Ein Kirchenmann

Männer der Kirchenleitung haben es schwerer als andere Leute, den Weg zu Jesus und zu einem geist­erfüllten Leben zu finden.
Geschichte und Gegenwart weisen diesen Tatbe­stand aus. * Zufallsbild *Harms, Volkening, Blumhardt der Ältere, Henhöfer, Modersohn und viele andere hatten alle ihre Schwierigkeiten mit den Kirchenleitungen. Ein geistlicher Bruder, Oberkirchenrat Werner de Boor, sagte mir einmal persönlich: "Als ich in den Ober­kirchenrat eintrat, verlor ich meine Vollmacht. Als ich hinausgeekelt war, kam meine Vollmacht zu­rück."
Woran mag das wohl liegen? Es gibt kein Schema, das diesem Tatbestand zugrunde liegt. Oft sind die theologisch "Überbelichteten" gerade die geistlich "Unterbelichteten". Der intellektuelle Hochmut ist eine Barriere gegen den Heiligen Geist.
Vielleicht liegt es manchmal am Auswahlprinzip. Superintendenten, Prälaten, Oberkirchenräte, Bi­schöfe werden oft nach ihrem Leistungs- und Intel­ligenzgrad ausgesucht oder auch nur nach ihren voll­endeten Umgangsformen. Ihr eigenes Können bildet dann zu leicht eine Blockade gegen die Fragen einer Erweckung und der persönlichen geistlichen Erneue­rung.
* Zufallsbild *Um so mehr bin ich erfreut, daß ich nach dem Bericht über Martin Bowker auch über einen höhe­ren Kirchenmann Gutes berichten kann.
Pastor Grabke gab mir ein vervielfältigtes Rund­schreiben. Es ist verfaßt von David Clink. Er ist der Exekutivsekretär der Baptistischen Generalkon­ferenz für die kanadische Prärie, ein einflußreicher Mann.
Hören wir nun seinen eigenen Bericht, der aller­dings nur gekürzt wiedergegeben werden kann:
"Fünf Tage nach Beginn der Evangelisation kam ich in Saskatoon an. Ich wußte damals noch nicht, daß Gott begonnen hatte, in wunderbarer Weise im Leben der Menschen zu wirken. Eigentlich hätte ich etwas erwarten sollen. Pastor McLeod, der schon neun Jahre an der Ebenezer-Kirche arbeitet, war lan­ge Zeit mein Vorbild gewesen und war das, was ein Pastor sein sollte. Bill konnte keine andere Aus­bildung als den Besuch der höheren Schule aufwei­sen. Da er selbst den Mangel einer guten Ausbil­dung fühlte, bat er Gott um die Fähigkeit, Partien aus der Bibel auswendig zu lernen und sie richtig zu zitieren. Ich sehe in Pastor McLeod den Schlüssel zu der gegenwärtigen Erweckung. Regelmäßig steht er morgens um sechs Uhr auf, geht ohne Frühstück in sein Studierzimmer und verbringt den ganzen Morgen im Gebet und Bibelstudium. Er selbst hat diese Erweckung nicht vorausgesehen. * Zufallsbild *In den letzten Monaten hatte er sein Besuchsprogramm gekürzt, um mehr Zeit fürs Gebet zu haben.
Ich besuchte am Montag, dem 18.10.1971, die er­ste Versammlung nur als Zuschauer. Ich merkte nicht, daß die Erweckung schon begonnen hatte. Erst saß ich weit hinten in den letzten Reihen. Ich ging schließlich weiter vor, um die Menschen zu beobach­ten, die beteten oder ihre Zeugnisse gaben. Ich war skeptisch, beobachtete aber scharf.
Um Mitternacht brach ich auf. Aber Ralph Sutera stoppte mich mit den Worten: ,Ich sehe, daß der Distrikt-Superintendent hier ist. Es würde uns in­teressieren, was Bruder Clink über all das denkt.' Für einen Augenblick war ich erschrocken. Ich wollte nicht sagen, daß ich gegen Erweckung sei, weil ich es nicht bin. Aber ich zweifelte, daß das wahr sei, was die Leute sagten. Alles ging ja in Ordnung vor sich. Niemand versuchte, die Gefühle hochzuspielen, überschwengliche Äußerungen konnten gelegentlich vorkommen. Alles ging aber in guter Ordnung vor sich, allerdings ohne Programm.
Auf die Frage sagte ich etwa: ,Ich freue mich, daß Gott das Leben dieser Menschen berührt. Ich habe jahrelang um eine Erweckung gebetet, habe über Erweckung gepredigt und mich nach einer Er­weckung gesehnt.'
* Zufallsbild *Bei dieser Aussage bedankte sich Bruder Sutera für meine Ehrlichkeit. Aber ich war nicht so ehrlich, wie der Evangelist glaubte.
Dann rief Bruder Sutera einige Männer, die in der Nähe standen. Er fragte sie, wie sie über das dächten, was ich gesagt hatte. Es waren zu dieser späten Nachtstunde oder frühen Morgenstunde noch etwa vierzig Leute in der Kirche. Die Männer stell­ten mir einige gezielte Fragen, die klarlegen sollten, was mich davon abhielt, ein geisterfüllter Mann zu sein. Ich wünschte mir eine Neubelebung, wollte aber nicht zu dem Tiefpunkt herabsteigen, von dem die Leute redeten. Ich fürchtete mich davor, gedemü­tigt zu werden und Sünden zu bekennen, wie ich es von anderen gehört habe.
Ich verließ die Kirche und ging zu einer Nachver­sammlung. Etwa um 4 Uhr morgens begab ich mich zum Hause von Pastor McLeod, wo ich immer woh­ne, wenn ich in Saskatoon weile. Ich war sehr müde und wollte nun unbedingt schlafen.
* Zufallsbild *Die Nachversammlungen wurden nach den Haupt­versammlungen in Privathäusern gehalten. Ihre Be­deutung ist eine Form von Gruppentherapie. Men­schen, die Hilfe von Gott brauchen, sprechen das in den kleinen Gruppen aus. Es wird darüber beraten und darüber gebetet.
Ich überstand die Versammlungen bis Donnerstag­abend, also meinem vierten Besuchstag. Als die Ein­ladung zur Entscheidung gegeben wurde, ging ich vor. Ich kniete nieder und wartete lange Zeit auf jemand, der mit mir reden würde. Vermutlich war es für die leitenden Brüder schwierig, jemand zu finden, der den Distrikt-Exekutiv-Sekretär seelsor­gerlich beraten sollte.
Schließlich kam Dr. Brock, der jeden Abend den Gesang leitete. Er hat etwa fünfhundert Lieder ver­faßt und komponiert. Nachdem er eine Zeitlang mit mir gebetet hatte, sagte er: â€Å¡Ich fühle mich unge­eignet, Sie zu beraten.'
Daraufhin ging ich in das Studierzimmer von Pa­stor McLeod. Zu dieser Zeit wußte ich noch nicht, daß alle Gemeindeglieder von Ebenezer für mich beteten. Wenn eine neuerweckte Kirche für jemand betet, dann ist keine Hoffnung für weiteren Wider­stand.
* Zufallsbild *Mein letzter Versuch in dieser Nacht auf Freitag war dann der Besuch der Nachversammlung im Hau­se von Bruder Gateint. Etwa zwölf Menschen waren da: Familie McLeod, die beiden Sutera, Dr. Brock und einige andere. Man stellte mir mehrere Fragen. Wir diskutierten über das Problem der Eigenliebe und der Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Wir kamen so nicht weiter. Dann bat mich jemand aus der Runde, meinen Stuhl in die Mitte des Kreises zu stellen. Das ist die übliche Art der ,Gruppentherapie'. Ich tat es und kniete dann nieder. Einige oder alle be­teten mit mir und für mich. Sie baten Gott, all das zu zerschlagen, was mir als Hindernis im Wege stand. Es war jetzt bereits fünf Uhr in der Frühe, und ich war immer noch nicht erfaßt, nicht durch­gedrungen. Dr. Brock erklärte: ,Da muß irgendein Hindernis vorliegen. Ich gebe Ihnen den Rat: Gehen Sie allein in ein Zimmer und fechten Sie das allein mit Gott durch.'
Die Gruppe ging dann heim. Und ich legte mich auch zum Schlafen nieder.
In kurzer Zeit weckte mich der Herr wieder auf. Ich wurde endlich bereit, die erkannten Hindernisse aus dem Weg zu räumen und das zu tun, was Gott von mir verlangte. In den nächsten Tagen und Wo­chen hatte ich mich bei einigen zu entschuldigen. Unrecht mußte wiedergutgemacht werden. Auch fi­nanzielle Dinge waren zu regeln. Ersatzleistungen waren vorzunehmen. * Zufallsbild *Es war ein tiefgreifendes Er­lebnis für mich. In der nächsten Nacht, als ich mich wieder niederlegte, hatte ich den Herrn zu bitten: ,Herr, schneide mir ein Stück der Freude weg, sonst kann ich nicht schlafen.' Das war aber nicht nur meine Erfahrung. Den anderen, die in der Erweckung erfaßt worden waren, erging es genauso."
Wie danke ich es Bruder Clink für sein offenes Zeugnis. Es ist gut, daß der Heilige Geist auch Kir­chenmänner kleinkriegt und keine Titel scheut. Es können tatsächlich auch Männer einer Kirchenlei­tung gerettet werden.

Buchvorstellung

Aus der Lebensarbeit von Dr. Koch von Dr. Helmuth Pfandl.

Leseprobe:
Sehr bald war Koch in der Seelsorge einer theologischen Lehranstalt tätig. Bald schon kam ein Student mit schweren Problemen. Sein Leben sollte zum Modellfall werden, wie dämonische Kräfte ein Leben vernichten können, jedoch die siegreiche Macht Jesu Christi aus allen solchen Bindungen erlöst und freimacht.

288 Seiten, mit 415 farbige Abbildungen, 25,- €

Menschen berichten...

Er zückte das Messer, nicht um den Gegner zu töten, sondern um ihn nur kampfunfähig zu machen.
Der Stich war aber doch lebensgefährlich.
Viele wussten, wer der Täter war...

Seit diesem Vorfall konnte Michael nachts nicht mehr schlafen. Er wurde von Angstträumen und Gewissensbissen geplagt...

Aus dem Buch "undefinedJesu Name ist wunderbar"

Erweckung

"Gott ist souverän. Aber die Tatsache, dass Gott souverän ist, hebt nicht die Verantwortung des Menschen auf. Gott schenkt Erweckung. Aber wir sind die menschlichen Akteure, durch die Erweckung möglich ist." (Duncan Campbell)

Zitat Dr. Koch

"Befreiung aus okkulter Belastung ist nur über Christus möglich durch eine Generalbeichte. Wer frei werden will, muss sich rückhaltslos Jesus Christus ausliefern."