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Von der Macumba zu Christus

Dieser Bericht beleuchtet das Schicksal einer Frau, die 23 Jahre nicht nur im Banne der Macumba-Zauberei stand, sondern sie aktiv ausübte. Bei meiner Vortragsreihe in Rio de Janeiro kam ich mit ihr in Berührung. Ihr Erleben ist es wert, daß es der Ã-ffentlichkeit übergeben wird. Vielleicht werden manche Leser angeregt, für diese Frau zu beten, denn wer einmal aktiv schwerste Zauberei getrieben hat, ist immer in der Gefahr, von diesen verjagten Mächten neu angegriffen und beschossen zu werden,
* Zufallsbild *Im Mittelpunkt dieses Berichtes steht aber nicht Frau Otilia Pontes - so ist ihr Name -, sondern Jesus, der selbst aus der Hölle der schwarzen Magie Menschen herausholen kann. Ihm, dem Sohn Gottes, gilt unser Interesse, nicht den dunklen Machenschaften der Finsternis.
Dona Pontes erster Kontakt mit der Macumba
Otilia Pontes arbeitete in einer Textilfabrik in Rio de Janeiro. Während der Arbeit trugen die Arbeiterinnen Kopftücher. Eines Tages spürte sie, daß sie jemand an den Haaren zog. Es war aber niemand in ihrer Umgebung. Sie fühlte anschließend Kopfschmerzen und Unwohlsein. Auch ein Schwindelgefühl bemächtigte sich ihrer. Sie dachte bei diesem ersten Erlebnis, sie müßte sich wohl in der Deutung des Erlebnisses geirrt haben. Als sie dann aber jeden Montag, Mittwoch und Freitag die gleiche Erfahrung machte, bekam sie den Eindruck, daß es nicht mit rechten Dingen zugehe.
Diese Belästigungen und Krankheitsanfälle wiederholten sich in immer schwererer Form. Sie suchte die Ärzte auf, fand aber keine Hilfe. Da die Schmerzen manchmal unerträglich wurden, versäumte sie oft die Arbeit. Merkwürdig war das Verhalten ihrer Chefin, die ihr wegen des häufigen Fehlens keine Vorhaltungen machte.
* Zufallsbild *Diese Chefin erweckte den Anschein, als hätte sie selbst mit dieser Belästigung etwas zu tun. Sie war nämlich Mitglied eines Kultes und besuchte die Veranstaltungen des "Terreiro da voro Cabinda". Sie lud schließlich die ihr unterstellte Arbeiterin ein, mit in die Macumba zu kommen und sich dort von der Macumba-Leiterin heilen zu lassen.
Wenn ich als Berichterstatter hier schon meine Gedanken äußern darf, so möchte ich darauf hinweisen, daß ich auch in anderen Teilen der Welt solche Phänomene erlebte.

Zwischenruf:
Wenn ein Haus brennt und du weißt, dass noch Menschen drin sind, wäre es nicht Sünde, in diesem Haus die Bilder gerade zu hängen? Wenn die Welt um dich herum in großer Gefahr ist, können Tätigkeiten, die an sich nicht sündig sind, ganz verkehrt, ja, sündig sein.
Corrie ten Boom

Einmal beichtete bei mir ein Magier und Besprecher, der mir bekannte: "Ich hänge den Leuten erst Krankheiten an und dann nehme ich sie ihnen gegen Bezahlung wieder ab." Auf meine Frage, wo er diese merkwürdigen Kräfte herhabe, antwortete er: "Natürlich sind das dämonische Kräfte, darum sage ich es Ihnen ja."

Ob es bei Frau Pontes nicht so war, daß ihr diese Belästigungen zugefügt wurden, damit sie sich zum Besuch der Macumba entschließen würde? Wenn ein Mensch Kopfweh hat, dann kommt das nicht nur an den Wochentagen Montag, Mittwoch und Freitag über ihn, wenn an den anderen Tagen die gleichen Lebensbedingungen herrschen und dieselben Voraussetzungen gegeben sind.
Unter dem Druck der großen Schmerzen ließ sich Frau Pontes bewegen, die Macumba zu besuchen. Als sie den Kultraum betrat, hörte sie einen großen Applaus, denn ein starkes Medium betrat gleichzeitig den Versammlungsraum. Die Trommeln begannen ihre gleichmäßigen Rhythmen. Die Anwesenden begannen zu tanzen und sangen zu wiederholten Malen:
Steh auf, Schwarzer...

Es wurden Zigarren herumgereicht, und auch die Frauen rauchten schwere, schwarze Zigarren. Frau Pontes ließ sich auch dazu verleiten. Ja, sie versuchte auch, die Tanzbewegungen der anderen nachzumachen. * Zufallsbild *Die Cabinda (die kleine Mutter) stand dauernd neben ihr. Inzwischen ist die Cabinda zur Baba (große Mutter) befördert worden. Frau Pontes versprach bei diesem ersten Besuch, wiederzukommen, wenn sie von dem Kopfweh befreit würde. In einigen Tagen kehrten die regelmäßigen Belästigungen nicht wieder. Die Geplagte hatte Ruhe. Sie hielt darum ihr Versprechen und erschien zur nächsten Kultversammlung.
Da dieser seltsame Vorgang auf der ganzen Welt zu finden ist, darf er hier erwähnt werden. Es gibt magische Vereinigungen, die einen medial veranlagten Menschen so lange plagen, bis er ihrer Vereinigung beitritt. Auf nicht medial veranlagte Menschen haben die Kulte allerdings nicht die gleiche Gewalt. Es handelt sich hier also um eine verbrecherische Mitgliederwerbung.


Die Aufnahmeriten
Otilia Pontes war nach ihrer Heilung Anwärterin des Kultes geworden. Die Anwartschaft dauerte ein Jahr. Dann wurde sie durch Xango, den Geist des Blitzes, der in ein Medium gefahren war, aufgefordert, sich dem Noviziat zu unterziehen. Darunter versteht man in der Macumba, daß ein treuer Gottesdienstbesucher die Laufbahn einer Novizin bis hin zur Baba (Kultleiterin) einschlägt.

Otilia Pontes unterzog sich diesen Riten. Sie wurde zunächst zusammen mit 50 Frauen und Mädchen in den Noviziatraum, die sogenannte Camarinha, eingeschlossen. * Zufallsbild *Es ist ein Raum ohne Fenster. Allen Anwärterinnen wurden die Köpfe kahl geschoren. Die Betreuung ist außerordentlich gut. Jeden Tag erhielten sie neue Wäsche, verschiedene Bäder und ein vorzügliches, abwechslungsreiches Essen.

Nach Ablauf von 17 Tagen, an denen sie kein Tageslicht gesehen hatten, wurden die Novizinnen von der Baba (Kultmutter) aus der Camarinha geholt. Die eigentlichen Einweihungsriten begannen.


Abends um 23 Uhr begaben sich alle Chefs des Kultes und alle Anwärter in einen Urwald. Dort hat der Kult eine Versammlungsstätte. Die Einweihung begann mit einem wunderbaren Festessen. Alle Speisen und Getränke sind von bester Qualität. Das Essen ist der höchsten Gottheit des Kultes, dem Oxala, geweiht. Essen, Gewänder und aller Tafelschmuck muß weiß sein. So gibt es Speisen aus weißem Maisschrot zubereitet, dazu weißes Fleisch verschiedener Geflügelsorten. Auch die Getränke sind weiß, das heißt, sie trinken den besten und teuersten Schnaps. Nach Beendigung des Festessens werden alle Überreste an Ort und Stelle zurückgelassen.


Die zweite Station der Einweihung ist ein Kreuzweg, der exakt um 24 Uhr aufgesucht sein muß. Beachten wir hier die in aller Welt übliche Geisterstunde. * Zufallsbild *Diese zweite Szene gilt dem Gott der Finsternis, der durch die Exus (Dämonen) vertreten ist. Die 50 Novizinnen müssen sich hier einem Blutritus unterziehen. Sie werden von der Baba mit einem scharfen Dolch hinter dem Ohr angeritzt. Das Blut, das fließt, soll ein Opfer und eine Verschreibung für die Exus darstellen.
Nach dieser schauerlichen Blutverschreibung folgt die dritte Stufe auf einem Friedhof. Dort schließen die Novizinnen einen Bund mit Joao da Caveira, dem gefürchteten Geist der Gräber. Dieser Dämon verspricht den Novizinnen, alles "Gute" und Böse in ihren Terreiros (Kulthandlungen) auszuüben unter der Bedingung, daß die Novizinnen nie mehr in ihrem Leben den Friedhof betreten. Otilia Pontes hat dieses Versprechen auch gehalten, bis sie nach 23 Jahren als Christin diesen dämonischen Bund brach.


Die Ausrüstung mit magischen Kräften
Die Einweihungsriten haben die Bedeutung, die Novizinnen den einzelnen Kultgöttern vorzustellen und sie zu einem Bund mit diesen Göttern zu führen. Nach dieser Teufelsverschreibung waren alle 50 Frauen und Mädchen Filhas de Santo, Glaubenstöchter, oder auch Sambas, die Medien. Auch hierin offenbart sich eine gräßliche Parallele zu deutschen Tanzsitten. In Brasilien sind die Sambas Menschen, die dem Teufel verschrieben sind. Wenn man das auf deutsche Verhältnisse übertragen wollte, so sollte eigentlich das junge Volk sich keinen solchen Tänzen hingeben.


Aus den 50 geweihten Filhas de Santos werden dann im Laufe der Jahre die Leiterinnen des Kultes herausgesucht. * Zufallsbild *Es ist fast ähnlich wie bei dem Saugumma-Kult auf Neuguinea. Der alte Saugumma-Zauberer sucht sich 12 vierzehnjährige Burschen für den Kult aus. Diese Anwärter müssen sich verschiedenen Einweihungsriten unterziehen. Wer am besten seine Eignung beweist, hat die Aussicht, in die Stelle des alten Zauberers nachzurücken.
Bei dem brasilianischen Macumba-Kult ist es Sitte, daß bei jeder weiteren Beförderung neue Prüfungen abgelegt werden müssen. Wir erzählen darum weiter.


Nachdem die 50 Medien ein Jahr lang ihres Amtes gewaltet haben, kam die schwere Probe des Feuerzaubers. Die Baba (Kultmutter) erhielt eines Tages vom Feuergott den Auftrag, mit den 50 Medien den Aguere zu machen. Man versteht darunter eine Feuerzeremonie, vor der die meisten kapitulieren. In einen irdenen Topf wird ein spezielles Ã-l gegossen und ein brennbarer Staub, der Natrium enthält, zugefügt. Das Feuer brennt zwölf Stunden lang, von 12 Uhr mittags bis 12 Uhr in der Nacht. Um Mitternacht ruft die Baba den Urwaldgott an. Dieser Dämon befahl, daß Baumwolle in das Feuer zu werfen sei. Die Medien hatten daraufhin die brennende Baumwolle mit bloßen Händen aus dem Feuer und Ã-l herauszuholen. Nur, wer das zustande bringt, ohne sich die Hände zu verbrennen, kann in der Hierarchie der Macumba weiter aufrücken.


Von den 50 Medien brachte es nur die Otilia Pontes und ein anderes Medium fertig. * Zufallsbild *Sie bewiesen damit ihre starke Medialität. Die beiden, die den Feuerzauber bestanden hatten, wurden befördert. Sie waren nunmehr reif, in die spezielle schwarze Magie eingeführt zu werden. Otilia Pontes lernte anschließend die verschiedenen Formen der Zauberei: wie Blutstillen, Heilen, magische Verfolgung, Anhexen von Krankheiten. Sie wurde auch darin Experte, wie man auf große Entfernung hinweg alle Türen öffnen konnte, wie verschlossen sie auch waren. Ein volles Jahr übte sie sich in der neugewonnenen Kunst. Dann stand ihr das Schwerste bevor, das Furchtbarste, das es bei der Macumba gibt.


Das Menschenopfer
Nachdem Frau Pontes nunmehr alle Etappen der Magie und Medialität durchlaufen hatte, sollte sie die höchste Weihe als Kultmutter erhalten. Die Baba verlangte von ihr, daß sie einen Zauber bereite, um ihren siebenjährigen Sohn umzubringen. Die Baba erklärte dabei, sie würde sonst nie die alleinige Herrin eines Macumba-Kultes werden, wenn ihr irgend etwas höher stünde als der Wille der Götter. Durch dieses Opfer sollte Frau Pontes auch die Fähigkeit erhalten, über Leben und Tod der Kultmitglieder und auch anderer zu bestimmen.
Für Frau Pontes war das ein ungeheuerliches Ansinnen. Sie steckte aber schon so in der dämonischen Macht des Kultes, daß sie sich auch dieser Forderung nicht mehr entziehen konnte. Sie bereitete einen Zauber gegen ihren eigenen Sohn, der dann nach drei Tagen auf den Tod erkrankte. Der Zauber hatte also gewirkt.
Der schwerkranke Junge wurde dann auf Veranlassung der Baba um Mitternacht in den Terreiros (Kultstätte) gebracht. Ein Festmahl wurde gerichtet. Ans Kopfende wurde ein gefesselter Ziegenbock gelegt. Der schwerkranke Junge wurde auf den Armen hereingetragen und neben den Ziegenbock gelegt. Und nun sollte es sich zeigen, ob der Dämon Joao Caveira, dem sie sich auf dem Friedhof einmal verschrieben hatte, das Leben des Kindes haben wollte oder mit dem Bock zufrieden war. Die Mutter, die nunmehr bereit war, den Sohn zu opfern, leitete einen Bitt- und Sühnezauber ein und überließ dann dem "Gott" Joao Caveira die Entscheidung. * Zufallsbild *Der "Gott" Joao fuhr in die Baba, die fürchterliche Zuckungen bekam, und gab dann bekannt, daß er mit einem Kopfwechsel (troca de cabecas) einverstanden sei. Darauf wurde der Ziegenbock getötet. Der Junge blieb am Leben. Ohne Zweifel wäre aber auch der Junge getötet worden, wenn Joao es verlangt hätte. Solche rituellen Morde sind ja schon manchmal aufgedeckt worden.
Wir haben in diesem Kultvorgang die dämonische Parallele zu Abrahams Opferung. Der Teufel versucht alles nachzuahmen, was nach dem Willen Gottes einmal geschehen ist. Morijah, der Berg Abrahams Opferung, ist das große Urbild für Golgatha. Gott selbst wollte es sehen, ob ein menschlicher Vater bereit wäre, sein Liebstes zu opfern. Abraham hat die Glaubensprobe bestanden, und Gott bewies dann auf Golgatha, daß er bereit war, seinen Sohn für die Sünde der Menschheit zu opfern. Diese Tat Gottes ist unsere Rettung.


Frau Pontes wird Kultmutter
Nach dieser höchsten Probe wurde Otilia Pontes zur Baba de vovo Rosario. Sie hatte durch die letzte Weihe eine unheimliche Fähigkeit bekommen, mit ihren magischen Kräften gegen alle Feinde zu kämpfen, wenn es sein mußte auch ihren Tod herbeizuführen. Sie konnte auch jederzeit irgendwelche Angriffe abwehren.
Jede Nacht waltete sie ihres Amtes. Es gehört zum Ritus einer Baba, daß sie jede Nacht drei bis vier Flaschen reinsten Branntwein zu trinken hat. Frau Pontes bewältigte das, ohne im geringsten davon betrunken oder benebelt zu sein. Wir haben hier eine Parallele auch zu anderen Medien in der weiten Welt. Wie oft erlebte ich es, daß man zu einem besessenen Medium einen Arzt holte, der dem Tobsüchtigen schwere Beruhigungsspritzen gab, ohne daß sie wirkten. Man kommt mit Alkohol oder betäubenden Mitteln nicht gegen eine starke Medialität an.
Außer dem Alkoholtrinken rauchte Frau Pontes Pfeife und Zigarren, mit deren Rauch sie wiederum heilen oder bannen konnte. Sie konnte jederzeit durch Anblasen Kultmitglieder heilen oder Feinde damit hemmen und bannen. Das ist ein Vorgang, der bereits von dem ehemaligen Zauberer Alka berichtet worden ist.
Der Dienst einer Kultmutter ist unentgeltlich, und doch brachten ihr die geheilten Menschen und auch die anderen Mitglieder viele Geschenke. Neben einem großen Vorrat an Wäsche, Schuhe, Kleidung, Schmuck, hatte sie jedes Jahr 200 000 bis 300 000 Cruseiros übrig.


Der Ruf der neuen Baba wurde immer größer. Frau Pontes besaß auch die Fähigkeit eines "medium tranporte". * Zufallsbild *Man versteht darunter die Fähigkeit, von jeder vermißten oder weit entfernten Person Nachricht zu bringen. Frau Pontes fiel in Trance und konnte dann nach 15 Minuten jede gewünschte Nachricht beibringen, deren Nachprüfung die Echtheit der Botschaft bewies. Höchst aufschlußreich ist aber folgender Tatbestand, der von allen Rationalisten und Negativisten beachtet werden sollte.

Die Übermittlung solcher Botschaften funktioniert bei echten Christen nicht.

Das Medium ist nicht imstande, eine solche Botschaft zu vermitteln, wenn die gesuchte Person ein Jünger Jesu ist. Das mußte dieses starke Medium erleben, ehe sie selbst daran dachte, Christ zu werden. Sie spürte also noch im Zustand der Dämonie, daß ihre Fähigkeiten am Christusglauben endeten. Diese Tatsache gibt uns den Mut, auch über die Macumba-Zauberei zu sprechen und Artikel niederzuschreiben. Ein Medium, ein widerchristlicher Mensch bestätigt hier, daß alle medialen und dämonischen Mächte nicht an den echten Glauben heranreichen.


Die Krisis
Ursprünglich hatte diese berühmte Kultmutter eine christliche Erziehung erhalten. Als sie dann als Textilarbeiterin von ihrer Chefin mit in die Macumba geschleppt wurde, verlor sie jeden Zusammenhang mit ihrem christlichen Glauben, der ohnehin nicht echt, sondern nur Erziehungsprodukt war. Je länger sie in die Macumba ging, desto glühender wurde ihr Haß gegen Christus und die Bibel.
Sie war aber selbst in dieser langen Periode der bewußten Gottlosigkeit nicht ohne christliche Hilfe. Verschiedene gläubige Nachbarn und auch ihre Eltern beteten für sie. Sie gaben aber nach und nach die Fürbitte auf, denn Frau Pontes steckte ja über 25 Jahre in der Macumba und übte selbst 23 Jahre das Amt der höchsten Leiterin aus. Der Herr in seiner Treue hatte aber diese verirrte Frau nicht vergessen.
1956 erkrankte ihre elfjährige Tochter. Ihr Zustand verschlimmerte sich so sehr, daß das Kind tagelang bewußtlos dalag. Alle Zaubermittel, die sie so oft mit Erfolg angewandt hatte, versagten. Alle Opfergaben an ihre "Götter" halfen nicht. Bei diesem erfolglosen Kampf wurde ihr wieder der Wert des christlichen Glaubens bewußt. Wie oft hatte sie ja als starkes Medium erlebt, daß ihre Fähigkeiten am Christusglauben endeten. Sie hatte darum ein offenes Ohr, als einige gläubige Nachbarn ihr rieten, sie möchte doch den Methodistenpastor rufen lassen, damit er mit dem Kind bete.
Unter normalen Umständen hätte sich Frau Pontes nie dazu hergegeben, einen Christen zu rufen. Aber nun ging es um ihre elfjährige Tochter, die sie sehr liebhatte. Die Ärzte hatten bei allem guten Willen nicht helfen können. Sollte sie als die Leiterin eines magischen Kultes es wagen, einen Pastor zu rufen. Es war ein unmöglicher Gedanke für sie. Und doch siegte die Mutterliebe.


Pastor Otto wurde gerufen. Er las einige Bibelstellen über die Führungen Gottes, dann betete er für das Kind und für die Mutter. Der gläubige Bruder war kaum eine halbe Stunde weg, da erhob sich das kranke Kind und verlangte zu essen. Der Arzt wurde noch einmal gerufen. Er stand erstaunt vor der kleinen Patientin und konnte nur ausrufen: "Wahrhaftig, hier ist ein Wunder geschehen!" Am nächsten Tag stand das Mädchen schon auf und ging wieder in den Garten und auf die Straße. Die Mutter war überglücklich. Was sie mit all ihren Zauberkräften nicht fertiggebracht hatte, das bewirkte der Herr Jesus.


Die Wende
Zum zweitenmal hatte nun das starke Medium erleben müssen, daß alle Magie, aller Spiritismus, alle Zauberei ihre Grenzen an Christus hat. Wie oft war sie mit ihren medialen Kräften an echten Christen zuschanden geworden, und nun war sie wieder Augenzeuge gewesen, wie das Wort Gottes und das schlichte Gebet das erreichte, was ihr als langjähriger Zauberin nicht möglich gewesen war. Diese Erkenntnis erfüllte sie immer noch mit einem Ingrimm.
Die Nachbarn, die bei der Erkrankung und Genesung des Kindes viel mitgebetet hatten, sahen nun den Zeitpunkt gekommen, Frau Pontes mit in den Gottesdienst der Methodistenkirche einzuladen. Sie erschrak beinahe, als sie freundlich gebeten wurde, am Sonntag mitzukommen. Konnte sie sich als Kultmutter einer Macumba das leisten? Was würden die Mitglieder dazu sagen! Ein Trost war ihr, daß Macumba-Leute niemals einen protestantischen Gottesdienst besuchen. Sie konnte also unbemerkt dieser Höflichkeitspflicht genügen. Mehr als Höflichkeit war es nicht, als sie zögernd zusagte. Sie mußte doch wenigstens aus einer gewissen Dankbarkeit heraus zu dem Pastor einmal in die Kirche gehen.


Am nächsten Sonntag rüstete sie sich, um ihre Nachbarn in den Gottesdienst zu begleiten. Da gab es die erste Panne. Ausgerechnet an diesem Morgen wurde sie von der alten Kultmutter besucht, die sie einmal abgelöst hatte. Diese alte Frau stand sonst nie so früh auf. Hatte sie in ihrer Medialität gemerkt, daß die junge Kultmutter aus der Reihe tanzen wollte? Die alte Frau fragte: "Wo willst du hin?" Frau Pontes wollte nicht mit der Sprache herausrücken. Sie dachte schnell nach, wie sie die Alte loswerden könne. "Nun", sagte sich die Baba, "bin ich nicht wegen meiner starken magischen Kräfte berühmt? Sollte ich es nicht schaffen, die Alte zu bannen, damit sie mich in Ruhe läßt?"
Sie zündete eine Kerze an, dann holte sie ihre Tabakspfeife. Sie blies die Alte dreimal mit dem Rauch an und murmelte dabei einen magischen Spruch. Dann befahl sie der Alten: "Du bleibst jetzt hier bei der Kerze stehen, bis ich wieder komme." Die alte Kultmutter war dieser starken medialen Kraft ihrer Nachfolgerin nicht gewachsen und mußte stehenbleiben.
Wer zum erstenmal so etwas hört, der kann diesen Vorgang des Bannens und Lösens nicht begreifen. Und doch stieß ich auch bei Appenzellem und in der Lüneburger Heide auf diese fürchterlichen Vorgänge.
Dieser erste Kirchgang von Frau Pontes war also von den seltsamsten Umständen begleitet. Und doch war der Herr Jesus ihr gnädig.
Die Christusbegegnung
Die Atmosphäre der christlichen Kirche bereitete Frau Pontes eine starke Übelkeit. Sie spürte: hier passe ich nicht hin. Fast bereute sie es, der Einladung gefolgt zu sein. Als der Gottesdienst begann, setzte in ihrem Herzen ein furchtbarer Kampf ein. Sie meinte, sie müßte innerlich verbrennen. Wieder stellte sie fest, daß zwischen dem Christsein und ihrer Zauberei ein ungeheurer Unterschied besteht.


Je länger sie der Predigt des Pastors zuhörte, desto stärker bekam sie das Gefühl: entweder sofort raus aus der Kirche oder vor dem Wort Gottes kapitulieren. Aber verlor sie damit nicht die Existenz? Sie hatte doch als Baba ein hohes Einkommen. Dazu würde man sie bestimmt vom Kult her verfolgen, wenn sie ihr Amt als Baba niederlegte. Nein, diesen Preis konnte sie nicht bezahlen. Unter fürchterlichen seelischen Schmerzen erlebte sie diesen ersten Gottesdienst.


In den nächsten Tagen waltete sie wieder ihres Amtes. Sie war aber zerstreut und arbeitete nicht mit der gesammelten Kraft wie bisher. Manchmal ekelte sie alles an! Was sollte sie nur machen?
Am nächsten Sonntag war sie wieder bereit, den Gottesdienst von Pastor Otto zu besuchen. Die alte Kultmutter, die ihr gedroht hatte, sie unter Ohrfeigen aus der Kirche herauszuholen, hatte es vorgezogen, sie nicht mehr zu behelligen. Sie wußte es ja schon längst, daß die junge Mutter ihr medial und magisch überlegen war. Und wenn sie es nicht gewußt hätte, dann war der Bannungsvorgang vom vergangenen Sonntag Beweis genug.


Frau Pontes saß zum zweitenmal im Gottesdienst. Der Kampf tobte wieder. In dieser Not wagte sie es zum erstenmal, den Herrn Jesus anzurufen: "Herr, hilf mir!" Da wurde es schlagartig Licht in ihr. Der Kampf verebbte. Auf der einen Seite standen die dunklen Mächte, die sich wie eine finstere Wolke auf sie legen wollten, auf der anderen Seite stand Jesus, der mit seinem bloßen Erscheinen die Finsternis verdrängte. Die Kirche, der Prediger, die Gemeindeglieder versanken vor ihrem Auge. Sie spürte die Gegenwart Jesu, der sie mit gewaltiger Hand herausriß aus dem Labyrinth ihres Lebens. Sie zitterte und bebte. Die Großmacht ihrer Sünde kam ihr zum Bewußtsein, aber noch viel mehr sah sie auf den Gekreuzigten, der ihr alle Schuld vergab.

Als ein neuer Mensch verließ Frau Pontes die Methodistenkirche.
Sie ist seither ein treues Mitglied dieser Kirche geblieben. Alle Ämter des Macumba-Kultes hat sie abgegeben. Frau Pontes entschloß sich zur Veröffentlichung ihres Erlebnisses, um alle vor der Teilnahme am Macumba-Kult zu warnen. Freilich ist mit der Veröffentlichung eine große Gefahr verbunden, weil die Kultmitglieder sich möglicherweise rächen wollen. Es werden ja in diesem Artikel Dinge wiedergegeben, die von den Macumba-Leuten völlig geheimgehalten werden. Wehe dem, der diese Kultriten ausplaudert! Frau Pontes weiß am besten um diese Gefahr, denn sie war ja 23 Jahre Kultmutter und Leiterin. Sie hat es aber im Aufblick auf den mächtigen Schutz Jesu gewagt, ihre Erlebnisse der Ã-ffentlichkeit zu übergeben.
Noch mehr als die Kultmitglieder sind die Dämonen zu fürchten, denen sich Frau Pontes vor Jahren mit ihrem eigenen Blut verschrieben hat.
Wir wissen aber, daß Jesus alle diese Mächte durch seinen Tod und seine Auferstehung entmächtigt hat.

Buchvorstellung

Der erste Band aus der Reihe: "Aus meinem Leben"

96 Seiten, 1,50 €

An einem düsteren, nebligen Novembertag war ich geboren worden. Und diese Novembernebel schienen die erste Etappe meines Lebens mit grauen Schwaden zu überziehen. Die Unruhe und der Trennungsschmerz meiner Mutter schienen sich unbewußt auf mich jungen Erdenbürger zu übertragen.Das erste bewußte Erlebnis war eine schwere Lungenentzündung, die erste von zwanzig, die in sechs Jahrzehnten nachfolgten. Die Ärzte haben sich einige Male gewundert, daß ich das durchstehen konnte. Nun, wenn Gott einen für eine besondere Aufgabe am Leben erhalten will, dann bringen es selbst die Ärzte nicht fertig, für einen Totenschein zu sorgen.

Menschen berichten...

Ein Evangelist predigte: "Es gibt viele Religionen, aber das Christentum ist keine Religion, sondern die Lebenshingabe an Jesus." Einige Monate danach vollzog Juvan den Schnitt mit der Religion der Väter. Jeder Brahmane trägt um den Leib eine heilige Schnur als Zeichen seiner Kaste. Diese Schnur zerschnitt er und ebenso die heiligen Fransen...

Aus dem Buch "undefinedIm Himalaja"

Erweckung

"Wir haben gerade so viel Religion, wie wir Gott haben. Die Zunahme der Religion und ihre Erweckung bedeutet nichts anderes, als mehr von Gott in unser Herz und unser Leben, mehr von Gottes Willen, mehr von Gottes Gegenwart und mehr von Gottes Kraft zu bekommen. (Andrew Murray in "The Prophet Priest")

Zitat Dr. Koch

"Ich fand in der Seelsorge noch keinen, der bei einer okkulten Belastung ohne die Hilfe der Beichte frei geworden wäre."