Der heilsame Schock

Nach dem koreanischen Krieg betrat ich zum ersten Mal koreanischen Boden. In Seoul eingetroffen, nahm ich mit der presbyterianischen Kirche am Südtor Kontakt auf. * Zufallsbild *Ich wurde eingeladen, am nächsten Morgen bei der Gebetsversammlung eine kurze Botschaft zu geben. Gern sagte ich zu, war aber nicht wenig erstaunt, als man mir die Uhrzeit nannte: 5 Uhr morgens.
Um 5 Uhr - jagte es durch meinen Sinn -, und das bei dieser Kälte! Wer wird da schon kommen? Ich ging in mein Hotel. Um 4 Uhr rasselte mein Wecker.
Regen klatschte gegen mein Fenster. Die Gebetsstunde fällt aus wegen Regen, war mein erster Gedanke. Ich wickelte mich in die Decke und versuchte weiterzuschlafen. Es gelang nicht. Du mußt wenigstens dein Versprechen erfüllen und dort aufkreuzen, auch wenn nur der Pastor da sein sollte. So zog ich mich schließlich etwas unlustig an und machte mich auf den Weg. Es war nicht gerade ermutigend, daß der Taxifahrer die doppelte Gebühr verlangte. Nun, er hatte ja das Recht, den Satz für Nachtfahrten zu nehmen.
* Zufallsbild *Der Komplex der presbyterianischen Kirche tauchte auf. Ein übernüchterner Bau ohne Verglasung der Fenster. Offene Höhlen starrten mich an, durch die Schnee und Regen in das Innere drangen. Wieder sagte ich mir: Du hast den Weg umsonst gemacht. Bei dieser Kälte und Nässe geht doch morgens um 5 Uhr niemand zur Gebetsstunde.
Ich stemmte mich gegen den Wind und betrat die Kirche. Was war das? Die Augen wollten mir aus den Höhlen treten. Der Raum war vollgepackt mit Menschen. Keine Bestuhlung. Sie hockten oder knieten auf Strohmatten. Ich war geradezu bestürzt und wandte mich zum Podium. In großer Verlegenheit wandte ich mich an die leitenden Brüder und fragte: "Was soll das bedeuten? Es ist doch unmöglich, daß zum Willkomm eines Missionars die ganze Gemeinde aufgeboten wird."
"Das ist unsere reguläre Gebetsstunde", wurde mir gesagt. "Mitten in der Woche?" fragte ich ungläubig. "Nicht am Sonntag, wenn die Gemeindeglieder Zeit haben?" - "Ja, wir kommen doch täglich zusammen", wurde mir erklärt. Wieder verschlug es mir den Atem. "Wie viele Menschen sind denn das?" wollte ich wissen. "Beinahe dreitausend, die ganze Gemeinde." Ich war wie verstört und stellte das Fragen ein.
* Zufallsbild *Einer der Ältesten gab ein Lied an und stimmte sofort an. Es gab keine Orgelbegleitung und keine Gesangbücher. Ein anderes Musikinstrument hatten sie ebenfalls nicht in diesem kahlen Bau, der eher einer verlassenen Fabrik ähnlich war als einer Kirche.
Dann beteten sie. Alle dreitausend Menschen zur gleichen Zeit. Hätte man mir vorher das gesagt, dann hätte ich abgewehrt mit dem Hinweis: "Das ist Schwärmerei!" So aber fühlte ich die Harmonie des Geistes in diesem Beten. Es war keine Unordnung und nicht zu vergleichen mit dem Rumor extremer Richtungen. Beinahe eine Stunde lang wurde gebetet.
Dann bat mich einer der Ältesten um meine Botschaft. Er fügte hinzu: "Bitte eine kurze Botschaft, nicht länger als eine Stunde. Diese Menschen müssen um 7 Uhr zur Arbeit gehen." Eine kurze Botschaft von einer Stunde, echote es in meinem Gehirn. Mit welchen geistlichen Begriffen leben denn diese Christen? In welchem Land der westlichen Welt dürfte der Pastor bei einer Gebetsstunde eine Stunde lang predigen?
* Zufallsbild *Mir war das Predigen bei dem Beten dieser Menschen ohnehin vergangen. Was sollte ich diesen Brüdern und Schwestern sagen? Sie hatten doch mir gepredigt, ehe ich den Mund auftat. Ich kam mir angesichts dieser geistlichen Situation so unsagbar nebensächlich, so winzig und kläglich vor.
Diese Gemeinde braucht doch keine Missionare aus der westlichen Welt. Es sei denn, damit Missionare lernen, was Beten heißt.
Diesen Gedanken sprach ich am nächsten Tag aus, als ich einen Missionar traf. "Was tun wir eigentlich hier?" redete ich ihn an. "Wir sind doch überflüssig." Er verstand mich und gab seine Zustimmung : "Wir sind hier, damit uns gezeigt wird, was neutestamentliche Gemeinde ist."

Buchvorstellung

Der Bericht des Missionsleiters Erlo Stegen über den Beginn der Erweckung unter den Zulus.
Durch Zerbruch zum Sieg

112 Seiten, 3,- €

Menschen berichten...

Die nächste Station war Johannesburg, wo Donavan Kontakt zu anderen Homosexuellen bekam. Viele trugen Frauenkleider, wie er. Sie gaben sich auch jeweils weibliche Vornamen und sprachen die international bekannte Homo-Sprache "Gayla"...

Aus dem Buch "undefinedWo ist ein Gott, wie du bist?"

Erweckung

"Erweckung ist nichts anderes, als Gott gegenüber erneut gehorsam zu werden." (Charles Finney in dem Buch "Revival of Religion")

Zitat Dr. Koch

"Niemand nimmt okkulte Kräfte ungestraft in Anspruch."