Zeugnisse der Befreiung aus Okkultismus

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Befreiung eines Satanisten

* Zufallsbild *Im Jahr 1975 schenkte mir der Herr die Begegnung mit einem ehemaligen undefinedSatanisten. Er gab mir die Erlaubnis, seine Lebensgeschichte zu veröffentlichen und bat gleichzeitig um die Fürbitte meines Rundbriefkreises. Einige Monate nach unserer Begegnung sandte mir David Hansen - so heißt dieser Bruder - eine Kurzbiographie. Da sie für einen vollständigen Abdruck zu lang ist, gebe ich nur die Einleitung des Briefes, um einen plastischen Hintergrund der folgenden Geschichte zu geben.

"Dear Dr. Koch, thank you for the time I was able to spend with you after the Service at Trinity Baptist Church in Santa Barbara (California) on March 19th. (1975) That was a very crucial meeting for me, of encouragement and blessing.

I praise God for your committed life to Christ and the work our Lord has brought you into. As I read your book WINE OF GOD (Kregel, Grand Rapids Mi.) I was again blessed, encouraged and challenged. The Lord has used your life of commitment to HIM to encourage and strengthen me every time I delve into one of your books. I uphold you in prayer daily now..."

* Zufallsbild *"Lieber Dr. Koch, ich danke Ihnen für die Zeit, die Sie mir nach Ihrem Gottesdienst in der Trinity Baptisten-Kirche in Santa Barbara gewährten. Es war eine entscheidende Versammlung für mich, voller Ermutigung und voller Segen.

Ich danke Gott für Ihr Christus-ergebenes Leben und für das Werk, in das Sie der Herr geführt hat. Als ich Ihr Buch WINE OF GOD (Kregel, Grand Rapids Mi.) las, wurde ich wiederum gesegnet, ermutigt und in meinem Glauben gefordert. Der Herr hat Ihr Leben benützt, mich allezeit aufzurichten und zu stärken, seitdem ich mich in Ihre Bücher vertieft habe. Ich bete darum täglich für Sie."

Zwischenruf:
Wo Menschenkult sich breitmacht, findet jede Erweckung ein rasches Ende. Es ist sehr schwer, und es erfordert viele Dinge, bis der Herr uns eine Erweckung schenkt. Es ist aber sehr leicht, eine Erweckung zu verlieren.
Dr. Kurt E. Koch

Und nun die Geschichte dieses Mannes, der an einer höheren Schule unterrichtet. Das Christentum, von dem er im Elternhaus und in der Kirche gehört hatte, ließ ihn unbefriedigt. Er sah mit wachen Augen die große Kluft zwischen den christlichen Lehren und dem praktischen Ausleben. Er war auch ehrlich genug, die Diskrepanz zwischen Wollen und Vollbringen im eigenen Leben zu erkennen. Darum suchte er nach einer soliden Grundlage des Lebens. Er strebte nach einer Kraft, die es ermöglichte, das auszuleben, was man sein wollte.

* Zufallsbild *Eines Abends hörte er im Fernsehen einen Satanisten, der mit tönenden Worten die Macht Satans anpries. Dieser Finsterling sagte unter anderem: "Wollt ihr Kraft, wir geben sie. Sucht ihr Erfüllung eures Lebens, wir bieten sie. Das Christentum hat schon längst abgewirtschaftet. Es hat ohnehin seinen Anhängern nie etwas geboten, sondern sie nur mit leeren Versprechungen abgespeist."

An diesem Abend fiel im Leben des suchenden Gymnasiallehrers die Entscheidung. Er ließ sich die Anschrift und den Versammlungsort des nächsten Satanskultes geben. Es war der Skeleton Canon (Skelett-Schlucht) bei Thousand Oaks, einem Ort zwischen Santa Barbara und Los Angeles. Ich habe sechsmal diesen Ort passiert.

Zwei Jahre war der Lehrer Mitglied dieser Gruppe, die normalerweise von Samstag 16 Uhr bis 24 Uhr oder länger im Skeleton Canon zusammen war, schwarze Messen und Orgien feierte. David hatte alles Satan geopfert: sein Leben, seine Seele, sein Heim, sein Vermögen, seinen Wagen und seine Familie. Zur Ruhe war er bei diesem totalen Opfer aber nicht gekommen. Die Finsternis griff nach seiner Seele, und Selbstmordgedanken bemächtigten sich seiner.

* Zufallsbild *Eines Tages befand er sich wieder im Gebet zu Satan, seinem Herrn. Er fluchte Gott, ein Vorgang, der zum genuinen Gebet zu Satan gehört. Da drängte sich seinem Sinn und Gedächtnis ein Bibelwort aus 1. Joh. 4,4b auf: "Größer ist der, der in euch ist, als der, der in der Welt ist." Trotz dieses Bibelwortes fluchte er immer noch Gott mit allem Haß, dessen er fähig war. Doch spürte er, daß in seinem Herzen und in dem Raum ein großer Friede sich ausbreitete. Diese Atmosphäre überwältigte ihn. Sie war gottgewirkt. David saß plötzlich auf seinem Bett und bat Gott um Hilfe. Sein Beten und Schreien wurde erhört.

Von diesem Erlebnis an bekam sein Leben einen neuen Kurs. Er nahm die Bibel vor und studierte täglich eifrig die Heilige Schrift. Sein Friede wurde dabei immer tiefer.

Dann kam der nächste Samstag heran, an dem sich seine ehemaligen Freunde in Skeleton Canon wieder versammelten. David betete um Klarheit, was er tun sollte. Er nahm sich vor, noch einmal diese Versammlung zu besuchen, um seinen Austritt zu erklären und den Kameraden Jesus Christus zu bezeugen.

* Zufallsbild *Nachmachen darf man das nicht. Ich würde als Seelsorger nie den Rat geben, noch einmal diesen teuflischen Versammlungsort zu besuchen. In diesem Fall hatte David nicht nur die innere Freiheit, sondern auch die Kraft und Vollmacht dazu.

Er suchte den Skeleton Canon auf. Als alle Mitglieder versammelt waren, ergriff er das Wort, erklärte seinen Austritt und bezeugte Jesus Christus als seinen Befreier und Erlöser. Die Kameraden staunten, widersprachen ihm seltsamerweise aber nicht. Sie fragten ihn nur: "Warum tust du das? Was bekommst du dafür?" David blieb die Antwort nicht schuldig.

"Ich tue diesen Schritt, weil das Leben in dieser Gemeinschaft mir nur Unfrieden, Verzweiflung und Selbstmordgedanken gebracht hat. Was ich mit Christus bereits gewonnen habe, ist ein innerer Frieden, der höher ist als alle Vernunft."

* Zufallsbild *Das Zeugnis für Christus und die Diskussion zog sich neun Stunden bis nach Mitternacht hin. Der Erfolg war, daß eine ganze Reihe seiner Kameraden erklärte: "Wir gehen mit dir. Deine Not war auch unsere Not. Wir suchen auch diesen Frieden, den Christus zu geben hat."

An dem Ausgang dieser Versammlung sieht man, daß David vom Herrn den Auftrag hatte, noch einmal diese Kultstätte aufzusuchen.

Wer Satan davonlaufen will, muß mit schwersten Rückschlägen und Angriffen rechnen. In der Nacht nach diesem gewaltigen Sieg Jesu Christi an der satanischen Kultstätte erlebte David das persönliche Eingreifen Satans. Der Böse erklärte ihm: "Du gehörst mir. Wenn du mir entlaufen willst, dann töte ich dein Kind und mache dich zum armen Mann." David aber war entschlossen: "Komme, was kommen mag und der Herr zuläßt, ich bleibe bei Jesus."

Am nächsten Morgen war sein Kind schwer krank und mußte ins Spital gebracht werden. Die Krankenhausbehandlung dauerte drei Wochen. Dann starb das Kind. Die Rechnung betrug nach deutschem Geld rund DM 33 000.

Satan hatte seine Drohung wahrgemacht: das Kind umgebracht und ihn finanziell ruiniert.

* Zufallsbild *An dieser Stelle muß ich den Bericht unterbrechen. Ich habe die Geschichte Davids schon einmal in einem Rundbrief kurz berichtet. Daraufhin erhielt ich verschiedene Zuschriften mit der Bitte, diese Wendung der Dinge wegzulassen. Manche Christen stoßen sich daran, weil sie glauben, mit der Bekehrung ist alles ausgelöscht, und alle Probleme sind gelöst. Vor allem finden wir diese Meinung in amerikanischen und kanadischen Kirchen.

Eines stimmt: Mit der Bekehrung sind alle Sünden vergeben. Es sind aber noch lange nicht alle Folgen beseitigt. Die Bibel vertritt keine oberflächliche, gedankenlose Theologie. Ein Beispiel, das ich schon mehrfach gebrauchte, kann uns eine Hilfe geben. Ein Playboy hatte sich bei seinem ausschweifenden Leben eine hartnäckige Krankheit, die Lymphopathia venerea, zugezogen. Er fand Christus und damit die Vergebung für sein Luderleben. Aber seine Krankheit war damit nicht ausgelöscht. Sie brauchte noch lange eine ärztliche Behandlung.

* Zufallsbild *Es gibt Bibelstellen, die jede oberflächliche Theologie ad ab surdum führen.

Denken wir an Bibelstellen wie Jesaja 45,7: "Ich gebe Frieden und schaffe das Übel." Gott schafft das Übel? Oder denken wir an Amos 3,6: "Ist auch ein Unglück in der Stadt, das der Herr nicht tue?" Gott bringt Unglück?

Die gedankenlosen, oberflächlichen Christen vergessen Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit und unterschätzen Satans Gewalt.

David hatte sich dem Teufel verschrieben und Gott oft verflucht. Es ist Gottes Sache, wenn er den Tod des Kindes und den finanziellen Ruin Davids zuließ. Übrigens hat David mir berichtet, daß dieses Kind schon im Mutterleibe Satan geweiht worden war.

Trotz dieser schweren Schläge ließ sich David nicht mehr von Jesus abbringen. In Zukunft stellte er täglich seine Familie und sich selbst unter den Schutz Jesu. Die Anweisungen in meinem Buch "Occult Bondage and Deliverance" (Kregel, Grand Rapids Mi.) wurden ihm dabei zum Segen.

* Zufallsbild *Als zusätzliche Hilfe suchte er nach Gläubigen, die ihn im Gebet unterstützen sollten. Er erlebte dabei große Enttäuschungen. Die Christen hatten Angst vor ihm und gingen ihm aus dem Weg. Es ist eine Tragödie, daß die Christen der westlichen Welt so wenig Sinn für Gebetszellen haben, die angefochtenen und bedrohten Christen zu Hilfe kommen.

Inzwischen ist David vielen Gemeinden zum Segen geworden. Er gibt überall auf Einladung hin sein Zeugnis, wie Christus ihn aus den Banden Satans befreit hat. Gott rüstet diesen Bruder zu, okkult Belasteten seelsorgerliche Hilfe zu bringen. Viele Kirchen haben ihm die Türen geöffnet.

Ein solcher Dienst erfordert die Gebetshilfe von verständnisvollen Christen. Ich bitte hiermit meinen ganzen Gebetskreis, eine solche Fürbitte aufzunehmen und treu zu pflegen.

Dieses Erlebnis aus dem Jahr 1975 ist eine erste Antwort auf die Frage: "Wer ist der Mann, der die Starken zum Raube hat." Wir kennen ihn.

Nachtrag

* Zufallsbild *Inzwischen habe ich im Blick auf David Hansen eine große Freude erlebt. 1982 war ich nach Boston (USA) eingeladen, um bei einer großen Jugendkonferenz zu sprechen. Im Verlauf der Veranstaltung wurde ein evangelischer Film gezeigt mit dem Titel "Revival of Evil" (undefinedOkkulte Erweckung). Plötzlich wurde ich hellwach. Auf der Leinwand erschien Hansen und berichtete von seiner Bekehrung und Befreiung aus dem undefinedSatanskult. Es wurde auch mein Buch "Occult Bondage and Deliverance" gezeigt. Weder der Veranstalter noch ich hatten eine Ahnung, daß die Geschichte von David Hansen verfilmt worden war. Es handelte sich um einen zentral evangelistisch ausgerichteten Film.

Befreiung aus Okkultismus

Die erste Erfahrung mit dem barmherzigen Gott hatte Bruder Hofstetter als fünfjähriges Kind. Sein Vater war schwerkrank. In der Sonntagsschule hatte der kleine Junge gehört, daß man alle Not dem himmlischen Vater sagen darf.

So betete der Kleine um die Genesung seines kranken Vaters, der dann überraschend schnell genas. Diese erste Gebetserhörung machte einen großen Eindruck auf das Kind.

* Zufallsbild *In den folgenden Jahren wurde dieses Kindheitserlebnis durch die Sünde völlig überwuchert.

Bei der Konfirmation erhielt er den Spruch Joh. 8,12: »Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.« Diesen Bibelvers kannte er zwar auswendig, aber nicht »inwendig «.

Die Eltern waren, wie man so sagt, landläufige Kirchenchristen. Die Familienandacht bestand aus einem Vaterunser und gelegentlich eine Lesung aus einem Gebetbuch. Mit den Verhältnissen heute verglichen war das schon erstaunlich viel. Am Sonntag ging die Familie zum Gottesdienst, sein Vater in Frack und Zylinder. Mich erinnert das an meine eigene Jugendzeit. Meine Mutter hatte viel Mühe, meinem Vater den Zylinder aufzuzwingen. Er, der den Ersten Weltkrieg mitgemacht hatte, nannte den Zylinder den kirchlichen Stahlhelm.

Bei dieser kirchlichen Tradition sah sich Bruder Hofstetter später als Mitläufer an. Er unterscheidet Mitläufer und Nachfolger. Der Mitläufer hält immer eine gewisse Distanz, damit er schnell Reißaus nehmen kann, wenn"s brenzlig wird. Der Nachfolger dagegen folgt der Stimme seines Herrn und läuft nicht davon, wenn es gefährlich wird, sondern flieht zu Jesus hin.

Beim Wahrsager

Hofstetter erhielt seine Ausbildung als Textilkaufmann. Nachdem er eine feste Position in dieser Branche erreicht hatte, dachte er ans Heiraten.

Als Namenchrist wandte er sich in dieser wichtigen Lebensentscheidung nicht im Gebet an Gott, sondern meinte, das selbst in die Hand nehmen zu können.

Er verlobte sich mit einem Mädchen aus der französischen Sprachgruppe der Schweiz. Nach einem Jahr ging diese Verlobung in die Brüche.

Da er seine Braut sehr liebte, suchte er einen undefinedWahrsager in Zürich auf, um den Grund dieser plötzlichen Trennung zu erfahren. Es war ihm unheimlich zumute, als er in dem dunklen Haus eine schmale Treppe hinaufkletterte und an einer Türe klopfte. Ein hinkender Mann öffnete und fragte nach seinem Begehr. Hofstetter nahm Platz am Arbeitstisch des Wahrsagers, der hinter einem Kristallglas und einer Buddhafigur saß und den Ratsuchenden fixierte.

* Zufallsbild *Dann versetzte sich dieser Okkultist in undefinedTrance und rief die »Berggeister «, wie er hinterher erklärte. Plötzlich sprach aus dem Wahrsager eine andere Stimme in einem gebrochenen Deutsch.

Hofstetter wiederholte seine Not wegen der zerschlagenen Verlobung und wollte den Grund dafür erfahren. Die Antwort mit der veränderten Stimme des Mediums lautete: »Ihre Braut hat seit längerer Zeit ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann, der sich von seiner Frau scheiden lassen und dann dieses Mädchen heiraten wolle.«

Hofstetter war bei dieser Information schier vom Schlag getroffen. Er konnte das nicht glauben, da er nie etwas davon gemerkt hatte. Er zahlte das Honorar und verließ verstört diese finstere Höhle.

Er entschloß sich, den Wohnort seiner Braut aufzusuchen, um dort einen Freund zu treffen, der Polizeibeamter war. Ihn bat er um Hilfe. Er sollte herausbringen, ob die Aussage des spiritistischen Wahrsagers der Wahrheit entspreche.

Der Freund rief schon nach drei Tagen Hofstetter an und bat ihn zu kommen. Beide Männer, der Polizist in Zivil, suchten eine Firma auf, in der die Ehefrau des verheirateten Ehebrechers arbeitete. Als diese Frau das Anliegen der beiden Besucher gehört hatte, brach sie in Tränen aus. Sie erklärte: »Ich hätte schon längst den Verlobten dieses Mädchens informiert, wenn ich seine Anschrift gehabt hätte. Ich wußte, daß mein Mann mit diesem Mädchen ein Verhältnis hat.«

* Zufallsbild *Damit war die Information des Spiritisten bestätigt. Für Hofstetter war es ein schwerer Schlag. Er fragte sich jetzt aber, woher der Wahrsager seine Auskünfte beziehe, denn alle Beteiligten waren dem Mann ja unbekannt. Die Neugierde wuchs, und Hofstetter dachte, das könne ihm als Textilfabrikant auch nützlich sein, verborgene Dinge zu erfahren. Man könne ja die Konkurrenz ausschalten, wenn man vorher durch Wahrsagerei die Preisgestaltung der Konkurrenten erfahre.

Das sind Experimente, die Hofstetter später tatsächlich erfolgreich ausprobierte.

Okkulter Praktiker

Die Neugierde löste eine Lawine aus. Der geprellte Verlobte suchte abermals den undefinedWahrsager auf und bat ihn, ihm seine Schwarzkunst beizubringen.

»Das werden wir gleich sehen«, sagte der Wahrsager, »stellen Sie sich hier an die Wand.«

An der Wand hing ein rundes Blatt mit den zwölf Tierkreiszeichen. In der Mitte ein Zeiger. Der Spiritist gab dem Zeiger einen Stoß und fuhr mit der anderen Hand Hofstetter den Rücken auf und ab. Der Zeiger blieb auf dem Tierkreiszeichen gemini = Zwillinge stehen.

Der undefinedZauberer war entzückt und rief aus: »Sie sind in diesem Zeichen geboren und haben große undefinedmediale Fähigkeiten auf okkultem Gebiet.«

* Zufallsbild *Hofstetter freute sich über den Zuwachs seiner geistigen Kräfte. Der Zauberer verkaufte Hofstetter gleich einige undefinedokkulte Bücher, wie z. B. die Satansbibel, dasundefined 6./7. Buch Moses, ferner Informationsschriften über undefinedPendeln und undefinedRutengehen (Radiästhesie). Später verschaffte ihm der Spiritist den sogenannten magischen Spiegel für undefinedFernbehandlungen.

Danach befaßte sich Hofstetter als gelehriger Schüler mit Hypnose, Suggestion, Erfolgspsychologie und arbeitete sich in die Pendelpraxis ein. Er entwickelte starke mediale Fähigkeiten, die er für praktische Probleme des Alltags einsetzte.

So konnte er den Zeitpunkt des Beginns des Zweiten Weltkrieges herausfinden. Als eine Ju 52 im Alpengebiet abgestürzt war, und niemand die Trümmer fand, entdeckte er die Absturzstelle mit dem Pendel auf einer Landkarte.

Es handelt sich hier um das sogenannte mentale Pendeln. Hofstetter wurde zu einem erfolgreichen Okkultisten. Er konnte Krankheiten diagnostizieren und die entsprechenden Heilmittel erpendeln.

Das Pendel war ihm ein unentbehrliches Hilfsmittel bei Geschäftsabschlüssen. Er konnte damit seine Konkurrenz »austricksen«.

Ich will nun aber Hofstetter selbst sprechen lassen, damit er zeigen kann, wie er diese Kräfte beurteilte. Er schrieb in seiner Broschüre: »Der Teufel freute sich darüber, daß er in mir ein gutes Werkzeug für die Ausbreitung seiner Drachensaat gefunden hatte. Er war es ja, welcher diese Fähigkeiten verlieh, und er gab mir auch die Vorstellung, ich hätte diese übersinnlichen Kräfte von Gott, da ich ja damit nur Gutes tue. * Zufallsbild *Das war auch meine Absicht, ich wollte die Mitmenschen nicht schädigen, sondern ihnen nur helfen, obwohl man z. B. mit dem 6./7. Buch Moses anderen Menschen großen Schaden zufügen kann, ja sogar Feinde umbringen kann, sofern sie keine wiedergeborenen Christen sind.«

So weit die Aussagen von Hofstetter, die sich mit meinen völlig decken.

Da Unkundige manchmal denken, das 6./7. Buch Moses sei ein biblisches Buch, muß dieser irrigen Meinung entgegengetreten werden. Magier und Zauberer der vergangenen Jahrhunderte hielten Mose für einen großen Zauberer. Darum nannten sie eine Sammlung von Zaubersprüchen nach seinem Namen.

Mose hat absolut nichts mit diesem Teufelsbuch, das auch Satansbibel heißt, zu tun.

Es gibt übrigens schon 13 Bücher Mose. Die fünf Bücher Mose in der Bibel sind inspiriertes Wort Gottes, die mit den weiteren teuflischen Büchern 6 bis 13 nicht das geringste gemeinsam haben.

Ich habe eineundefined kleine Broschüre über das 6./7. Buch Moses verfaßt.

Hofstetter schildert die Folgen seiner Zauberei so trefflich, daß ich ihn wieder selbst das darstellen lasse.

* Zufallsbild *Er berichtete: »Durch die Erfolge getäuscht, hatte ich vorerst keine Ahnung, daß ich damit schrittweise in die Schlinge des Teufels hineingeriet.

Mit der Zeit überfielen mich vorher nie dagewesene böse, sündliche Gedanken und Triebe, die zwingende Macht über mein Denken und Wollen ausübten.

Trotz meiner Erfolge wurde es mir immer mehr unheimlich zumute bei dieser Sache.

Das ging so weiter, bis Gott, der Herr, persönlich in mein Leben eingriff. Er hatte einen anderen Plan für mich. Ich sollte nicht weiterhin ein Werkzeug des Teufels sein, sondern eine Zeuge Jesu Christi.«

Ein Werkzeug Gottes

Manchmal rümpfen eingefrorene Orthodoxe die Nase, wenn Gott eine Frau oder ein Mädchen als seine Boten und Handlanger gebraucht.

Wenn wir Gott den bestimmenden Herrn sein lassen, dann stört es uns nicht, wenn er außerordentliche Wege geht.

Bei Hofstetter war es ein Mädchen, das ihm in doppelter Weise helfen durfte.

An einem Sonntag suchte Hofstetter eine Bierstube mit dem Namen »Dreimädelhaus« auf. Die allein anwesende Heidi informierte er über seine magischen Fähigkeiten. Dem Mädchen wurde es unheimlich. Kurze Zeit nach dieser Begegnung versah Heidi einen vierwöchigen Feriendienst in einem Altersheim, in dem auch eine gläubige Krankenschwester ihren Lebensabend verbrachte.

* Zufallsbild *Heidi ist unter dem Einfluß dieser gläubigen Frau geistlich gereift. Die Schwester machte sie anhand der Bibel auf die Zaubereisünden aufmerksam und zeigte ihr, daß das Greuelsünden vor Gott sind.

Sie beteten zusammen für Hofstetter, daß er zur Sündenerkenntnis komme und sich abkehre von diesem finsteren Handwerk.

Nach Rückkehr von der Ferienablösung wollte Heidi dem jungen Zauberer sagen, daß er mit seinen magischen Praktiken ein Anwärter der Hölle sei. Sie wußte aber nicht, wie sie das anstellen sollte, da sie keinen Namen noch Wohnort wußte.

Hofstetter und Heidi hatten ja nur einmal die flüchtige Begegnung im Dreimädelhaus gehabt. Am Sonntag darauf, es war Pfingsten, setzte sich dieses Mädchen in den Garten und betete: »Herr, wenn es dein Wille ist, dann kannst du diesen Mann noch einmal hierher schicken.«

Nun folgte eines der kleinen Wunder des Herrn. Hofstetter hatte an diesem Sonntagmittag den Eindruck, er solle ins Dreimädelhaus gehen. Er hatte dazu aber keine Lust.

Der Erzfeind aller Bekehrungen ist ja stets aktiv, wenn er merkt, daß ein Mensch vor Gott zurechtkommen soll. Da die leise mahnende Stimme nicht nachließ, machte er sich zu Fuß auf den Weg. Wie war er überrascht, daß Heidi ihn begrüßte: »So, kommen Sie endlich. Ich habe schon eine ganze Stunde auf Sie gewartet. «

Hofstetter dachte: Das ist vielleicht komisch. Wir hatten ja nichts verabredet, ich wußte nicht einmal, ob sie zu Hause sei. Ohne zu zögern führte ihn Heidi in ein Nebenzimmer der Bierstube und schloß ab.

* Zufallsbild *Hofstetter wunderte sich abermals und hatte den Eindruck, daß Heidi eine energische Frau sei. Darin hatte er nicht ganz unrecht. Ich will ihn nun wieder selbst berichten lassen: »Ich darf hier vorwegnehmen. Dieses Mädchen wurde im Herbst des gleichen Jahres meine liebe Frau, aber eben die, die der Herr für mich bereit hatte. Deshalb hatte er mir die selbsterwählte Braut wegnehmen müssen. Bis zu ihrem seligen Heimgang im Mai 1979 war sie mir eine ausgezeichnete »Polierscheibe«. Sie wußte doch immer auf eine gute Art, meine Hochmutshörner abzuschleifen und mir hie und da tüchtig den Marsch zu blasen. Ich brauchte das.
Der Herr wußte es, deshalb hatte er sie mir gegeben.

Zerbruch und Durchbruch

In dem Nebenzimmer erklärte Heidi ihrem Besucher: »Ihre okkulten Praktiken sind Zaubereisünden, die ein schweres Zorngericht Gottes nach sich ziehen.« Sie bat Hofstetter dringend, umzukehren und mit diesen finsteren Dingen Schluß zu machen. Hofstetter wehrte ab und erklärte, es könne nichts Böses sein, wenn er diese Kräfte zum Wohl der Menschen einsetze. Er behauptete auch, er hätte diese Kräfte von Gott.

* Zufallsbild *Seine gute Widersacherin nahm diese Argumente nicht an. Man kann nicht mit teuflischen Kräften den Menschen Gutes tun. Sie gab ihm beim Abschied das Buch von Modersohn »Im Banne des Teufels«.

Unter der Haustüre drehte er sich nochmals um und sagte Heidi: »Ich wundere mich darüber, daß Sie so energisch mir den biblischen Standpunkt klargemacht haben.« Sie antwortete: »Ich mußte es ihnen sagen, ganz gleich, ob Sie sich darüber empören oder nicht.«

Auf dem langen Weg nach Hause tobte ein heißer Kampf in seinem Herzen. Was Heidi ihm gesagt hatte, wühlte ihn bis ins Innerste auf. Siedendheiß, dann wieder eiskalt lief es ihm über den Rücken.

Eine barsche Stimme sprach zu ihm: »Dummes Zeug, glaub dieser Stündlerin nicht. Die versteht ja nichts davon. Du bist auf dem rechten Weg. Du hast viel Gutes getan.«

Die Gegenstimme zu dieser finsteren Einflüsterung mahnte ihn: »Mache Schluß mit den okkulten Praktiken! Nimm an, was dieses Mädchen dir gesagt hat!« Zweifel, Bedenken und zuletzt eine unheimliche Angst erfaßten ihn.

* Zufallsbild *Zu Hause blätterte er in Modersohns Buch. Da fiel sein Blick auf das Wort 5. Mose 18, 12: »Wer solches tut, der ist dem Herrn ein Greuel.«

Am besten, ich lasse nun Hofstetter selbst schildern, was er in der Stunde seines Kampfes empfand.

Sein Bericht ist so typisch, daß seine eigenen Worte es besser wiedergeben, als meine Darstellung es tun könnte.

»Dieses Wort traf mich wie ein Blitz vom Himmel, jetzt erkannte ich auf einmal, in was für eine schreckliche Grube ich gefallen war. Die Sünde, daß ich den Namen Gottes auf schändliche Art und Weise mißbraucht hatte zur Ausführung meiner »Künste« stand riesengroß vor mir! Gott ein Greuel? Nein, das wollte ich nicht sein! Was aber muß ich tun, gibt es noch eine Rettung aus diesen Ketten des Teufels?

Ein unsagbarer Kampf tobte in mir, ich versuchte zu schreien, um Hilfe zu rufen, aber eine eiskalte Hand würgte mir den Hals zu, so daß ich kein Wort herausbrachte. Eine harte Stimme zischte mich an und befahl: »Wirf dieses Buch weg, das ist nichts für dich. Was dort drin steht, ist sowieso nicht wahr. Zudem ist es jetzt zu spät. Deine Sünde ist zu groß, als daß sie noch vergeben werden könnte. Am besten ist, du nimmst dir das Leben. Dann ist alles vorbei, dann hast du Ruhe!«

Oh, der Erzlügner! Er weiß genau, daß es nachher nicht vorbei ist, sondern dann hat er dich erst recht, und der Endzustand ist unbeschreiblich! Das ist stets die Taktik des Teufels. Zuerst gibt er Erfolg, bis er uns hat, und dann, wenn man seine Lügen erkannt hat, dann wirft er sein Opfer zu Boden und trampelt auf ihm herum und zwingt es, das Leben wegzuwerfen. Nein, und abermals nein, schrie ich, ich will Gott kein Greuel sein, aber was muß ich tun?

Ich hatte Angst, mir das Leben zu nehmen, weil ich nicht wußte, was nachher kommt. Jetzt sandte mir der Teufel die Poltergeister ins Haus. Auf dem Estrich fing ein unsägliches Gepolter und Lärm an. Ich sprang auf, ging mit meiner Militärpistole überall im Haus herum, um zu sehen, ob jemand eingebrochen sei.

Meine Mutter kam ebenfalls ganz verstört aus ihrem Schlafzimmer und rief: »Was ist los?« Ich konnte nicht reden vor Schreck, und da ich niemand vorfand im Estrich und Keller, schloß ich mich wieder in mein Kämmerlein ein.

Wiederum machte sich diese schwarze Gestalt an mich heran und befahl mir, mein Leben wegzuwerfen. In diesem unsagbaren Kampf mit den zwingenden Selbstmordgedanken wachte Gottes Auge liebend über mir, so daß ich mir das Leben nicht nehmen konnte.

Hier muß ich bekennen, wenn Heidi, später meine liebe Frau, nicht betende Hände zum Herrn aufgehoben hätte für mich, dann hätte mich der Teufel umgebracht. Ja, es ist wahr, des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.«

In seiner schweren Not kam ihm der Gedanke, noch einmal Heidi aufzusuchen. Er machte sich am nächsten Morgen auf den Weg, fürchtete sich aber, in das Dreimädelhaus einzutreten.

Der Herr schlug die Brücke zur Begegnung und sandte diese Seelsorgerin ihm auf der Straße entgegen. Sie erkannte sofort seine verzweifelte Verfassung. Er fragte sie: »Gibt es für meine schrecklichen Greuelsünden noch Vergebung?« Sie antwortete kurz: »Ja, Jesus nimmt die Sünder an.«

In ihrer resoluten Art zog sie ihn an der Hand gegen einen grünen Hag hin und betete mit ihm. Es war nur ein sehr kurzes, aber wirksames Gebet.

Hofstetter versprach an dieser Stelle: »Ich liefere alle meine Zauberbücher aus, damit sie verbrannt werden.« Am nächsten Tag schleppte er alle seine Bücher zu Heidi, die sie in den Ofen steckte.

Hofstetter hatte das Gefühl, als ob man ihm feurige Messer in den Leib stoßen würde. Er bekam aber immer noch keine Ruhe.

Da wurde er an das Pendel erinnert, das noch daheim zu unterst im Kasten lag. Er pendelte zwar nicht mehr damit.

Diese Fähigkeit hatte er bei seiner Umkehr sofort verloren. Aber das Pendel in seinem Hause war für den Teufel noch ein Kontaktmittel. Hofstetter geriet erneut in schwere depressive Anfechtungen.

Als die Not und Verzweiflung aufs höchste stieg, warf er sich in seinem Zimmer auf die Knie und schrie zu Gott: »Errettete mich aus den Klauen des Teufels, sonst komme ich um!«

In diesem Augenblick vernahm er im Geiste eine Stimme, die zu ihm sagte: »Vernichte das Pendel, das noch in deinem Kasten liegt; denn es ist verbannt (verflucht). Erwarte nur alles vom Herrn und Heiland Jesus Christus.«

Da ging ihm ein Licht auf, daß der Besitz des Pendels schon genügte, daß der Teufel ihn so hart bedrängte. Sofort nahm er das Pendel aus dem Kasten und warf es in die Thür, wo sie am tiefsten ist, damit es niemand mehr herausholen konnte.

Befreiung und Auftrag

Es ist eine Erfahrung der Seelsorger, daß der Teufel das Spiel nicht gleich verloren gibt. Er inszeniert erbitterte Nachhutgefechte.

Auch Heidi bekam das zu spüren. Inzwischen hatten die beiden sich verlobt. Hofstetter sagte: »Unsere Verlobungszeit glich mehr einem Kampffeld als etwa einem Rosengarten.«

Der Teufel setzte alles ein, um die beiden wieder auseinanderzubringen. Wegen dieser Stündlerin, wie sie Heidi nannten, kamen sogar die Eltern hintereinander. Die Braut wurde von den Eltern geschlagen. Ihre Bibel wurde verbrannt. Es kam soweit, daß sie von zu Hause fliehen mußte.

Ihre ungläubigen Eltern haßten sie, weil Heidi die einzige war, die aus der Art schlug und an Jesus glaubte. Es erfüllte sich das Wort Jesu aus Mt. 10, 36: »Des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.«

Neun Monate tobte der Streit zwischen den Familien. Und mehr als einmal faßte Hofstetter den Vorsatz, die Verlobung aufzugeben, aber der Herr hielt seine Hand darüber, daß es nicht zustandekam.

Trotz des Hasses gegen die Stündler waren aber die Eltern des Paares Kirchgänger. Den Teufel stört das nicht, wenn wir religiös sind und gelegentlich zum Gottesdienst gehen. Es stört ihn aber gewaltig, wenn ein Mensch sich bekehrt. Aber auch einen Kirchgang kann Gott benützen.

So geschah es mit Hofstetter. An einem Sonntag war die Mutter von Heidi von Ebnat bis Kappel gegangen und sprach bei ihrem künftigen Schwiegersohn vor. Sie fragte nach dem Beginn des Gottesdienstes in Neßlau. -Nebenbei gesagt, ich kenne alle diese Ortschaften sehr gut, weil ich in diesen Dörfern vor 20 Jahren evangelisiert habe. Neßlau war damals berüchtigt wegen der vielen »Toggenburger Zauberei«. - Um der Mutter Heidis den weiteren Weg zu ersparen, brachte sie Hofstetter mit dem Auto nach Neßlau. Er nahm in der hintersten Ecke der Kirche Platz, weil er sich seines depressiven Zustandes schämte.

An diesem Sonntag predigte nicht der Ortspfarrer, sondern ein Missionar. Er sprach über einen Text aus Jesaja 1: »Wenn eure Sünde gleich blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie gleich ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden.«

Der verzagte Bruder in der hintersten Reihe saugte diese Botschaft in sich hinein. Ich gebe noch einmal seine eigenen Worte wieder: »Ich trank diese Worte wie ein Verdurstender. Ich merkte, wie eine schwere, dunkle Last von mir abfiel.

Es war, als ob man einen Sack von meinem Inneren ausleerte. Sogleich erfüllte mich eine unbeschreibliche Freude. Ein nie gekannter Friede zog in mein zerschlagenes Herz ein. Die Finsternis in meinem Herzen war mit einem Schlag weg, und ich bekam die Gewißheit, daß mir meine Sünde restlos vergeben sei. Mehr noch, jetzt wußte ich genau, daß ich ein Kind Gottes geworden war. Ich jubelte und frohlockte in meinem Herzen über dieses Gnadengeschenk, der Vergebung aller Schuld.

 Als ein völlig veränderter Mensch verließ ich nach Schluß des Gottesdienstes die Kirche.

Meine künftige Schwiegermutter war höchst erstaunt, daß mein Gesicht vor Freude strahlte. Sie lud mich dann zum Mittagessen bei sich ein, und so fuhr ich mit ihr ins Dreimädelhaus.

Meine Braut traute ihren Augen nicht, daß ein ganz neuer Bräutigam vor ihr stand. »Was ist mit dir passiert, du strahlst ja vor Freude«, redete sie mich an. Ich gab kurz Bericht, wie mir unter der Verkündigung des Gottesmannes die schwere Sündenlast abgenommen worden ist.«

Jesus, der Auferstandene, siegte über diesen ehemals »erfolgreichen« Okkultisten.

Wie ein Brand aus dem Feuer war Hofstetter gerettet worden. Das alles war die erste Etappe, die Voraussetzung für die Aufgabe, für die der Herr ihn bestimmt hat.

Hofstetter fühlte sich berufen, anderen zu helfen, die in einer ähnlichen Lage stehen.

Das Toggenburg ist ja bekannt für seine vielen Okkultisten. Mir ist das bekannt geworden, als ich in verschiedenen Gemeinden Vorträge zu halten hatte. Einer der gefährlichsten Zauberer war der Hugentobler in Peterzell, der Hunderte oder Tausende mit seiner Magie belastete und in Bann schlug.

Hugentobler hatte einen schrecklichen Tod, wie ich von einem Verwandten erfuhr. Er lag tagelang unter dem Bett und klammerte sich fest. Er schrie oft so laut, daß die Nachbarn es hörten: »So helft mir doch, so helft mir doch! Die schwarzen Kerle kommen und binden mich mit Ketten. So helft mir doch!« Sechs Wochen dauerte dieses Schreien, bis der Teufel ihn holte.

Das hört sich grausam an und ist nichts für empfindsame Gemüter. Aber Zauberei ist das vornehmste und einträglichste Geschäft Satans beim Seelenfang.

Ich bin dankbar, daß der Herr Jesus Hofstetter befreit und zugerüstet hat zu dem schweren Dienst der Verkündigung und Seelsorge auf diesem Gebiet. Er hat nun schon einige Jahrzehnte in vielen Kirchen, Zelten und Versammlungen davon gezeugt, daß Jesus aus dem Bann des Aberglaubens und der Zauberei befreit.

Dem Teufel ist er ein Dorn im Auge. Dieser Erzfeind schießt gegen jeden seine feurigen Pfeile ab, der seine Schliche aufdeckt. Durch Gottes Gnade durfte Hofstetter mit dem Schild des Glaubens diese giftigen Pfeile abwehren. Unsere Bruderschaft besteht nun schon viele Jahre, wie schon am Eingang erwähnt worden ist.

Am 13. 5. 1981 erhielt ich von Hofstetter einen Brief, in dem er unter anderem schrieb: »Meine seelsorgerlichen Erfahrungen in den nun 40 Jahren, seitdem ich den Herrn fand, besser gesagt, er mich aus dem Rachen der Hölle herausgerettet hat, decken sich weitgehend mit denjenigen, welche Du auf Deinen vielen Reisen gemacht hast.

Oft erlaube ich mir Zitate aus Deinen Büchern zu geben und hoffe, daß Du nichts dagegen hast. Ich staune oft auch in Versammlungen und Kirchen, wo ich dienen darf, über die Unkenntnis und Gedankenlosigkeit vieler Christen über das okkulte Gebiet.

Daher stammt der Totengeruch (dieser Gemeinden) und die vielen Niederlagen.« Der Heilige Geist führt in alle Wahrheit, und Jesus siegt über alle Macht der Finsternis. Ihm sei Lob, Preis und Dank in alle Ewigkeit.

Der Bann war gebrochen

Eine der vielen bewohnten Inseln der Philippinen ist Mindinae. Auf diesem Eiland lebt der Stamm Acta mit Datu. Datu ist kein Familienname, sondern bezeichnet die Häuptlingswürde. Er kommt aus einem alten Häuptlingsgeschlecht, das unter den Stammesgenossen eine unumschränkte Herrschaft ausübte. * Zufallsbild *Diese Herrschaft ist gefestigt durch jahrhundertealte, abergläubische Vorstellungen und durch Zauberei. Datu war wie seine Väter ein Tyrann. Wenn er jemand töten wollte, streckte er das Messer gegen den Unglücklichen aus und murmelte einen Fluch. Der Aberglaube dieser primitiven Menschen ist so groß, daß sie tatsächlich innerhalb kürzester Frist, meistens innerhalb eines Tages, sterben. Man mag das mit den ungeheuren suggestiven Kräften der Urbewohner erklären.

Datu zeigte aber auch echte magische Kräfte. Er konnte zum Beispiel Eier in der hohlen Hand kochen, daß sie richtig hart wurden. Wer von einem solchen magischen Experiment zum ersten Mal hört, wird ungläubig den Kopf schütteln. Mir sind diese Vorgänge auch durch die tibetanische und buddhistische Magie in Thailand bekannt geworden. Die echten Zauberer entnehmen der umgebenden Luft Wärmeenergien. Datu mag sich selbst zu diesem Vorgang äußern, er ist ja inzwischen ein Christ geworden. Bevor das aber zur Sprache kommt, soll zuerst seine Bekehrungsgeschichte wiedergegeben werden.

* Zufallsbild *Ein Missionar war 1961 in ein Nachbardorf zum Häuptlingssitz gekommen und hatte das Evangelium verkündigt. Einige nahmen Jesus als ihren Herrn an. Der Bote Jesu hatte den begreiflichen Wunsch, auch im Häuptlingsdorf die Botschaft von Jesus zu sagen. Die Neubekehrten im Nachbardorf warnten ihn vor dem Zorn und der Macht des heidnischen Häuptlings. Der Missionar erklärte: »Ich stehe unter einem mächtigeren Herrn.« Schließlich wagten es einige Christen, den Missionar zu begleiten.

Sie näherten sich dem Häuptlingsdorf. Datu war rasch von seinen Spähern verständigt worden und kam mit etwa 200 Leuten dem Missionar entgegen. Er streckte nach alter Gewohnheit das Messer gegen den Missionar und murmelte seinen Todeszauber: »Ich töte dich, verschwinde.« Der Bote Jesu antwortete: »Gott hat mich hierher gesandt. Im Namen des Herrn stelle deine Drohungen ein.« Es geschah für alle Heiden etwas Unerwartetes. Nicht der fremde Eindringling stürzte tot zu Boden, sondern der Häuptling fiel nieder und war wie gelähmt. Das ganze heidnische Volk war erschrocken über den Ausgang dieses geistigen Zweikampfes.

* Zufallsbild *Der Missionar zögerte nicht, sowohl diesen 200 Heiden als auch dem Häuptling das Evangelium zu bringen. Dann betete der Missionar und gebot im Namen Jesu den Finsternismächten zu weichen. Der Häuptling war von dem Erlebnis so geschlagen, daß er sich dem Wort Gottes öffnete und sich bekehrte. Damit war in dem heidnischen Dorf der Bann gebrochen. Der Häuptling, der im Bösen ihr Führer gewesen war, konnte nun auch im Guten vorangehen. Das ganze Dorf kam zum Glauben und baute bereits im ersten Jahr eine Kirche.

Wie ist es nun Datu mit seinen unheimlichen Kräften ergangen? Er berichtete, daß er seit jenem Zusammenstoß mit dem Missionar am Tag seiner Bekehrung keine magischen Kräfte mehr besitze. Er erkannte diese Kräfte nicht als eine Gabe der Natur, sondern als Mächte des Teufels. Einige Monate nach seiner Bekehrung, die in Missionskreisen Aufsehen erregte, kamen einige Christen in das Dorf, die gern einige Aufnahmen machen wollten. Sie wünschten für eine Missionszeitschrift ein Bild des Häuptlings, wie er die Eier in der Hand kocht und seinen heidnischen Göttern ein Schwein opfert. Dann wollten sie im Gegensatz dazu den Christen Datu mit der Bibel in der Hand bringen. Datu willigte ein, weil diese Aufnahmen der Mission dienen sollten. Er wollte ja nicht wie früher die Eier kochen, sondern nur in der Hand haben. Als er sich zu dieser Aufnahme bereitmachte, brach er zusammen. * Zufallsbild *Er zitterte am ganzen Körper und erklärte: »Es geht nicht. Wenn ich wie früher die Zeremonien mache, dann kommen die bösen Mächte zurück. Ich kann mich für diese Aufnahmen nicht mehr bereitfinden.«

Datu hatte damit das gleiche Erlebnis wie ein chinesischer Zauberer, der von einem Missionar gebeten wurde, noch einmal für eine Aufnahme seine frühere Zauberei durchzuführen. Der ehemalige Zauberer, der heute ein lebendiger Christ ist, erklärte: »Es geht nicht. Die Mächte kommen sofort zurück.« Mit Zauberei läßt sich nicht spielen und auch keine wissenschaftlichen Experimente durchführen. Der Christ hat sich nicht auf ein Gebiet zu begeben, das Jesus durch seinen Tod am Kreuz entmächtigt hat.

Kusa Nope, Mitglied einer Königsfamilie auf Timor

Kusa Nope ist das 14. Glied einer Königsfamilie auf Timor. Bis 1948, also noch in der holländischen Kolonialzeit, führte er den Titel »König von Amanuban«. Nach dem Abzug der Holländer wurde er der Gouverneur des Soedistriktes. * Zufallsbild *Das Volk nennt ihn nach wie vor den König. Seiner Erscheinung und seinem Verhalten nach verdient er diesen Titel. Bevor über ihn mehr berichtet wird, hören wir sein eigenes Zeugnis. In den letzten Jahren bin ich mit drei Königen in Afrika und Asien in Kontakt gekommen. Das stärkste Erlebnis dieser Art war aber die beinahe tägliche Begegnung mit Kusa Nope, solange unsere Mannschaft an seinem Amtssitz weilte.

Am 22. Juli 1969 gab Kusa Nope in der evangelischen Kirche von Soe sein Zeugnis für Christus. Es waren mehr als tausend Menschen gegenwärtig. Da ich sein Zeugnis nur über den Dolmetscher aufnehmen konnte, ist es stark gekürzt. Er las zuerst einige Partien aus Johannes 1 und führte dann aus:

* Zufallsbild *»1910 bin ich geboren. Meine erste Schulzeit verbrachte ich in Soe. Meine Mutter schickte mich oft in die Sonntagsschule der christlichen Kirche. Von dem dargebotenen Stoff verstand ich aber nicht viel. In Kupang bezog ich die höhere Schule. Für die weiteren Studien siedelte ich dann nach Makassar auf Celebes über. Dort ging ich nur meiner Freunde wegen in die christliche Kirche. Ich wollte nicht als Heide gelten. Blieben meine Freunde von der Kirche weg, dann tat ich das gleiche. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges zog ich wieder nach Soe zurück. Ich wurde zwar damals getauft, war aber dennoch kein Christ. Ich war nur darauf bedacht, Geld zu verdienen und eine gute Stellung zu erreichen. An Jesus dachte ich nicht. Zunächst schien mein Weg durch viele Schwierigkeiten verbaut zu sein. Ich hatte Not mit der Regierung, Not mit meinen Freunden, Not in der eigenen Familie. Alle diese Hindernisse mußte ich ohne Jesus meistern.

* Zufallsbild *1967 war in Soe eine Evangelisation. Während dieser Zeit lieferte ich mein Leben Jesus aus. Kurze Zeit danach kam eine schlichte Frau zu mir, die mir eine Botschaft des Herrn überbrachte: »Du hast 18 undefinedFetische in deinem Palais in Niki Niki und viele Fetische an deiner Opferstätte auf dem Tonbis. Vernichte diese Fetische!« Zu dieser Zeit war ich so beschäftigt, daß ich für diesen Auftrag keine Zeit fand. Es fehlte auch die innere Bereitschaft dazu. Als eine Atempause eintrat, kam eine Einladung zum Kongreß der Regierung, so daß ich den Auftrag wieder zurückstellte. Nach meiner Rückkehr wurde ich in Soe schwer krank. Ich hatte in das Hospital nach Kupang zu gehen. Die Ärzte rieten nach einer gründlichen Beobachtung von drei Wochen, ich solle mich zur Behandlung nach Java begeben, wo viele Universitätskliniken sind. Zu dieser Zeit hatte ich 230 Blutdruck und viele andere Beschwerden. In der Nacht sagte mir aber der Herr: .Gehe nicht nach Java, sondern zurück nach Soe!« Als ich am anderen Morgen den Ärzten meinen Entschluß mitteilte, schüttelten sie nur den Kopf. Mir war es inzwischen schon zur Gewißheit geworden, daß diese Krankheit vom Herrn kam, da ich seinen Auftrag zur Vernichtung der Fetische nicht ausgeführt hatte. In Soe brachte mich der Herr soweit, daß ich zur Vernichtung dieser Zaubergegenstände bereit wurde. Eine Mannschaft von 70 Gläubigen war dabei, als wir den Berg Tonbis hinaufstiegen. Ich war so schwach, daß ich zuletzt getragen werden mußte. Endlich erreichten wir die Opferstätte, wo wir alle Götzen zerstörten.

* Zufallsbild *Auf Befehl des Herrn hatte ich den Berg Tonbis in Horeb umzunennen und einem benachbarten Berg den Namen Zion zu geben. Meine Überzeugung war, daß ich nach der Vernichtung der Götzen sofort gesund werden würde. Das traf aber nicht ein. So fragte ich den Herrn: »Soll ich doch zur Behandlung nach Java gehen?« Der Herr antwortete: »Nein, gehe in dein Büro!« Mir kam das seltsam vor, da ich mich doch noch sehr schwach fühlte. Ich hatte in jenen Tagen die Lektion zu lernen: Glauben ohne zu schauen, gehorchen ohne zu fragen. Nach langem Zögern ging ich in mein Büro. Meine Leute staunten, denn ich hatte inzwischen 30 Pfund abgenommen. Bei der Arbeit wurde ich wieder ganz gesund. In all diesen Kämpfen war die schwerste Station, den Gehorsam zu lernen. Jesus ist der einzige Weg, im Leben Erfüllung zu finden.«

Nach diesem Selbstzeugnis will ich den Bericht vervollständigen. Als Grundlage dient mir der Bericht der 70 Mannschaftsglieder und die eigene Erfahrung.

* Zufallsbild *Unsere internationale Mannschaft hat Kusa Nope als einen demütigen Bruder in Christo kennengelernt. Als wir am Flugplatz in Kupang eintrafen, stand Kusa Nope zur Begrüßung da. Petrus Oktavianus fragte mich: »Hast du es schon erlebt, daß ein König einen Evangelisten am Flugplatz abholt?« Der König opferte zwei volle Tage, um uns mit drei Wagen in das sechs Stunden entfernte Soe zu bringen. Was das bedeutet, weiß nur der, der auf diesen Straßen zu reisen hat. Unterwegs begegneten wir einem Bus. Wir hielten an.

Auf dem Bus stand Horeb. Er erklärte uns, daß er noch einen anderen Bus mit dem Namen Zion laufen habe. Er hat auf Befehl des Herrn nicht nur zwei Berge umbenannt, sondern auch zwei Busse mit diesen Namen versehen.

* Zufallsbild *In Soe waren wir zweimal Gast bei der königlichen Familie. Dazu war der König beinahe täglich in unseren Versammlungen. Nach dem Abschluß unserer Konferenz ließ er uns mit zwei Wagen wieder von Soe nach Kupang bringen. Am nächsten Tag stand uns noch der eine Wagen mit Fahrer für Stadtfahrten in Kupang zur Verfügung. Wir hatten alle den Eindruck: Er ist ein König, der ein Bruder geworden ist!

Von der Finsternis zum Licht

In Kanada lief mir Peter über den Weg.

Die äußere Erscheinung verwahrlost, das Gesicht von der Sünde und vielen Leidenschaften gezeichnet, aber nicht uninteressant!

* Zufallsbild *Beim späteren Kontakt merkte ich, daß es sich um einen intelligenten und vielseitig begabten jungen Mann handelte.

Sein Weg aus der Hölle eines bankrotten Lebens zu Jesus ist weit. Ich versuche, diesen Weg kurz darzustellen.

Der Winter 1967/68 war für Peter voller Mißerfolge und Enttäuschungen gewesen. Er war so verzweifelt, daß er das Leben wegwerfen wollte. Er unternahm mehrere Selbstmordversuche, die aber der vorplanende Gott verhindert hatte.

Ein Mädchen, das sich an ihn hängte, vertrieb seine verzweifelte Stimmung. Diese Freundin war aber eine praktizierende undefinedOkkultistin, die nun darauf aus war, Peter in ihre Kunst einzuführen.

Sie betrachtete sich als gute Hexe, die mit ihren undefinedmagischen Kräften nur Gutes tun wollte. Nach zwei Jahren ging dieses freie Liebesverhältnis auseinander.

Der von der Okkultistin gesäte Teufelssame ging aber auf. Peter interessierte sich für undefinedSpiritismus und undefinedRadiästhesie.

Eines abends saß er mit drei Freunden in einer Kneipe. Da nahm er ein kleines Kreuz vom Hals und fing damit zu undefinedpendeln an. Er versuchte eine Geisterbeschwörung und wollte mit einem Freund im Totenreich Kontakt bekommen. Er war überrascht, daß dieses makabre Spiel funktionierte. Der Geist aus dem Totenreich gab durch Pendel und undefinedBuchstabierbrett Antwort. 

* Zufallsbild *Schließlich durchzuckte ihn ein Gedanke. Er fragte den unsichtbaren Partner, ob er nicht nachts um 12 Uhr zum Friedhof gehen sollte. Er wußte selbst nicht, woher ihm plötzlich diese Idee gekommen war; denn er scheute nachts die Friedhöfe. Seine Frage wurde bejaht. Die drei Freunde begleiteten ihn.

Zwei blieben am Eingangstor zurück. Der dritte folgte nur bis zum Hauptweg. Er ging allein zum Grab einer ehemaligen Freundin. Als er vergeblich versucht hatte, mit dem Geist der Verstorbenen in Verbindung zu kommen, fing er an, den Teufel einen Nichtskönner zu schimpfen.

In diesem Augenblick gab es einen Knall, zugleich mit einem grellen Licht. Eingeschüchtert eilte er zu den Freunden zurück, die alle das gleiche gehört und gesehen hatten. Sie wollten nun herausbekommen, ob es sich um ein natürliches Ereignis gehandelt hatte.

Sie fragten einen Angestellten der in der Nähe liegenden chemischen Fabrik, ob nachts Versuche mit Sprengstoff unternommen worden seien. Es wurde verneint. Um Mitternacht wurde in dieser Firma nicht gearbeitet und experimentiert.

Die nächste Etappe in Peters Leben war undefinedAstrologie und Rauschgift. Er fing an, für ein paar Dollar Himmelskarten aufzustellen, um damit sein tägliches Auskommen zu haben.

* Zufallsbild *Er arbeitete sich aber so intensiv in dieses Zwielichte Gewerbe ein, daß ihn die Wochenzeitung »Echo-Vedettes« als Sterndeuter anstellte. Er eröffnete auch ein Büro für Charakterdeutung und Zukunftsprognosen. Schließlich erhielt er den Auftrag, mit Erläuterungen der zwölf Tierkreiszeichen eine Schallplatte zu besprechen.

Seine intelligenten Deutungen auf dem Gebiet der Astrologie führten dazu, daß er im Mai 1972 zum »Salon International des Sciences Occultes« (Internationales Forum der okkulten Wissenschaften) eingeladen wurde.

Bei diesem Kongreß machte er Bekanntschaft mit turbanierten Aufschneidern, aber auch mit ernsthaften Verteidigern der okkulten Praktiken. Ihn ekelte diese Gesellschaft an, obwohl ihm deutlich wurde, daß er zu ihnen gehörte.

Spiritismus und Astrologie war nur eine Seite der Interessen Peters. Die andere Linie weist auf Exzesse, Liebesabenteuer, Besuche der Nachtlokale der Großstadt hin. Er versuchte sich mit Erfolg als Liedersänger in zweifelhaften Nachtklubs.

* Zufallsbild *Was er als Honorar einnahm, reichte nicht aus für die Beschaffung der benötigten Drogen. So legte er sich manchmal mit knurrendem Magen zum Schlaf unter eine große Tanne.

Gegen reguläre Arbeit war er allergisch. Es war ein Leben »aus der Hand in den Mund«, ein Vagabundieren mit zweifelhaften Freunden und Freundinnen.

Die vorlaufende Gnade Gottes war in den Stunden seiner Ernüchterung spürbar.

Er nannte Drogen und Okkultismus Gift mit Honiggeschmack. Er wußte, daß er in der Lüge und im Irrtum steckte und sehnte sich manchmal nach der Wahrheit.

In dieser Zeit klopfte ein Freund, der sich bekehrt hatte, bei ihm an. Er sagte, daß bei ihm die Entscheidung für Christus gefallen sei, und die sei auch für Peter, seinen Freund, fällig.

Er schenkte Peter eine Bibel, die der lebensüberdrüssige Amateursterndeuter gelegentlich las.

Es gab noch einmal einen Rückschlag, als Peter mit den ehemaligen Gesinnungsgenossen zusammentraf, die sich über die Frommen lustig machten. Diese alte Atmosphäre stieß ihn aber ab. Er sagte sich, halbe Wahrheiten sind ganze Lügen.

* Zufallsbild *Er bekam den Mut, sich von seinen alten Freunden radikal zu trennen. Peter stand nun am Grenzweg seines alten und neuen Lebens.

 Er bat Gott, ihm alle Schuld und Sünde und seine Unfähigkeit sich zu bessern, zu vergeben und ihn mit dem Heiligen Geist zu erfüllen.

Augenblicklich fiel eine schwere Last von ihm ab. Ein unbeschreiblicher Friede erfüllte sein Herz. Er konnte nun ruhig atmen und ein freier Mensch sein.

Alkohol, Drogen und Okkultismus interessierten ihn nicht mehr. Ihm Gegensatz zu einer landläufigen Meinung war diese Umkehr keine Abdankung der Vernunft, kein Sacrificium intellectus, sondern ein Innewerden der eigentlichen Realität.

Der gnädige Gott führte Peter aus dem Labyrinth seiner Irrwege heraus und stellte ihn auf den Felsengrund von Golgatha.

Das Mädchen, mit dem er zuletzt in wilder Ehe zusammengelebt hatte, wurde seine Frau, die bereit war, mit ihm den gleichen Weg in der Nachfolge Jesu zu gehen.

Peter war in der Zeit seines Vagabundierens von hochtrabenden Ideen beherrscht. Er hatte von Sozialreformen und marxistischen Plänen geträumt.

Nach seiner Hinkehr zur Bibel und zu Jesus merkte er, daß Jesus nicht soziale Programme aufgestellt hat, sondern von der Neugeburt des Menschen sprach. Jesus führte keinen Klassenkampf, sondern sagte, daß alle Menschen verloren sind, ganz gleich, welcher Rasse, Zunge, Kultur oder Klasse sie auch angehören. Der Sohn Gottes ist am Kreuz für alle gestorben, für die Politiker und für die Syndikalisten, für die Gammler und für die Bürgerlichen, für die Herrenmenschen und für die Unterdrückten.

* Zufallsbild *Er liebt die Menschen ohne Ausnahme, die Anarchisten und die Faschisten. Die entscheidende Frage ist nur, ob sie das Opfer am Kreuz persönlich anerkennen und Jesus als ihren Retter annehmen oder ihn verwerfen.

Um diese Lebensentscheidung kommt keiner herum. »Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstocket eure Herzen nicht!« (Hebr. 3, 7-8)

Da es bei Alkoholikern und Drogensüchtigen oft Rückfälle gibt, muß von dem weiteren Weg Peters gesprochen werden.

Seit der Trennung von seinen ehemaligen Freunden und der totalen Auslieferung des Lebens an Jesus wurde er nicht mehr rückfällig. Er folgt nun schon einige Jahre Jesus nach, bekennt seinen Namen öffentlich und hat schon einige junge Menschen durch sein Zeugnis und seinen Wandel zu Jesus geführt.

Buchvorstellung

Die Geschichte Israels im Brennpunkt der Weltgeschichte.

148 Seiten, 3,- €

Menschen berichten...

Ein Evangelist predigte: "Es gibt viele Religionen, aber das Christentum ist keine Religion, sondern die Lebenshingabe an Jesus." Einige Monate danach vollzog Juvan den Schnitt mit der Religion der Väter. Jeder Brahmane trägt um den Leib eine heilige Schnur als Zeichen seiner Kaste. Diese Schnur zerschnitt er und ebenso die heiligen Fransen...

Aus dem Buch "undefinedIm Himalaja"

Gehört aber nicht Opposition dazu, wenn Gott ein Feuer anzündet? Wenn eine Erweckung keine Widersacher hat, dann ist das keine echte Erweckung.
Dr. Kurt E. Koch

Zitat Dr. Koch

"Ich fand in der Seelsorge noch keinen, der bei einer okkulten Belastung ohne die Hilfe der Beichte frei geworden wäre."