Depressionen

Im Buch "undefinedWeichenstellung" schreibt Dr. Koch:

Ich wurde aufgefordert, über das Gebiet der Depressionen zu sprechen. Insgesamt stellte ich den Verlauf von 20 Formen der Depressionen dar. Es gibt aber noch mehr.

* Zufallsbild *In meiner seelsorgerlichen Arbeit bin ich mit depressiven Kranken heimgesucht. Sie erzählen stets die gleiche Krankengeschichte, schreiben lange Briefe und führen schier endlose Telefongespräche.

Mehrmals bekam ich den Anruf einer depressiven Frau aus Los Angeles. Sie bot an, mir die Flugkarte zu zahlen, wenn ich kommen würde, um ihr zu helfen. Das gleiche geschah auch aus Kanada. Solchen Aufforderungen komme ich nicht nach. Ich bin kein Hexenmeister wie die philippinischen oder brasilianischen Heiler. Was meine Frau und ich für diese armen Menschen tun, ist unsere intensive Fürbitte. Wir tragen sie vor den Thron dessen, der allein heilen und helfen kann.

Zwischenruf:
Magie ist die Urrebellion vom Anfang bis heute und Höhepunkt der Auflehnung des Menschen gegen Gott.
Dr. Kurt E. Koch

Mit welchen Problemen müssen wir uns in der Seelsorge auseinandersetzen? Es soll zuerst ein Beispiel gegeben werden.

Eine gläubige Frau schrieb mich an und trug mir die Geschichte ihrer Freundin vor. Stücke aus dem Brief lauten: "Es geht mir um meine Freundin. Sie leidet seit einem halben Jahr an schweren Depressionen und hat auch Selbstmordgedanken. Ihre Angstzustände und ihre Hoffnungslosigkeit wollen kein Ende nehmen. * Zufallsbild *Sie erklärt, Gott habe sie verstoßen und strafe sie, weil sie ungehorsam war. Sie besucht regelmäßig die Gottesdienste und ringt im Gebet um den rechten Glauben, den sie aber nicht findet. Wenn sie die Bibel liest, hält sie sich nur an Gerichtsworte und nicht an die Stellen der Liebe und Vergebungsbereitschaft Gottes. Unter der Predigt wird sie unruhig und fährt mit den Armen und Händen nervös umher. Von der Botschaft kann sie nichts aufnehmen. Hinterher geht ihr Klagelied weiter. Gibt es da keine Hilfe? Ihre Großeltern waren undefinedSpiritisten. Hat das in diesem Zusammenhang etwas zu bedeuten?"

Es wäre Vermessenheit, aufgrund eines solchen Briefes eine Diagnose stellen zu wollen. Ohne Aussprache und ohne längere Beobachtung ist das nicht möglich.

* Zufallsbild *Im Lauf von Jahrzehnten habe ich Hunderte von solchen Briefen gesammelt und in Leitzordnern aufbewahrt. Die meisten der Schreiben habe ich vernichtet, weil das Haus der Papierflut nicht gewachsen ist.

Die berichteten Beschwerden, die am meisten in den Briefen ersichtlich sind, gehören in die drei Gebiete

  • reaktive Depressionen
  • endogene Depressionen
  • involutive Depressionen

Reaktive Depressionen entstehen gewöhnlich nach schweren seelischen Erlebnissen. Eine Pfarrerstochter wurde als unverheiratete Frau schwanger. Sie war bedrückt, weil das ihrem Vater in der Gemeinde schwer schadete. Sie suchte nach Abtreibungsmöglichkeiten, was jedoch nicht gelang, denn damals stand Abtreibung noch unter Strafe. Die Auswirkung dieses Erlebnisses war eine reaktive Depression.

Zur endogenen Depression ein seelsorgerliches Beispiel von mir.
* Zufallsbild *Eine gläubige Pfarrfrau kam zu mir in die Seelsorge. Sie berichtete, daß sie bei dem Leiter eines christlichen Heimes zur Aussprache gewesen war. Dieser Seelsorger nannte ihren Zustand Besessenheit. Die Pfarrfrau war entsetzt und kam dann zu mir, ohne mir zunächst zu verraten, daß sie inzwischen auch bei einem Psychiater gewesen war.

Ich ließ sie ihren Zustand schildern: Versündigungsangst, Schuldgefühle, depressive Grundstimmung, gelegentlich Selbstmordgedanken und dann wieder Angst, sie habe damit die Sünde wider den Heiligen Geist begangen, Mangel an Konzentration, wenn sie die Bibel lese, freudloser Alltag usw.

Zunächst erklärte ich dieser Frau, daß von einer undefinedBesessenheit absolut nicht die Rede sein kann. Ich äußerte sogar meinen Unmut über jenen Heimleiter. Dann fügte ich hinzu: "Mir sieht Ihre Geschichte eher nach einer endogenen Depression aus." Sie atmete erleichtert auf und gab dann preis, daß sie beim Psychiater gewesen war, der die gleiche Diagnose gestellt hatte.

Die involutive Depression hat eine ähnliche Charakteristik wie die endogene Depression. * Zufallsbild *Bei der erwähnten Akademikerin bin ich der Meinung, daß es diese Form sein könnte. Die Kranken erzählen stets mit weinerlicher Stimme die gleiche Geschichte. Sie sind ruhelos, haben Schlafstörungen, bauschen kleine Verfehlungen riesengroß auf. Gelegentlich entstehen Wahnvorstellungen. So schrieb mir eine Frau, sie hätte ihre Nachbarin zum Tee einladen sollen. Sie hat es nicht getan. Nun meint sie, das könne ihr nicht vergeben werden.

Das Heer der Depressiven und seelisch Kranken aller Art nimmt zu.

Ein eindeutiges Symptom ist hier im Blick auf okkulte Praktiken nicht zu nennen. * Zufallsbild *Bei dem Pfarrerseminar in Japan sagte ich: Unter den 20 dargestellten Formen hat nur eine Form undefinedokkulten Charakter. Bei dem Briefwechsel, den ich nun schon ein halbes Jahrhundert habe, ist in der Mehrzahl der Fälle ein Hinweis auf Spiritismus, undefinedMagie, undefinedWahrsagerei, undefinedBesprechen gegeben. Ich behaupte nicht, daß das die Ursachen sind, aber diese Praktiken sind ein Milieu, eine Atmosphäre, ein Nährboden, auf dem Depressionen häufig entstehen. Also keine Kausalität, sondern nur eine Häufigkeitsbeziehung. Von einer zufälligen Koinzidenz kann man hier nicht sprechen.

Buchvorstellung

Aus der Reihe: Aus meinem Leben, Teil 6

Interessantes, Aufklärendes, Evangelistisches aus dem Leben und der Arbeit von Dr. Koch.

106 Seiten, 1,50 €

Leseprobe:

Dann kam ich an die Reihe. Der Beamte öffnete meine Aktentasche und fragte:
»Do you have weapons?«
Haben Sie Waffen?
Da meine Bibel zu oberst lag, deutete ich auf sie und antwortete:
»That"s my weapon! My sword!«
Das ist meine Waffe, mein Schwert!
Der Israeli antwortete:
»That"s a good weapon.«
Das ist eine gute Waffe.

Menschen berichten...

Ein Evangelist predigte: "Es gibt viele Religionen, aber das Christentum ist keine Religion, sondern die Lebenshingabe an Jesus." Einige Monate danach vollzog Juvan den Schnitt mit der Religion der Väter. Jeder Brahmane trägt um den Leib eine heilige Schnur als Zeichen seiner Kaste. Diese Schnur zerschnitt er und ebenso die heiligen Fransen...

Aus dem Buch "undefinedIm Himalaja"

Erweckung

Mit all unseren Kräften hatten wir gebetet: "O, Gott es steht nicht unser Name auf dem Spiel. Die Leute werden nicht sagen, wir hätten versagt, sondern sie werden sagen: Es ist ihr Jesus, der versagt hat." Aber der Himmel war verschlossen. Keine Antwort auf unsere Gebete... (Erlo Stegen in dem Buch "undefinedErweckung unter den Zulus")

Zitat Dr. Koch

"Ich fand in der Seelsorge noch keinen, der bei einer okkulten Belastung ohne die Hilfe der Beichte frei geworden wäre."