Gottes Wunder in Korea

Diese Überschrift trägt das Monatsblatt "World-wide Impact", September 1974.
Es ist das Organ der internationalen Evangelisationsbewegung "Campus Crusade", gegründet und geleitet von Dr. Bill Bright. * Zufallsbild *Ich weiß nicht, ob mich jemals ein kirchliches Blatt geistlich so gepackt hat wie diese Ausgabe über die dritte Welle der Erweckung in Korea. Ich danke Dr. Bright, daß er mir durch sein Büro dieses Heft hat zusenden lassen. Wenn ich schon durch den gedruckten Bericht innerlich so bewegt bin, wie mögen es erst die Teilnehmer sein, die einmütig bekennen: Wir erlebten die Herrlichkeit Gottes, die Gegenwart Jesu und einen Einbruch des Heiligen Geistes.
1973 war der große Feldzug Billy Grahams in Korea mit Besucherzahlen, die bis dahin in der Geschichte der Evangelisation unbekannt waren. Vielleicht haben manche gedacht, das mag mit der Person von Billy Graham zusammenhängen, der in Korea sehr beliebt ist. Diese Schlußfolgerung ist nicht gerechtfertigt. Der Kongreß vom 14. bis 18. August 1974 zog noch mehr Koreaner an. * Zufallsbild *Nach den amtlichen Schätzungen der Polizei und den wissenschaftlich fundierten Berechnungen umfaßte die größte Veranstaltung bis zu eineinhalb Millionen Menschen. Auch hier muß man sich vor einem Zahlenrausch hüten. Es gibt nur eine Erklärung: wie Gottes Wolke über der Stiftshütte in der Wüste lagerte, so lag die Herrlichkeit Gottes über dieser Konferenz und über ganz Südkorea.
Welche Art von Kongreß war es? Das Ziel des Kongresses war ein Seminar über aktive, praktizierende Jüngerschaft Jesu. Der Präsident des Kongresses, Dr. Joon Gon Kim, formulierte es mit folgenden Worten: to provide intensive discipleship training for Christians.
Die mit der Durchführung der Konferenz entstehenden und verflochtenen Probleme wuchsen ins Gigantische. Es erfolgten 323 400 Anmeldungen aus 78 Ländern.
* Zufallsbild *Man vergleiche einmal diese Menschenmenge mit den Kongressen von Billy Graham. 1966 waren wir in Berlin 2000 Delegierte und Beobachter. In Lausanne war die Teilnehmerzahl rund 4000. In Seoul 8omal soviel Delegierte wie in Lausanne! Und Seoul hat nicht die Fülle von Verkehrsmitteln und Privatwagen wie die Schweiz.

                           Unterbringung und Versorgung

Vier Wochen vor Beginn der Konferenz, hatten die leitenden Organisatoren noch nicht alle erforderlichen Quartiere. Zwar sollten alle verfügbaren Hotels belegt werden. Sie reichten aber nur für die Hälfte der ausländischen Delegierten, also für rund 1500 Teilnehmer. Wohin mit den übrigen 322 000? 44 000 konnten in der speziell für die Konferenz errichteten Zeltstadt untergebracht werden. Für die übrigen brauchte man aber noch rund 3000 Schulräume. Vier Wochen vor Beginn lag nur die Genehmigung für 944 Klassenräume vor. 2000 Räume fehlten noch. Wie die beschaffen?
Die Koreaner kennen ein Geheimnis, das sie seit Jahrzehnten praktizieren. Sie machen es Jesus nach, von dem es in Lukas 6, 12 heißt: "Er blieb über Nacht im Gebet."
* Zufallsbild *Die bedrängten Brüder breiteten ihr Anliegen vor dem Herrn aus. An einem Morgen knapp vor der Konferenz erhielten sie bei einem Telefonanruf 2000 weitere Schulräume bewilligt. Gebe man sich aber keinen falschen Vorstellungen hin. Betten gibt es in Schulräumen nicht. 176 000 Delegierte schliefen auf dem Boden.
Neben den Transportfragen und der medizinischen Versorgung war das Hauptproblem, täglich 323 000 Menschen mit je drei Mahlzeiten zu speisen. Also keine Speisung der 5000, oder 50 000, sondern 323 000. Wer das nicht miterlebt hat, kann sich das nicht vorstellen.
Ein Stab von 380 Küchenhelfern arbeitete von morgens 5 Uhr bis spät abends. 12 000 Zentner Reis, 3000 Zentner Gemüse, 3,6 Millionen Brote wurden in 5 Tagen zugerichtet. Mammut-Dampfkessel mußten beschafft werden, um diese Mengen zu verarbeiten.
* Zufallsbild *Wie kamen die finanziellen Mittel für die ungeheuren Kosten zusammen? Neben den Spenden der Freunde des "Campus Crusade" in USA und anderen Ländern lag die Hauptlast doch auf den Schultern der koreanischen Gläubigen. Hunderte von Familien gaben den Zehnten ihres Reises für die Versorgung der Delegierten. Andere opferten Monate hindurch jeden Tag eine Mahlzeit.. Zwanzig Studenten meldeten sich als Blutspender und gaben die erhaltene Vergütung für die Konferenz.
Die äußere Organisation überschritt die Kräfte der dafür bestimmten Männer. Sie erklärten schon vor Beginn: "Es ging weit über unsere Kraft und Vermögen. Kein Mensch und keine Organisation", so sagte Nils Becker, einer der leitenden Brüder, "war dem Ausmaß dieser Riesenkonferenz gewachsen." Wie kam es, daß doch alles so wunderbar klappte? Die Koreaner kennen das geheime Wunderöl, mit dem sie das Räderwerk aller Veranstaltungen schmieren - wir kennen es auch. Ob wir es aber praktizieren wie die koreanischen Christen?
Seit Sommer 1973, seit dem Graham-Feldzug, beteten Abertausende von Christen für diese Konferenz. * Zufallsbild *Etwa dreißig Christen beteten und fasteten vierzig Tage. Man hat das Mose (2. Mose 34, 28) und Jesus (Matth. 4, 2) abgeguckt. Vater Daniel, von dem ich in "Jesus auf allen Kontinenten" berichtete, übte das auch. Ich kenne keinen Christen im Westen, der dazu die geistliche und körperliche Kraft aufbrächte. Ich rate es auch nicht. Eine Missionarin, die das in Israel durchführen wollte, brach am 12. Tag zusammen, wurde noch ins Hospital gebracht und starb. Man muß dazu einen inneren Auftrag haben. Seltsam, daß er aber koreanischen Christen gegeben ist.

                                          Der geistliche Verlauf

Bill Bright gab die eröffnende Botschaft über die Frage der Heilsgewißheit. Ein Chor mit 8000 Sängern umrahmte die Verkündigung. Nach dem Aufruf zu einer Entscheidung für Christus folgten Zehntausende der Aufforderung.
Schon die erste Nacht offenbarte wiederum die gottgewirkte Eigenart der koreanischen Christen. Abertausende blieben von abends elf Uhr bis morgens halb sechs Uhr im Gebet. Das blieb so die ganze Konferenz über. Da es den Christen in Europa unwahrscheinlich vorkommt, gebe ich die entsprechenden Sätze in "World Impact" wieder:
"The Korean Church is a praying church holding many all night prayer meetings. Tens of thousands of Korean Christians have been praying for a spiritual awakening in our country for three decades . . . Every night at our Conference, whether clear or cloudy, hundreds of thousands of delegates remained on Yoi-Do Plaza for all night prayer vigils." * Zufallsbild *In der deutschen Übersetzung heißt das: Die koreanische Kirche ist eine betende Kirche, die viele ganznächtlichen Gebetsversammlungen abhält. Drei Jahrzehnte lang haben Zehntausende von koreanischen Christen um eine Erweckung in unserem Lande gebetet. . . Bei unserer Konferenz nun haben Hunderttausende der Delegierten die Nacht über im Gebet auf dem Yoi-Do-Platz zugebracht."

Derartige Gebetsversammlungen sucht man im Westen vergeblich. Die Koreaner haben nicht umsonst gebetet. Was sie vom Herrn erflehten, eine neue Erweckung, ist eingetroffen. Korea hat in diesem Jahrhundert schon den dritten gewaltigen geistliehen Aufbruch. Die Amerikaner und Koreaner nennen es sogar: Explosion, ein Wort, das uns kalten Deutschen für geistliche Vorgänge nicht liegt.
Die Botschaften bekannter Männer Gottes wurden durch neun Dolmetscher weitergegeben. Die Hauptlast der Vermittlung in viele Sprachen wurde von einem Team des Manila-Senders bewältigt. Dieser Sender erreicht eine Milliarde Menschen und strahlt das Evangelium in 73 Sprachen aus. Ein Radioteam faßte die Tagesbotschaften der "Explo 74" - wie diese Konferenz genannt wird - zusammen und gab sie in Asien weiter. Ferner wurden diese Zusammenfassungen innerhalb von 24 Stunden von einem ebenso starken Sender in San Franzisko ausgestrahlt. So konnte die ganze Welt an dieser neuen Erweckung teilnehmen.
* Zufallsbild *Einzelheiten zu geben, geht über den Rahmen dieser kurzen Darstellung hinaus. Die Konferenzteilnehmer waren von früh bis spät entweder in der Schulung unter dem Wort oder in praktischer Ausübung. An regulären Schlaf dachten nur wenige. Alle waren erfüllt von dem Geist, der die Riesenversammlungen durchwehte.
In dem Bericht von Dr. Kim, dem Präsidenten der Konferenz, heißt es, daß 274 000 Teilnehmer schriftlich bestätigten, daß sie eine Entscheidung für Christus getroffen haben. Dr. Kim erklärte auch, daß es in der Geschichte der Christenheit keine geistlichen Ereignisse von diesem Ausmaß gäbe. Den heimziehenden Delegierten wurde als Missionsauftrag mitgegeben, daß jeder die Patenschaft für zehn nichtchristliche Koreaner übernehme und sie für Christus zu gewinnen suche.
Der geistliche Führer der japanischen Delegation war der bekannte Evangelist und Direktor der "Total Mobilisation Evangelism" in Japan, Dr. Akira Hartori. Ich erwähne ihn, weil ich auf seine Einladung hin nördlich von Tokio einige Vorträge hielt. Er sagte abschließend über die Konferenz folgendes: "Es war tatsächlich ein Einbruch des Heiligen Geistes. Jemand sagte, diese Konferenz sei das größte Ereignis seit dem ersten Pfingstfest gewesen. Ich glaube es."
* Zufallsbild *Für mich, der ich diesen kurzen Bericht niederschrieb, ist es außerdem eine Vorerfüllung von Sacharja 12,10: "Ich will ausgießen den Geist des Gebetes." Was Gott hier in Korea getan hat, wird er auch einmal noch vermehrter an Israel tun.

Inzwischen hat Gott in einer anderen Ecke der Welt ein Feuer des Heiligen Geistes angezündet. Seit 12 Jahren ist auf Sizabantu in Südafrika eine Erweckung geschenkt worden, die urchristliche Züge besitzt. Einige Veröffentlichungen informierten seit vier Jahren die Christenheit Europas und Nordamerikas.

Buchvorstellung

Das Standardwerk zur Seelsorge in der 28. Auflage.

Eine Auseinandersetzung der seelsorgerlichen Fragestellungen mit den psychologischen, parapsychologischen und medizinischen Grenzgebieten.

Das Buch ist in viele Sprachen übersetzt und wird als Textbuch an zahlreichen Universitäten aller Kontinente benutzt.

688 Seiten, 25,- €

Menschen berichten...

Als ich meinem letzten Meister, Gerhard Taschner, von meinen Depressionen erzählte, gebot er mir, eine Zeitlang keine Musikstücke von Robert Schumann zu spielen, der ja ein hochgradiger Spiritist war und seine Kompositionen durch den direkten Verkehr mit sechs Geistern empfing...

Aus dem Buch "undefinedMusik unter der Lupe"

Gehört aber nicht Opposition dazu, wenn Gott ein Feuer anzündet? Wenn eine Erweckung keine Widersacher hat, dann ist das keine echte Erweckung.
Dr. Kurt E. Koch

Zitat Dr. Koch

"Wer seinem Horoskop verfällt, verliert die Freiheit seiner Entscheidungen."