Land und Leute

Kanada ist ein Land, das einen europäischen Besu­cher faszinieren kann.
Wir Bewohner der alten Welt sind ja mehr oder weniger, bewußt oder unbewußt, von einer "Insel­krankheit" erfaßt. * Zufallsbild *Unser Land ist zu klein. Wir füh­len uns beengt. Jeder guckt dem Nachbar in den Sup­pentopf. Wir sind Raumgefangene. Wir reiben uns gegenseitig wund. Wir treten uns gegenseitig auf die Hühneraugen.
Ist es ein Wunder, daß viele sich nach mehr Raum und Stille sehnen und über den großen Teich schie­len?
Kanada ist für alle auswanderungsfreudigen Men­schen ein Kristallisationspunkt. Es ist das zweitgröß­te Land der Erde mit rund 10 Millionen qkm. Wem das kein Begriff ist, der lasse sich einige Vergleiche gefallen.
Dieses eine Land ist so groß wie der Kontinent Europa und 2 Millionen qkm größer als der Konti­nent Australien. Die Fläche der Bundesrepublik ließe sich 40mal in Kanada unterbringen. Dabei hat Kana­da nur rund 20 Millionen Einwohner. In dem Ge­biet, in dem nur 1 Kanadier lebt, haben in der Bun­desrepublik 120 Menschen zu wohnen.
* Zufallsbild *Als einzelnes Land hält Kanada eine Reihe von Vergleichen mit dem Erdteil Europa aus. Wenn wir ein geographisches Quiz zwischen Kanada und Eu­ropa anstellen würden, käme Kanada gut weg. Der längste Fluß Europas, die Wolga, ist 3694 km lang. Der längste Fluß Kanadas, der Mackenzie River überspannt von Quell bis zur Mündung 4063 km. Die Alpenkette ließe sich mehr als zehnmal in die Rocky Mountains hineinpacken. Und Mount Logan mit seinen 6051 m Höhe überragt den Mont Blanc der Alpen um rund 1200 m. Aber um diese naiven geographischen Spiele geht es gar nicht. Der Land­riese Kanada ist erst am Anfang seiner wirtschaftli­chen Entwicklung, während der "Greis" Europa nicht mehr allzu viele Chancen und Möglichkeiten offen hat.
Die Weite und die ursprüngliche Gewalt des Rau­mes ist nicht der einzige Vorteil Kanadas. Der tier­liebende Europäer, der in seiner Heimat nie die Möglichkeit hat, einen Bär oder Elch zu Gesicht zu bekommen, sieht sich in den nördlichen Wäldern Ka­nadas einer reichen Fauna gegenüber. Mir lief ein schwarzer Bär nur 4 m entfernt über den Weg. Ein andermal schrie ein kleines Bärenkind vor Schreck auf, als ich ins Gebüsch trat. Elche fotografierte ich aus der Nähe. Hirsche schreckte ich ungewollt auf. Die schier endlosen Wälder, die zu 43 Prozent Kana­da bedecken, vermitteln in ihrer ungebändigten Kraft den Eindruck einer anderen Welt, die wir in Europa nicht mehr haben.
Die Bevölkerung ist ein buntes Rassengemisch. 50 Prozent haben angelsächsische Herkunft. Rund 30 Prozent sind französischer Abstammung. Der Rest setzt sich aus Deutschen, Japanern, Chinesen und vielen anderen Völkerstämmen zusammen.
* Zufallsbild *Mein persönliches Interesse galt nicht den Sied­lern, sondern der indianischen Urbevölkerung. Rund 130 000 leben noch davon. Dazu kommen etwa 10 000 Eskimo. Die geheimnisträchtige Naturver­bundenheit dieser Urstämme sind ein reizvolles For­schungsgebiet. Wir Zivilisierten kommen uns so ge­bildet und gescheit vor und sind doch im Blick auf die Kenntnis der Natur so armselige Wichte.
Klimatisch hat Kanada viele Variationen. Die Po­larzone ist die Heimat des Eisbären, des Ren und des Moschusochsen.
Südlich davon schließt sich die Waldzone an, ein Eldorado für Jäger, Fischer - und für die Kamera.
Dann folgt nach dem Seengürtel und einem zwei­ten Waldgürtel das große Weizengebiet mit einem kontinentalen Klima. Kanada führt 75 Prozent sei­nes Brotgetreides aus und füttert damit die hungri­gen Mäuler in Indien, aber auch in Rotchina.
Das Klima gliedert sich aber nicht nur in der Nord-Südrichtung in polare, subpolare und gemä­ßigte Zone, sondern hat auch seine Differenzierung in der Ost-West-Richtung.
Die Ostküste Kanadas wird von. einem Kaltwas­serstrom bespült, der von der Davis-Straße nach Sü­den drückt. So haben Neufundland, Neu-Brunswick und Nova Scotia lange und harte Winter. Selbst noch in Montreal kann bis Mitte Mai der Boden nachts gefroren sein.
* Zufallsbild *Die Westküste ist warm und feucht. Auf den Vancouver Islands hat der Boden nur etwa zwei Wochen im Januar Frost. Das ist der ganze Winter. Um so mehr aber ist die Westküste sehr niederschlagsreich.
Jeder Landstrich jedoch, ob kalt oder warm, hat seine Vorzüge. So hat Ostkanada ein großes Obst­baumgebiet in der Umgebung von St. Catherines.
Im Westen hat sich das Okanagan Valley zu einem Touristenzentrum entwickelt. Seen, Berge, Wälder und riesige Obstplantagen im Umkreis von Kelowna, dazu ein gesundes Klima sind hier die Aktivposten für den Fremdenverkehr.
Kanada bietet ein abwechslungsreiches Bild. Ob­wohl ich es in zwölf Jahren aufgrund meiner Vor­tragstouren 14mal bereist habe, bilde ich mir nicht ein, dieses riesige Land gründlich zu kennen.
Das Porträt dieses Landes wäre zu optimistisch, wenn nicht auch von den Nöten gesprochen würde. Es gibt Spannungen zwischen den sprachverschiede­nen Einwanderern. In Quebec liegen sich die franzö­sischen und englischen Sprachgruppen manchmal in den Haaren. An der Westküste im Raum Vancouvers fühlen sich gelegentlich die Deutschen überfahren und übervorteilt.
* Zufallsbild *Solche Minoritätsprobleme gibt es aber in der gan­zen Welt mit der löblichen Ausnahme der Schweiz, wo drei Sprachgruppen friedlich zusammen wohnen.
Andere Beobachtungen fallen aber schwerer ins Gewicht. Es gibt in Kanada verhältnismäßig viele seelisch angeschlagene Menschen. Mich wundert das, weil der kanadische Mensch im allgemeinen see­lisch gesünder und ausgeglichener ist als der Nach­bar in den Vereinigten Staaten.
Ein kanadischer Psychiater, der den Kongreß der Psychiater und Psychotherapeuten in Wien besuchte, erklärte, daß ungefähr jeder achtzigste Kanadier einen seelischen Knax hätte.
Ein Lehrer in Vancouver vermittelte mir ein ande­res Bild. Er sagte, daß 40 Prozent der Schulkinder eine psychotherapeutische Behandlung nötig hätten.
Mir ist dieses Problem der zunehmenden seeli­schen Erkrankungen zwar geläufig, aber in Kanada unverständlich. So einleuchtend der Prozeß der Neu­rotisierung in USA ist, so konnte ich in Kanada die Wurzeln einer solchen Entwicklung bis jetzt nicht entdecken.
Andere Fakten sind mir noch unbegreiflicher. In der Provinz Quebec wurde ich von einem Freund über folgenden Sachverhalt informiert. Die Regie­rung hat den Satanisten â€â€ den Angehörigen der Teu­felskirche - einen Zuschuß von 35 000 Dollar gewährt. Das sind rund 100 000 DM. Diese Unterstüt­zung der Satanisten wurde mit deren sozialer Arbeit begründet. * Zufallsbild *Staatszuschüsse sind Steuergelder. Darin stecken auch die Steuern der gläubigen Christen. Gelder von Christen für praktizierende Satans­kulte!
Ein Einzelfall, nur ein kleines Mosaiksteinchen, wirft ein Schlaglicht auf andere Mißstände.
Ich kenne ein christliches Ehepaar mit zehn Kin­dern. Sie sind nicht nur Kirchenbesucher, sondern Menschen, die mit ihren Kindern beten und die Bibel lesen.
In der Nachbarschaft wohnte eine 23jährige ge­schiedene Frau, die sich an den dreizehnjährigen Sohn dieser Christen heranmachte und ihn verführ­te. Der Vater kam schnell dahinter. Er verbot dem Jungen den Umgang mit dieser lüsternen Frau. Der Junge gehorchte nicht. Daraufhin hat der Vater den Jungen gezüchtigt. Der Sohn rannte zum Jugendamt und meldete den Vorfall.
Einige Tage später tauchte ein Jugendhelfer des Jugendamtes auf. Ein junger Mann mit langen Haa­ren, verwahrloster Kleidung, dreckig und übelrie­chend von Kopf bis zu Fuß.

Zwischenruf:
Satan bebt, wenn er den schwächsten Christen kniend sieht.
William Cowper

Dieser für Unsauberkeit prädestinierte Jugend­helfer wollte dem Vater klarmachen: "Das Ver­halten Ihres Sohnes ist die Frucht Ihrer religiösen Erziehung. Man sollte Ihnen diesen Jungen wegneh­men."
Das Jugendamt stellte beim Gericht den Antrag, daß den Eltern das Erziehungsrecht entzogen werde. Der Richter entsprach dem Antrag. Der Junge wurde in einer ungläubigen Familie untergebracht. Er darf weiterhin die geschiedene Frau besuchen und mit ihr intim leben. Das ist moderne Jugenderziehung, die also besser sein soll als die Sorge der betenden Eltern um ihr Kind.
* Zufallsbild *Dieser Vorfall ist in allen Einzelheiten geprüft. Ich war selbst gegenwärtig, als der aufgebrachte Va­ter einem Mitglied des Parlamentes in Ottawa dieses schreiende Unrecht vortrug. Der Parlamentarier, der ein überzeugter Christ ist, versprach, diesen Fall zu überprüfen.
Solche Geschichten gibt es heute in allen west­lichen Ländern. Langmähnige, atheistische, kommu­nistische Burschen, die selbst innerlich entwurzelt sind, können Sozialhelfer oder Jugendhelfer wer­den. Und diese verwahrlosten Individuen sind dann "Erziehungsexperten", die von Erziehung mehr ver­stehen wollen als eine gläubige Familie, die unter viel Gebet zehn Kinder großzieht.
Das ist endzeitliche Situation. 2. Timotheus 3,1â€â€4 erfüllt sich heute mehr denn je.

Buchvorstellung

Berichte aus dem Erweckungsgebiet Kwasizabantu.

130 Seiten, 2,60 €

Leseprobe:
Seit diesem Vorfall konnte Michael nachts nicht mehr schlafen. Er wurde von Angstträumen und Gewissensbissen geplagt. In seinem Alptraum hatte er das Gefühl, er würde in eiskaltem Wasser liegen. Tagsüber hatte er keinen Appetit. Schließlich wußte er keinen Rat mehr, so daß er...

Menschen berichten...

Er zückte das Messer, nicht um den Gegner zu töten, sondern um ihn nur kampfunfähig zu machen.
Der Stich war aber doch lebensgefährlich.
Viele wussten, wer der Täter war...

Seit diesem Vorfall konnte Michael nachts nicht mehr schlafen. Er wurde von Angstträumen und Gewissensbissen geplagt...

Aus dem Buch "undefinedJesu Name ist wunderbar"

Gehört aber nicht Opposition dazu, wenn Gott ein Feuer anzündet? Wenn eine Erweckung keine Widersacher hat, dann ist das keine echte Erweckung.
Dr. Kurt E. Koch

Zitat Dr. Koch

"Okkulte Betätigung schädigt das christliche Glaubensleben schwer."