7. Bleibe nicht auf halbem Wege stecken

Wir haben in der Geschichte und in der Gegenwart Beispiele, daß Menschen, die sich bekehrten, nicht sofort von allen undefinedokkulten Belastungen frei geworden sind. Zunächst ein Beispiel aus Chicago.

* Zufallsbild *B 457 Dwight L. Moody, der große amerikanische Evangelist, wurde von einem Sänger Henry Drummond begleitet. Drummond konnte ursprünglich bis auf 80 km Entfernung Menschen beeinflussen und undefinedhypnotisieren. Nach seiner Bekehrung hatte er Mühe, mit diesen okkulten Kräften fertig zu werden. Während seines Dienstes in den Versammlungen von Moody beobachtete er gelegentlich, daß die Zuhörer durch seine undefinedmedialen Kräfte beeinflußt waren. Er erschrak darüber und bat den Herrn, ihn von diesen okkulten Kräften zu lösen. Es ist ihm dann auch geschenkt worden.
 

* Zufallsbild *B 458 In Kotzebue in Alaska kam eine Eskimofrau zu mir in die Seelsorge. Sie sieht im Geiste Personen zu ihrem Hause kommen, ehe sie da sind. Vor ihrer Bekehrung wußte sie bereits, daß das mediale Kräfte sind. Sie bekehrte sich und dachte nun, sie müßte die okkulten Kräfte damit verlieren. Sie täuschte sich, ihre okkulten Kräfte blieben. Darum kam sie in die Seelsorge, beichtete und sagte sich in meiner Gegenwart von diesen Kräften los.

Zwischenruf:
Das künstliche Aufpeitschen der seelischen Kräfte ist das Zeichen der Pseudoerweckungen. Mit dem äußeren Tumult, dem lauten Lärmen macht der Mensch sich nur etwas vor und verdeckt seine innere Not.
Ich habe mehr Pseudoerweckungen gesehen als echte Erweckungen.
Dr. Kurt E. Koch

Es ist also nicht so, wie oft unerfahrene Seelsorger diesseits und jenseits des Ozeans glauben, daß mit der Bekehrung alle Probleme ein für alle Mal gelöst sind. Wir haben manches Mal an den Folgen einer früheren okkulten Tätigkeit zu leiden. Das läßt sich auch mit einem anderen Beispiel sehr schnell zeigen. Wenn z. B. ein junger Mann, der sich durch ein ausschweifendes Leben eine schwere Geschlechtskrankheit zugezogen hat, z. B. Syphilis, zum Glauben kommt, dann hat er zwar Vergebung, aber die Krankheit ist noch nicht behoben.

* Zufallsbild *Es ist schlecht zu sagen, wieviel Menschen frei werden und wieviele ihre Belastungen noch weiterschleppen. Es könnte beinahe die Hälfte der Menschen sein, die eine Bekehrung erlebt haben. Wenn sie aber die medialen Kräfte in der Nachfolge Jesu entdecken, dann müssen sie Christus darum bitten, daß er sie davon löst und ihnen dafür ein vermehrtes Maß an Heiligem Geist schenkt.

B 459 Es gibt also Gläubige, die trotz ihrer Bekehrung noch unter einem Bann stehen. Das wird in den folgenden Beispielen noch deutlicher. Ein junger Mann mit 21 Jahren kam aus einer gottlosen Familie heraus zur Bekehrung. Er wurde Kreisjugendwart, ist begabt und zieht sofort alle in seinen Bann. Er steht immer im Mittelpunkt und imponiert den anderen. Er hält Bibelfreizeiten, spricht über das Gebet, spricht über Seelsorge und Beichte, und daheim lehnt er die Gebetsgemeinschaft mit seiner Frau ab. Er weigert sich auch, Seelsorge in Anspruch zu nehmen. * Zufallsbild *Wenn seine Frau in ihrer Not zu einem Seelsorger geht, ist er furchtbar jähzornig auf den Seelsorger und auf seine Frau.

Als die Frau zu mir kam und ich ihn bitten ließ, er möchte doch zu mir kommen, da wurde er wütend und sagte zu seiner Frau: "Du kannst mir zehn solcher Männer anschleppen. Du bringst mich nicht hin. Und wenn du so weitermachst, dann kannst du den Koffer packen." Seine Eltern sind gottlose Leute. Kommen sie zu Besuch ins Haus, dann liegt eine drückende Atmosphäre in der Familie. Es liegt ein Bann auf diesem gläubigen Mann, der nach außen hin eine andere Rolle spielt als daheim. Viele fromme Tyrannen haben als Hintergrund eine okkulte Belastung, die bei der Bekehrung nicht ausgeräumt worden ist.

* Zufallsbild *B 460 Ein Christ von Jamaica war in meiner Seelsorge. Er berichtete, daß er nachts mit bösen Geistern zu kämpfen habe. Erst, wenn er im Glauben auf Jesus blicke und Jesus anrufe, dann würden diese finsteren Mächte weichen. Ich fragte ihn, ob er nicht als Kind von einem Obeah besprochen worden wäre. Obeah sind, wie schon berichtet, die undefinedMagier der karibischen Inselwelt. Er antwortete, daß er als Junge krank gewesen sei. Kein Arzt hatte ihm helfen können. Da brachten ihn seine Eltern zu einem "frommen Mann", der ihn an drei Tagen heilte. Das war undefinedWeiße Magie. Die Weiße Magie hat die gleichen Auswirkungen wie die Schwarze Magie. Den Erfolg sehen wir. Dieser Christ war noch nach seiner Bekehrung von dunklen Mächten geplagt, eben weil er: bei seiner Bekehrung keinen Seelsorger hatte, der ihn richtig beraten konnte.

* Zufallsbild *B 461 In Brisbane kam eine junge Frau zur Aussprache. Sie war 1960 bei einer undefinedWahrsagerin gewesen. Diese Okkultistin sagte ihr: "Ich kann Ihre Zukunft nur bis 1965 voraussagen. 1965 passiert etwas in Ihrem Leben, was Ihr Leben verändert. Weiter hinaus sehe ich nichts." 1965 kam die Frau zum Glauben an Christus. Sie fand Vergebung, aber keinen echten Frieden. Sie wird immer noch von Vorstellungen verfolgt, mit denen sie nicht fertig wird. Auch hier liegt wiederum der Fall vor, daß bei einer Bekehrung die alten okkulten Belastungen nicht vollständig weichen.

* Zufallsbild *B 462 In Los Angeles kam im Zusammenhang mit Vorträgen an der Church of the Open Door eine gläubige Frau zur Seelsorge. Seit ihrer Kindheit litt sie unter Ekzemen. Die Behandlung des Dermatologen war erfolglos. Die Frau berichtete, daß ihre Mutter eine Atheistin sei. Mein Verdacht auf okkult bedingte Ekzeme bestätigte sich. Die Aussprache ergab, daß die Mutter jahrelang okkulte Dinge getrieben hatte. Ihre gläubige Tochter hat lange Zeit hindurch für die Mutter gebetet. Das war der Grund, daß die gläubige Tochter häufig schwere Anfechtungen erlebte. Trotz ihrer Bekehrung sind die okkult bedingten Ekzeme nicht verschwunden. In einem solchen Fall rate ich meist, daß eine gläubige Tochter für die okkulte Mutter nicht betet, wenn die Mutter nicht bereit ist, ihre undefinedZauberei aufzugeben. * Zufallsbild *Der gläubige Mensch holt sich dabei nur neue Belastungen. Außerdem fehlt dieser Frau ein Gebetskreis. Es ist in Los Angeles äußerst schwer, Gebetskreise zu entdecken, die eine geistliche Kraft und Vollmacht haben. Alle diese Beispiele zeigen, daß bei den Bekehrungen nicht immer zugleich die okkulten Belastungen beendet sind. Viele Christen bleiben auf halbem Weg stecken.

Buchvorstellung

Die Ursachen für blockierte Pfarrhäuser und blockierte Gemeinden.

80 Seiten, 2,60 €

Leseprobe:
Nach meinem Vortrag erhob sich ein Mann, der ums Wort bat. Da Diskussionsredner gelegentlich das Gegenteil von dem sagen, was der Hauptreferent ausgeführt hatte, zögerte ich und schaute zum Gemeindepfarrer. Er nickte heftig Zustimmung und flüsterte mir später zu: "Es ist unser Dekan."
So erteilte ich ihm das Wort. Er erklärte vor versammelter Gemeinde: "Ihr kennt mich ja alle. Ich muß ein Bekenntnis ablegen. Ich habe 25 Jahre gependelt und die Ratsuchenden damit betreut. Ich konnte vermißte Selbstmörder auffinden, Kranke heilen und Verborgenes in Vergangenheit und Gegenwart aufhellen...

Menschen berichten...

Auf dem schmalen Weg kam Lydia an eine Stelle, wo drei Männer dabei waren, unentwegt andere Pilger in schwarze Särge zu legen. Es wurde Lydia deutlich gemacht: das sind Gläubige, die über die Sünden der anderen reden, die kritisieren, verurteilen, verdammen; Gläubige, die andere abschreiben und "beerdigen" und dabei ihr Ziel verfehlen. Sie konnten auf dem schmalen Weg nicht weiter gehen...

Aus dem Buch "undefinedIm Paradies"

Erweckung

"Wir haben gerade so viel Religion, wie wir Gott haben. Die Zunahme der Religion und ihre Erweckung bedeutet nichts anderes, als mehr von Gott in unser Herz und unser Leben, mehr von Gottes Willen, mehr von Gottes Gegenwart und mehr von Gottes Kraft zu bekommen. (Andrew Murray in "The Prophet Priest")

Zitat Dr. Koch

"Das Kreuz von Golgatha ist das große Mahnmal des Sieges und der Befreiung von allen Finsternismächten. Wer zum Kreuz kommt, hat teil an diesem Sieg Jesu Christi."