Syngmann Rhee

In den Jahren 1945 bis 1950, da in Nordkorea die Kommunisten Volk und Land knebelten, hatte Süd­korea zwei Chancen.
* Zufallsbild *Zunächst einmal profitierten die christlichen Ge­meinden im Süden von dem Zustrom der nord­koreanischen Flüchtlinge. Diese leidgeprüften Chri­sten brachten einen großen Gebetsgeist mit und gründeten vielfach im Süden Gebetsversammlungen. Wir werden noch davon hören, wenn über die Grün­dung der Young Nak Kirche berichtet wird.
Der zweite günstige Faktor für das christliche Gemeindeleben war die Gestalt des ersten Staats­präsidenten, der ein überzeugter Christ war. Hören wir seine Geschichte.
Korea hat viele einmaligen Dinge. Ich weiß nicht, ob es noch sonstwo in der Welt einen Staatspräsi­denten gibt, der erzählen kann, wie er zu Christus gefunden hat.
* Zufallsbild *Während der japanischen Besatzungszeit war Syngman Rhee ein großer Patriot. Sein ganzes Bestreben war, sein Land und Volk von der verhaßten Fremdherrschaft befreit zu sehen.
Aus Geldnöten fand er sich bereit, christlichen Missionaren Sprachunterricht zu erteilen. Die Mission war ihm eigentlich zuwider. Die Missionare waren für ihn auch nur Ausländer, von denen er sein Land verschont sehen wollte. Beim Sprachunterricht merkte er aber, daß diese christlichen Männer seinem Volk gut gesinnt waren.
Da Rhee als Widerstandskämpfer auf der schwarzen Liste der Japaner stand, hatte er oft zu verschwinden, um sich einer Verhaftung zu entziehen. Bei einer solchen Flucht fand er bei einem amerikanischen Missionar mit Namen Dr. Avison Unterschlupf. Da ihm die Japaner aber überallhin folgten, hatte er zuletzt ins Ausland unterzutauchen. Er hielt es aber nicht lange in der Fremde aus, da er sich auf Gedeih und Verderb mit Korea verbunden wußte. Er kehrte daher nach Seoul zurück. Kurze Zeit später wurde er dort verhaftet und zum Tode verurteilt.
* Zufallsbild *Man sperrte ihn in die Todeszelle, die nur zwei Meter im Quadrat groß war und eine sehr schlechte Entlüftung besaß. Zu allem Übel wurde er nachts in den Stock geklemmt. Das ist das gleiche Marterwerkzeug, das Paulus und Silas im Gefängnis in Philippi erlebten (Apg. 16, 24).
Jeden Morgen erwartete Rhee den Henker. Seltsamerweise ließ dieser aber lange auf sich warten. Das ist nicht unverständlich, da Gott seine Hand über ihn hielt, obwohl er noch nicht gläubig war. Die amerikanischen Missionare, die von seiner Verhaftung gehört hatten, beteten viel für ihn, da er ja ihr Sprachlehrer gewesen war.
In der Wartezeit bat er seinen Wärter, er möchte ihm bei den amerikanischen Missionaren eine Bibel und ein Wörterbuch ausborgen. Wiederum war es die Freundlichkeit Gottes, daß der Wärter diese Bitte erfüllte. Man gibt auch sonst in der Welt einem Todgeweihten einen letzten Wunsch frei.
Mit großem Eifer las er die Bibel, die ihn nun in der Einsamkeit der Zelle und in der Todesnähe mächtig ansprach. Er erinnerte sich auch an die Worte der Missionare, die einmal zu ihm gesagt hatten: "Gott erhört Gebet"
* Zufallsbild *Rhee betete zum ersten Mal in seinem Leben und sagte: "O Gott, rette meine Seele und rette mein Land." Unmittelbar danach schien seine Zelle mit Licht erfüllt zu sein. Er wurde mit dem Frieden Gottes erquickt. Von dieser Stunde an war er ein anderer Mann. Sein Haß gegen die Missionare, sein Haß gegen die Japaner war verschwunden.
Der umgewandelte Mann tat das Beste, was ein neugeborener Christ stets tun sollte. Er bezeugte seinen Herrn vor seiner Umgebung. Der Gefängniswärter war aber der einzige Mensch, den er zu Gesicht bekam. Darum erzählte er ihm seine Erfahrung mit Jesus. Als der Bruder des Wärters ins Gefängnis kam, um seinen Bruder zu besuchen, bekannte Rhee auch diesem Mann sein Erlebnis. Die Frucht dieses Zeugnisses war, daß beide Männer sich bekehrten. * Zufallsbild *Auch hierin liegt eine Ähnlichkeit mit der Geschichte im Zuchthaus in Philippi. Auch dort hatte sich der Gefängnisaufseher bekehrt.
Nun waren plötzlich der zum Tode Verurteilte, sein Wärter und dessen Bruder geistliche Brüder geworden. Ihre Kirche war die Todeszelle. Der Wärter handelte von nun an wie jener Kollege in Philippi, der Paulus die Füße wusch und die Wunden verband. Rhee wurde nicht mehr in den Stock gelegt. Er bekam besseres Essen und wurde in eine freundlichere Zelle umquartiert.
Der Gefängnisleitung blieb die große Veränderung ihres wichtigsten Gefangenen nicht verborgen. Als daher der Mann von der Todesliste darum bat, innerhalb des Gefängnisses eine Schule für die Mitgefangenen zu eröffnen, da wurde es ihm bewilligt. Auch viele weitere Wünsche wurden ihm erfüllt. Er durfte Briefe nach draußen schreiben und erhielt christliche Traktate und Schriften von den Missionaren. So entstand im Gefängnis eine Bibelschule. * Zufallsbild *Die schönste Frucht dieser Gefängniszeit war, daß der Bruder seines Wärters anfing, sich für das geistliche Amt vorzubereiten. Er besuchte ein Seminar in Amerika und wurde Pastor.
Es entsprach dem Plan Gottes, daß Rhee wieder freikam. Und dieser Mann wurde der erste Präsident von Korea, wie wir bereits hörten. Welches Land der Erde hat solche "politischen" Geschichten aufzuweisen?
Syngman Rhee bewährte seine christliche Einstellung auch in seinem hohen Amt. Viele der höchsten Ämter wurden mit treuen Christen besetzt. So war sein Generalstabschef ein treuer Kirchgänger, der keinen Sonntag in der Kirche fehlte. Dazu leitete dieser General nebenamtlich ein christliches Waisenhaus. Viele Pastoren wurden die Distriktsgouverneure Koreas. Überall spürte man im Lande den persönlichen Einfluß des Präsidenten, der in seinem Glauben nicht hochmütig wurde, sondern ein schlichter und treuer Christ blieb bis zu seinem Tode.

Buchvorstellung

Aus der Reihe: Aus meinem Leben, Teil 6

Interessantes, Aufklärendes, Evangelistisches aus dem Leben und der Arbeit von Dr. Koch.

106 Seiten, 1,50 €

Leseprobe:

Dann kam ich an die Reihe. Der Beamte öffnete meine Aktentasche und fragte:
»Do you have weapons?«
Haben Sie Waffen?
Da meine Bibel zu oberst lag, deutete ich auf sie und antwortete:
»That"s my weapon! My sword!«
Das ist meine Waffe, mein Schwert!
Der Israeli antwortete:
»That"s a good weapon.«
Das ist eine gute Waffe.

Menschen berichten...

Auf dem schmalen Weg kam Lydia an eine Stelle, wo drei Männer dabei waren, unentwegt andere Pilger in schwarze Särge zu legen. Es wurde Lydia deutlich gemacht: das sind Gläubige, die über die Sünden der anderen reden, die kritisieren, verurteilen, verdammen; Gläubige, die andere abschreiben und "beerdigen" und dabei ihr Ziel verfehlen. Sie konnten auf dem schmalen Weg nicht weiter gehen...

Aus dem Buch "undefinedIm Paradies"

Erweckung

"Erweckung ist nichts anderes, als Gott gegenüber erneut gehorsam zu werden." (Charles Finney in dem Buch "Revival of Religion")

Zitat Dr. Koch

"Das Kreuz von Golgatha ist das große Mahnmal des Sieges und der Befreiung von allen Finsternismächten. Wer zum Kreuz kommt, hat teil an diesem Sieg Jesu Christi."