Glücksbringer, Amulette, Talisman, Fetische

Siehe auch: undefinedBesprechen, undefinedHeiligenkult, undefinedSpiritismus unter Christen, undefinedHimmelsbriefe, undefinedAberglaube, undefinedKettenbriefe

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Auf was setzen wir unser Vertrauen?

Das Amulett (lat.: amuletum = Kraftspender) ist ein Gegenstand, dem undefinedmagische Kräfte zugeschrieben werden, um Glück zu bringen oder vor Schaden schützen soll.

Amulette werden am Körper oder in der Kleidung getragen.
* Zufallsbild *Das Amulettetragen ist eine jahrtausendalte und über alle Länder verbreitete Sitte und ist in allen Religionen bekannt.
In vorgeschichtlicher Zeit hängten sich Menschen Tierzähne oder Krallen ihrer erlegten Beute an den Körper , um die Kraft des Tieres zu besitzen.
Als Amulett galt bei den Ägyptern der Skarabäus, bei den Chinesen eine Lochmünze und Zauberformeln in Geheimschrift. Bei den alten Griechen war es das Goldene Vlies, bei den Indianern Nordamerikas der Medizinbeutel.
In Europa wandte sich die christliche Kirche schon früh gegen den undefinedAberglauben, zu dem auch Amulette gerechnet wurden.

Zwischenruf:
Der Teufel und seine Handlanger sind zwar eine furchtbare Wirklichkeit, aber sie sind durch Christus am Kreuz überwunden und entmächtigt. Wer zu Jesus kommt, steht auf Siegesboden. Christus ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum fürchten wir uns nicht.
Dr. Kurt E. Koch

Das hinderte jedoch nicht das Volk daran, an Amuletten mit christlichem Bezug festzuhalten, z.B. als Symbol ein Kreuz. 

Der moderner geprägte Mensch trägt ein Amulett um den Hals. Manche Leute nageln ein Hufeisen über die Türschwelle, um Unglück abzuwenden. * Zufallsbild *Andere haben ein Glückszeichen am Schlüsselbund. Autofahrer hängen ein Maskottchen als Talisman (arabisch: tilsam = Zauberbild) in ihr Fahrzeug. Piloten und Kapitäne haben ein Bordtier, Sportmannschaften ein Stofftier als Maskottchen.

Harmlose Amulette, Maskottchen oder Talismane gibt es nicht.

Wenn jemand an ihre Wirkung glaubt, macht er sich von diesen toten Dingen abhängig und gerät dadurch in die Fänge undefinedSatans.

Bei dem abergläubischen Brauchtum des Amulettetragens geht es um die Frage, auf wen man sein Vertrauen setzt: auf den lebendigen, allmächtigen Gott oder auf einen toten Gegenstand.

Ist frommer Fetischismus besser als der Heidnische?

Im Buch "Name über alle Namen Jesus" schreibt Dr. Koch:

Das Wort Fetisch kommt aus dem Arabischen und bedeutet einen kraftgeladenen Gegenstand. Wir finden im Heidentum tausendfach diese Vorstellung, daß es Kraftträger gibt. * Zufallsbild *So bedeuten etwa in Indonesien auf einer Schnur aufgereihte Tigerzähne ein Höchstmaß an Kraft. Wer sich in Afrika eine getrocknete Sehne vom Hinterlauf eines Löwen verschaffen kann, ist glücklich daran. Wem es gar gelingt, getrocknetes Menschenfleisch als Fetisch zu bekommen, der hat den bestmöglichen Schutz. Dieser undefinedAberglaube ist dann die Ursache, daß heute noch auf Neuguinea oder in vielen afrikanischen Staaten immer wieder Menschen verschwinden, deren Fleisch oder Knochen zu undefinedZaubermedizinen und Fetischen verarbeitet werden. Wir können diese Vorgänge als einen Ausdruck des finsteren Heidentums begreifen. Wie steht es aber mit dem frommen Fetischismus der Christen?
Soll ich etwa an die vielen Reliquien der katholischen Kirche erinnern, an die vielen Kreuznägel, an die vielen Röcke, die alle von Jesus stammen sollen? Soll ich auch an das vielgerühmte Turiner Grabtuch erinnern oder an das heilkräftige Wasser von Lourdes oder Fatima? Des frommen Betruges wird nicht alle. Der fromme Aberglaube ist nicht minder gefährlich als der heidnische Fetischismus. Es ist eine Lästerung des Gottessohnes, der am Kreuz für uns verblutete, daß wir uns an solche Zeichen religiösen Aberglaubens klammern.
In Afrika stieß ich auf ähnliche Vorgänge. Wo ich hinkam, beichteten mir Menschen, daß sie heiliges Wasser oder heiliges öl genommen hatten. Auch heilige Taschentücher wurden an die Kranken ausgegeben. Was soll das alles bedeuten?
Ich fragte die Verehrer des heiligen Wassers, woher dieser Brauch käme. Man sagte mir: "Das heilige Wasser kommt von dem heilkräftigen Quell im Teich Bethesda" (Joh. 5). * Zufallsbild *Das heilige Ã-l stamme von den Jüngern Jesu selbst, die damit die Kranken behandelt haben (Mark. 6, 13). Und die heiligen Taschentücher kämen von einem Heiler aus USA. Diese Sitte schließe sich an Apostelgeschichte ig, 12 an, wo berichtet wird, daß Taschentücher über den Kranken ausgebreitet wurden. Und alle diese heiligen Fetische werden gekauft und verkauft. Die eingeborenen Kirchen treiben damit einen schwungvollen Handel.
Was soll man zu einer so schauerlichen Schriftauslegung sagen? Was soll man davon halten, daß gläubige Christen auf so etwas hereinfallen?
Um Mißverständnisse abzuwehren, will ich gern bekennen, daß ich selbstverständlich die Heilige Schrift in ihrem ganzen Umfang anerkenne. Ich bejahe, daß die Jünger die Siechen mit öl salbten und im Namen des Herrn gesund machen durften. Ich bejahe auch heute noch Jakobus 5, 14 und habe auch selbst schon danach gehandelt. Es ist doch ein gewaltiger Unterschied, ob man biblische Anordnungen beachtet oder damit willkürlichen Mißbrauch treibt. Am besten können wir das an dem Zeichen der ehernen Schlange (4. Mose 21) sehen. Die Israeliten, die dort in der Wüste Buße taten und auf die aufgerichtete Schlange blickten, wurden gesund. Später aber wurde diese Schlange zu einem Götzen, dem Nehustan, mit dem die Israeliten Abgötterei trieben.
Die Anhänger und Vertreter des heiligen Wassers, des heiligen Ã-ls und des heiligen Taschentuchs praktizieren eine Schriftauslegung, die himmelschreiend ist. Mit dem gleichen Recht könnte ein Phantast auf die Idee kommen, sich bei einem Bäcker weiße Brötchen backen zu lassen, um sie als heiliges Manna zu verkaufen. Ein anderer könnte auf die verrückte Idee kommen, den Wagen Elias nachbauen zu lassen, um dann seinen "Gläubigen" zu verkünden: "Ihr braucht nicht sterben. * Zufallsbild *Ihr könnt alle mit dem heiligen Wagen Elias gen Himmel fahren." Diese Vorstellung ist doch nicht schlimmer als die Angabe, das heilige Wasser käme aus dem Teich Bethesda und hätte sich im Krug stets vermehrt.
Ich hatte in Westafrika einen eingeborenen Pfarrer vor mir sitzen, der mir erklärte: "Mir ist bei dem Verkauf des heiligen Wassers nicht wohl." Ich erwiderte: "Warum stecken Sie es nicht sofort auf?" Er antwortete: "Der mir übergeordnete Pastor läßt nicht davon ab. Darum kann ich es nicht aufgeben." Dann bat ich diesen unglücklichen Pastor: "Treten Sie doch aus einer solchen Kirche aus. Sie kommen doch bei einem solch frommen, verlogenen Aberglauben innerlich nicht zur Ruhe." Er meinte dann: "Das ist mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Ich kann diesen Schritt nicht tun." Und nun verkauft dieser Mann weiterhin heiliges Wasser und hat ein schlechtes Gewissen dabei. Dann saß ein Kirchenältester der gleichen Kirche vor mir und beichtete neben anderen Dingen auch den Verkauf des heiligen Wassers. Er befand sich in einer solchen Not, daß er versprach, aus dieser Kirche auszutreten. Ob er die Kraft dazu hat, weiß ich nicht. Vielleicht beten Sie dafür, wenn Sie diesen Bericht lesen.
Die gleichen Nöte hatte ich mit einem amerikanischen Missionar. Er leitet eine Missionsstation, die von Zeit zu Zeit Kisten mit gesegneten Taschentüchern bekommt. Da diese Tüchlein für die Eingeborenen bestimmt sind, kommen sie in schwarzer Farbe an. Und der Missionar hält diese Aktion für ein biblisches Werk. Wo sind wir hingekommen, daß Christen, die beten und die Bibel lesen, schwarze Tüchlein zur Heilung ihrer Kranken brauchen?
Wir brauchen keine frommen Fetische. * Zufallsbild *Das ist weiße undefinedMagie! Wir brauchen kein heiliges Wasser, kein heiliges Ã-l, keine gesegneten Taschentücher. Das ist Abgötterei! Wir brauchen Jesus selbst. Wir brauchen ihn allein! Was hat der "fromme" Belial zu tun mit Christus? Es ist ein heilloser Weg, die biblischen Begriffe ihres Inhaltes zu berauben und sie mit fremdem Inhalt zu füllen. Das ist der Weg der modernen Theologie. Das ist auch der Irrweg des frommen Fetischismus. Abgründe nach beiden Seiten. Dazwischen ist der Hochweg der Nachfolge Jesu. Wer will diesen Höhenweg gehen?

Fetischismus aus dem Buch "Seelsorge und Okkultismus"

Im Buch undefined"Seelsorge und Okkultismus" schreibt Dr. Koch:

Der Fetischismus ist der abergläubische Kult um Fetische, undefinedAmulette, undefinedTalismane. Das Wort Fetisch geht auf das portugiesische feitico (Zauber) und auf das spätlateinische factitius (zauberhaft, wirksam) zurück. * Zufallsbild *Man versteht religionsgeschichtlich unter einem Fetisch einen künstlichen Gegenstand, der als beseelt, als kraftbegabt angesehen, zur persönlichen Sicherung als Schutz getragen oder verehrt wird. Der Fetischismus ist die gläubige Haltung diesen vermeintlichen Kraftträgern und Schutzsymbolen gegenüber.


Amulett kommt vom lateinischen amuletum und bedeutet Abwehrmittel.
Ein Amulett ist ein kraftgeladener Gegenstand zum Schutz gegen undefinedmagische oder undefineddämonische Gefahr. Talisman kommt vom arabischen tilasmun und vom griechischen telesma und bedeutet zunächst Vollendung, Weihe und auch Aneignungszauber. Als Amulette und Talismane kommen alle Gegenstände und Teile aus der organischen wie anorganischen Welt in Frage, denen der antike, primitive - oder moderne -Mensch eine Kraftladung zumißt.

Die Wirkung der Fetische, Amulette, Talismane wird erhöht durch Inschriften, vor allem durch das Zauberwort. Wichtig für die Behandlung dieses Fetischismus heute ist die Tatsache, daß dieser Kult in der Magie des Heidentums seine Wurzeln hat.
Der Fetischismus ist nicht nur eine Erscheinung der antiken und primitiven Religionen, sondern auch ein Phänomen des Aberglaubens in der Gegenwart. * Zufallsbild *Die Verehrung von Haaren, Federn, Nägeln, Hörnern, Klauen, Zähnen, Spinnen, Skarabäen, Schweinchen, Lorbeer, Knoblauch, Halmen, Fäden, Schnüren, Quasten, Bändern, Feuersteinen, Speerspitzen usw. in der Antike und bei den Primitiven hat ihre Parallele in derselben dinglichen Vergötzung von vierblättrigen Kleeblättern, Glückspfennigen, Glückspilzen, Glücksschweinchen, Hufeisen, Glücksbriefen, Amuletten, Reliquien, Osterwasser, Maskottchen, Bordtieren, Schornsteinfegern als Symbolzeichen des Glückes, ferner in der Furcht vor Käuzchen, Raben, Spinnen, schwarzen Katzen, alten Frauen, Stillstand der Uhr, Zahl 13 und dergleichen mehr als Unglücksboten.

Einige Beispiele sollen die Situation dieses modernen Aberglaubens und Fetischdienstes einmal deutlich machen.

In meiner Studentenzeit bewohnte ich in einem Studentenheim ein Zimmer Nr. 12 a. Bei einer Kontrolle stellte ich fest, daß 12 a der Ersatz für 13 war. * Zufallsbild *Es gab also Zimmernummern 12, 12 a, 14 - und das in einer aufgeklärten Universitätsstadt. Die Geschichte dieses Zimmers ist aber noch nicht zu Ende. Später wollte der Leiter des Studentenheimes dieses Zimmer beziehen. Er ließ einen Maler kommen und trug ihm auf, die Zahl 12 a in 13 umzuwandeln. Der Maler fragte daraufhin:
    "Was soll das für ein Zimmer geben?" Der Hausherr erwiderte: "Mein Schlafzimmer." Der Maler weigerte sich dann, die Abänderung der Zahl vorzunehmen mit der Begründung: "Ich will nicht schuld sein, wenn Ihnen in diesem Zimmer etwas passiert." Der Maler hatte also von der Sonne der Aufklärung der benachbarten Universität nichts abgekriegt.

Einer Tageszeitung entnahm ich im Januar 1950 folgenden Bericht, für den ich mich natürlich als einer Pressenachricht nicht verbürgen kann. * Zufallsbild *Das englische Unterseeboot "Laurentius" sollte am Freitag, den 13. 1. 1950 in See gehen. Der Kapitän verschob die Abfahrt vom Freitag auf den Samstagmorgen, da ein Freitag - und noch dazu der dreizehnte Monatstag - eine unglückliche Fahrt bedeuten würde. Damit sei ein doppeltes Unheilsomen verbunden. Da aber der Kurs des U-Bootes für den 13. - und nicht für den 14. - bekannt gegeben war, stieß das U-Boot mit einem schwedischen Schiff zusammen und sank sofort. Entsprechend dem Pressebericht waren von der Besatzung 90 Tote als Opfer der Kollision zu beklagen. Hier wurde also der Aberglaube zum Verhängnis.


Ein besonderes Kapitel ist die Verwendung von Glücks- und Abwehrzaubern zum Schutz gegen Brand, Unfall und Kriegsverletzungen. Brandbriefe werden unter das Gebälk des Daches gelegt. Amulette sollen vor feindlichen Kugeln schützen. Das silberne Hufeisen an der Uhrkette oder am Schlüsselbund schützt vor Einbruch oder Diebstahl. Das Heiligenmedaillon, im Boden des Viehstalles vergraben, soll vor Viehseuchen schützen. Der mit Reliquien bestrichene Ehering soll den Träger des Ringes vor Ehebruch bewahren. Das im Acker vergrabene Medaillon mit dem Heiligenbild soll den Ertrag des Feldes segnen. So ließe sich die Reihe beliebig fortsetzen. Vielleicht hat auch das am Halskettchen getragene Kreuz magische Bedeutung. * Zufallsbild *Eine Reihe von Reichgottesarbeitern sieht es so an. Es wird hier deutlich, wie das Christentum heidnisch-magischen Einflüssen erlegen ist. In neutestamentlicher Sicht ist dieser Einbruch magischer Elemente eine Verdinglichung, eine Vergötzung des Christusglaubens. Die Erfahrung der Seelsorge zeigt in vielen Fällen, wie dieser Aberglaube den Menschen in einen Bann schlägt und unter magische Beeinflussung bringt. Es ist sogar kein seltenes Phänomen, daß mit Brandbriefen und anderen Fetischen und Amuletten geschützte Häuser gern Spukhäuser werden.

Außer den erwähnten magischen Wurzeln des ganzen Fetischismus muß jetzt die geheimnisvolle Wirkung dieser Fetische auf den Menschen untersucht werden. Ein wichtiger Schlüssel zum Erfassen dieser Wirkung ist die Erkenntnis der Imagowirklichkeit im UB (Unterbewußtsein) des Menschen. Das Bewußtsein des Menschen umfaßt, wenn man vom OU (Oberbewußtsein) absieht, zwei Funktionsbereiche: Das Oberbewußtsein ist geprägt durch rationale Kategorien, wie Analyse, Logik, Abstraktion. Das UB ist beherrscht von Imagokräften. Die Tiefenpsychologie lehrt uns, daß die verborgenen Bildkräfte des UB stärker sind als der bewußtseinsmäßige Willensvorsatz. An diesen Bildern haften ungeheure Kräfte. Sie steuern und beeinflussen die Begriffswelt des OB. Von dieser Erkenntnis aus ist es dann verständlich, daß viele Menschen in die Abhängigkeit von den Fetischen geraten. Es wird ferner auch einsichtig, wie gefährlich es ist, das erste Gebot zu übertreten - du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen - und sich den Bildkräften der Fetische, Amulette und Talismane auszuliefern.
* Zufallsbild *Noch schwieriger wird das Problem der Bildverhaftung, wenn zu der Abhängigkeit von den Wirkungsmächten der Bilder der zauberhafte Verspruch an den Urgrund aller Magie tritt. Es handelt sich hier um das unheilvolle Gebiet der Amulettverschreibungen, die mit den Blutsverschreibungen parallel laufen. Dazu einige Beispiele:

Das beste Beispiel auf dem Gebiet der Amulettverschreibungen dürfte wohl Pfarrer Samuel Kellers Bericht über Frau Brandstätter sein.

Frau Brandstätter hatte morgens und abends um 9 Uhr Anfälle, bei denen eine Männerstimme aus ihr sprach. Während des Anfalles konnte sie Pfarrer Keller Dinge berichten, von denen sie unmöglich wissen konnte. Sie sprach auch in diesem Zustand ein fließendes Hochdeutsch, das sie als Krimdeutsche sonst nicht beherrschte. Charakterlich war sie völlig umgewandelt. Im Normalzustand war sie demütig, bescheiden, anständig, während des Anfalles war sie roh, unanständig, tobsüchtig und unheimliche kräftig. * Zufallsbild *Eines Tages sah Pfarrer Keller ein Ledersäckchen am Hals der Frau. Er packte es, um es ihr abzunehmen. Da schrie eine Männerstimme, aus ihr heraus, die sich sonst als die Stimme eines Zigeuners Elkimo ausgab: »Gib das Säckchen nicht her!« Keller riß es ab. Der Anfall ließ sofort nach, und die Frau wurde restlos gesund. Das Säckchen enthielt einen Zettel mit einem Verschreibungszauber. Obenauf waren einige sinnlose hebräische Redensarten geschrieben. Dann folgte in lateinischer Schrift: "Ich bin es, der die sieben Fieber in seiner Hand hat und die sieben Kräfte kann ausgehen lassen, und wenn du dies verbirgst und in meinem Namen lebst, wird dir alles gelingen, und ich werde dich behüten." Den Schluß bildeten wieder einige hebräische Worte. Frau Brandstätter bekannte, daß sie einige Jahre zuvor dieses Amulett von einem Zigeuner gekauft hätte. Keller schreibt dazu: "Offenbar lag hier ein Zusammenhang vor zwischen abergläubischem Gebrauch solcher Zaubermittel und der Einwirkung dunkler Mächte."


Das Problem dieser Besessenheitszustände wird später noch einmal kritisch untersucht werden. Hier muß aber schon festgehalten werden, daß die Frau sofort gesundete, als der Verschreibungszauber abgelegt wurde. Ein ähnlicher Fall spielte sich in den letzten Jahren in einem bekannten christlichen Heim ab.

* Zufallsbild *Eine Mutter zog für ihr 12-jähriges krankes Töchterchen viele Ärzte zu Rate. Alle Behandlungen hatten keinen Erfolg. Schließlich wandte sie sich an einen Reichgottesarbeiter, der sie sowohl in eigenem Anliegen als auch in dem Krankheitsfall des Kindes beraten sollte. Die Mutter blieb wochenlang in dem Heim, ohne daß in dem merkwürdigen Zustand des Mädchens eine Besserung eintrat. Eines Tages beobachtete der Seelsorger an dem Hals des Kindes ein Kettchen mit einem Amulett. Er bat die Mutter um dieses Metallkäpselchen. Die Frau weigerte sich, es herauszugeben. Sie sagte, daß es ihr stark anbefohlen worden sei, das Amulett nie von dem Hals des Kindes zu entfernen, sonst würde der Zustand des Kindes noch schlimmer werden. Der Seelsorger, der sich in den okkulten Praktiken auskannte, schöpfte Verdacht, klärte die Mutter auf und erhielt dann die Kapsel. Er entnahm tatsächlich einen Verschreibungsspruch, den er der erstaunten Frau vorlas und dann vernichtete. Von diesem Tag an wurde das Befinden des Kindes besser, und es konnte geheilt das Heim verlassen.

* Zufallsbild *In diesen beiden Fällen muß die rückläufige Koinzidenz festgehalten werden. Die psychischen Störungen verschwanden mit der Vernichtung der Amulettverschreibung. Diese Häufigkeitsbeziehungen haben den gleichen Charakter wie die zeitliche Kongruenz der Entstehung psychischer Störungen und der okkulten Betätigung.
In diesen Zusammenhang des Fetischismus und der Amulettverschreibung gehört auch das indirekte Verschreiben durch den Besitz und die Aufbewahrung von Zauberbüchern. Unter die Zauberbücher, die im Volk im Umlauf sind, gehören folgende Titel: "Tennenbronner Zaubersprüche", "Romanus-Büchlein", "Der schwarze Rabe", "Heiliger Segen", "Der wahrhaftige, feurige Drache", "Der wahre, geistliche Schild", "Das siebenmal versiegelte Buch", "Engelshülfe", "Geheime Kunstschule", "Der Gesundbetungspsalter", "Das 6. und 7. Buch Moses", "Das 8. bis 13. Buch Moses". Das weit verbreitete und in seinen unheimlichen Auswirkungen am besten zu verfolgen ist das sogenannte 6. und 7. Buch Moses. Wenn in diesem Abschnitt von der indirekten Verschreibung die Rede ist, so kann das mit diesem 6. und 7. Buch Moses belegt werden. In dem 6. Kapitel des 6. Buches Moses wird folgender Vertrag gemacht:

Dem jeweiligen Besitzer des Buches verspricht Luzifer zu helfen und alle seine Befehle auszuführen, aber nur, solange er das Buch besitzt.

Wenn nun diese Beziehungen, die hiermit zwischen dem Buchbesitzer und Luzifer angekündigt werden, alle aus Dummheit und törichtem Volksaberglauben geboren sind, wenn der Teufelsglaube nur der bemitleidenswerte Wahn einer unerleuchteten Zeit ist, so kann man das mit einer Handbewegung abtun. * Zufallsbild *Im rationalen Zeitalter hält man sich dann nicht mehr über solche Banalitäten auf. Merkwürdig ist allerdings die seelsorgerliche Beobachtung, daß in allen Häusern und Familien, in denen das 6. und 7. Buch Moses aufbewahrt oder gar damit gearbeitet wird, seelische Erkrankungen mancherlei Art zu finden sind. Unter den vielen Beispielen, die in der Seelsorge bekanntgeworden sind, soll eines herausgegriffen werden.

Ein Kirchenältester, der jahraus, jahrein treu zum Gottesdienst kam, lag auf dem Sterbebett. Der Mann, der sonst immer die Haltung des kirchlichen Menschen einnahm, ließ auf dem Sterbebett die bisher gewahrte Haltung fahren. Er fing an, schrecklich zu fluchen und Gott und Christus zu lästern. Er wehrte den geistlichen Zuspruch seiner Angehörigen ab, wollte nichts mehr wissen von Gottes Wort und Gebet und verschied unter schrecklichen Verwünschungen. Nach seinem Tode fand man im Nachlaß das 6. und 7. Buch Moses.
Wenn man die Besitzer dieser Zauberbücher nach einheitlichen Gesichtspunkten zusammenfassen will, so schälen sich drei Typen heraus. Die erste Gruppe arbeitet unter frommem Deckmantel. Sie hält das Zauberbuch für ein frommes Buch. In allen mir bekannten Fällen fiel dann auf dem Sterbebett die fromme Maske ab. Die zweite Gruppe ist von der Verwerflichkeit ihres Treibens überzeugt. Sie hält den Besitz des Buches ängstlich geheim. * Zufallsbild *Oft weiß außer dem Besitzer niemand in der Familie von der Existenz des Buches. Vor dem Tod wird dann das Buch dem Ältesten übergeben, der dann in diese Geheimnisse eingeweiht wird. Die dritte Gruppe wagt es, vor dem Angesicht der Ewigkeit das finstere Treiben zu offenbaren. Sie ruft vom Sterbebett aus die Familie zusammen, enthüllt das okkulte Treiben und bittet darum, die Zauberbücher zu verbrennen. Allen drei Gruppen gemeinsam ist das Behaftetsein mit mancherlei seelischen Störungen. In den vielen in der Seelsorge kennengelernten Beispielen ist kein Besitzer des 6. und 7. Buches Moses dabei, der ohne seelische Komplikationen ist. Es ist auf Grund dieses empirischen Befundes nicht möglich, diese Häufigkeitsbeziehungen zu verharmlosen und sie einfach als Auswirkung einer Dämonengläubigkeit abzutun. Merkwürdig ist im Blick auf diese beobachteten psychischen Störungen die Tatsache, daß die Auswirkungen der direkten und der indirekten Verschreibung fast die gleichen sind. Es ist lediglich ein kleiner Unterschied in der Intensität zu bemerken.

Buchvorstellung

Berichte aus dem Erweckungsgebiet Kwasizabantu.
Interessant und mutmachend.

96 Seiten, 2,60 €

Leseprobe:

Mein Vortrag behandelte das Ge­biet des Dämonischen und Charismatischen. Hin­terher wurden Fragen gestellt, die ich beantworte­te. Ich spürte die Spannung, die über den Studen­ten lag. Ein Prediger stand auf und erklärte, die Zuhörer seien verwirrt worden. Ich antwortete ihm rundheraus, daß zwei verschiedene Geister im Raum seien. Der Chor der Studenten sang in einem völlig anderen Geist als der Sizabantu-Chor.

Menschen berichten...

Er zückte das Messer, nicht um den Gegner zu töten, sondern um ihn nur kampfunfähig zu machen.
Der Stich war aber doch lebensgefährlich.
Viele wussten, wer der Täter war...

Seit diesem Vorfall konnte Michael nachts nicht mehr schlafen. Er wurde von Angstträumen und Gewissensbissen geplagt...

Aus dem Buch "undefinedJesu Name ist wunderbar"

Erweckung

"Erweckung ist nichts anderes, als Gott gegenüber erneut gehorsam zu werden." (Charles Finney in dem Buch "Revival of Religion")

Zitat Dr. Koch

"Okkulte Betätigung schädigt das christliche Glaubensleben schwer."