich dem Pfarrer gegenübersaß, merkte ich, daß er die Wahrheit sprach. Ich konnte mich ihr nicht entziehen. "Wie alt bist du?" fragte er. "24!" - "Dann hast du ungefähr die Hälfte deines Lebens hinter dir, denn die meisten Männer in Südafrika sterben mit ungefähr 50 Jahren, weil sie zuviel Fleisch essen." Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, zog er mit einer Kreide eine Linie auf die Wandtafel und erklärte: "Dieser Strich zeigt dein 50. Lebensjahr. Über dem Strich sind die ersten 50 Jahre deines Lebens. Was darunter ist, ist Ewigkeit. Wo willst du sie zubringen?"
Das war das erste Mal in meinem Leben, daß ich Gottes Stimme hörte. Mit einemmal war mir bewußt, daß ich mich auf direktem Weg zur Hölle befand. Trotz meines vermeintlichen Glaubens, trotz meiner Lippengebete, trotz meines zweimaligen Lesens der Bibel. An jenem Tage war mir klar, daß ich Buße tun mußte. Ich sah meine Sünden, wie sie wirklich waren. Als mir aufging, daß mir Buße, Bekehrung und Wiedergeburt fehlten, gehorchte ich der Stimme Gottes sofort und bereinigte mein Leben.

In wunderbarer Weise durften wir nun Gottes Wirken erfahren. Unsere Ehe wurde augenblicklich heil. Wir brauchten keinen Seelsorger, um einander zu vergeben. Ein anderes großes Wunder war dies, daß Gott meine ganze Redeweise veränderte. Die Menschen kannten mich als den, der die schmutzigsten Reden führen konnte. Bei dieser Änderung mußte ich keine großen Anstrengungen machen, mir etwa auf die Zunge beißen oder mich besonders beherrschen zu müssen. Nein, die schlechte Sprache war plötzlich verschwunden. Zu allem anderen befreite mich Gott auch von der Macht der Fleischeslust. Einst war ich ein Sklave dieser Sünde, die mich beherrschte. So machte Gott neue Kreaturen aus uns. Glücklicherweise geschah dies gleichzeitig bei uns beiden.

Als Catcher bei den Charismatikern
Im Gegensatz zu früher besuchte ich jetzt fünfmal wöchentlich die Kirche. Dabei mußte ich die Erfahrung machen, daß der Teufel ebenfalls am Werke ist, wenn Gott wirkt. Ohne eine Gemeinde herabsetzen zu wollen, möchte ich doch meine Erlebnisse wiedergeben. Wir schlossen uns einer Gemeinde an, wo es uns sehr gut gefiel. Dort spielten wir so richtig "Kirche". Ich hatte die Aufgabe, die Menschen aufzufangen, wenn sie undefinedrückwärts fielen, und sie ordentlich auf den Boden zu legen.
Es war auch üblich, beim Beten laut zu rufen oder zu schreien, als ob Gott taub wäre. Wir legten den Menschen die Hände auf, damit sie unbedingt in undefinedZungen reden sollten. Auch ich betete ernstlich um die undefinedZungengabe, jedoch vergeblich.

Eines Tages kam ein junger Mann zu mir und sagte: "Du, ich habe sieben Tage für dich gefastet. Ich lege dir jetzt die Hände auf, dann wirst du in Zungen reden können." Er betete und betete, er rief laut und schüttelte mich, sprang wie wild umher und wurde immer aufgeregter. Aber die Zungengabe blieb aus. Immer mehr Gemeindeglieder kamen dazu, legten mir die Hände auf, beteten laut und schrien, aber nichts geschah. "Bruder, sprich einfach das nach, was wir sagen. Ã-ffne deinen Mund weit, und es wird kommen." Die ganze Prozedur war so anstrengend und enttäuschend, daß ich vorzog zu gehorchen. So sprach ich einfach nach, was mir vorgeplappert wurde. "Preiset den Herrn", riefen alle aus. !Bruder, es hat geklappt!"

Bei alledem waren unsere Herzen aufrichtig. Wir wollten wirklich mit dem HERRN gehen.

Kontakt mit undefinedKwasizabantu
Ein Jahr nach unserer Bekehrung hörten wir von der Mission undefinedKwasizabantu und seinen Wundern. Wir wollten uns das einmal ansehen, weil wir ja Wunder liebten. Also kamen wir dorthin, um Wunder zu sehen. Dann kam der erste Gottesdienst. Mein erster Eindruck war: Ist das aber tot hier! Kein Halleluja-Rufen, wenn der Prediger etwas Gutes sagt, kein undefinedRückwärtsfallen, keiner springt auf, und keiner spricht in Zungen. Hier ist ja überhaupt kein Geist!

Im Anschluß daran ging ich zu Friedel Stegen und fragte ihn: "Sag mir, warum glaubt ihr nicht an das Wirken des Heiligen Geistes?" Seine Antwort: "Doch, wir glauben an das Wirken des Heiligen Geistes, aber an sein echtes Wirken."

An diesem Tag wurden meine Augen das zweite Mal geöffnet. Das, was ich bisher hatte, erschien mir wie Plastik, made in Hongkong. Es war nichts Echtes und kam niemals von Gott. Das war von Menschen gemacht und hatte nichts mit dem Gott der Bibel zu tun. Jetzt lernten wir, was die Schrift sagt: "Prüfet die Geister, ob sie von Gott sind."

Uns wurde klar, daß ein geheiligtes Leben ein Zeichen vom Wirken des Heiligen Geistes ist.

Und dann überführte uns Gott erneut von unseren Sünden. Es waren nicht die vorigen wie Rauchen, Trinken, Rauschgift, sondern vielmehr: Ärger, Ungeduld, Empfindlichkeit, Eifersucht und viele andere Dinge, die wir in der Vergangenheit noch nicht in Ordnung gebracht hatten.

Bisher hatten wir nur Kirche gespielt und Gott keine Gelegenheit gegeben, an uns zu arbeiten, damit wir in seiner Gnade wachsen konnten.

Heute können wir mit Friedel Stegen bekennen, daß wir an das echte Wirken des Heiligen Geistes glauben und nicht an eine undefinedFälschung, an etwas, das der Teufel hervorbringt.

Es muß aber ausdrücklich betont werden, daß erst unser Gefäß gereinigt werden muß, bevor es mit dem Heiligen Geist gefüllt werden kann.

Zuerst müssen wir mit der Welt brechen und mit all den damit verbundenen schlechten Gewohnheiten und Sünden. Dann erst kann der Heilige Geist in uns wohnen.

Denn Gott sagt: "Ich bin ein eifriger Gott. Ihr sollt keine anderen Götter neben mir haben."

Wir wollen darum ringen, daß unser Leben durch das Blut Jesu Christi gereinigt und geheiligt ist und wir für ihn brauchbar werden. Andernfalls sind wir ein Spielzeug Satans, der uns verführt.

So hat Gott in unserem Leben bis zum heutigen Tag weitergewirkt, und wir vertrauen seiner Gnade, bis wir ihm einst begegnen.

John lebt seit fünf Jahren mit seiner Frau und zwei Kindern als vollzeitlicher Mitarbeiter auf der Missionsstation undefinedKwasizabantu, wo er auch öffentlich das vorstehende Zeugnis in einer Predigt abgab.

Aus dem Buch undefined"Wo ist ein Gott, wie du bist?" Band 1

Dreimal K Katholik, Konkurs, Krebs

Aus dem Buch undefined"Wo ist ein Gott, wie du bist?" Band 3

Wendel Rüttimann traf ich auf der Missionsstation undefinedKwasizabantu. Er war für ein Interview bei Radio Khwezi bereit und schrieb auch seine Lebensgeschichte, die ich hier wiedergebe.* Zufallsbild *

Im Jahr 1956 geboren und im katholischen Glauben aufgewachsen, lebte ich mit meinen Eltern, fünf Schwestern und fünf Brüdern in Magdenau in der Schweiz. Die Eltern bewirtschafteten einen Pachtbetrieb vom Kloster Magdenau mit einem Gasthaus und Landwirtschaft. Als Junge war ich Ministrant im nahegelegenen Kloster, musste dabei lateinische Gebete lernen und bei großen Festen den Weihrauchbehälter bedienen.
Daheim gab es jede Menge Arbeit. Kühe melken, Heu einbringen und Gäste im Restaurant bedienen, gehörten zu meinen Hauptaufgaben. Im Sommer hatten wir soviel Betrieb, dass die Ausflugsgäste oft auf einen Platz der 300 vorhandenen Sitzplätze warten mussten.
Später erlernte ich den Berufeines Elektrikers, aber danach fand ich keinen Arbeitsplatz. Deshalb arbeitete ich in verschiedenen Hotels als Saisonkellner. In der Zwischensaison war es mir möglich, die Hotelfachschule zu besuchen. Um meine Finanzen aufzubessern, fuhr ich dreimal wöchentlich Taxi von abends 7 bis nachts 1 Uhr. An den Wochenenden half ich dann im elterlichen Gasthaus.
In dieser Zeit lernte ich meine spätere Frau Monika kennen. Sie war jedoch nicht für einen Gasthof zu begeistern, weil doch die Familie zu kurz käme, vor allem die kleinen Kinder. Ihre Argumente leuchteten mir ein. * Zufallsbild *Ich stieg wieder in meinen erlernten Beruf als Elektriker um und fand dann auch bald eine passende Arbeitsstelle. Im Herbst 1979 feierten wir unsere Hochzeit. In den kommenden Jahren wurden uns zwei Mädchen und zwei Jungen geschenkt. Später konnte ich ein eigenes Haus bauen und ein Geschäft eröffnen.
Ein dubioser Fortbildungskurs und seine Folgen
Was als ein harmlos klingender, vielversprechender Fortbildungskurs für Geschäftsleute angepriesen wurde, entpuppte sich als ein Kurs mit okkulten Praktiken. Die Kursteilnehmer, darunter ich, wurden mit undefinedAutogenem Training, undefinedJoga, undefinedPendeln, undefinedAstralreisen und undefinedMeditation bekannt gemacht. Der Kursleiter versprach uns, dass man unbegrenzt alles erreichen könnte, wenn man diese Praktiken anwendet. Für uns war ja der Zweck des Kurses, mehr Erfolg im Geschäftsleben zu haben. Damals hatte ich leider noch keinerlei Kenntnisse darüber, wie gefährlich diese okkulten Praktiken sind.
Zusammen mit dem Kursleiter machten wir dann die erwähnten Übungen, wobei buddhistische Formeln und Gebete vom Leiter gesprochen wurden, die wir nicht verstanden. Der krönende Abschluß sollte ein undefinedFeuerlauf über glühende Holzkohlen mit nackten Füßen sein. Fasziniert von der Vorstellung, dass man unbeschadet solch ein übernatürliches Experiment vollbringen kann, machten alle zwölf Teilnehmer mit. Wie hypnotisiert lief einer nach dem anderen über die 600 bis 700 Grad heißen Kohlen. Keiner spürte irgendwelche Schmerzen. Niemand hatte Verbrennungen oder Blasen an den Füßen. * Zufallsbild *Nachdenklich machte mich aber ein kleines Nachspiel. Nach dem Feuerlauf wollte ich meine Socken wieder anziehen, als mich jemand darauf aufmerksam machte, dass zwischen meinen Zehen ein kleines Kohlestückchen zurückgeblieben war. Beim Entfernen verbrannte ich mir die Finger.

Wendel Rüttimann berichtet weiter:
Dass ich einem teuflischen Betrug zum Opfer gefallen war, sollte ich bald zu spüren bekommen - und nicht nur ich, sondern auch meine ganze Familie. Mehr Erfolg im Geschäftsleben war uns in dem Fortbildungskurs versprochen worden. Diese Aussicht ermutigte mich und erfüllte mich mit großen Erwartungen. Es veranlasste mich, den Kauf eines Mehrfamilienhauses für 3,5 Millionen Schweizer Franken abzuschließen. Durch Zinserhöhungen und vermehrte Bankforderungen wurde dieses Projekt ein Misserfolg.
Zu den finanziellen Schwierigkeiten kamen Spannungen in unser Familienleben. Unser bisher harmonisches Eheleben undefinedveränderte sich drastisch. Wir verstanden uns oft nicht mehr. Meine Zornesausbrüche vergifteten die Atmosphäre und störten das ganze Familienleben.* Zufallsbild *

An dieser Stelle lasse ich meine Frau Monika zu Wort kommen:
Nachdem mein Mann diesen Erfolgskurs für Geschäftsleute absolviert hatte, veränderte sich sein Verhalten so, dass ich meinte, es wäre nicht mehr der Mann, den ich geheiratet hatte. Bisher führten wir eine gute, harmonische Ehe. Wir hatten uns zum Beispiel angewöhnt, den Ratschlag einer Verwandten bei unserer Hochzeit zu beherzigen. Sie hatte damals gesagt: "Geht nie zu Bett, bevor ihr nicht alles zwischen euch in Ordnung gebracht habt!"

Das entspricht dem Wort des Apostels Paulus im Epheserbrief Kapitel 4, Vers 26: "Lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen!"

Diese Angewohnheit hatte nun plötzlich ein Ende. Stattdessen hatte ich einen zornigen Mann mit einein völlig veränderten Verhalten. Ein Erlebnis aus jener Zeit erschreckte mich so sehr, dass ich es nie vergessen habe. Eines Tages stellte mein Mann eines unserer Kinder auf eine Mauer und forderte es auf "Nun spring zu Papa" Vertrauensvoll sprang das Kind. Aber anstatt es aufzufangen, wie er es früher oft getan hatte, ließ mein Mann das Kind in den Schmutzfallen mit den Worten: "Siehst du, so ist eben das Leben!" Das Kind fühlte sich natürlich vom Vater im Stich gelassen und verlor wohl auch ein gewisses Vertrauen zu ihm.
Große Not bereitete mir, dass mein Mann sehr oft unterwegs war, ohne dass ich wusste, was er tat oder wann er nach Hause kOlnmen würde. Besonders schlimm war für mich, dass die Kinder spürten, dass wir als Eltern uns nicht mehr verstanden und uneins in der Erziehung waren. Die Kinder nutzten diese Situation zu ihren Gunsten aus, was sich für unser Familienleben schädlich auswirkte.
In dieser Zeit befand ich mich in einem total hilflosen Zustand. Viele Tränen sind damals geflossen.

* Zufallsbild *Totaler Bankrott
Meine private und geschäftliche Talfahrt nahm ein erschreckendes Ausmaß an. In meinem Geschäft machte sich eine kleine Wirtschaftskrise bemerkbar, die ich finanziell nicht mehr verkraften konnte. Alle Versuche, private Bürgschaften aufzunehmen, scheiterten. Es folgten schlaflose Nächte, Nachtspaziergänge, Selbstmordgedanken. Den totalen Bankrott vor Augen, wollte ich diesem Chaos ein Ende bereiten. Mit dem festen Entschluss, entweder von einer Brücke zu springen oder mich vor den Zug zu werfen, lief ich an einem Morgen in den nahegelegenen Wald. Als ich noch über die Art meines undefinedSelbstmordes nachdachte, begegnete mir ein alter Mann mit drei Hunden.

Auf meine Frage, warum er so früh am Morgen im Wald spazieren ging, antwortete der Mann: "Wissen Sie, mich weckt immer ein schrecklicher Traum aus dem Schlaf. Ich bin nämlich ein pensionierter Lokführer. Einmal im Monat träume ich immer von einem der sieben Selbstmörder, die mir vor den Zug gesprungen sind. Ich sehe dann wieder das Blut an die Windschutzscheibe meiner Lok spritzen und überall die Leichenteile umherfliegen. Nach solch einem Traum gehe ich dann immer mit meinen Hunden in den Wald, um diese schreckliche Erinnerung loszuwerden!"* Zufallsbild *

Nach diesem Gespräch war ich so geschockt, dass ich meinen Selbstmordplan fallen ließ und nach Hause ging.

Geschäftskonkurs und die Wende
Inzwischen stand der Konkurs meines Geschäftes bevor. Ohne mein Wissen hatte die Bank all meine Kunden angewiesen, die zu bezahlenden Rechnungen nicht mehr auf mein Konto zu überweisen, sondern direkt bei der Bank zu bezahlen. Auch Zahlungsaufträge an meine Lieferanten führte die Bank nicht mehr aus. Ein Konkurs war also unvermeidbar. Außerdem musste ich meinen Angestellten fristlos kündigen, da die Löhne nicht mehr bezahlt werden konnten.
In dieser hoffnungslosen Lage besuchte mich ein Geschäftsfreund und erkundigte sich nach meinem Befinden. Er wusste nichts von meiner Situation, und ich erklärte ihm, wie es momentan um mich steht. Mein Geschäftsfreund erklärte mir daraufhin: "Heute morgen, bevor ich aus dem Haus ging, habe ich noch ein Losungswort in meine Jacke gesteckt. Ich hatte geschäftlich in deiner Gegend zu tun und hatte plötzlich das Gefühl, dich besuchen zu müssen. Ich bin nun hier und weiß genau, dass dieses Losungswort auf der kleinen Karte für dich bestimmt ist!" Mit diesen Worten gab er mir das Kärtchen mit der Aufforderung, es zu lesen. Es stand folgendes darauf:

"Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken!" (Matth. 11,28)

Das war die perfekte Lösung für meine Probleme! Dieses mächtige Wort aus Jesu Mund war für mich bestimmt, und ich spürte förmlich, dass Jesus schon lange auf mich gewartet hatte und mir meine Sorgen und Nöte abnehmen will, damit ich Frieden bekomme. Wie dankbar war ich, dass Markus, mein Geschäftsfreund, mir diese frohe Botschaft gebracht hatte! Instinktiv hatte ich das Verlangen nach einem so lebendigen Glauben, wie ihn Markus ausstrahlte. Am Ende seines Besuches lud er mich und meine Frau zu einem Vortrag der Internationalen Vereinigung Christlicher Geschäftsleute (IVCG) ein. Wir nahmen die Einladung an und gingen hin.

Das Thema "Menschheit am Wendepunkt" bewegte mich derartig, dass ich meinte, es wäre speziell vom Referenten für mich ausgesucht worden. Am Beispiel des verlorenen Sohnes in Luk. 15, 11-32 sah ich mich in einer ähnlichen Situation. Spät an diesem Abend ging ich noch zu meinem Vater und entschuldigte mich bei ihm für meine Fehler und meine Schuld und bat ihn um Verzeihung. Auch bei anderen Menschen konnte ich mit Gottes Hilfe Dinge in Ordnung bringen.* Zufallsbild *

Als Familie fassten wir mehr und mehr Vertrauen auf Gott, unseren himmlischen Vater. Erstaunlicherweise waren dadurch die Umstände in Verbindung mit dem Geschäftskonkurs keine übermenschliche Belastung mehr für uns. Immerhin mussten ja Geld, Haus, Geschäft, Autos und das gesamte Vermögen abgegeben werden. Wir hatten jetzt nur noch das Nötigste für den täglichen Gebrauch - einen Tisch, jeder einen Stuhl und ein Bett. Wir verließen uns darauf, dass der Vater im Himmel für uns sorgt und uns gibt, was wir brauchen. Plötzlich konnte ich auch frei beten, nicht mehr die gelernten Formelgebete aus der Jugendzeit. Und Gott erhörte unsere Gebete!
Wir besuchten nun auch regelmäßig die Versammlungen der IVCG, was unseren jungen Glauben stärkte. Im März 1990 vollzogen wir die entscheidende Übergabe unseres Lebens an Jesus Christus. Dabei half uns das folgende Gebet, das ich mit Monika bewusst sprach:

Herr, ich habe deinen Ruf an mich gehört und danke dir, dass du mich nicht vergessen hast, obwohl ich dich oft vergaß und nicht an dich dachte.
Ich hatte mich von dir abgewandt und ging meine eigenen Wege.
Du aber hast mich nicht aufgegeben.
Ich bekenne dir die Schuld meines Lebens und die unzähligen Fehler meiner Tage.
Ich bitte, Herr, vergib mir meine Schuld undnimm mich als dein Eigentum an.
Ich danke dir, Herr, für dein Sterben am Kreuz, und dass ich frei bin von Schuld, Angst und Hoffnungslosigkeit.
Im Vertrauen darauf, dass du Ja zu mir gesagt hast, antworte ich nun mit einem dankbaren Ja!
Ich will dein Eigentum sein und bleiben. Gib mir die Kraft, mich stets an dich zu halten und nicht zu verzagen.
Zeige mir meinen Platz in deiner Gemeinde und in deiner dennoch geliebten Welt.
Zeige mir meine Gaben und Fähigkeiten, damit ich sie einsetzen kann, wo du mich brauchst, und wo Menschen auf meine Hilfe warten.
Mache mir dein Wort lieb und gib mir Mut, meinen Dank, meine Not und meine Bitten im Gebet vor dich zu bringen.
Herr, verwandle mein Leben, dass es dir gehört und den Menschen zur Hilfe wird.
Amen!

* Zufallsbild *Auswirkung der okkulten Betätigung
Trotz der Hinwendung zu Jesus Christus hatte ich mit massiven Angriffen der Finsternismächte zu tun. Die Auswirkung meiner Teilnahme an dem okkulten Fortbildungskurs machte sich nun bemerkbar. Es stellten sich furchtbare Träume ein, bei denen ich laut schrie, so dass mich Monika jedes Mal wecken musste. In solchen Träumen fühlte ich Folter und Qualen durch finstere Gestalten, die nach mir griffen, mich würgten und an den Gliedern zerrten. Bei dieser Tortur bekam ich keine Luft mehr. Das war so schlimm, dass ich mich vor dem Einschlafen fürchtete. Da wir nicht wussten, wie wir diesem Problem begegnen sollten, beteten wir jedes Mal nach einer solchen Attacke. Dabei war uns der 91. Psalm eine große Hilfe.
Nachdem sich diese finsteren Angriff über einen langen Zeitraum immer wieder einstellten, wurde mir klar, dass ich nur eine Befreiung aus den okkulten Belastungen erfahren würde, wenn ich das ganze Problem mit einem Seelsorger bespreche. Das geschah dann auch. Der Seelsorger tat dann das, was in solch einem Fall die einzige Möglichkeit zur Befreiung ist: Er gebot den finsteren Mächten im Namen Jesu Christi zu weichen.

Ich war immer der Meinung, dass der undefinedTeufel einen Menschen nicht mehr angreifen kann, sobald er sich zu Jesus Christus bekehrt hat. Durch diese geschilderten Vorgänge wurde ich eines Besseren belehrt. undefinedSatan benutzt jedes Einfallstor, das er findet. Das sind nicht nur okkulte Bindungen, sondern auch Dinge in einem Leben, die zwischen ihm und Gott stehen.* Zufallsbild *

Meine Erfahrung ist, dass dazu auch die kleinen Dinge gehören, die ich dann ebenfalls in der Seelsorge bekannte. Die Bibel lehrt uns: "Die kleinen Füchse verderben den Weinberg!" (Hohes!. 2, 15).

Zurück zu meiner schwierigen Lage nach dem Konkurs. Wir beteten viel darum, wie es nun weitergehen sollte. Gott war bereits am Wirken, ohne dass wir es wussten. Eines Tages erhielt ich von meinem ausländischen Lieferanten eine Anfrage, wie denn die bestellten Produkte bei meiner Schweizer Kundschaft eingebaut werden sollten. Ich musste erklären, dass ich weder ein Fahrzeug noch Werkzeug oder Geld dafür hätte, da ich in einem Konkursverfahren stecke.
Einige Tage später rief mich dieser Fabrikant wieder an und machte mir einen unglaublichen Vorschlag. Ein Abteilungsleiter wäre kurz vor seiner Pensionierung an einem Herzinfarkt unerwartet gestorben. Ein Nachfolger könnte dieses Amt übernehmen, doch wolle er das vorhandene Fahrzeug nicht. Es wäre nun ein Mercedes-Jeep mit Anhänger zu meiner Verfügung bereit. Wenn ich einverstanden wäre, könnte ich die fertigen Produkte abholen und in der Schweiz einbauen. Ich solle dann unverzüglich kommen. Man würde mir auch ein Spesengeld im voraus bezahlen. Nachdem ich das nötige Fahrgeld leihen konnte, fuhr ich dorthin.
So hatte Gott in wunderbarer Weise dafür gesorgt, dass ich meine Familie durchbrachte. Unser Haus wurde dann später versteigert. Durch meinen Geschäftsfreund konnten wir eine neue Wohnung mieten, und ich fand auch Arbeit bei ihm.
In dieser Zeit hatte ich einen so großen Hunger nach Gottes Wort, dass ich jede freie Minute in der Bibel las und diesen Schatz kennenlernte. Auch fanden wir eine lebendige christliche Gemeinde, wo wir Gemeinschaft mit anderen Christen erleben durften.
Insgesamt ging es uns nun gut, und alles hätte so bleiben können. Aber da traf uns ein neuer Schlag: Setzen Sie sich - Sie haben Krebs!

* Zufallsbild *Das eröffnete mir ein Spezialist, den ich wegen Schmerzen im Unterleib konsultiert hatte. Mich traf diese Diagnose wie ein Hammer, und ich war wirklich froh, dass ich in einem Stuhl saß. Der Arzt rief sofort ein nahegelegenes Krankenhaus an und fragte nach einem freien Platz für mich. Der bösartige Tumor musste so schnell wie möglich entfernt werden. In fünf Tagen sollte ich mich in der Klinik einfinden.
Zu Hause angekommen, erzählte ich meiner Familie, was der Arzt mir gesagt hatte. Mir ging nun alles mögliche durch den Sinn: Wie lange würde ich noch leben? Würde ich das alles durchhalten, was da auf mich zukam? Plötzlich erinnerte ich mich daran, dass ichja nicht allein in dieser Situation bin, denn mein Heiland würde mir beistehen und mir helfen. In den folgenden wenigen Tagen der Vorbereitung auf die Operation hatten wir einen tiefen Frieden im Herzen. Wir konnten uns unter den Willen Gottes stellen.

Monika erinnert sich an diese Zeit:
In jener Zeit, als mein Mann an diesem bösartigen Krebs erkrankt war, waren wir schon im Glauben so gefestigt, dass wir als Familie diese Situation leichter tragen konnten als zum Beispiel die schlimmen Folgen des okkulten Weiterbildungskurses. Diese Krankheitszeit wurde für unsere ganze Familie zum Segen, obwohl wir nichtwussten, ob mein Mann überleben würde. Wir fühlten uns alle im Herrn Jesus geborgen.

Das Netz zerriss nicht!
Wie geplant, ging ich sonntags ins Krankenhaus und wurde montags operiert. Am nächsten Tag nahm ich meine Bibel zur Hand und las den Bericht von Petri Fischfang. Sein Netz war voll großer Fische, 153 an der Zahl. Trotz der Fülle zerriss doch das Netz nicht. In diesem Moment erschien mein Arzt, der die Operation vorgenommen hatte. Er berichtete mir folgendes: Beim Entfernen des Hodentumors stellte sich heraus, dass er ungewöhnlich groß war - 150 Gramm schwer. Eigentlich hätte der Tumor bei diesem Gewicht reißen können. Dass dies nicht geschehen war, erstaunte den Chinlrgen. Wäre der Tumor gerissen, hätte sich der Krebs rasant schnell im Körper verbreitet. Hatte ich nicht eben gelesen, dass das Netz des Petrus trotz der vielen Fische nicht gerissen war? Genauso war es nun bei mir geschehen.
Der Arzt riet mir zu einer Chemo-Therapie, damit man sicher gehe, dass sich der Krebs nicht wieder zeigt. Zunächst wollte ich nichts davon wissen, denn mein jüngerer Bruder hatte auch Krebs und musste während der Chemo-Therapie sehr leiden. Doch eines Tages wurde mir ein Satz in der Bibel so wichtig, dass ich nicht mehr weiterlesen konnte: ...Tu, was man dir sagt! stand da. Sofort war mir klar, dass es der Heilige Geist war, der da redete. Daraufhin hatte ich ein volles Ja zur Chemo-Therapie.
Es folgten Behandlungen, verbunden mit viel Schmerzen, Schwindelanfällen und Übelkeit. Dennoch konnte ich viel dabei lernen. Immer wieder dachte ich daran, wie mein Heiland gelitten hatte vor und während seiner Kreuzigung - und das alles für mich! Ich las auch die dazugehörige Bibelstelle in Jesaja 53,7-8, wo das Leiden Jesu vorausgesagt wird. Dieses Wort stärkte mich, und so empfand ich mein Leiden wie ein Leiten.
In dieser Zeit lernte ich auch andere Krebspatienten kennen und konnte ihnen Trost und Beistand geben. In meinem Krankenzimmer waren wir zu fünft. Oft saßen wir am Tisch und hatten absolut keinen Appetit. Durch die Chemo-Therapie war auch der Geschmackssinn beeinträchtigt. Wir empfanden keinen Unterschied zwischen Salz und Zucker. Zu meinen betreuenden Ärzten und Krankenschwestern gehörten auch gläubige Christen, mit denen ich Gemeinschaft im Gebet und Bibellesen pflegen konnte. Das war für mich die beste Stärkung in dieser Zeit.
Nach Beendigung der Chemo-Therapie erklärte mich der Arzt nach einem halben Jahr als völlig geheilt. Ohne nennenswerte Nebenwirkungen konnte ich wieder ins Alltagsleben zurückkehren. Nach kurzer Zeit war es mir wieder möglich, meine Arbeitsstelle anzutreten.  Ich kann unserem himmlischen Vater nur danken, dass er mich und meine Familie so wunderbar durchgetragen hat.
Abschließend noch ein ergänzendes Wort von Monika:
Nach all diesen Kämpfen kann auch ich sagen, dass wir Gottes Treue in wunderbarer Weise erfahren durften. Unser Familienleben wurde wieder vollkommen heil. Alle vier Kinder sind volljährig und gehen mit uns den Glaubensweg. Obwohl sie Schweres erlebt haben, wohnen sie bei uns, was heutzutage nicht selbstverständlich ist.

Oh Gott, dir sei Ehre, der Großes getan!
Du liebtest die Welt, nahmst der Sünder dich an!
Dein Sohn hat sein Leben zum Opfer geweiht,
Der Himmel steht offen zu ewiger Freud!

Aus dem Buch undefined"Wo ist ein Gott, wie du bist?" Band 3

In den Fängen der Bulemie

Allen Mutlosen, Verzweifelten, Süchtigen, Verlorenen, Unglücklichen und Suchenden soll der folgende Lebensbericht von Johanna Hoffnung auf ein sinnvolles Leben geben.

* Zufallsbild *Auch ich war ein süchtiger, unzufriedener, verzweifelter, unglücklicher und suchender Mensch, bis Gott in mein Leben eingriff. Bis dahin lag allerdings ein langer, beschwerlicher Weg vor mir.
Ich gehe zurück in meine Kindheit. Als Älteste von drei Kindern wurde ich 1964 geboren und wuchs in einem kleinen Dorf in der Mitte Deutschlands auf. Wir hatten einen kleinen Bauernhof, den meine Mutter und die Großeltern bewirtschafteten, während Vater berufstätig war. Wir Kinder mußten bei den Arbeiten auf dem Feld, im Stall oder im Haus ordentlich mit anpacken. Urlaub kannten wir nicht. Etwas Abwechslung brachten uns in den Ferien Besuche bei Verwandten. Zu Hause herrschte ein rauer Umgangston. Über Gefühle und Empfindungen wurden nicht viel Worte gemacht. Das Wichtigste war die Arbeit. Wer nicht arbeitete, war ein Faulenzer. Wer krank war, ein Simulant. Zum sonntäglichen Ritual gehörte der Gang zur heiligen Messe. Obligatorisch war das abendliche Rosenkranzgebet im Oktober und die tägliche Maiandacht. Kirchliche Traditionen und Feste spielen noch heute in unserem Dorf eine große Rolle. Allerdings konnte ich nie den Gegensatz zwischen dem, was in der Kirche gepredigt wurde, und wie die Menschen um mich herum lebten, vereinbaren. Was gab es da für Neid, üble Nachrede, Unehrlichkeit, Eifersucht, Streit und Trunkenheit! Nie wusste ich, wie ich bei den Leuten dran bin. * Zufallsbild *Meinen sie das, was sie sagen, oder meinen sie das Gegenteil? Mit der Zeit wurde ich immer misstrauischer und unsicherer.
Trotz der strengen Kindheit und Jugendzeit konnte ich sehr viel von meinen Eltern und Großelten lernen. Ich musste ja schon sehr früh im Haushalt helfen, und nach und nach übernahm ich auch immer mehr Arbeiten von meiner Großmutter, z. B. Kochen, Putzen und Backen. Vom Charakter her war ich eher zurückhaltend. Durch die Lebenseinstellung meiner Umwelt manifestierte sich bei mir das Gefühl, dass wir Menschen vom Land weniger wert sind. Schließlich war ich davon überzeugt, dass Stadtmenschen und "Studierte" bessere Leute sind. Ganz besonders empfand ich dies, als ich eine weiterführende Schule in der Stadt besuchte. Zwar lachte mich niemand aus oder hänselte mich, doch hatte ich große Minderwertigkeitskomplexe. Ich sehnte mich nach Lob, Aufmerksamkeit und Anerkennung. Ich glaubte, dies alles durch harte Arbeit zu erreichen. Allen wollte ich es recht machen. Mein ganzes Bestreben war, irgendwie dazuzugehören. Aber der gewünschte Erfolg blieb aus!
Falsche Weichenstellung
Schon im Alter von zwölf Jahren sollten die Weichen für viele Jahre meines Lebens gestellt werden. Und das geschah durch die Besuche einer Tante aus der Großstadt. Gewöhnlich saßen wir Kinder dabei schon wartend, frisch gebadet und in Sonntagskleidern in der Küche. Diese Tante machte auf uns jedesmal den Eindruck, als ob sie von einem anderen Stern kam.
Sie sprach anders, sie roch anders, sie war schmuckbehangen und zeigte uns unzählige Fotos von ihren Weltreisen. Bei einem solchen Besuch hörte ich die Tante zu meiner Mutter folgendes sagen: "Was machst du eigentlich mit dem
Kind? Die ist ja viel zu dick! So kriegt sie doch nie einen Mann!" Das traf mich wie ein Schlag ins Gesicht. Irgendwann wollte ich natürlich einmal heiraten. Das Nächste war ein Blick in den Spiegel! War ich denn wirklich zu dick? Sollte ich mit meiner Mutter darüber sprechen? Nein, lieber nicht! Mein Entschluss stand fest: Ich muss abnehmen! Für die Familie habe ich umso mehr gekocht und gebak-ken. Ich selbst aber aß so gut wie nichts. * Zufallsbild *Es war für mich ein Erfolgserlebnis und ein Hochgefühl, den anderen beim Essen zuzuschauen und selbst zu hungern. Es gab Tage, an denen ich nur ein Stück Brot gegessen habe. Je weniger ich aß, desto stolzer und zufriedener fühlte ich mich. Auf die Bitten meiner Eltern, etwas zu essen, reagierte ich meist aggressiv. Man kann sich nicht vorstellen, dass ich mit 16 Jahren bei einer Größe von 1,75 m nur 47 kg wog.

An meinem sechzehnten Geburtstag überfiel mich eine große Einsamkeit. Ich hatte eine Schachtel Pralinen geschenkt bekommen und wollte eigentlich nur eine einzige davon essen. Ruck-Zuck verschlang ich den ganzen Inhalt der Schachtel. Und das war eine Katastrophe! Ich war total verzweifelt! Panik erfasste mich, jetzt dicker zu werden. Aber ungeschehen konnte ich das ja nun nicht mehr machen. Da kam ich auf eine Idee: Ich könnte ja alles wieder erbrechen! Der Gedanke wurde zur Tat. Das war der Beginn einer verheerenden Ess-Brechsucht, die mein Leben für die nächsten zwanzig Jahre beherrschen sollte. Von diesem Tag an wurden mir Essen und das darauffolgende Erbrechen zum Halt und zur Lösung aller Probleme. * Zufallsbild *Allerdings verlor ich den Bezug zu einem normalen Leben. Anstatt Gefühlen wie Freude, Angst, Schmerz, Schlaf- und Hungerbedürfnis standzuhalten, verdrängte ich all dies. Der Ersatz dafür war maßloses Essen und Erbrechen. An manchen Tagen wiederholten sich diese Anfälle drei- bis viermal hintereinander, oft bis zur völligen Erschöpfung.
Auf der Suche
Nach dem Realschulabschluss begann ich eine vierjährige Ausbildung als Erzieherin. Schon immer hatte ich von einem Leben in der Stadt und von der großen weiten Welt geträumt. Mein letztes Ausbildungsjahr wollte ich deshalb in der Stadt absolvieren. Jetzt würde ich auch zu den "besseren Leuten" gehören! Jetzt würde ich bestimmt das große Glück finden, alles würde schöner, lustiger und besser werden! Zuerst war ich sehr einsam und allein und hatte Heimweh. Mit der Zeit aber lernte ich immer mehr Menschen kennen. Sehr bald mußte ich jedoch erfahren, dass es hinter einer. schönen Fassade oft ganz anders aussieht. Im Grunde genommen war ich auf der Suche nach einem Lebenssinn und Lebensziel. Schon bald hatte die vermeintliche große Freiheit, Kinobesuche, Parties und Ausgehen mit Freunden keinen Reiz mehr für mich. Außerdem war das größte Problem mein verzweifelter Kampf gegen die Ess-Brechsucht, die ich gegenüber allen Mitmenschen geheimhielt. * Zufallsbild *Inzwischen hatte ich klar erkannt, dass diese Sucht keine Lösung für meine Probleme war, sondern mich ruinieren würde.
Nach außen hin war ich zwar fröhlich, engagiert und erfolgreich im Beruf. Oft erhielt ich Einladungen, stand im Mittelpunkt, hatte viele Freunde, fuhr in Urlaub. Glücklich und zufrieden war ich aber nicht. Statt dessen machte sich eine unsagbar große innere Leere bemerkbar.

Jetzt konzentrierte ich mich hauptsächlich darauf, mein Essproblem in den Griff zu bekommen. Was versuchte ich nicht alles: die verschiedensten Diäten, Heilfasten, sieben
Tage Körnerkur, saure Sahne-Zwieback-Diät. Es folgte ein Vollwertkochkurs. Dann kaufte ich mir eine Getreidemühle und stellte meine ganze Ernährung auf Vollwertkost um. Wohin ich auch fuhr, ich schleppte meine Getreidemühle und meine Körner mit. Heimlich jedoch ging es mit meiner Sucht weiter. Nach Festen und Parties verschlang ich die übriggebliebenen Reste oder nahm sie mit nach Hause.

Während dieser Zeit trieb ich sehr viel Sport, besuchte fünfmal in der Woche ein Fitnessstudio, spielte Tennis und ging reiten. Trotz Kleidergröße 36 und 53 kg Gewicht war ich mit meiner Figur nie zufrieden. Nach vielen Kämpfen erkannte ich schließlich, dass ich fremde Hilfe brauchte und suchte einen Psychologen auf. Von nun an ging ich einmal pro Woche zur Psychotherapie. * Zufallsbild *Dabei wurde mein ganzes Leben analysiert und nach den Ursachen meiner Erkrankung geforscht. Es wurde mir klargemacht, dass es nicht leicht sein würde, mein bisheriges Verhalten zu ändern. Weil ich das von ganzem Herzen wollte, zog ich mich komplett aus dem gesellschaftlichen Leben zurück und beschäftigte mich nun nur noch mit mir selbst. Jetzt "gönnte" ich mir auch etwas. Ich ging z. B. allein essen, kaufte mir schöne Kleider und pflegte mich. Ich gewöhnte mir auch an, alles was ich tat zu hinterfragen. Mittlerweile kam ich zu der Überzeugung, dass ich mich in meinem sozialen Beruf zu sehr aufopferte und entschloss mich zu einer Umschulung im kaufmännischen Bereich. Aber schon bald merkte ich, dass mich Büroarbeit auch nicht zufriedener machte. Als mir eine leitende Position angeboten wurde, kehrte ich in meinen alten Beruf zurück. Leider erfüllten sich auch diesmal meine Erwartungen nach Anerkennung, Lebenserfüllung und innerer Zufriedenheit nicht. Außerdem kämpfte ich ja immer noch mit der Bulimie. Zusätzlich zu der bisherigen Psychotherapie ging ich noch zu anderen Ärzten, Heilpraktikern und Wahrsagern. Das wurde nun meine Freizeitbeschäftigung. Etwas Schönes und Frohmachendes kannte ich nicht mehr.

* Zufallsbild *In dieser Zeit lernte ich auch die indische "Lehre vom Leben" (Ayurveda) kennen. Wieder hatte ich etwas gefunden, was Hilfe und Heilung versprach. Jetzt standen Ayurveda-Bücher, indische Kochkunst und Transzendentale Meditation hoch im Kurs. Um mir die ayurvedische Lebensweise anzueignen, fuhr ich weit, um ein Mantra zu erhalten und andere Meditierende zu treffen. Das Meditieren funktionierte aber bei mir nicht. Und auch Ayurveda löste meine Probleme in keiner Weise. Wieder war ich um eine Enttäuschung reicher und um eine Menge Geld ärmer! Die Suche nach Hilfe ging weiter.

Inzwischen waren in Deutschland heiße Diskussionen über das Amalgam und die dadurch möglichen Gesundheitsschäden im Gange. Darauf lenkte ich jetzt meine Aufmerksamkeit. Hatte ich doch viele Amalgamplomben in meinen Zähnen! Also liess ich mir die Zähne sanieren! Diese Amalgamsanierung war dann eine sehr langwierige, teure und schmerzhafte Sache. Grundlegend veränderte sich mein körperlicher und seelischer Zustand auch dadurch nicht.

Aber da stand schon der nächste Versuch in Aussicht. Einige Bekannte machten mir die Toskana mit ihrem italienischen Flair schmackhaft. Es lockten italienische Weine, italienisches Essen, italienische Musik! Also, auf in die Toskana! Vielleicht finde ichja dort mein großes Glück und die Lösung meiner Probleme. Das temperamentvolle italienische Leben machte mir meine Einsamkeit und innere Zerrissenheit nur noch bewusster. Die vielgepriesene Toskana erwies sich als ein Reinfall!
* Zufallsbild *Ein Jahr später wurde ich auf eine Privatinsel in die Karibik eingeladen. Wieder war ich erfüllt von neuen Hoffnungen und Wünschen. Würden sie in Erfüllung gehen? Weit gefehlt! Angewidert vom Lebensstil der sogenannten Reichen und Schönen ergriff ich nach zwei Wochen die Flucht.
In der Klinik
Inzwischen war meine Gesundheit durch die langjährige Mangelernährung und die Ess-Brechsucht schon sehr angegriffen. Ich konnte keine richtigen Mahlzeiten mehr vertragen und ernährte mich fast ausschließlich von Reis, gekochtem Gemüse und Suppen. Im Gegensatz dazu standen die Ess-Brechanfälle, die immer intensiver wurden. Meist lief das so ab, dass ich an manchen Tagen von einer Bäckerei zur anderen, von einem Lebensmittelgeschäft zum anderen fuhr, um wahllos Brötchen, Kuchen, Eis, Süßigkeiten, Chips, Cola, usw. zu kaufen.
Bereits im Auto fing ich an, alles in mich hineinzustopfen. Diese Einkaufstour wiederholte ich oft mehrmals am Tag. Nach solch einem Tag nahm ich mir fest vor, es nie wieder zu tun. Aber dieser Vorsatz hielt nur so lange an, bis ich mich nach einigen Tagen wieder erholt hatte. Dann ging alles wieder von vorne los. Schwachheit, Hilflosigkeit und Verzweiflung nahmen von mir mehr und mehr Besitz. Wer oder was könnte mir denn noch helfen? Wieder zeichnete sich eine andere Möglichkeit ab. Eine meiner Freundinnen, die meinen Zustand erkannte, empfahl mir einen Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik. Diese war auf Essstörungen spezialisiert. Nach vielen Formalitäten und Arztbesuchen erhielt ich dort einen Klinikplatz. Bis zum Aufnahmetag lag aber noch eine lange Wartezeit vor mir. Der Gedanke, aus all dem Elend herauszukommen, liess mich diese schwierige Zeit durchstehen.
Bevor ich den Klinikaufenthalt antrat, lebte ich meine Sucht noch einmal voll aus. Vom ersten Tag des Eintritts in die Klinik habe ich bezeichnenderweise dann nicht mehr gebrochen. Ich sah es als meine allerletzte Chance an, um von dieser entsetzlichen Gebundenheit loszukommen. Alles wollte ich tun, um wieder gesund zu werden und ein normales Leben zu führen.

* Zufallsbild *Während meines Klinikaufenthaltes mußte ich nun ein völlig neues Essverhalten entwickeln. In all den Jahren hatte ichjajegliches Gefühl dafür verloren, was, wieviel, und wann man essen soll. Ich musste auch lernen, beim Essen sitzen zu bleiben und nach dem Essen nicht einfach wegzurennen. Ich musste lernen, mit anderen ein Essen vorzubereiten, gemeinsam einzukaufen, zu kochen, den Tisch schön zu decken und gemeinsam zu essen. Ich mußte lernen, dass ich nicht sterbe, wenn ich zwei warme Mahlzeiten am Tag esse. Es war eine große Überwindung, in der Cafeteria der Klinik einen Kaffee zu trinken und ein Stück Kuchen zu essen.
Neubeginn?
Nach vier Monaten wurde ich aus der Klinik als geheilt entlassen. Nun hieß es, auf mich allein gestellt, all das Gelernte im Alltag zu verwirklichen. Voller Pläne stand ich vor einem neuen Anfang - wie ich meinte. Alles würdejetzt anders werden. In der Klinik mussten wir fünf Mahlzeiten täglich zu uns nehmen. Diese Struktur wurde mir zum Halt und zur Sicherheit. Von jetzt an drehte sich alles darum, wie dieser Rhythmus eingehalten werden kann. Klappte das nicht, käme das einer Katastrophe gleich.

Zu diesem Neubeginn gehörte auch das Kündigen meiner bisherigen Arbeitsstelle und der schönen Wohnung.
Anstelle einer Führungsposition zog ich eine weniger verantwortungsvolle Tätigkeit vor und fand schließlich eine passende Arbeitsstelle in einer Großstadt. Um nicht wieder allein leben zu müssen, machte ich mich aufdie Suche nach einer geeigneten Wohngemeinschaft. Nach langer Suche fand ich ein Zimmer in einem Haus, in dem neun Männer und Frauen zusammenlebten. Die nächste Enttäuschung liess nicht lange auf sich warten. Alkohol und Drogen spielten bei diesen Leuten eine dominierende Rolle, was aufmich abstoßend wirkte. Automatisch wurde ich dadurch zum Außenseiter. Daraus zog ich die Konsequenz und suchte nach kurzer Zeit eine neue Wohnung. * Zufallsbild *Zu all diesen Veränderungen stellten sich nun noch Depressionen und furchtbare Lebens- und Existenzängste ein. Alltägliche Entscheidungen weiteten sich zu einem fast unüberwindlichen Problem aus. Alles, was ich mir vornahm, stellte ich gleich wieder in Frage. Das ging zum Beispiel so weit, dass ich in einem Geschäft ständig Artikel und Preise verglich, um am Ende doch nichts zu kaufen. Der eigentliche Grund für dieses Verhalten war eine unbegründete Angst, zuviel Geld auszugeben.

Die ganzen verworrenen Umstände hatten mir inzwischen sämtliche Kräfte geraubt. Ich war auch nicht mehr imstande, mir wieder eine neue Wohnung einzurichten. Nach drei Monaten fand ich schließlich ein möbliertes Einzimmer-Appartement. Das war genau das Richtige für meine Situation. Von der Kaffeetasse bis zum Bett war alles vorhanden. Ich mußte nur noch meine Kleider mitbringen. Ich atmete auf. Endlich wieder vier eigene Wände! Nun hätte ich eigentlich zufrieden sein müssen. Hatte ich doch für meine Begriffe alles Menschenmögliche ausprobiert: mehrmaliger Berufs- und Wohnungswechsel, zehn Jahre Psychotherapie, psychosomatische Klinik, Ernährungsumstellung, dazu verschiedene Männerbeziehungen und eine gescheiterte Ehe! Diese ganze Palette hatte mir das erhoffte Glück, Heilung von meiner Sucht und einen inneren Frieden nicht geben können. Einen Lebenssinn hatte ich bisher nicht gefunden. Mein ganzes Leben war eine einzige Enttäuschung. Nach all diesen Erfahrungen kam mir immer wieder der Gedanke, ob es nicht besser wäre, diesem Dilemma durch Selbstmord ein Ende zu setzen. Es war nur noch die Frage, aufwelche Weise ich das ausführen wollte.

Bevor es dazu kam, bot sich mir ein letzter Strohhalm, den ich in meiner Verzweiflung ergriff. Meine Schwester, die meinen Werdegang mit seiner ganzen Problematik kannte und mir viel Verständnis entgegengebracht hatte, hielt sich zu dieser Zeit auf der Missionsstation Kwasizabantu in Südafrika auf. Oft telefonierten wir miteinander, und eines Tages schlug sie mir vor, doch auch zu dieser Mission zu kommen. Sicher würde ich dort Hilfe für meine Probleme finden. Sie selbst hätte an diesem Ort erkannt, dass Gott für jeden Menschen einen bestimmten Plan hat und es ein Lebensziel gibt. Das machte mich nachdenklich. Bisher hatte ich Gott aus meinem Leben ausgeklammert. Sollte es doch noch eine Lebenschance für mich geben? Aber wie sollte ich einen Urlaub in Südafrika bewerkstelligen? Eines war mir klar: Wenn ich die Reise unternehme, würde es ein längerer Aufenthalt werden. Zunächst aber plagten mich die üblichen Zweifel. Könnte ich meine so schwer erworbenen Sicherheiten - die Arbeitsstelle mit ihren sozialen Vorteilen, die neue Wohnung - schon wieder aufgeben? Wie würden auch meine Eltern und Bekannten reagieren? Schon hörte ich sie sagen: "Du bist ja verrückt! Was willst du denn in Afrika?" Nach langem Ringen kam ich zu dem Resultat, dass ich eigentlich nichts mehr zu verlieren habe. Schlechter konnte es mir wirklich nicht gehen. Umbringen könnte ich mich dann immer noch, wenn ein Aufenthalt in Südafrika auch nicht das bringen würde, was ich mir erhoffte.
Die Rettung
Ein langes Telefongespräch mit meiner Schwester brachte Klarheit: Ich gehe nach Südafrika! Bei diesem Gedanken empfand ich plötzlich einen nie gekannten tiefen Frieden und große Freude. Alle Ängste und Zweifel waren wie weggewischt. Auch fiel es mir nicht schwer, alle notwendigen Dinge zu erledigen. Ich verkaufte sogar mein Auto. Dann besorgte ich mir ein Jahresticket für eine Reise nach Südafrika. Was würde mich dort erwarten?

Auf der Missionsstation Kwasizabantu angekommen, dauerte es nicht lange, um festzustellen, dass dies ein besonderer Ort ist. Ein Ort, wo Menschen voller Liebe und Achtung miteinander umgehen. Ein Ort, wo Kinder noch nach biblischen Wertmaßstäben erzogen werden und Achtung vor Erwachsenen haben. Ein Ort, wo Gottes Wort klar und verständlich gepredigt und auch im Alltag danach gelebt wird. Diese Lebensweise erlebte ich tagtäglich während meines Aufenthaltes. Vom ersten Tag an erfuhr ich eine bis dahin in dieser Weise nie erfahrene Liebe und Gastfreundschaft. Sofort fühlte ich mich als Mensch vorbehaltlos angenommen. Das hat unter anderem dazu beigetragen, dass Jesus in meinem Leben wirken konnte. Er begann nun damit, mir meine Vergangenheit wie in einem Film vor Augen zu führen. Er zeigte mir, dass ein Leben ohne ihn ins Verderben führt, ein Leben mit ihm aber Frieden, Freude, Zufriedenheit und Erfüllung mit sich bringt. Er liess mich erkennen, dass ich durch sein Erlösungswerk auf Golgatha Erlösung und einen Neuanfang erhalten kann. Dieses Angebot wollte ich annehmen. Durch hilfreiche seelsorgerliche Gespräche konnte ich mit Gottes Hilfe mein Leben in Ordnung bringen. Ich durfte Vergebung meiner Sünden und eine vollkommene Befreiung von meiner Gebundenheit erfahren. Von jetzt an war es mein Verlangen, Jesus als meinem Retter und Erlöser zu folgen.

Mit diesem endgültigen Neuanfang gab es neben vielen anderen Veränderungen auch eine positive Wende in der Beziehung zu meinen Eltern und Geschwistern.

Mein Herz ist voll Dank dem himmlischen Vater gegenüber,
dem kein Ding unmöglich ist, dass er mir das Leben noch einmal neu gab -
dass er mich aus dem Sumpf der Sucht befreite -
dass er mir völlige Gesundheit schenkte -
und der mir durch sein Wort und seine Verheißungen Halt und Sicherheit für mein Leben gibt.
Als eine dem sicheren ewigen Tod Geweihte stehe ich nun auf einem festen Fundament:

JESUS CHRISTUS! IHM ALLEIN DIE EHRE!

Aus dem Buch undefined"Wo ist ein Gott, wie du bist?" Band 3

Vom Staatsbankrott über den Lebensbankrott zur Wende

Der kleine Dieter war ein gern gesehener Junge. Als erstes Kind sozialistischer Landarbeiter kam er 1954 zur Welt und wuchs in einem mecklenburgischen Dorf auf. Seinen Eltern und den Nachbarn machte der kleine Junge Freude: Er grüßte immer freundlich und war ein nettes Kind. Dieter erinnert sich noch ganz gut an jene Zeit:* Zufallsbild *
"Als ich ein kleiner Junge war, liebte ich den Herrn Jesus von ganzem Herzen. Meine Großmutter war eine Frau, die ein Gebetsleben führte, und auch meine Mutter glaubte an den Heiland. Allerdings tyrannisierte ich meine Eltern schon als Kleinkind mit Schreien und Bockigkeit. Sie mußten wegen mir viel leiden.

Als ich in die Schule kam, durfte ich den christlichen Unterricht für Kinder im Pfarrhaus besuchen. Hätte nicht alles gut gehen können? Nein! Ich war etwa 10 Jahre alt, als die Kommunistische Partei, die SED, in unser Dorf kam. Da erklärte mein Vater, er war ein Kommunist: â€Å¡Jetzt ist Schluß mit der Kirche! Jetzt gehen wir in die Partei. Gott gibt es sowieso nicht!' Und damit war meine christliche Ära beendet.

Als der sogenannte Sozialistische Frühling angebrochen war, wurde ich Mitglied der FDJ. Wie machte sich ein solch seltsamer Frühling bemerkbar? Zunächst erkannte man ihn an den roten Fahnen und an den Transparenten. Vor der Friedhofsmauer stand eine Bretterwand. Darauf war zu lesen: â€Å¡Kommt alle raus zum 1. Mai!' - â€Å¡Jeder volle Sack ist ein Schlag gegen die Bonner Ultras' (CDU/CSU).

* Zufallsbild *Die Bauern waren nun Genossenschaftsbauern und arbeiteten gemeinschaftlich Hand in Hand -wie es im Geschichtsunterricht hieß- auf den großen Feldern. Auf Verlangen der â€Å¡Partei der Arbeiterklasse' waren diese ehemals privaten Felder mehr oder weniger â€Å¡freiwillig' zusammengelegt worden. Die Erziehung der Kinder in den Kindergärten und Schulen wurde von der kommunistischen Ideologie und Moral bestimmt. So geriet auch ich unter den Einfluss der SED. Sie hatte das Sagen im Dorf und der Einfluß der Kirche wich immer mehr. Statt in das alte Pfarrhaus ging ich nun in den Versammlungsraum der FDJ. Statt dem Singen frommer Lieder und dem Hören auf Gottes Wort waren jetzt Beatmusik und heiße DDR Schlager aus der Musikbox dran. Zigaretten, Alkohol, Tanzen und Flirten wurden zu meinem neuen Lebensinhalt.

Mit 14 Jahren hatte ich den Herrn Jesus vollkommen vergessen, aber der Herr Jesus hatte mich nicht vergessen! Dann kam der Tag meiner sozialistischen Jugendweihe. Die Partei hatte die Konfirmation in die kommunistische Weihe umfunktioniert. Dabei schwor ich dem Regime ewige Ergebenheit und Treue.
An diesem Tag, an dem der Alkohol in Strömen floß, habe ich das Schnapstrinken und Rauchen gelernt. Das Ergebnis war, daß mir zum ersten Mal so richtig schlecht wurde. Von da an begann ich heimlich zu rauchen und zu trinken, bis es schließlich zur Gewohnheit wurde.* Zufallsbild *

Ich nahm so zu, daß ich bald 110 kg auf die Waage brachte. Man muß sich einmal vorstellen, wie ein 15 jähriger Junge mit solch einem Gewicht aussieht! Durch meine äußere Erscheinung fühlte ich mich unwohl und von allen benachteiligt. Auch meine schulischen Leistungen wurden schlechter. Trotz strengstem Verbot soff und qualmte ich in der Schule und plagte meine Lehrer mit üblen Streichen, Lügen und Ungehorsam. Kurz vor dem Abitur mußte mein Vater mich sogar wegen einer Alkoholvergiftung von der Schule abholen! Welch ein Wunder: trotz allem hatte man mich nicht von der Schule verwiesen!

Aber das blieb nicht das einzige düstere Kapitel in meinem Leben. Jetzt kam die Tanzmusik dazu. Während der Schulzeit spielte ich in einer Band mit und da ging's erst richtig rund. Zu allem Übel machten sich Geltungsdrang, Geldgier, Hurerei und Vergnügungssucht breit. In meinem Leben stimmte es nicht mehr."

* Zufallsbild *Gescheitert
Wie ging es mit Dieter weiter? Nach der Armeezeit 1976 heiratete er und glaubte, daß er seiner Frau auf lebenslang treu bleiben könnte. Die Musik hängte er zunächst an den Nagel und bekam durch Beziehungen einen gut bezahlten Posten. Auf Kosten der Partei konnte er bei voller Bezahlung noch das Staatsrecht der DDR studieren. 1977 wurde seine erste Tochter geboren.

Nach der Geburt seiner zweiten Tochter im Jahr 1980 machte er auch schon wieder in einer Band mit. Es sah so aus, als ob er vor der Verantwortung als Familienvater fliehen wollte. Immer tiefer geriet er in den Schlamm der Sünde. Mehr und mehr litt das Familienleben, bis die Ehe schließlich nach sechs Jahren zerbrach. Er ließ sich scheiden. Dieter erinnert sich: "Eltern, Schwiegereltern, Frau und Kinder haben alle geweint und vor mir auf den Knien gelegen und gebettelt: â€Å¡Bleib doch hier!' Aber ich habe das mißachtet und bin gegangen. Ich wollte in die Welt hinaus, es hatte nicht gereicht, um meinen Lebensdurst zu stillen." Die Not meiner Angehörigen war unvorstellbar gross.

* Zufallsbild *Ich werde nie vergessen, wie es war, als ich kurz nach der Scheidung aus beruflichen Gründen in die kleine Stadt mußte, in der meine Familie wohnte. Meine Töchter waren erst sechs und zweieinhalb Jahre alt. An jenem Tage mußte ich das Dienstauto in der Nähe des Marktplatzes parken. Plötzlich ertönte eine sich vor Freude überschlagende Kinderstimme: â€Å¡Papa, Papa, Papa!' Es war meine Große! Wie vom Blitz getroffen blieb ich stehen. Sie riss sich von der Hand ihrer Mutter los und stürmte auf mich zu. Fast rannte sie mich um, als sie mir strahlend vor Glück in die Arme sprang. Meine jüngere Tochter streckte mir ihre Ärmchen aus dem Kinderwagen entgegen. Mit Tränen in den Augen schaute die Mutter zu. Dieses Erlebnis zerbrach mir das Herz, aber es bewirkte keine Sinnesänderung in mir. Ich machte mit meinem abscheulichen Lebensstil weiter und jagte von einem Vergnügen zum anderen. Es war grauenhaft.

Als Funktionär und Konstrukteur im kommunistischen Staatsapparat der DDR hatte ich Einblick in die sozialistische Arbeitsmoral. Niemand tat etwas; alle warteten, bis der Chef kam. Die Leute wußten nicht, warum sie mehr tun sollten, als nötig. So kam es z.B. vor, daß wir in der Landwirtschaft die Maschinen einfach abstellten und das Getreide blieb auf dem Halm.

Der Sozialismus in der DDR hat versuchte, eine Jugend ohne Gott zu erziehen. Ich habe viele dieser Jugendlichen gesehen, die in große Not geraten sind. Die meisten von ihnen wußten 1989 nach dem Zusammenbruch der DDR nichts mehr mit sich anzufangen. Sie befanden sich in einem großen geistigen Vakuum. An dieser Stelle ist auch zu erwähnen, daß die SED, deren Mitglied ich war, öffentlich Rechenschaft über meinen Ehebruch forderte und mir eine Parteistrafe erteilte. Aber auch das brachte mich nicht zur Einsicht. Inzwischen lebte ich nämlich in einer wilden Ehe. Aber auch diese Verbindung brach bald auseinander.* Zufallsbild *

1989 ging ich eine neue Beziehung mit einer anderen Frau ein, die ich vier Jahre später heiratete. Aber auch diese Ehe scheiterte nach wenigen Jahren, und es kam zur zweiten Scheidung."

Neuanfang im Westen
Mit dem Fall der Mauer wurde Dieter zum Staatswissenschaftler ohne Staat. Er ging in den Westen um dort sein Glück zu suchen und bekam eine Anstellung im Außendienst einer Vertriebsfirma. Aber auch hier ging es im alten Stil weiter. Wieder drehte sich alles um Geld, Vergnügen und Karriere.

Keine Sünde war ihm fremd. Sein Alkoholbedarf stieg enorm an. Drei bis viermal pro Woche war er total betrunken. Nach drei Jahren landete Dieter in einem totalen Tief:
"In meiner Einsamkeit überfiel mich große Furcht und ich fing an Gott zu suchen. Wie sollte ich ihn aber finden? War ich doch der Hurerei, dem Alkohol und vielen anderen Sünden verfallen. Inzwischen hatte ich einen Posten als Nachtwächter und hatte dadurch viel Zeit zum Lesen.

Ich verschlang Bücher mit den unterschiedlichsten Themen, von Psychosomatik bis Psychotherapie, von undefinedAstrologie bis undefinedHomöopathie, von Hinduismus bis undefinedBuddhismus. So geriet ich in die Fänge des undefinedOkkultismus.* Zufallsbild *

Für mehrere tausend Mark absolvierte ich sogar eine einwöchige Reinkarnationstherapie bei einem Heilpraktikerehepaar. Während dieser Therapie stürzte ich von einem psychischen Hoch in das nächste. Von da an war ich gewissermaßen süchtig nach dem Okkulten, es faszinierte mich. Ich dachte daran, undefinedHeilpraktiker oder Astrologe zu werden.
Bald begann ich auch damit, mir selbst und anderen undefinedTarot-Karten zu legen und zu deuten. So habe ich viel studiert, aber eigentlich nichts hat mich in meinem Suchen weiter gebracht. Zu alledem konnte ich nur mühsam meinen Lebensunterhalt verdienen. Bald saß ich auch ohne Wohnung und ohne Ziel in einem alten geliehenen Auto auf der Straße."

Kursänderung
Jetzt war Gottes Zeit gekommen, um in Dieters Leben einzugreifen: "1997 fand ich schließlich eine Arbeit in Berlin. Hier traf ich ein Ehepaar wieder, das ich drei Jahre nicht gesehen hatte. Mein Freund Dirk begrüßte mich mit strahlendem Gesicht und als ich das Wohnzimmer betrat, saß da seine Frau Ursula mit einem Baby auf dem Arm. Ich war total überwältigt, denn, als ich meine Freunde das letzte Mal gesehen hatte, war das auf einer Party. Ursula, wie eine Modepuppe, Minirock, gestylte Haare, geschminkt! Und Dirk war wie ich: Trinker und Raucher.

Ich wußte, daß sie sich damals scheiden lassen wollten. Aber was ich nun sah, war etwas völlig anderes. Ursulas Gesicht strahlte Ruhe und Geduld aus. Sie trug ein langes, geschlossenes Kleid und das kleine, einjährige Kind saß brav und still ohne Quengelei auf ihrem Schoß. Es roch auch so sauber hier - ich dagegen stank nach Qualm. Ich rauchte wie ein Schlot - Ursula und Dirk hatten, wie ich erst jetzt erfuhr, schon seit zwei Jahren damit aufgehört. Hier mußte etwas einschneidendes geschehen sein! Das war mir sofort klar. Die Scheidung hatte offensichtlich nicht stattgefunden, und statt dessen war Frieden, Liebe, Ruhe und ein Baby ins Haus gekommen. Nach diesem ersten Besuch fragte ich mich: ,Was haben die beiden, was mir fehlt?' Ich empfand ein Sehnen in meinem Herzen. Es zog mich wieder zu dieser Familie hin. Und nun erfuhr ich das Geheimnis dieser wunderbaren Veränderung. Meine Freunde erzählten mir, daß sie ihr Leben Jesus ausgeliefert hatten. Jesus hatte ihre Ehe vollkommen geheilt.* Zufallsbild *
Von da an traf ich mich öfter mit meinen Freunden und traf auch andere Gläubige. Von der Art, wie sie lebten und wie sie miteinander umgingen, war ich begeistert. Ich hatte das Verlangen, zu ihnen zu gehören. Vor kurzem hatte ich noch vor, mich einer buddhistischen Gruppe in Berlin anzuschliessen. Doch als ich diese Leute erlebte, gab ich meinen Plan auf.

Eines Tages wurde ich von ihnen zum Gottesdienst eingeladen. Bedauerlicherweise verstand ich kein Wort von der Predigt - ich war nämlich eingeschlafen. Aber dann folgte drei Tage später eine spezielle Predigt für mich. Ich wollte gerade in meinem Hotel frühstücken und mir eine Zigarette anstecken. In diesem Augenblick sagte eine innere Stimme zu mir: â€Å¡Dieter, willst du das dem Herrn Jesus antun?' Ich war so erschrocken, dass ich die Zigarette ausmachte und wegwarf. Das war meine letzte Zigarette. Ich habe seither nie wieder geraucht. Nachdem ich die Gemeinde meiner Freunde kennengelernt hatte, erfaßte mich ein tiefes Verlangen, mein altes Sündenleben ans Licht zu bringen und neu anzufangen. Ich ging zu einer seelsorgerliche Aussprache und habe über mein verdorbenes Leben gründlich Buße getan. Jesus Christus hat mir alle meine Sünden vergeben. Von diesem Tag an war es Schluß mit Frauengeschichten, mit Lügen, mit Bosheit und mit dem undefinedOkkultismus. Alle okkulten Bücher landeten im Feuer und meine CD"s im Mülleimer. Das waren immerhin Werte von mehreren Tausend Mark.

* Zufallsbild *Jetzt bin ich wirklich befreit und glücklich, mein Leben hat einen Sinn bekommen.
Aber ein Problem war noch ungeklärt. Das wurde mir an einem Novembermorgen deutlich, als ich meine Bibel aufschlug. Ich las die Geschichte vom verlorenen Sohn in Lukas 15,11 ff. Danach war mir klar, daß ich wie der verlorene Sohn zu meinem Elternhaus zurückkehren und mich entschuldigen mußte. Der Gedanke daran erweckte in mir Unbehagen, und so schrieb ich erst einmal einen Brief. Dann fuhr ich zu meinen Eltern, legte den Brief auf den Küchentisch und verschwand schnell, wieder. Nach einem Tag kam ich zurück und da stand ich nun vor meinem Vater. Meine Mutter brach das Schweigen und forderte meinen Vater auf: â€Å¡Nun nimm doch deinen Sohn schon in die Arme'. Da schloß mich mein Vater in die Arme, so wie er es getan hatte, als ich noch ein kleiner Junge war: â€Å¡Mein Sohn, ich verzeihe dir!' und meine Mutter fügte hinzu: â€Å¡Wir haben dir doch schon lange verziehen!' Oh, welch eine Freude durchströmte unsere Herzen! Dieses Geschehen ist eine der wichtigsten und schönsten Kostbarkeiten, die mir der Herr Jesus geschenkt hat. Ich durfte Frieden mit meinen Eltern schließen und die Liebe Jesu hat die Sohn - Elternbeziehung erst richtig schön gemacht. Allein dafür kann ich Gott nicht genug danken. Der nächste Schritt war dann das Schreiben eines Briefes an meine erste Frau, die Mutter meiner Kinder. Wir sprachen dann telefonisch miteinander und auch hier geschah es, daß mir meine Frau und die Kinder verziehen haben. Ich könnte noch viel berichten, wie der Herr Jesus in meinem Leben gewirkt hat und wieviel Freude er mir geschenkt hat. Ich kann nur sagen: Ein Leben mit IHM lohnt sich!

Aus dem Buch undefined"Wo ist ein Gott, wie du bist" Band 2

Buchvorstellung

Anhand von 500 Beispielen werden rund 150 okkulte Bewegungen erläutert. Als Nachschlagewerk gibt das Buch klare Wegweisung im okkulten Chaos unserer Zeit und enthält ein umfangreiches Kapitel über die Befreiung aus okkulten Bindungen. Ergänzungsband zu "Seelsorge und Okkultismus.

832 Seiten, 25,- €

Menschen berichten...

Auf dem schmalen Weg kam Lydia an eine Stelle, wo drei Männer dabei waren, unentwegt andere Pilger in schwarze Särge zu legen. Es wurde Lydia deutlich gemacht: das sind Gläubige, die über die Sünden der anderen reden, die kritisieren, verurteilen, verdammen; Gläubige, die andere abschreiben und "beerdigen" und dabei ihr Ziel verfehlen. Sie konnten auf dem schmalen Weg nicht weiter gehen...

Aus dem Buch "undefinedIm Paradies"

Erweckung

"Wir haben gerade so viel Religion, wie wir Gott haben. Die Zunahme der Religion und ihre Erweckung bedeutet nichts anderes, als mehr von Gott in unser Herz und unser Leben, mehr von Gottes Willen, mehr von Gottes Gegenwart und mehr von Gottes Kraft zu bekommen. (Andrew Murray in "The Prophet Priest")

Zitat Dr. Koch

"Ich fand in der Seelsorge noch keinen, der bei einer okkulten Belastung ohne die Hilfe der Beichte frei geworden wäre."