Die Erweckung in Korea

Hier finden Sie das ganze Buch undefinedKoreas Beter

Auszug aus dem Buch "undefinedKoreas Beter" von Dr. Koch:

Der Apostel Paulus schrieb an die Thessalonicher (I. 5, 17): "Betet ohne Unterlaß!"

Die Young Nak Kirche in Seoul, Korea
Die Young-Nak-Kirche in Seoul, Korea
Young-Nak-Kirche
Dr. Han, Gründer der Young-Nak-Kirche

Nirgends in der Welt sah ich eine solche Erfüllung dieser biblischen Mahnung wie in Korea.

Ich hatte mich von dem Schock der ersten Gebetsstunde noch nicht erholt, da saß ich schon in der nächsten Gebetsversammlung. Ich war nun einmal in den Sog dieser betenden Schar geraten.

Zum ersten Mal verstand ich, was in Apostelgeschichte 2,46 steht: "Sie waren täglich einmütig im Tempel beieinander." Täglich! Wo sind wir in den christlichen Gemeinden des Westens hingekommen?

Wir beten um Erweckung, und es geschieht nichts! Wundern wir uns darüber? Bei der dritten Gebetsstunde fragte ich die Brüder: "Wie oft kommt Ihre Gruppe in der Woche zum Gebet zusammen?" Sie antworteten: "Täglich!" Drei verschiedene Gebetskreise, die jeden Morgen zusammenkommen! "Wie lange schon besteht dieser Brauch?" - "Seit fünf Jahren", war die Antwort.

Ich fing an zu rechnen: 365 mal 5 mal 3 gibt 5475 Gebetsstunden mit je 3000 Menschen. Und das soll nicht Gottes Thron erreichen?

Mit dieser Information hatte ich aber noch nicht alles erfahren. Erst im Verlauf eines mehrwöchigen Aufenthaltes bin ich langsam hinter all die wunderbaren Geheimnisse dieser betenden Gemeinde gekommen.

Es bestand ein nächtlicher Gebetsdienst. Jede Nacht betete eine Gruppe von etwa hundert Christen. Natürlich wechselten die Gruppen ab. Jeden Abend kamen andere Christen zusammen. Seit fünf Jahren beteten in dieser Gemeinde jede Nacht hundert Menschen bis zum Morgengrauen.

Und einmal in der Woche, Samstag auf Sonntag, beteten tausend Christen die ganze Nacht hindurch. Ich verstand damit zum ersten Mal, was in Apostelgeschichte 12, 5 steht:

"Sie beteten unaufhörlich zu Gott."

Manche Schriftstelle bekam neues Gewicht für mich.

In 3. Mose 24, 2 heißt es: "Halte die Lichtflamme dauernd am Brennen."

Die katholische Kirche hat zwar ein ewiges Licht vor dem Altar. Aber damit ist es nicht getan, daß wir schöne Symbole in unseren Kirchen haben, sondern daß die Herzen der Gläubigen dauernd am Brennen sind, und die Flamme, der Weihrauch des Gebets, nie verlöscht.

Die Beter Koreas zeigten mir die Bedeutung von Offenbarung 5, 8: "Goldene Schalen voll Räuchwerk, das sind die Gebete der Heiligen."

Sein Name macht stark

Nach der Ausgießung des Heiligen Geistes gingen Petrus und Johannes in den Tempel. An der Tür trafen sie einen Lahmen. Der arme Mann erwartete von den Aposteln eine Geldgabe (Apg. 3, 6). Petrus sah ihn an und sagte:

"Silber und Gold habe ich nicht, was ich aber habe, gebe ich dir: Im Namen Jesu stehe auf und wandle!"

Dabei ergriff er die Hand des Krüppels und richtete ihn auf. Der Gelähmte wurde sofort geheilt, sprang umher, pries und lobte Gott. Die umherstehenden Menschen staunten über diese Wundertat. Die Apostel nahmen diese Gelegenheit zu einer Botschaft wahr. Sie wiesen alle Ehre von sich ab und verkündigten:

"Durch den Glauben an seinen Namen hat diesen, den ihr sehet und kennet, sein Name stark gemacht, und der Glaube durch ihn hat diesem gegeben die Gesundheit vor euren Augen" (Apg. 3, 16).

Ich hätte nicht gedacht, daß ich selber einmal Zeuge eines solchen Vorganges werden sollte. Bisher war ich der Meinung, daß diese Wunder der Urgemeinde vorbehalten waren.

* Zufallsbild *Natürlich war ich in der Nachfolge Jesu nie ein Modernist und Rationalist gewesen, sondern glaubte stets kindlich dem Wort Gottes. Es fehlte mir aber jegliches Anschauungsmaterial. In Korea sollte ich es bekommen.

Diese betenden Gemeinden machten keinen Rumor mit undefined"Zungen und undefinedHeilungen". Nur einmal im Monat ist eine besondere Gebetsstunde für Kranke. Ich erlebte eine solche Stunde mit.

Es fehlt mir vollkommen der Wortschatz, um das zu beschreiben, was ich dabei empfand. Ich kann nur eines sagen: Anstatt des hektischen Betens und der Zwängerei, wie man es in extremen Gruppen erlebt, war hier eine Offenbarung der Herrlichkeit Gottes.

Ein Gelähmter wurde in die Gebetsstunde gebracht. Einige Koreaner hatten abwechslungsweise diesen Krüppel 80 km weit auf dem Rücken hergetragen. Nun lag er vor den Betern. Das verkrüppelte Bein und der verkrüppelte Arm waren kürzer als die gesunden Glieder.* Zufallsbild *

Es wurde über ihm gebetet. Es kam Blut und Bewegung in die verkümmerten Glieder. Der Gelähmte reckte und streckte sich. Er sprang auf die Beine und probierte die geheilten Glieder aus. Die Verkürzungen verschwanden. Die kranken und gelähmten Glieder streckten sich auf die normale Länge der gesunden Glieder.

Darüber entstand bei den Betern kein Geschrei, sondern ein wunderbarer Lobpreis Gottes. Ich hätte keinem Berichterstatter das geglaubt, wenn ich es nicht selbst gesehen hätte.

Ein anderer Kranker lag auf einer Tragbahre. Er hatte eine Lungentuberkulose im letzten Stadium. Er war nur noch ein Skelett. Bei jedem Atemzug standen Blutblasen auf seinen Lippen. Ein Bild des Jammers! Man konnte das fast nicht mit ansehen.

Sie beteten über ihm und riefen den Namen des Herrn an. Der Kranke erholte sich zusehends beim Gebet. Er konnte seinen Brustkorb kräftig ausdehnen und weiten. Man sah, wie er seine Lungen anstrengte und kräftig atmete. Er wurde durch des Herrn Hand völlig geheilt.

Auch bei diesem Vorgang der Heilung wurden mir einige Bibelworte lebendig. Wie oft hatte ich schon über Markus 2,10 predigen hören:

"Des Menschen Sohn hat die Macht." Manchmal hatte mich auch das Wort aus 2. Chronik 20, 6 gestärkt: "In deiner Hand ist Kraft und Macht."

Noch nie habe ich aber solche Machtbeweise seiner Hand gesehen wie hier unter diesen Betern. 

* Zufallsbild *Ein Junge trat in den Kreis der Gemeinde und bat um Fürbitte. Seine Hand war vertrocknet. Er konnte die Finger nicht bewegen. Er bekannte seine Schuld und lieferte sein Leben Jesus aus. Dann wurde über ihm gebetet. In diesem Augenblick wurde seine verdorrte Hand durchblutet. Man merkte dem Jungen die Freude an, seine Hand gebrauchen zu können. Er griff nach Gegenständen seiner Umgebung. Er spielte mit seinen gesunden Fingern. Eine unbeschreibliche Freude lag auf seinem Gesicht.

Welch ein Herr, der im 20. Jahrhundert solche Dinge tut. Und welch ein Gericht über die laue Christenheit des Westens, daß wir soweit gekommen sind, daß wir nicht mehr glauben können.

Mir ging es ja selbst so. Ich hätte an allem gezweifelt, wenn ich nicht selbst Augenzeuge gewesen wäre. Bei diesen Ereignissen mußte ich unablässig Buße tun. Die Nähe des Herrn erdrückte mich schier. Es ist doch ein Unterschied, ob man von solchen Wundern im Neuen Testament liest, oder ob man selbst das miterleben darf.* Zufallsbild *

Die Sprache reicht nicht aus, um der Heiligkeit und Herrlichkeit des gegenwärtigen Herrn gebührend Ausdruck zu verleihen.

Nach meiner Rückkehr aus Korea erzählte ich einer westlichen Gemeinde meine Erlebnisse. Da bat mich ein Pastor: "Bitte bete mit meinen Kranken und mache sie im Namen des Herrn gesund!" Ich antwortete ihm: "Wie viele Gemeindeglieder haben Sie?" Er erwiderte: "Zweitausend." - "Wie viele Leute haben Sie in den Gebetsstunden?" - "Zwanzig bis dreißig, die einmal in der Woche zusammenkommen." Dann sagte ich ihm: "Ich bin bereit, mit Ihren Kranken zu beten, aber nur unter der Bedingung, daß sie fünf Jahre lang mit allen 2000 Gemeindegliedern jeden Morgen um 5 Uhr zum Gebet zusammenkommen." So war es in Korea.

Wir quälen uns umsonst ab, solange nicht neutestamentliche Zustände in unseren Gemeinden herrschen.

Das Besondere an diesen Krankenstunden war, daß alles ruhig und ohne das übliche Aufpeitschen seelischer Kräfte vor sich ging.

Was wird uns alles in den extremen Gruppen als Heilung angeboten. Wird es dann nachgeprüft, dann stimmt es nicht, oder es sind nur wenig dauerhafte Suggestivheilungen.

Neutestamentliches Klima

Bevor ich die Krankenstunden miterlebt hatte, war es mir in den Sinn gekommen, der betenden Gemeinde zu sagen, daß die Rettung des Menschen wichtiger ist als seine Heilung. Ich wollte ihnen zurufen : "Predigt das Wort! Vergebung ist mehr als Gesundwerden"

Zwischenruf:
Jeden Tag sollte man mit Bibellese und Gebet anfangen: Entweder wird die Sünde dich von der Bibel abhalten, oder die Bibel wird dich von der Sünde abhalten.
John Bunyan

Ich habe diesen Vorsatz nicht ausgeführt. Was wir im Westen als gute biblische Theologie anbieten wollen, wird dort bei diesen schlichten Betern praktiziert.

Wie schon erwähnt, war unter 30 Gebetsstunden nur eine Krankenstunde. In den übrigen Gebetsvereinigungen ging es um die Anbetung Gottes und um Fürbitte jeglicher Art.

* Zufallsbild *

Ein anderes Merkmal der koreanischen Christen ist ihre große Opferbereitschaft. Sie setzen sich finanziell für die Verkündigung des Wortes Gottes ein, wie ich es sonst nirgends in der Welt gehört habe. Viele dieser Beter sind Reisbauern. Trotz der biblischen Regel, daß der Bauer zuerst die Frucht seiner Arbeit genießen soll, nehmen die koreanischen Christen diese Freiheit nicht in Anspruch. Sie verkaufen den Reis und kaufen die um die Hälfte billigere Hirse. Den Reinertrag, das heißt 50 Prozent ihrer Arbeit geben sie für die missionarische Arbeit. Sie senden damit Missionare in die umliegenden Länder und verbreiteten dadurch das Evangelium. Sie geben also nicht den Zehnten, sondern die Hälfte ihrer Einnahmen.

Dieses Beispiel wird uns satte Christen des Westens in der Ewigkeit vor dem Gericht Gottes Not machen. In welchem Überfluß leben wir im Vergleich zu solchen Opfern. Wollen wir angesichts einer solchen Treue und Hingabe uns noch wundern, daß alle neutestamentlichen Wunder sich in dieser Erweckung wiederholten?* Zufallsbild *

Ich gestehe, daß ich von jeher daran gezweifelt habe, daß im 20. Jahrhundert noch Tote auferweckt werden können. Seit meinem ersten Koreabesuch, dem später weitere nachfolgten, zweifle ich nicht mehr daran. Unter diesen Betern wurden leiblich Tote auferweckt, aber noch viel mehr geistlich Tote. Mir ging dabei das Wort Jesu auf: "Ich bin das Leben." Wie gern verwenden wir es als frommen Spruch. Und wenn es wirklich ans Glauben geht, dann sichern wir unseren Unglauben mit theologischen Begründungen ab.

Mit zu den gewaltigsten Erfahrungen im Kreis dieser Beter gehört die Beobachtung, daß die Botschaft vom Kreuz in der Mitte der Verkündigung und des Lebens steht. Deshalb kam mir mein ursprünglicher Plan, diesen Menschen etwas von der Bedeutung des Kreuzes zu sagen, kümmerlich, wenn nicht gar lächerlich vor.

Was ich sagen wollte, leben diese Christen aus.

* Zufallsbild *Die koreanische Erweckung hat nichts zu tun mit der "undefinedZungenbewegung" unserer Tage.

Sie hat auch nichts gemeinsam mit der sogenannten "Faith Healing Mission" (Heilungsmission) und mit den angeblichen undefinedcharismatischen Strömungen der Gegenwart.

Es geht unter den Christen Koreas nüchtern zu, biblisch klar, ohne ekstatische Randerscheinungen. Der Herr Jesus wird verherrlicht. Der Heilige Geist ist am Werk, ohne daß versucht wird, ihn zu zwingen und unseren frommen Wünschen unterzuordnen.

Es herrscht hier das echte pfingstliche Klima der Apostelgeschichte, nicht die Atmosphäre der Schwärmer.

Das Zentrum der Erweckungsbewegung 1907 war Pjöngjang in Nordkorea.

Der Mittelpunkt der zweiten Welle der Erweckung war Seoul in Südkorea. Der Geist Gottes weht, wo er will, nicht wo wir planen und es wünschen.

Geistliche Extremisten können nicht in die Erweckung eindringen

Die koreanische Erweckung, die zur gleichen Zeit wie die von Wales einsetzte, konnte sich im Gegensatz zu Wales bis heute halten. Die nüchternen Koreaner konnten sich von Anfang an die hochmütigen Extremisten vom Halse halten.

* Zufallsbild *Es muß schroff gesagt werden, damit die Wankenden es verstehen: Jesus Christus steht in der Mitte der biblischen Botschaft und nicht der Heilige Geist. Es ist Aufgabe des Heiligen Geistes, Jesus zu verherrlichen, und nicht umgekehrt. Der zweite Glaubensartikel steht in der Mitte des Glaubensbekenntnisses. Die Extremisten haben die biblischen Wahrheiten verschoben.

Ich gebe ein Beispiel. Ein holländischer Extremist durfte an der Bibelschule in Batu (Indonesien) sprechen. Batu ist von der indonesischen Erweckung erfaßt. Dieser fromme Irrlehrer erklärte im Unterricht: "Wir brauchen heute nicht mehr vom Blut Jesu und von unserer Errettung zu predigen. Wir leben in der Epoche des Heiligen Geistes. Wir haben nur noch vom Werk und den Gaben des Heiligen Geistes zu sprechen." Die schlichten indonesischen Bibelschüler kamen über dieser Botschaft und anderen Aussagen dieses Mannes in einen großen inneren Konflikt. Sie gingen ins Gebet und bekamen Klarheit. * Zufallsbild *Sie traten am nächsten Tag auf diesen Extremisten zu und erklärten: "Du bist ein Irrlehrer. Bitte verlasse unser Land und verwirre nicht die indonesischen Christen." Ich war zweimal in Batu und hörte diesen Vorfall aus dem Mund eines Lehrers der Bibelschule.

Wilhelm Busch hat ein Andachtsbuch geschrieben: "365 mal ER". ER muß Anfang und Ende, Zentrum und Beziehungspunkt sein und bleiben. "Er hat vor allen Dingen den Vorrang", schreibt Paulus in Kol. 1, 18b. Nur, wenn wir in dieser Wahrheit verankert sind, können wir in biblisch gesunder Weise über Vollmacht reden.

Buchvorstellung

Band 2 von Bärbel Koch. Zeugnisse aus der Erweckung Kwasizabantu und aus Deutschland.

96 Seiten, mit Bilder, 4,- €

Themen: Verkrüppelt? Kinderlos? Teufel austreiben, Verfolgungszauber...

Leseprobe:

So brachte ich kleine Dinge ans Licht, die dicksten Sünden, verheimlichte ich. Heute sehe ich darin einen entscheidenden Grund dafür, daß ich keine hundertprozentige Entscheidung für Jesus treffen konnte. Vorenthaltene Sünden scheiden uns von ihm.

Menschen berichten...

Als ich meinem letzten Meister, Gerhard Taschner, von meinen Depressionen erzählte, gebot er mir, eine Zeitlang keine Musikstücke von Robert Schumann zu spielen, der ja ein hochgradiger Spiritist war und seine Kompositionen durch den direkten Verkehr mit sechs Geistern empfing...

Aus dem Buch "undefinedMusik unter der Lupe"

Erweckung

Erweckungen bleiben nicht aus, wenn die Christen aufhören, über die Sünden der anderen zu sprechen, sondern ihre eigene Sünde bekennen. (Corrie ten Boom)

Zitat Dr. Koch

"Befreiung aus okkulter Belastung ist nur über Christus möglich durch eine Generalbeichte. Wer frei werden will, muss sich rückhaltslos Jesus Christus ausliefern."