Macumba-Zauberei

Was ist der Macumba-Kult?

In Porto Alegre war ich Gast im Hause von Dr. Lengler. * Zufallsbild *An einem freien Nachmittag fuhr mich dieser Arzt durch die Stadt und auch in die Umgebung. Bei dieser Rundfahrt hatten wir an verschiedenen Straßenkreuzungen einem merkwürdigen Paket auszuweichen, das mitten auf der Kreuzung lag. Jedesmal hörte ich dann aus dem Mund der Begleiter das Wort Macumba oder Despacho.
Täglich ist mir in Brasilien dieses Stichwort begegnet. Der Vater von Dr. Lengler erzählte mir eine Begebenheit aus seiner Nachbarschaft. Ein Hausbesitzer hatte die Absicht, einem Mieter zu kündigen, weil er diese Wohnung selbst benötigte. Der Mieter war nicht aus der Wohnung zu bringen, obwohl zuletzt ein Rechtsanwalt zu Rate gezogen worden war. Schließlich griff der Hausbesitzer zu einem wirksamen Mittel. Er besuchte eine Macumba-Sitzung und ließ sich einen wirkungskräftigen undefinedZauber, eben einen Despacho, geben. Dieser Zauber wurde dem Mieter auf die Schwelle gelegt. Daraufhin zog der Mieter aus.
Wird einer Familie ein Macumba auf die Schwelle gelegt, dann umgehen diese Menschen den gefürchteten Zauber in großem Bogen oder sie betreten durch eine Hintertür ihre Wohnung. Werden aus dem Macumba irgendwelche Teile, zum Beispiel Maiskörner, auf der Straße zerstreut, dann gehen die Straßenpassanten diesen Körnern achtsam aus dem Weg.
* Zufallsbild *Es gibt aber auch "aufgeklärte" Menschen, die über den Macumba lachen oder sogar einen Teil dieser Opfergabe stehlen. So erzählte mir ein Mädchen, das in meiner Seelsorge war, folgendes. Ihr Vater macht sich über den "Macumba-Aberglauben" lustig. Einmal entnahm er einer solchen Opfergabe Streichhölzer. Am nächsten Tag schlug der Blitz bei ihnen ein. Als ein Macumbakult-Anhänger nach seiner Meinung befragt wurde, antwortete er: "Feuer kann nur mit Feuer gesühnt werden." Er war also der Meinung, daß der Diebstahl der Macumba-Streichhölzer den Blitzschlag verursacht habe.
Das Mädchen erzählte mir auch, daß ihre Tante oft die Macumba-Opfergabe beraube. Diese Opfer liegen ja über Nacht auf der Straßenkreuzung. Die Tante hätte aber keinen Schaden dabei, weil sie eine böse Frau ist. Nur die guten Menschen würden von der Rache der Macumba-Götter getroffen werden. Damit haben wir eine erste Kostprobe. Es soll nun das seltsame Gebilde der Macumba-Vorstellungen untersucht werden.

Zwischenruf:
Wenn ein Haus brennt und du weißt, dass noch Menschen drin sind, wäre es nicht Sünde, in diesem Haus die Bilder gerade zu hängen? Wenn die Welt um dich herum in großer Gefahr ist, können Tätigkeiten, die an sich nicht sündig sind, ganz verkehrt, ja, sündig sein.
Corrie ten Boom

Was verstehen wir unter Macumba?
Der Macumba-Kult ist eine afro-amerikanische Bewegung, ähnlich wie der Umbanda-Kult. Die Umbanda-Leute lehnen es aber entrüstet ab, mit den Macumba-Leuten verglichen zu werden. * Zufallsbild *Sie sagen: "Macumba ist der niedere oder gar verbrecherische undefinedSpiritismus. Wir sind dagegen eine höhere Religion." In der Tat gleicht der Umbanda-Kult in seinen milderen Formen ein wenig dem Christentum. Wir sahen das zum Beispiel an dem Gebet von Franz von Assisi, das im Katechismus des Umbanda-Kultes steht. Man könnte auch folgende Unterscheidung treffen: der Umbanda-Kult entspricht teilweise der weißen undefinedMagie. Der Macumba-Kult ist ohne Zweifel stark gekoppelt mit der verbrecherischen schwarzen Magie.
Seiner Herkunft nach ist der Macumba-Kult ein Negerkult aus Angola und ist aus den Elementen der Quimbanda-Zauberei gebildet. Die Quimbanda-Zauberei ist im wesentlichen ein undefinedFetischismus. Unter einem Fetisch verstehen wir einen kraftgeladenen Stoff. Damit ist aber noch nicht alles gesagt. In der Quimbanda-Zauberei und in der Macumba-Magie wird angeblich ein Gott in den Fetisch hineingebannt.
Darauf beruht dann nach der Meinung der Zauberer die geheimnisvolle und übermächtige Wirkung eines Fetischs.
Die Quimbanda-Zauberei wurde von den Negersklaven nach Südamerika gebracht und lebte dort im Verborgenen weiter. Zu klären ist noch, wo der Name Macumba herkommt. Es gibt dazu verschiedene Traditionen. Die wahrscheinlichste ist, daß der in Angola gebräuchliche Name Cumba herangezogen werden muß. Der Überlieferung nach war Cumba ein böser Jongo-Tänzer. Jongo ist ein Ritualtanz der Neger Angolas. Dieser Cumba trieb Zauberei, die nach ihm Macumba hieß. Eine andere Deutung wurde von dem Brasilienkenner Richard Brackmann gegeben. Er meint, das Wort Macumba käme von Kiumba, einem bösen Geist, der herumstreift und Unheil anrichtet.

Wie funktioniert die Macumba-Zauberei?
Die schwarze Magie des Macumba-Kultes ist eindeutig auf den obersten Gott des Bösen ausgerichtet. * Zufallsbild *Er heißt in der Sprache dieses Kultes in Anlehnung an biblische Vorstellungen Luzifer oder Beelzebub oder Aschtaroth. Diese oberste Gottheit des Bösen ist unterstützt von ganzen Hierarchien von Dämonen, die in der Sprache des Macumba-Kultes Exus heißen. Wir werden dabei an die Geschichte vom besessenen Gadarener erinnert. Jesus fragte den besessenen Mann: "Wie heißest du?" Er antwortete: "Legion, denn unser sind viele." Der Macumba-Kult weiß also etwas von der Existenz und furchtbaren Wirksamkeit der schwarzen Teufelsboten. Es ist darum durchaus verständlich, daß die rituelle Farbe dieser Exus schwarz ist. Die Medien, die diese Exus anrufen, tragen bei den Kulthandlungen des Macumba-Kultes schwarze Kleidung.
Wie stellen sich nun die Kultmitglieder den Vorgang der schwarzen Magie vor? Die Medien des Kultes rufen nach langer ritueller Vorbereitung die Exus um Hilfe an. Um diese "Götterboten" sich gefügig zu machen und gleichzeitig um sich gegen sie zu schützen, werden Opfergaben angeboten, die auf die Straßenkreuzungen gelegt werden. Daß die Straßen benützt werden, hängt mit der Vorstellung zusammen, daß die Boten hin- und hereilen, um die Aufträge auszuführen.
Über die ganze Furchtbarkeit dieser Vorgänge kann ein Beispiel Aufschluß geben. Um Mitternacht betrat ein Mann den Versammlungsort eines Macumba-Kultes. Er bat um die Tötung seiner Frau, weil er mit einer anderen weiterleben wollte. Die Babalorixa, die Leiterin des Kultes, nahm eine Handvoll Kaurimuscheln und warf sie auf den Boden. Dann las sie eine Muschel nach der anderen auf und begann zu zählen: "Sie stirbt, er stirbt, sie stirbt, er stirbt ..."
Dieses Abzählen ist ja auch in Europa bekannt. Junge Mädchen, die verliebt sind, nehmen die Blüte einer Margerite, rupfen die Blütenblätter aus und sprechen bei jedem Blatt: "Er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich, er liebt mich nicht ..." * Zufallsbild *Eine andere Form ist das Knopfabzählen. Wer vor irgendeiner Entscheidung steht und keine Klarheit hat, pflegt manchmal beim obersten Knopf zu beginnen und sagt dann: "Ja, nein, ja, nein ..." Der unterste Knopf gibt dann die rechte Entscheidung. Wenn dieses Abzählen nur im Scherz gemacht wird, ist es ungefährlich. Wer sich aber davon beeinflussen läßt, versklavt sich selbst.
Führen wir das angefangene Beispiel zu Ende. Als die Kultleiterin mit dem Abzählen fertig war, wurde eine Stoffpuppe hereingebracht. Man hielt diese Puppe zum offenen Fenster hinaus gegen den abnehmenden Mond und murmelte dabei magische Sprüche. Dann wurde die Puppe mit einer Nadel ganz zerstochen. Dieser Vorgang sollte den Tod der verfolgten Frau herbeiführen. Darnach wurde die Puppe zusammen mit rituellen Speisen auf einen Kreuzweg niedergelegt. Dabei rief man unter undefinedBeschwörungssprüchen die Exus an, die die Frau töten sollten.
Es kam aber anders. Nicht die Frau starb, sondern der Mann. Das war durchaus natürlicher als der erwartete Tod der Frau. Die schwarze Magie schlägt viel eher auf den zurück, der sie übt, als auf den, den sie treffen soll.
Dieses Nadelstechen fand ich auch schon in Europa. Es zeigt sich auch an diesem Beispiel, daß die schwarze Magie in aller Welt nach gleichen Regeln gehandhabt wird.

Formen und Mittel der Macumba-Zauberei
Ein spezielles Gebiet der Zauberei sind die Trancehandlungen. * Zufallsbild *Ich hörte bereits in Indonesien davon, daß junge Männer in der Trance sich Dolche gegen die Brust oder den Leib stoßen, ohne daß die Spitzen eindringen und sie verletzten. Andere zerstampfen Flaschen und gehen dann barfuß über die Scherben, ohne sich zu verletzen. Der Leiter einer Rundfunkstation in Brasilien erzählte mir im Beisein von Pfarrer Braun ein anderes Erlebnis. Alljährlich wird in Brasilien das Johannisfest gefeiert. Als dieser Bericht am 24. Juni 1964 niedergeschrieben wurde, war ich Zeuge dieses Festes. Auf den Straßen des Städtchens Panambi war eine Knallerei und Schießerei wie in Deutschland in der Neujahrsnacht. Bei diesem Johannisfest wird gewöhnlich abends ein großes Feuer angezündet. Wenn das Feuer niedergebrannt ist, springen Erwachsene und Jugendliche barfuß durch die Glut, ohne daß sie sich die Füße verbrennen. Der Leiter des Rundfunks nahm selbst an diesem Fest teil. Als ich ihn fragte, wie er sich das erkläre, daß die Teilnehmer weder das Feuer spüren noch sich verbrennen, antwortete er: "Das ist wohl die Auswirkung einer undefinedSuggestion, die über den Feiernden liegt." Ich hatte es bei meinen Missionsreisen auch mit Leuten zu tun, die solche Experimente unter Trance ausführen.
Ein ausgesprochenes Macumba-Experiment soll zeigen, daß wir mit dem Hinweis auf Suggestion nicht überall durchkommen. Eine Gruppe von 12 Medien füllte sich in einer Macumba-Sitzung die Hände mit Schießpulver. Mit einer Kerze entzündet, explodierte das Pulver, ohne daß an den Händen der Medien hinterher Brandwunden oder auch nur eine Rötung zu beobachten war.
Eine andere Form der Macumba-Zauberei ist die Ifa-undefinedWahrsagerei. In einigen Kulten gilt Ifa als die höchste Gottheit. Der Göttertempel der vielen Götter ist aber nicht einheitlich. * Zufallsbild *Jeder Kult hat wieder seine speziellen Götter, die verehrt werden. Die Ifa-Wahrsagerei ist im Grunde genommen ein verhältnismäßig einfaches Spiel, was aber nicht heißen soll, daß Wahrsagerei ein harmloses Spiel ist. Es werden 16 Kerne aus der Kokosfrucht der Dendo-Palme genommen und auf einen Tisch geworfen. Aus der Lage der Kerne wird dann die Antwort der Götter herausgelesen.

Buchvorstellung

Aus der Reihe: Aus meinem Leben, Teil 6

Interessantes, Aufklärendes, Evangelistisches aus dem Leben und der Arbeit von Dr. Koch.

106 Seiten, 1,50 €

Leseprobe:

Dann kam ich an die Reihe. Der Beamte öffnete meine Aktentasche und fragte:
»Do you have weapons?«
Haben Sie Waffen?
Da meine Bibel zu oberst lag, deutete ich auf sie und antwortete:
»That"s my weapon! My sword!«
Das ist meine Waffe, mein Schwert!
Der Israeli antwortete:
»That"s a good weapon.«
Das ist eine gute Waffe.

Menschen berichten...

Die nächste Station war Johannesburg, wo Donavan Kontakt zu anderen Homosexuellen bekam. Viele trugen Frauenkleider, wie er. Sie gaben sich auch jeweils weibliche Vornamen und sprachen die international bekannte Homo-Sprache "Gayla"...

Aus dem Buch "undefinedWo ist ein Gott, wie du bist?"

Gehört aber nicht Opposition dazu, wenn Gott ein Feuer anzündet? Wenn eine Erweckung keine Widersacher hat, dann ist das keine echte Erweckung.
Dr. Kurt E. Koch

Zitat Dr. Koch

"Niemand nimmt okkulte Kräfte ungestraft in Anspruch."