Die Leidenszeit

Die aus der Erweckung entstandene koreanische Kirche geriet von ihrem Anfang an unter politischen Druck. Seit 1905 waren die Japaner im Land, die das koreanische Volk in jeder Hinsicht niederhielten. * Zufallsbild *Sie trieben eine Ausbeutungspolitik im wahrsten Sinne. Das ganze Finanzwesen lag in den Händen der Besatzungsmacht. Kein Koreaner konnte es zu irgendeiner hohen wirtschaftlichen oder politischen Stellung bringen. Das ging so weit, daß nach dem Abzug der Japaner niemand in Korea fremdes Geld umwechseln konnte. Die amerikanischen Missionare waren nicht in der Lage, die wirtschaftlich schwachen Kirchengemeinden zu unterstützen. Das Volk selbst war kaum fähig, die eigenen Bedürfnisse zu decken. Die Japaner hatten ja den Grundsatz verfolgt, Korea nur als Absatzgebiet anzusehen. Es waren nur japanische Produkte zu haben. Eigene koreanische Fabriken gab es nicht.
* Zufallsbild *Auch in kultureller Hinsicht wurde alles japanisiert. Nur die japanische Sprache galt im Amtsverkehr. Wer sie nicht sprechen konnte, mußte sich der Dolmetscher bedienen. Japanisch wurde auch in den höheren Schulen als Schulsprache eingeführt. Das gab im Volk große Spannungen.
Zur größten Not und Gefahr wurde der jungen Kirche der religiöse Zwang. Am Nationalfeiertag hatten alle Koreaner durch eine Zeremonie am Shintoschrein ihre Loyalität den Japanern gegenüber zu bezeugen. Die Christen gerieten dadurch in einen Gewissenskonflikt. Sie fragten sich: "Dürfen wir als Christen uns am Shintoschrein verneigen?"
Die leitenden Pfarrer wurden bei der japanischen Behörde vorstellig und baten darum, daß ihnen um des Glaubens willen diese Zeremonie erspart bliebe. Man erklärte ihnen, dieser Ritus hätte nur politischen und keinen religiösen Charakter. Manche Christen haben sich bei dieser Antwort beruhigt und wohnten seither dieser Feier bei. * Zufallsbild *Auch der Direktor des theologischen Seminars fügte sich, um nicht die weitere Existenz der Schule zu gefährden.
Andere Christen, vor allem solche, die selbständig denken konnten, erklärten: "Es ist nicht nur eine politische Treuekundgebung, da ja alle Gebete, die dabei gesprochen werden, shintoistischen Charakter haben." Durch diesen Zwiespalt gab es unter den Christen Gewissensnöte und Konflikte.
Schließlich wagte es ein treuer koreanischer Pastor, die Shintozeremonie nicht mitzumachen. Was geschah? Die Japaner ließen ihn in der Nähe des Shintoschreines totprügeln. Damit waren klare Fronten geschaffen. Viele Christen besaßen aber nicht diesen Bekennermut, sondern gingen einen Kompromiß ein. Das war der Grund, warum in der japanischen Zeit die Erweckungsbewegung rasch zurückging. Die Verquickung mit der religiösen Shintozeremonie hatte sich zu einer Dämpfung der Wirksamkeit des Heiligen Geistes ausgeweitet.

Buchvorstellung

Gibt es das Ende? Die Zeichen des Endes. Wer überlebt das Ende?

Leseprobe:
In diesem Abschnitt kommen wir zu der verhängnisvollsten Entwicklung sowohl des Ostens und noch mehr des Westens. Das Problem der Gehirnwäsche ist in allen Lagern bekannt. Die Schlacht, die hier mit satanischer Schläue geschlagen wird, geht zunehmend für den Westen verloren...

80 Seiten, 2,- €

Menschen berichten...

Ein Evangelist predigte: "Es gibt viele Religionen, aber das Christentum ist keine Religion, sondern die Lebenshingabe an Jesus." Einige Monate danach vollzog Juvan den Schnitt mit der Religion der Väter. Jeder Brahmane trägt um den Leib eine heilige Schnur als Zeichen seiner Kaste. Diese Schnur zerschnitt er und ebenso die heiligen Fransen...

Aus dem Buch "undefinedIm Himalaja"

Erweckung

"Erweckung ist nichts anderes, als Gott gegenüber erneut gehorsam zu werden." (Charles Finney in dem Buch "Revival of Religion")

Zitat Dr. Koch

"Ich fand in der Seelsorge noch keinen, der bei einer okkulten Belastung ohne die Hilfe der Beichte frei geworden wäre."