Dr. Koch: Aus meinem Leben

Folgende Artikel finden Sie hier:

Von Gott geschoben

Wenn ich jetzt auf ein arbeitsreiches Leben zurückblicke, fallen mir besondere Führungen Gottes auf.

Bei großen Entscheidungen bin ich stets von höherer Hand geschoben worden, weil ich oft zu schwerfällig war.

* Zufallsbild *Als Gymnasiast hatte ich vor, Forstwirtschaft zu studieren, weil ich die Koniferen und die Wälder des Schwarzwaldes so sehr liebe.

Christus ist dann aber im Jahr 1930 in mein Leben getreten. Das brachte mich zum Studium der Theologie, obwohl mir pietistische Missionare abrieten mit dem Hinweis: »Da wirst du nur hochmütig dabei.« Dieser Rat war mir damals eine Anfechtung.

Nach dem Krieg lag mir mein Schwiegervater in den Ohren: »Du mußt noch deinen Doktor machen. « Ich empfand einen inneren Widerstand dagegen. Und doch war dieser Rat richtig.

Nach meiner Promotion und der Veröffentlichung meines ersten wissenschaftlichen Buches öffneten sich mir die Tore der Universitäten, theologischen Seminare und der Kirchen auf allen Kontinenten.

Gegen eigenes Wollen bin ich da auch geschoben worden. Nicht genug damit. Der schon mehrfach erwähnte »Selfmademan«, den ich übrigens sehr verehrte, drängte mich zum Bücherschreiben.

Er mahnte und »bohrte« fast zwei Jahre lang. Schließlich gab ich nach.

Stand nicht hinter seinem Antreiben eine höhere Hand? So empfinde ich es. Ich fühlte mich auf jeden Fall wieder »geschoben«.

* Zufallsbild *Das Bücherschreiben wurde nicht mein Hobby oder gar eine Manie. Ich setzte mich nie an die Schreibmaschine mit dem Vorsatz: So, jetzt schreibe ich ein Buch. Ich habe es schon meiner Frau und den besten Freunden gesagt: Ich schrieb nur, wenn mich etwas drängte und eine Art Inspiration über mich kam. Ich bin also auch hierbei »von oben« gedrängt und geleitet worden.

Mein Freund Friedrich Hänssler, in dessen Barsortiment dieses Buch aufgelegt werden soll, sagte mir einmal: »Deine Bücher haben Inspiration. Man ist schon auf den beiden ersten Seiten »drin«.«

Fanatismus wird vom Teufel bewirkt, Inspiration ist ein Geschenk des Heiligen Geistes.

Zwischenruf:
Wenn ein Haus brennt und du weißt, dass noch Menschen drin sind, wäre es nicht Sünde, in diesem Haus die Bilder gerade zu hängen? Wenn die Welt um dich herum in großer Gefahr ist, können Tätigkeiten, die an sich nicht sündig sind, ganz verkehrt, ja, sündig sein.
Corrie ten Boom

So könnte ich viele Einzelheiten nennen, wo ich mich geschoben fühlte.

Seit Jahren steht mir das Wort (1. Kor. 4,7) vor Augen: »Was hast du, das du nicht empfangen hast.«

Obwohl in dem Buch schon erwähnt, muß ich meinen Wahlspruch wiederholen. Ich bin bis in alle Fasern meines Wesens hinein zutiefst überzeugt:

Was nichts ist, kommt von mir. Was etwas ist, kommt von IHM.

Von Natur aus bin ich zurückhaltend. Meine Vorfahren waren Bauern und Handwerker. Ich bin so introvertiert, daß jemand sagte: »Wenn man ihn auf der Kanzel gehört hat, sollte man nicht meinen, daß er unter der Kanzel kaum auf drei zählen kann.«

Natürlich ist das eine große Übertreibung. Ich hatte ja an Universitäten aller Kontinente mit Studenten in der englischen Sprache ohne Dolmetscher zu diskutieren.

* Zufallsbild *Mit der Hilfe Gottes ging es gut. Die Schwerfälligkeit in der Umgangskonversation ist aber von Jugend auf allezeit geblieben.

Eine Schulkameradin hatte vor Jahrzehnten, als ich mit 30 Jahren noch keine Mädchenfreundschaft oder irgendeinen Briefwechsel mit einem Mädchen hatte, erklärt: »Der ist zu doof zum Heiraten.«

Diese Unbeholfenheit und Isolierung von anderen, die ihre Wurzeln in einer sehr schweren Kindheit haben, hat mir und den Mitmenschen schon viel Not bereitet.

Darum bitte ich hier, wie ich es schon einige Male in meinen Büchern getan habe, alle, die ich verletzte oder durch mangelnde Kontaktfreudigkeit enttäuscht habe, an dieser Stelle herzlich um Vergebung.

* Zufallsbild *In meinem Gebet sage ich schon viele Jahre: »Herr, segne die besonders, denen ich zum Anstoß und zum Ärgernis geworden bin.« Manchmal habe ich dem Drängen und Schieben des Heiligen Geistes Widerstand geleistet, und das bedeutet große Schuld.

Ich bin also tausendfach auf die Vergebung durch Jesus Christus angewiesen. Dem Herrn sei Dank! Diese Vergebung aller Schuld hat er mir gewährt. Ihm sei Preis und Anbetung in Ewigkeit!

Aus dem Buch "undefinedMit Jesus in alle Welt"

Dr. Koch als Schriftsteller

Ein gläubige Bruder nahm mich eines Tages beiseite und sagte: "Du mußt das niederschreiben, was du den jungen Leuten erzählst!" * Zufallsbild *Ich antwortete ihm: "Es gibt soviele langweilige Bücher, deren Zahl ich nicht noch vermehren will." Er ließ aber nicht locker. Auch nach Beendigung der Freizeit blieb er mit mir in Verbindung und bohrte immer weiter.

So probierte ich es und schrieb den "Höhenflug". Und siehe da, ich hatte die rechte Tonlage getroffen. Der Höhenflug erlebte elf Auflagen. Das Erzählbändchen erhielt gute Besprechungen. Selbst die Professoren der Tübinger Universität, Schlunk und Fezer, schrieben mir anerkennende Urteile.

Dieser erste schriftstellerische Erfolg war mutmachend. Weitere Erzählbändchen folgten, die sich bis heute gehalten haben.

Die Reihe undefined"Jesus lebt", undefined"Jesus siegt", undefined"Jesus heilt" mußte achtmal und neunmal aufgelegt werden. Dann stellten wir den Nachdruck ein. Drei bis vier Jahre waren sie vom Büchermarkt verschwunden. Da aber immer noch Bestellungen und Nachfragen kamen, mußten 1980 alle drei Taschenbücher noch einmal nachgedruckt werden.

* Zufallsbild *In den zweiunddreißig Jahren meiner publizistischen Tätigkeit wandelte sich mehrmals das Interessengebiet.

Am Anfang erschienen fünf Veröffentlichungen mit Erlebnisberichten.

Dann folgten Bücher zur Abwehr des Okkultismus in Verbindung mit der Betreuung von okkult belasteten Menschen.

In diese Reihe gehören "Der Aberglaube", "Belastung und Befreiung",  undefined"Okkultes ABC", undefined"Heilung und Befreiung". Das Hauptwerk undefined"Seelsorge und Okkultismus" ist in verschiedene Weltsprachen übersetzt und ist seit 1953 ein "Longseller".

Die englische Übersetzung "Christian Counselling and Occultism" wurde in USA das führende Standardwerk und Textbuch für Universitäten und theologische Seminare. Viele hundert Einladungen waren die Folge.

Insgesamt vierunddreißig Vortragstouren in USA wurden organisiert. Ich wurde selbst in psychiatrische Anstalten gerufen, um vor Ärzten den Unterschied zwischen Psychosen und einer okkulten Belastung darzulegen.

Nach der okkulten Bücherreihe folgten dann Bände mit Zeugnissen.

Die meisten der bekannten Männer Gottes in Deutschland, der Schweiz und anderer Länder gaben mir Kurzberichte über ihren Weg zu Christus.

* Zufallsbild *Es sind die Bücher "Jesus unter uns", "Jesus heute",undefined "Mit Jesus unterwegs" "Jesus im Alltag", undefined"Der Weg zu Jesus".

Die Zeugnisreihe wurde dann abgelöst durch Bücher über die Endgeschichte und Wiederkunft Jesu.

Von dem Titel undefined"Tag X" haben zusammen mit den Fremdsprachübersetzungen mehr als 160 000 Exemplare Eingang in den christlichen Kreisen gefunden. Zu dieser Serie gehören "Untergang der freien Welt", "Leben auf Abruf", undefined"Welt ohne Chance", "Was kommt".

Die vielen Missionsreisen und überhaupt mein sehr starkes Interesse an der Äußeren Mission fanden ihren Niederschlag in den umfangreichen Missionsbänden wie "Jesus auf allen Kontinenten" (558 Seiten, 122 Abbildungen), "Unter der Führung Jesu" (415 Seiten, 96 Abb.). "Name über alle Namen Jesus" (485 S., 50 Abb.), "Heinrich Coerper und sein Werk" (486 S., 100 Abb.), "Uns, Herr, wirst du Frieden schaffen" (448 S.).

In Prediger 12,12 lesen wir: "Viel Büchermachens ist kein Ende."

* Zufallsbild *So sieht es beinahe aus. Bis 1980 sind mehr als siebzig Bücher und Taschenbücher hinausgegangen, die mehr als sechzig Fremdsprachübersetzungen erlebt haben. Die Bücher gegen die okkulten und artverwandten Strömungen brachten mir den Beinamen "der okkulte Koch" ein.

Tatsache ist aber, daß ich mehr andere Bücher nichtokkulten Inhaltes geschrieben habe. Darunter sind allein dreizehn "Jesustitel" und vor allem die Bücher über die Erweckungen in diesem Jahrhundert.

Der Besuch der Erweckungsgebiete wie Indonesien, Korea, Uganda, und vor allem Kwasizabantu waren das geistliche Gegengewicht zu den antiokkulten Büchern.

Wer sich in der Seelsorge mit schwer belasteten Menschen herumschlagen muß, steht auf der Abschußliste Satans.

* Zufallsbild *Die geistliche Atmosphäre der Erweckungsgebiete bewahrten mich vor dem Abgrund. Am meisten profitiert habe ich in Sizabantu, darum, sind auch sieben undefinedKwaSizabantu-Bücher entstanden.

Ich habe mich bis zum heutigen Tag nie als Schriftsteller gefühlt oder angesehen.

Ich bin mir bewußt, was der Apostel Paulus geschrieben hat: "Was hast du, das du nicht empfangen hast" (1. Kor. 4,7).

Es ist kein frommes, sentimentales Sprüchlein, sondern Wahrheit, wenn ich sage: "Was nichts ist, kommt von mir. Was etwas ist, kommt von IHM." Alles in allem war es der Segen Gottes. * Zufallsbild *Segen die Fülle, überströmende Zuflüsse aus der oberen Welt, die Erfüllung von Maleachi 3,10: "Prüfet mich hierin, spricht der Herr Zebaoth, ob ich euch nicht des Himmels Fenster öffne und Segen herab schütte die Fülle."

Aus dem Buch undefined"Volle Genüge"

Dr. Koch in Anfechtungen

In einer Zeit stärkster Angriffe gegen ihn diente es Koch zur Stärkung, die Erweckung in Kanada so intensiv erleben zu dürfen.

Viele der beschriebenen Ereignisse fielen in eine Zeit, in der manche Gläubige Koch nicht nur verurteilten, sondern sogar in aller Ã-ffentlichkeit erklärten, er wäre in seinem Glauben gescheitert. Andere behaupteten sogar jahrelang, er hätte sich aufgehängt.

* Zufallsbild *Oft genug in seinem Leben ging Kurt Koch an Abgründen vorbei. Wie wir sehen konnten, schien schon seine Kindheit und Zeit im Gymnasium vor seiner Bekehrung häufig an inneren seelischen Abgründen vorbeizuführen.

Koch hat sich unter seiner eigenen Schuld tief gebeugt und in christlicher Weise Buße geleistet. So wandte er sich diesbezüglich auch an verschiedene christliche Institutionen und Körperschaften, mit denen er in Verbindung gewesen war, und bat deren Leiter stellvertretend für die betreffende Gemeinschaft um Vergebung. Da die Vorwürfe und Anklagen gegen Koch seit vielen Jahren nicht aufhören, und selbst Reichgottesarbeiter die Unwahrheit propagieren, er hätte nie Buße getan, muß an dieser Stelle eine Information gegeben werden. Koch, der zur Pfarrergebetsbruderschaft gehört, schrieb vor Jahren Erich Schnepel, damals deren Leiter, an und bat ihn stellvertretend für die Bruderschaft um Vergebung. Das gleiche tat er bei Pfarrer Kemner, dem Gründer und Leiter der Ahldener Bruderschaft. Auch Landesbischof Prof. Dr. Heidland bat er stellvertretend für die badischen Pfarrer um Vergebung. Koch reiste auch in seine ehemaligen Gemeinden und bat in gleicher Weise einige Kirchenälteste um Vergebung. Bei einer solchen Fahrt war einmal Erlo Stegen als Zeuge dabei. Wo Koch wußte, daß er Menschen zum Ärgernis geworden war, schrieb er Briefe und demütigte sich vor den Empfängern. Diese Canossagänge erfolgten erst, nachdem Koch im totalen Zerbruch und in tiefgehender Buße vor Gott Vergebung seiner Schuld gefunden hatte. Es bleibt aber nicht aus, daß Gläubige und Namenchristen ihm bis zum letzten Atemzug seine schon längst vergebene Schuld »aufs Brot streichen«. Gott vergibt und vergißt Schuld. Viele Christen tun das nicht.

* Zufallsbild *Erlo Stegen, der Leiter der südafrikanischen Missionsstation Sizabantu, der auf Kochs Schuld angesprochen wurde, hielt den Angreifern einmal Apostelgeschichte 13, 22 vor.

Darin wird David, der auch im 32. Psalm die Worte

»darum bekannte ich dir meine Sünde . . .«

eingeflochten hatte, als ein Mann nach dem Herzen Gottes bezeichnet und dies trotz seines Ehebruches und Mordes an Uriah.

Dabei braucht wohl nicht erwähnt zu werden, daß diese Worte niemals Sünden wie Ehebruch oder Mord rechtfertigen.

Aus dem Buch "Mit Jesus in alle Welt"

Buchvorstellung

Wie findet man Jesus? Es gibt eine kurze Antwort: indem wir uns von Jesus finden lassen.

144 Seiten, 3.60 €

Leseprobe:

So wie Adam im Paradies vor Gott floh und sich versteckte, so geht auch heute der Mensch Jesus aus dem Weg. Man will mit ihm nichts zu tun haben. Von Ausnahmen abgesehen ist dem heutigen Menschen peinlich, wenn das Gespräch auf Jesus kommt. Im Paradies kam der Kontakt zustande, als Gott den Adam mit seinem Schuldbewußtsein rief: Adam, wo steckst du? Willst du nicht aus deinem Versteck hervorkommen?

Menschen berichten...

Er zückte das Messer, nicht um den Gegner zu töten, sondern um ihn nur kampfunfähig zu machen.
Der Stich war aber doch lebensgefährlich.
Viele wussten, wer der Täter war...

Seit diesem Vorfall konnte Michael nachts nicht mehr schlafen. Er wurde von Angstträumen und Gewissensbissen geplagt...

Aus dem Buch "undefinedJesu Name ist wunderbar"

Erweckung

"Gott ist souverän. Aber die Tatsache, dass Gott souverän ist, hebt nicht die Verantwortung des Menschen auf. Gott schenkt Erweckung. Aber wir sind die menschlichen Akteure, durch die Erweckung möglich ist." (Duncan Campbell)

Zitat Dr. Koch

"Ich fand in der Seelsorge noch keinen, der bei einer okkulten Belastung ohne die Hilfe der Beichte frei geworden wäre."