Das religiöse Gesicht Kanadas

Die Einwanderer brachten ihre Heimatkirchen mit. Die französischen Einwanderer zu Beginn des 16. Jahrhunderts hatten katholische Patres und Mis­sionare im Gefolge. Kanada ist darum bis heute zu 40 Prozent katholisch.
* Zufallsbild *Die englischen Siedler gestalteten in der neuen Welt ihre Gottesdienste zumeist nach anglikani­schem Ritus. Die protestantischen Kreise sind die stärksten kirchlichen Gruppen. Sie bilden 50 Prozent der Bevölkerung.
Unter den deutschen Siedlern haben die Mennoniten am längsten ihr Volkstum erhalten. Nach zehn Generationen sprechen die Mennoniten noch deutsch, während religiös nicht gebundene Siedler in der zweiten Generation ihre Heimatsprache bereits ver­loren haben.
Nach den Mennoniten sind im Blick auf die Erhal­tung des religiösen Volkstums die Baptisten zu nen­nen. Eine Reihe von bekannten Baptistenpredigern sind bewußt darauf aus, deutsche Sprache und deut­sche Eigenart im Rahmen ihrer Kirchen zu erhalten. Pastor Gebauer von der Pilgrim Kirche in Vancouver wäre zu nennen. Noch mehr vielleicht Pastor Babbel in Kelowna B. C., der nicht nur alle Gottesdienste deutsch hält, sondern ebenso den Konfirmandenun­terricht. Dazu erteilt er den Kindern der deutschen Familien Deutschunterricht. Babbel vereinigt oft 600 bis 700 Besucher in seinen Gottesdiensten.
* Zufallsbild *Im allgemeinen mutet den ausländischen Besucher Kanadas das kirchliche Leben wie Kleinstaaterei an. Jede kleine Gruppe â€â€ manchmal nur 15 Menschen â€â€ baut sich eine Kirche. So sagte man mir 1962 in Kitchener: "Für je tausend Bewohner hat Kitchener eine Kirche."
Dezentralisation des Gemeindelebens hat etwas für sich. Mammutgemeinden sind gewiß nicht ein Ideal. Die Kehrseite dieser Zersplitterung ist aber das Streben jedes Pastors und jedes Ältestenrates, möglichst viele Mitglieder zu sammeln.
Diese Proselytenmacherei hat viele Nachteile, die ich oft zu spüren bekam. Übergemeindliche Veran­staltungen sind sehr schwer zu arrangieren, weil je­der Pastor sein eigenes Häuflein hüten will.
Als Beispiel sei folgendes erwähnt: In Montreal sprach ich im Morgengottesdienst in einer gut be­suchten Kirche. Der Pastor weigerte sich aber, mei­nen Abendgottesdienst in einer anderen Kirche be­kanntzugeben.
Noch deutlicher wird dieser Sachverhalt in einem Brief angedeutet. * Zufallsbild *Ein Arzt, der vor 25 Jahren nach Kanada eingewandert ist, schrieb mich an. Er er­klärte : "Ich habe Störungen des Glaubenslebens, die wahrscheinlich in Ihr Gebiet gehören. Ich kann kei­nen kanadischen Seelsorger aufsuchen, weil der mich sofort für seine Kirche gewinnen will. Den meisten kanadischen Pastoren geht es nicht um den Bau des Reiches Gottes, sondern um Mitgliederwerbung. Ich will Sie daher in Deutschland aufsuchen."
Wie stark muß der Abscheu vor der Mitglieder­werbung sein, wenn ein Arzt sich an einen auslän­dischen Seelsorger wendet.
Die geistliche Kraft der einzelnen Kirchen ist ört­lich sehr verschieden. Es gibt Kanzeln, von denen wie in aller Welt kein biblisches Evangelium verkün­digt wird. Ich bin Pastoren begegnet, die in spiriti­stischen Sitzungen zu finden sind, oder die zu Frei­maurerlogen oder zur kommunistischen Partei ge­hören. Auch die modernen Theologen haben ihren Gemeinden nur rationale "Geistreicheleien" zu bie­ten. Derartige Prediger können ihren Gemeinden keine geistliche Kost geben. Sie blockieren ihre Zu­hörer.
* Zufallsbild *Mitten in der geistlichen Wüste gibt es aber auch Oasen geistlichen Lebens. Jünger Jesu, die in Schwachheit und zugleich in Vollmacht das Wort des Lebens darbieten.
Landweite geistliche Ereignisse fehlen aber in der vierhundertjährigen Geschichte Kanadas.
Diese Epoche geht aber zur Zeit zu Ende. Kanada erlebt gegenwärtig von der Westküste zur Ostküste einen geistlichen Aufbruch.

Buchvorstellung

Anhand von 500 Beispielen werden rund 150 okkulte Bewegungen erläutert. Als Nachschlagewerk gibt das Buch klare Wegweisung im okkulten Chaos unserer Zeit und enthält ein umfangreiches Kapitel über die Befreiung aus okkulten Bindungen. Ergänzungsband zu "Seelsorge und Okkultismus.

832 Seiten, 25,- €

Menschen berichten...

Ein Evangelist predigte: "Es gibt viele Religionen, aber das Christentum ist keine Religion, sondern die Lebenshingabe an Jesus." Einige Monate danach vollzog Juvan den Schnitt mit der Religion der Väter. Jeder Brahmane trägt um den Leib eine heilige Schnur als Zeichen seiner Kaste. Diese Schnur zerschnitt er und ebenso die heiligen Fransen...

Aus dem Buch "undefinedIm Himalaja"

Erweckung

"Erweckung ist nichts anderes, als Gott gegenüber erneut gehorsam zu werden." (Charles Finney in dem Buch "Revival of Religion")

Zitat Dr. Koch

"Okkulte Betätigung schädigt das christliche Glaubensleben schwer."