Mediale Affinität

Ein Medium ist eine Kontaktperson zwischen Unbekanntem und Bekanntem, zwischen dem Übersinnlichen und dem Sinnlichen, zwischen der Sphäre der bösen Geister und den vorwitzigen Menschen.

Affinitas = enger Zusammenhang, Kontakt, Verwandtschaft usw. Wir können den Ausdruck mediale Affinität auch mit "mediale Kontaktfähigkeit" übersetzen.

Eine 54jährige Beobachtung dieses Problems zeigte mir, daß in den allermeisten Fällen die mediale Kontaktfähigkeit unbewußt ist.

Das hängt damit zusammen, daß der Sitz der medialen Kräfte nicht im Bewußtsein, sondern im Unbewußten liegt. Hunderttausende von Menschen sind medial veranlagt, ohne es zu wissen.

Die ausführliche Beschreibung des Medialen würde Bände füllen. Einiges ist in "Medialität aus der Sicht der Seelsorge" Teil II der undefined"Seelsorge" dargestellt.

Wie schon in einem anderen Kapitel gesagt wurde, stammt die Medialität aus drei Wurzeln: Vererbung - Übertragung - undefinedmagisches Experimentieren.

1. Der mediale Bereich

* Zufallsbild *Die Medialität hat eine große Spannweite. Als bei der Uri-Geller-Show sich bei den Zuschauern ebenfalls die Gabeln verbogen, wurde die unbewußte mediale Veranlagung der Zuschauer von der ebenfalls unbewußten oder bewußten Medialität undefinedUri Gellers angezapft und mitbenützt.

In den Versammlungen von William Branham, dem undefinedspiritistischen Heiler aus Arizona, konnte der Redner exakt angeben, welche Krankheit der einzelne hatte, oder in welcher Reihe und auf welchem Platz der Patient saß. Das geschah durch den medialen Kontakt.

Wenn in einer spiritistischen Sitzung ein Medium Phantome von "Verstorbenen" zeigt und die eigene mediale Kraft nicht ausreicht, dann werden die medial veranlagten Teilnehmer angezapft und ihre mediale Kraft mitbenützt.

Medial veranlagte Menschen werden von medial aktiven Kreisen angezogen, also von mystischen Kulten, von spiritistischen Zirkeln, von extremen Schwarmgeistern, von unbiblischen Sekten und Strömungen.

Es gibt extreme Pfingstgemeinden, die geradezu ein Eldorado medialer Menschen sind. In vielen Fällen ist die Medialität religiös überlagert wie z. B. in den sogenannten neu charismatischen Strömungen.

Zum wiederholten Male betone ich, daß es in diesen Kreisen auch echte, treue Kinder Gottes gibt, vor denen ich die größte Hochachtung empfinde. Sie gehören aber nicht in diese extremen Kreise hinein.

2. Der ethische Charakter des Medialen

* Zufallsbild *Da Medialität ihren Sitz im Unbewußten hat, steht sie immer im Gegensatz zu einer bewußten Christusentscheidung. Medial veranlagte Menschen haben es außerordentlich schwer, Jesus Christus als ihren Herrn anzunehmen.

Medialität kommt aus der undefinedZauberei der Vorfahren oder der eigenen Zauberei. Sie stellt eine Belastung dar. Affinität heißt nicht nur Kontaktfähigkeit, sondern auch Haftvermögen. Der mediale Mensch haftet unbewußt, manchmal auch bewußt an den Greuelsünden der Vorfahren oder an den eigenen Zaubereisünden oder steht unbewußt in einem medialen Kreis aller medial veranlagten Menschen seiner Verwandschaft und Umwelt.

* Zufallsbild *Dieses Haftvermögen an das undefinedOkkulte ist ein großes Problem auf den Missionsfeldern und in der Seelsorge im Zusammenhang mit den Evangelisationen. In okkult verseuchten Gebieten wie Los Angeles, Haiti, Rio de Janeiro, Lüneburger Heide und tausend anderen Plätzen ist die Seelsorge derartig schwer, daß dem Evangelisten davor graut.

Die mediale Affinität ist der Nährboden für das Entstehen der verrücktesten Sekten, Kulte und Logen. Darum ist Los Angeles so reich an diesen Sumpfblüten aus dem Moor Satans.

Zwischenruf:
Magie ist die Urrebellion vom Anfang bis heute und Höhepunkt der Auflehnung des Menschen gegen Gott.
Dr. Kurt E. Koch

3. Das Bewußtwerden einer medialen Veranlagung

Die unbewußte Medialität kann gelegentlich an bestimmten Erlebnissen erkannt und damit bewußt werden. Beispiele aus der Seelsorge können den Sachverhalt deutlich machen.

Eine junge Frau kam in die Seelsorge und klagte darüber, daß sie jedesmal vor dem Tode eines Angehörigen oder eines nahen Verwandten nachts eine schemenhafte Gestalt in ihrem Zimmer sehe. Sie fürchte diese Erscheinungen. Zwei oder drei Tage später kommt dann die Todesnachricht.

* Zufallsbild *Der Parapsychologe wird diese Erlebnisse vielleicht mit Telepathie erklären wollen. Eine schwere Erkrankung wird mitunter telepathisch erfaßt. Diese Erklärung reicht nicht aus, da Unfälle mit tödlichem Ausgang sich nicht drei Tage vor dem Ereignis telepathisch übertragen können.

Wir stehen bei den Erlebnissen der jungen Frau vor der sogenannten Fähigkeit des zweiten Gesichtes. Träger dieser Belastung sehen häufig Todesfälle, Feuersbrünste, Katastrophen voraus. Wo stammt diese Belastung her?

Nach der Beichte fragte ich die junge Frau, ob ihre Eltern oder Großeltern Spiritismus getrieben hätten. Sie bejahte sofort und erklärte: "In unserer Familie wird das undefinedTischrücken als Gesellschaftsspiel mindestens seit drei Generationen betrieben." Sie selbst hat als junges Mädchen auch daran teilgenommen.

Durch diese spiritistische Praxis ist die junge Frau medial geworden. Ihre Medialität offenbarte sich durch die nächtlichen Erlebnisse.

4. Formen und Stärkegrad des Medialen

* Zufallsbild *Die Medialität hat viele Äußerungsmöglichkeiten: Dazu gehören Wahrträume, die sich in den folgenden Tagen erfüllen, ferner die Fähigkeit der undefinedRutenfühligkeit und undefinedPendelreaktion. Wenn ein Mann, der nie in seinem Leben etwas mit okkulten Dingen zu tun gehabt hat, die Rute oder das Pendel in die Hand nimmt, und diese Gegenstände funktionieren ohne bewußten Anstoß, dann ist der Betreffende medial.

Die Medialität hat einen verschiedenen Stärkegrad. Eine schwache Medialität wird manches Mal dem Träger das ganze Leben hindurch nicht bewußt. Eine sehr starke Medialität drückt schon im Kindesalter durch.

So wissen wir von bekannten Heilmedien, daß sie schon als Kinder im Alter von vier oder sieben Jahren heilen konnten. In diesem Buch sind solche Beispiele erwähnt.

Die medialen Gaben sind, biblisch gesehen, das satanische Gegenstück zu den Gaben des Heiligen Geistes.

Da die satanischen Gegengaben meistens religiös frisiert sind, werden sie in ihrem dämonischen Charakter nicht erkannt, ja manches Mal sogar als Gaben des Heiligen Geistes deklariert.

* Zufallsbild *Zu den bekanntesten medialen Kräften gehören viele Erscheinungsformen, die in diesem Buch schon erwähnt sind: undefinedHellsehen, Hellfühlen, Hellhören, undefinedTrancefähigkeit, automatisches Schreiben, undefinedTelekinese, undefinedExkursion der Seele, Apporte, Inszenzierung von undefinedSpukereignissen, die schon erwähnte Rutenfühligkeit und Pendelreaktionen und vieles andere.

Wer solche Belastungen hat - Gaben sind es nicht -, der soll sich nicht damit wichtig machen, sondern Sorge tragen, daß er davon befreit wird. Natürlich haben die Parapsychologen es sehr gern, wenn sie hochqualifizierte Medien zum Experimentieren bekommen. Das fördert ja "ihre Wissenschaft" und erhöht den Ruhm ihres Namens.

Der Teufel hat ja eine vielfache Strategie. Den Okkultisten präsentiert er seine Machenschaften als "neue Wissenschaft", den Rationalisten macht er klar: "Das ist ja alles Humbug, Schwindel, undefinedAberglauben."

5. Echte Gotteserlebnisse

* Zufallsbild *Im Gegensatz zu den medialen Erlebnissen stehen die echten Gotteserlebnisse. Gott kann auf mancherlei Weise seine Kinder vorwarnen und bewahren.

Dazu ein Beispiel. Mein Berichterstatter ist ein langjähriger englischer Freund, Paul Hunt aus Englefield Green.

Pauls Freund Richard und dessen Frau sind gläubige Christen. Sie fuhren eines Tages mit dem Tandem eine steile Straße hinab. Plötzlich, vor einer scharfen Kurve, bekam Richard einen Angstanfall. Seine Haare im Nacken stellten sich hoch, und er wurde kreidebleich. Er stoppte und hielt an. Seine Frau fragte ihn: "Was hast du? Warum bist du so entsetzt?" Richard konnte keine Antwort geben. Er sah sich nur angstvoll um, konnte aber nichts Gefährliches entdecken. Sie gingen zu Fuß weiter. Nach der Kurve war die Straße versperrt. * Zufallsbild *Ein Laternenpfahl war von einem Auto umgerissen worden und lag quer über der Straße. Auch das demolierte Auto stand quer. Es war kein Warnschild aufgestellt worden. Der Besitzer war weggegangen, um Hilfe zu holen. Die Tandemfahrer wären auf dieses Hindernis aufgefahren, wenn Richard nicht die Vorwarnung gehabt hätte.

Worin liegt der Unterschied zwischen den medialen und den göttlichen Vorwarnungen?

Mediale Vorwarnungen künden ein unabwendbares Ereignis an. Sie sind unvermeidbar.

Göttliche Vorwarnungen dienen dazu, Kinder Gottes vor Schaden zu bewahren. Die angekündigten Gefahren werden vermieden.

Es ist glaubensstärkend, daß es in unserer unheilvollen Welt noch eine vorlaufende Gnade und nicht nur mediale Präkognitionen (Vorausschau) gibt. Gott hat diese Erde nicht den undefinedDämonen überlassen. Seine Hand greift helfend und rettend in das Chaos der Erde hinein. Und es kommt die Zeit, da Gott abwischen wird alle Tränen von den Augen der Menschenkinder.

Aus dem Buch "undefinedOkkultes ABC"

Buchvorstellung

Aufklärung über das Zauberbuch mit Beispielen aus der Seelsorge des Autors.

16 Seiten, 1,- €

Menschen berichten...

Ein Evangelist predigte: "Es gibt viele Religionen, aber das Christentum ist keine Religion, sondern die Lebenshingabe an Jesus." Einige Monate danach vollzog Juvan den Schnitt mit der Religion der Väter. Jeder Brahmane trägt um den Leib eine heilige Schnur als Zeichen seiner Kaste. Diese Schnur zerschnitt er und ebenso die heiligen Fransen...

Aus dem Buch "undefinedIm Himalaja"

Erweckung

"Wir haben gerade so viel Religion, wie wir Gott haben. Die Zunahme der Religion und ihre Erweckung bedeutet nichts anderes, als mehr von Gott in unser Herz und unser Leben, mehr von Gottes Willen, mehr von Gottes Gegenwart und mehr von Gottes Kraft zu bekommen. (Andrew Murray in "The Prophet Priest")

Zitat Dr. Koch

"Okkulte Betätigung schädigt das christliche Glaubensleben schwer."