Der absolute Massstab

McLeod erklärte mir in einer persönlichen Aus­sprache: "Das Hauptmerkmal dieser Erweckung ist die Liebe."
Menschen, die sich nicht ausstehen konnten, fielen sich um den Hals und baten um Vergebung. Pasto­ren söhnten sich mit ihren Mitarbeitern aus. In allen zwischenmenschlichen Beziehungen wurde der Sand aus dem Getriebe entfernt. * Zufallsbild *Die Liebe wurde zur Basis, auf der alle Fragen geregelt wurden.
Eine Frau, die seit Jahren aktiv in der kirchlichen Arbeit stand, bekannte mir: "Ich konnte unsere Pfarrfrau mit ihrer schroffen persönlichen Eigenart nicht leiden. Seit der Erweckung ist eine solche Liebe in mein Herz eingezogen, daß ich diese Frau von Herzen lieben kann."
Die Atmosphäre der Liebe unter den Neubekehr­ten wurde so stark, daß innerlich zerrissene, ver­zweifelte Menschen darin zur Ruhe und zum Frieden kamen.
Eines Abends tauchte eine vergrämte Frau in der Nachversammlung auf. Niemand wußte, was in die­ser Frau vor sich ging. Stumm saß sie da. Fragte nichts und antwortete nicht. Einige gingen besonders für sie ins Gebet. Es ging bis morgens 4 Uhr. Da brach das Eis. Sie bekannte, daß sie Selbstmordge­danken hatte. Am Abend zuvor hatte sie sich gesagt: "Das ist mein letzter Versuch, zurechtzukommen. Wenn es dieses Mal nicht klappt, dann mache ich Schluß."
Manchmal verliefen die Aussöhnungen drama­tisch. In einer Kirche sind zwei Chorleiter, die seit Jahren in einer unheimlichen Opposition zueinander standen. Dazu sind die beiden noch leibliche Brüder. Ich kenne sie. Ich weilte im Hause des einen Bruders, der mir von seiner Erneuerung berichtete. Wie söhn­ten die beiden sich aus?
* Zufallsbild *Die abendlichen Versammlungen haben einen sehr aufgelockerten Charakter. Es wird nicht immer von den Evangelisten gepredigt. Manchmal sind es nur "Zeugnisabende", bei denen jeder das Recht hat, über eine Gotteserfahrung zu erzählen.
An einem solchen Abend ging der eine Chorleiter nach vorn und tat Buße. Sein erster Schritt war da­nach, daß er zu seinem Bruder trat und ihn um Vergebung bat. Der Bruder reagierte nicht, sondern blieb unberührt und unnahbar. Dann bat der reumü­tige Chorleiter Pastor McLeod, ihm bei seinem Bru­der zu helfen. Bill winkte einige Älteste herbei und ging mit den beiden feindlichen Brüdern in das Un­tergeschoß. Dort sprach der Pastor mit dem harther­zigen zweiten Bruder. Er kam mit seiner Mahnung und Bitte nicht an. In 20 Minuten erreichte er nichts. Dann erklärte Bill: "So kommen wir nicht weiter. Wir beten einmal darüber. Die Ältesten, der versöh­nungsbereite Bruder und Bill gingen auf die Knie. Nach weiteren 15 Minuten kam der Geist der Buße über den zweiten Chorleiter. Seine Sündenerkennt­nis wurde so stark, daß er verzweifelt aufsprang und den Kopf gegen die Wand hämmerte und rief: "O Gott, kann mir noch geholfen werden? Ist für meinen Zorn und Haß noch Vergebung?"
In dieser Stunde geschah es, daß die beiden Brüder eines Sinnes wurden. Die Liebe hatte über den Haß gesiegt. Beide Männer traten dann zusammen mit ihren Frauen vor und knieten an der Plattform nie­der und taten Buße. Jahrelange Spannungen waren überwunden.
* Zufallsbild *Eine andere Chorleitergeschichte ist noch wunder­barer. Ich wiederhole, daß ich auch diesen Bruder gut kenne. Seinen Bericht hörte ich in seinem eige­nen Hause.
Dieser Chorleiter deutscher Abstammung war in der Gemeinde jahrelang ein "troublemaker", ein Unruhestifter. Als an einem Sonntagmorgen der Pa­stor das Bekenntnis ablegte, daß Gott ihm über allen seinen Versäumnissen die Augen geöffnet habe und er die Gemeinde um Vergebung bat, regte sich der Chorleiter auf.
"Was soll all dies überspannte Zeug?" Das war des aufsässigen Bruders Meinung. Nun, auch seine Stunde kam. An einem Abend trat auch dieser Chorleiter vor und tat Buße. Er bat dann auch seinen Pastor um Verzeihung für alle seine Widerspenstig­keit.
Die Buße dieses Chorleiters und die völlige Aus­lieferung seines Lebens an Jesus brachte vielfältige
Frucht.
Beruflich arbeitet er als Monteur in einer Mine, die Pottasche fördert. Eines Tages entstand in einer Schicht in 1000 m Tiefe an einem Förderband ein Schaden. Der Monteur bekam den Auftrag, während der Mittagspause den Schaden zu beheben. Als die Transmissionen stillagen, machte sich der Bruder an die Arbeit. Die Reparatur zog sich länger hin, als geplant war. Die Essenspause war um, und der Vor­mann kam zurück. Seit Jahren war es Aufgabe des Vorarbeiters, auf den Knopf zu drücken und die Förderbänder in Betrieb zu setzen. * Zufallsbild *Dieses Mal ver­gaß er es. Als der Monteur auf die Uhr sah, erschrak er. Die Pause war schon lange um, und er befand sich noch mitten in dem großen Getriebe.
Er wäre bei dieser Reparatur zermalmt worden, wenn der Vormann wie immer den Knopf gedrückt hätte. Als die beiden Männer sich trafen, sagte der Vormann: "Über dir hat einer aufgepaßt, sonst wä­rest du nicht mehr am Leben."
Diese Bewahrung brachte noch mehr Frucht. Als der Monteur erkannt hatte, daß der Herr ihn vor diesem schrecklichen Tod bewahrt hatte, sagte er:
"Herr, ich habe noch acht Tage Urlaub zugut, der soll dir gehören. Schicke mich mit einer Mannschaft dahin, wohin du mich haben willst."
Der Plan wurde durchgeführt. Mit einigen Brü­dern zusammen beschloß er, nach Winnipeg zu rei­sen, um dort in irgendeiner Kirche zu arbeiten.
Bevor sie starteten, versuchte er, einen ihm be­kannten Pastor anzurufen. Es kam aber keine Ver­bindung zustande. Sie fuhren trotzdem los und hat­ten die Absicht, von unterwegs aus einen anderen Anruf zu probieren. Sie befanden sich noch etwa 100 km von Winnipeg entfernt, als die Gruppe wie­der die Nummer des Pastors wählte. Wieder keine Antwort. Die vier Männer hielten dann kurz eine Gebetsgemeinschaft. Als sie geendet hatten, fuhr der gewünschte Pastor in den Hof ein.
"Das ist doch seltsam", grüßte ihn der Bruder aus Saskatoon. "Wir versuchten, Sie von verschiede­nen Orten aus anzurufen und bekamen keine Ver­bindung. Und nun stehen Sie vor uns."
"Mir ist es genauso ein Rätsel. Ich hatte nicht vor, heute mittag hier einen Besuch zu machen. Ich bin aber innerlich so genötigt worden, hierherzu­kommen."
"Das sind doch merkwürdige Führungen. Wir su­chen einen Platz in Winnipeg, wo wir von der Er­weckung in Saskatoon berichten und das Evange­lium verkündigen können."
* Zufallsbild *"Und ich bin höchst interessiert an diesen Berich­ten", fuhr der Pastor aus Winnipeg fort. "Darum hat uns der Herr wohl zusammengeführt. Die menschliche Leitung versagte, aber Gottes Leitung klappte."
Die Brüder aus Saskatoon hatten nun ihre Einla­dung, die sie brauchten, und setzten ihren Weg fort.
Eine neue Schwierigkeit stellte sich ein. Im Getrie­be des Autos hörten sie auf der Weiterfahrt ein mahlendes Geräusch, das immer stärker wurde. Kurz vor Winnipeg suchten sie eine Reparatur­werkstatt auf. Sie baten den Meister, das Auto rasch zu reparieren, weil sie ja in einigen Tagen zurück­fahren mußten. Bei dieser Gelegenheit sprachen sie mit dem Meister über sein Seelenheil.
Unter all diesen Hindernissen erreichten sie schließlich die Kirche des Winnipeger Pastors. Sie hielten den ersten Abend. Der Geist Gottes wehte in dieser Versammlung.
Auch in dieser Kirche erlebte der Monteur wieder eine seltsame Führung. Ohne es zu merken, benutz­te der Sprecher, der deutscher Abstammung ist, seine deutsche Heimatsprache. Erst nach zehn Minuten entdeckte er den Irrtum und fuhr dann in englisch fort. Dieses Versehen lag wiederum im Plan Gottes. Im Gottesdienst waren alte Leute, die nach dem letz­ten Krieg aus Deutschland herübergekommen wa­ren. Sie verstehen kaum englisch und waren sehr erfreut, in ihrer Muttersprache das Evangelium zu hören. Am Schluß des Abends traten etwa 30 Men­schen vor und übergaben ihr Leben dem Herrn Jesu.
Zum Abschluß der Evangelisationstour in Winni­peg gab es für die Saskatoonbrüder noch eine Über­raschung. * Zufallsbild *Als sie den reparierten Wagen abholten und nach der Rechnung fragten, erklärte der Mei­ster : "Es ist alles schon bezahlt."
"Wieso?"
"Was ihr mir über meine Entscheidung für Chri­stus gesagt habt, ist Bezahlung genug. Ich schenke euch die Reparaturkosten."
Voll Dank und Anbetung kehrte der Monteur nach Saskatoon zurück. Mit der Bewahrung in dem
Räderwerk der Grube hatten die Wunder begonnen, und mit der bezahlten Rechnung für das defekte Getriebe des Autos hatte es geendet. Und dazwi­schen liegt eine Kette von Segnungen des Herrn.
So vermag Gott Natürliches und Übernatürliches durcheinanderzumengen und alles sinnvoll zu einem Ganzen zu vollenden. Man kommt in der Nachfolge Jesu aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Buchvorstellung

Kommt Lucifer an die Macht und sind Weltstaat und Weltkirche Wegbereiter?

Von Wolfgang Borowsky. 298 Seiten, 5,- €

Menschen berichten...

Er zückte das Messer, nicht um den Gegner zu töten, sondern um ihn nur kampfunfähig zu machen.
Der Stich war aber doch lebensgefährlich.
Viele wussten, wer der Täter war...

Seit diesem Vorfall konnte Michael nachts nicht mehr schlafen. Er wurde von Angstträumen und Gewissensbissen geplagt...

Aus dem Buch "undefinedJesu Name ist wunderbar"

Erweckung

Erweckungen bleiben nicht aus, wenn die Christen aufhören, über die Sünden der anderen zu sprechen, sondern ihre eigene Sünde bekennen. (Corrie ten Boom)

Zitat Dr. Koch

"Befreiung aus okkulter Belastung ist nur über Christus möglich durch eine Generalbeichte. Wer frei werden will, muss sich rückhaltslos Jesus Christus ausliefern."