Nahkampf mit der Finsternis

Was den Weisen und Klugen verborgen ist, ist den Unmündigen geoffenbart, sagt die Hei­lige Schrift. Was einem hochgezüchteten theologi­schen Verstand nicht eingeht, das erfassen schlichte Christen, die vom Heiligen Geist erfüllt sind, in sei­nem tiefsten Wahrheitsgehalt.
* Zufallsbild *Wo durch Gottes Tat Erweckungen geschenkt werden, da sucht auch der Teufel Eingang zu finden.
Zunächst ein Erlebnis aus Saskatoon. Mein Be­richterstatter ist der schon oft zitierte Rev. McLeod. Kurz vor Beginn der Erweckung sah eine gläubige Frau B. in Saskatoon nachts eine schwarze Gestalt auf sich zukommen. Sie war gelähmt und konnte sich nicht rühren. Die schwarze Gestalt griff nach ihr. Da kam von der anderen Seite eine andere Hand und schob die schwarze Gestalt weg mit den Wor­ten: "Sie ist mein Kind." Damit war der Angriff der Finsternis abgewehrt, und Frau B. konnte wieder beten und sich bewegen.
Natürlich kenne ich die Argumente der Psychiater und Psychologen. Man will auf Halluzinationen hin­weisen oder auf religiöse Außenprojektionen unter­bewußter Inhalte. Und doch ist mit medizinischen und psychologischen Argumenten nicht alles erfaß­bar, was es auf dem Gebiet der Glaubenserfahrung gibt.
Das nächste Erlebnis enthüllt eine Tragödie an einer Bibelschule. Kanada und die USA haben seit rund zehn Jahren eine spiritistische Epidemie, die auch über die Schulen hinwegfegt. Millionen von Jugendlichen spielen in Nordamerika mit dem Ouijaboard. Wir hörten in diesem Buch schon davon. Dieses spiritistische Fragespiel ist leider auch in die Bibelschulen eingedrungen. Betrieben wird dieses dämonische Spiel mit dem Alphabet, dem Zahlen­system und einem Pendel oder einem Gläschen.
* Zufallsbild *An einer Bibelschule des Erweckungsgebietes ex­perimentierten die Schüler mit diesem Ouijaboard. Plötzlich sehen sie unter dem Pendel eine Teufels­fratze. Sie erschraken und rannten aus dem Zimmer. Ein Prediger kam und fragte nach dem Grund ihrer Angst. Man berichtete ihm das Erlebnis mit der Frat­ze. Der Prediger, zugleich Lehrer an der Schule, lach­te und sagte: "Mit dem werden wir schnell fertig." Er kniete vor dem Ouijaboard nieder und betete. In diesem Augenblick fühlte er, daß zwei unsichtbare Hände seinen Kopf preßten. Er war genauso entsetzt wie die Bibelschüler und gebot den unsichtbaren Ge­walten im Namen Jesu.
Mir sind die Argumente der Psychologen in sol­chen Fällen bekannt. Sie zu erörtern, ist sinnlos und sprengt auch den Rahmen dieses Taschenbuches.
Eine bekannte Tatsache soll jedoch erwähnt wer­den. Wir wissen z. B. aus der Erweckungszeit Wesleys oder von der jungen Erweckung in Indonesien, daß in Zeiten der großen göttlichen Heimsuchungen die seelische Struktur der Menschen sowohl für das Gute wie für das Böse offen ist. Erweckungszeiten offenbaren die Nähe des Heiligen Geistes und zu­gleich die Gegenwart der dämonischen Mächte. Dar­um passieren in solchen Zeiten göttlicher Segnun­gen viele übernatürliche Ereignisse. Wenn solche übermenschlichen Erlebnisse aber hochgezüchtet werden, wie es in extremen Kreisen geschieht, dann ist das vom Übel.
* Zufallsbild *Der vorliegende Fall von Frau B. ist echt. Bei mei­nen Vortragstouren ist mir das manchmal gebeichtet worden. Ein Schweizer Evangelist hat im Schweizer Jura etwas Ähnliches erlebt.
Die unsichtbare Welt ist zu allen Zeiten mit der Sichtbarkeit verzahnt, auch wenn wir in unserer geistlichen Blindheit das nicht sehen können oder wahrhaben wollen. Wenn Gott in Erweckungszeiten zwischen der natürlichen und der übernatürlichen Welt starke Kontakte schafft, dann wird an vielen Einzelbeispielen das Ineinandergreifen vom Unsicht­baren und Sichtbaren transparent.
Was mir nicht neu ist, aber doch in dieser Häu­fung unbekannt war, ist die Verquickung von Zun­genreden und Dämonie. Ich berichte hier weder in Hochmut noch in Bosheit, sondern in Wahrheit.
Verschiedene leitende Brüder der Erweckung be­richteten mir von Beispielen der "Zungenteufel". Einer der Brüder gab mir auch ein Tonband darüber mit. Hören wir einige Beispiele.
In Edmonton fiel in den Gebetsstunden ein Acht­zehnjähriger auf, der in den gemeinsamen Gebets­stunden stets in Zungen betete. Man machte ihn darauf aufmerksam, doch in englisch zu beten, damit es die anderen verstehen könnten. * Zufallsbild *Der junge Mann antwortete: "Ich kann gar nicht mehr in englisch beten. Wenn ich beginne, falle ich sofort in Zungen." Den Brüdern kam das merkwürdig vor. Sie beschlos­sen, diesen Geist zu prüfen. Als der junge Mann wieder in Zungen betete, rief ihm ein Bruder zu: "Sage uns, du Zungengeist, ob du bekennst, daß Christus in das Fleisch gekommen ist!" Das ist ein Test von 1. Johannes 4,1â€â€3. Die Frage wurde nicht beantwortet. Da gebot der anwesende Prediger: "Im Namen Jesu gebieten wir dir, Geist, in englisch zu beten!" Es geschah. Und die Anwesenden waren zu Tode erschrocken, als der junge Mann nun furcht­bare Lästerungen und Schmähungen gegen Christus und Gott ausstieß. Damit war in diesem Fall der dämonische Charakter des Zungenredens ent­larvt.
Noch unheimlicher sind die Besessenheitsfälle am Toccoa Bible Institut in Toccoa Falls. Es handelt sich um sechs Fälle, die auf Tonband aufgenommen wurden. Ich selbst nehme solche Dinge nicht aufs Band. Es widerstrebt mir. Man gab mir aber ohne Aufforderung dieses Band, das von einem Missionar aufgenommen worden war.
* Zufallsbild *Ein Beispiel aus dieser Reihe soll wiedergegeben werden. Ein Mädchen sprach oder betete oft in Zun­gen. Ihren Mitbewohnern wurde das zuviel. Ein Missionar wurde zu Rate gezogen. Er gebot dem Zungengeist, sich zu offenbaren. Auf die Frage: "Be­kennst du, daß Christus in das Fleisch gekommen ist?" schrie der Geist: "Nein, ich hasse ihn." Der Missionar fragte dann: "Im Namen Jesu sage mir, wie bist du in das Mädchen hineingekommen?" Der Dämon antwortete: "Durch die Handauflegung eines Pfingstpredigers." Der ganze Vorgang spielte sich unter der Fürbitte eines Gebetskreises ab. Der Mis­sionar gebot dann im Namen Jesu diesem Geist aus­zufahren. Das Mädchen wurde frei und betete seit­her nicht mehr in Zungen.
Weil dieses Beispiel viel Ärger erregen kann, will ich wieder bekennen, daß ich an alle Gaben des Hei­ligen Geistes glaube. In unserer verworrenen Zeit, da lügenhafte Kräfte als Geistesgaben deklariert werden, ist aber größte Vorsicht geboten. Ich meine, daß in dem endzeitlichen Chaos die Früchte des Heiligen Geistes wahrscheinlich noch mehr Be­deutung haben als die Geistesgaben. In der kanadi­schen Erweckung zeigt sich die Wahrheit dieser Fest­stellung.
Mit diesen Beispielen will ich nicht die demütigen, treuen, opferbereiten Gläubigen verletzen, die es auch in den Pfingstgemeinden gibt. Daß diese Aussage aus einem ehrlichen Herzen kommt, kann schnell bewiesen werden. Ich sprach in Kanada drei­mal, in USA zwölfmal, auf Trinidad achtmal, in Neuseeland dreimal in nüchternen Pfingstgemein­den und Assemblies of God. Man muß sorgsam die Geister prüfen und Unterscheidungen treffen. Es wird einmal in der Ewigkeit Pfingstler im Himmel und Lutheraner in der Hölle geben, aber auch umge­kehrt. Das erste und letzte Wort haben nicht wir kurzsichtigen Menschen, sondern der lebendige und barmherzige Gott.
* Zufallsbild *Das Auftauchen dämonischer Erfahrungen war nicht nur im Zentrum der Erweckung in Saskatoon zu verzeichnen gewesen, sondern auch auf den ande­ren Gebieten. Damit nicht später noch einmal das Dämonische angegangen werden muß, nehme ich die Erfahrungen von Portland vorweg. Über die Ausweitung der Erweckung nach Portland wird im nächsten Kapitel berichtet werden.
Mein Berichterstatter für die nächsten Beispiele ist Richard Grabke, Pastor der Immanuel Baptist Church in Portland.
Ein Mädchen kam in einen seelsorgerlichen Kreis, um frei zu werden. Sie war ein indianisches Halbblut und steckte in indianischer Zauberei. Sie trug zu ihrem Schutz Perlen, die in heidnischem Kult als Kontaktmittel benutzt worden waren. Sie las auch regelmäßig die sogenannte Satansbibel, obwohl sie Mitglied einer Kirche war. Sie schleppte sogar Zau­berperlen mit sich herum, wenn sie zur Kirche ging. Nachts legte sie auch Fetische vor die Tür, um Schutz gegen die bösen Geister zu haben. Diese harten dä­monischen Bindungen wurden erst bei Beginn der Erweckung offenbar. * Zufallsbild *Vorher war das alles uner­kannt geblieben. Durch die Betreuung eines Seelsor­gers und eines Gebetskreises wurde sie mit Gottes Hilfe frei.
Ein großer Sieg Jesu war auch die Befreiung eines Spiritisten. Mister Smith war aus England nach Port­land gekommen, um dort eine spiritualistische Kir­che zu gründen. Zum Zweck der Mitgliederwerbung besuchte er evangelistische Kirchen. Als die Erweckung einsetzte, "erwischte" es auch ihn. Er erkannte Christus und sich selbst. Er tat Buße und lieferte sein Leben Jesus aus. Seit dieser Zeit benützte er seine okkulten Kenntnisse, um die Gemeinden davor zu warnen.
Der Dienst von Bruder Smith war aber noch be­schränkt. Er konnte nur die Zaubereisünden aufdecken, die schlimmen Folgen aufzeigen. Er besaß aber keine Vollmacht, seelsorgerlich zu helfen. Er kam eines Tages zu Bruder Grabke in die Seelsorge. Der Pastor nahm noch andere Brüder dazu. Es wurden einige schwache Punkte im Leben des ehemaligen Spiritualisten und Spiritisten aufgedeckt. Nach dem
Zuspruch der Vergebung salbten ihn die Brüder, leg­ten ihm unter Gebet die Hände auf und weihten ihn zu dem speziellen seelsorgerlichen Dienst. Seit dieser Weihe ist Bruder Smith befähigt, im Namen Jesu besessenen Menschen zu dienen. Aus dem Spi­ritisten ist ein Streiter Jesu gegen den Spiritismus und gegen die Dämonen geworden.
* Zufallsbild *Ein anderes Erlebnis ist ebenso aufschlußreich. Ein Mädchen besuchte eine Bibelschule, zeigte aber die Symptome einer Besessenheit. Wenn mit ihr gebetet wurde, verlor sie die Kontrolle über sich selbst, sie wälzte sich auf dem Boden umher. Das ist das üb­liche Resistenzphänomen, das sich bei vielen Beses­senen findet.
Prof. Dr. Rohrbach in Mainz hat das auch mit ei­ner besessenen Frau erlebt.
In Portland nahm sich nun ein Kreis von Seelsor­gern dieses Mädchens an. Als sie unter ihrem Gebet wieder auf dem Boden lag, setzten sie das Mädchen auf einen Stuhl und geboten im Namen Jesu den Dämonen, sie nicht mehr auf dem Boden zu wäl­zen. Sie gehorchten im Namen Jesu. Dann geboten die Brüder den Dämonen, sich zu offenbaren. Es geschah. Ein Gebetskreis war betend und abwech­selnd singend gegenwärtig. Es ist eine Erfahrung aller Seelsorger, die auf diesem Gebiet arbeiten, daß Glaubenslieder, Lobhymnen und Anbetung des Erlösers den Dämonen "auf die Nerven gehen". Die Hölle fürchtet die Verherrlichung des Mannes vom Kreuz auf Golgatha. Auch Gebet unter Fasten ist ein Weg zum Sieg. In allen Fällen darf aber eines nicht übersehen werden: Nicht Menschen können Hilfe bringen, und seien es die besten Seelsorger - nur der Sohn Gottes hat alle Macht im Himmel und auf Erden. * Zufallsbild *Auf sein Kommando werden Men­sehen frei wie damals der besessene Gadarener. Auch die Bibelschülerin durfte den Triumph des Sie­ges Jesu erfahren.
"Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre" (1. Joh. 3,8).
"Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch Jesus Christus, unsern Herrn" (1. Kor. 15, 57).

Buchvorstellung

Dieses Büchlein ist aus der Erfahrung der Seelsorge zur Aufklärung und Warnung geschrieben.

Leseprobe:
Einige tausend Beichtgespräche zeigten in erschütternder Weise, wie sehr der moderne Mensch trotz des hohen Standes der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse am alten Brauchtum und an magischen Praktiken hängt...

48 Seiten, 1,50 €

Menschen berichten...

Er zückte das Messer, nicht um den Gegner zu töten, sondern um ihn nur kampfunfähig zu machen.
Der Stich war aber doch lebensgefährlich.
Viele wussten, wer der Täter war...

Seit diesem Vorfall konnte Michael nachts nicht mehr schlafen. Er wurde von Angstträumen und Gewissensbissen geplagt...

Aus dem Buch "undefinedJesu Name ist wunderbar"

Erweckung

Mit all unseren Kräften hatten wir gebetet: "O, Gott es steht nicht unser Name auf dem Spiel. Die Leute werden nicht sagen, wir hätten versagt, sondern sie werden sagen: Es ist ihr Jesus, der versagt hat." Aber der Himmel war verschlossen. Keine Antwort auf unsere Gebete... (Erlo Stegen in dem Buch "undefinedErweckung unter den Zulus")

Zitat Dr. Koch

"Das Kreuz von Golgatha ist das große Mahnmal des Sieges und der Befreiung von allen Finsternismächten. Wer zum Kreuz kommt, hat teil an diesem Sieg Jesu Christi."